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österreichische Verlage?


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13 Antworten zu diesem Thema

#1
EvaG

EvaG
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Tja, hier bin ich wieder. Enttäuscht, aber noch nicht entmutigt und wieder mal auf der Suche nach eurem Rat. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich meine Leseprobe an einige Agenturen geschickt habe und gleich vier wollten das Gesamtmanuskript. Gestern kam dann leider die Absage von der letzten Agentur - alle mit einer ähnlichen Begründung. Der Stil wäre gut, spannend geschrieben, gut recherchiert, aber leider wäre das Thema für bundesdeutsche Verlage zu regional, man würde sich nicht "drübertrauen".  Ich bekam den Tipp, mich an österreichische Agenturen zu wenden. Nun, die gibt es ja nun nicht. Aber es gibt natürlich österreichische Verlage, doch ich bin ein wenig überfordert, an welche Verlage ich mich wenden soll. Hat jemand Erfahrungen mit österreichischen Verlagen? Wie gehe ich bei der Verlagssuche vor? 

Gibt es Erfolgsgeschichten von Österreichern, die direkt an die Verlage herantraten (ohne Agentur). 

Wäre toll, von euren Erfahrungen zu hören!

lg

eva

 

 



#2
AlexandraB

AlexandraB
  • 294 Beiträge
  • Dabei seit 22.02.12

Hallo Eva,

 

um was für ein Genre handelt es sich? Ich habe mit dem Residenz-Verlag sehr gute Erfahrungen gemacht: Kompetent, freundlich und kommunikativ (das waren alle Mitarbeiterinnen, mit denen ich bislang zu tun hatte), was man nicht von jedem Verlag behaupten kann. Und auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind sehr attraktiv. ;-)

 

Je nach Genre wäre auch noch an die Styria-Gruppe, Haymon oder Ecowin zu denken.

 

In Klagenfurt wurde kürzlich eine Literaturagentur von zwei Krimiautoren gegründet, die auch eine Schreibschule anbieten und in weiterer Folge eben die Vermittlung von Werken (http://www.schreibschule.at/). Dazu habe ich jedoch keine Erfahrungen.

 

 

liebe Grüße aus Kärnten,

 

Alexandra


Tot ist er. Nicht der Hirsch. Der Jäger. "Waidmannsdank" (Emons Verlag)

 

www.alexandrableyer.at


#3
Anni Bürkl

Anni Bürkl
  • 3.221 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

Hallo Eva,

 

 

 

Hier hast du eine Liste von Verlagen, erstellt vom Literaturhaus:

 

http://www.literatur...php?id=10022&L=

 

Somit ganz sicher seriös. Bei vielen handelt es sich um Klein(st)verlage, das gilt es bei der Wahl eines Verlages zu bedenken.

 

Was hinzu kommt: deutsche Verlage verkaufen ganz klar auch in Österreich - umgekehrt wird der deutsche Markt von so manchem österreichischen Verlag nicht oder wenig beackert.

 

 

Ich habe übrigens vor meinem ersten Verlagsvertrag das damalige Manuskript (später unter dem Titel "Schwarztee" veröffentlicht) immer sozusagen im Test verschickt: einen großen und einen kleinen Verlag. Einen spezialisierten (zB. aufs Krimi-Genre) und einen nicht-spezialisierten. Einen, wo zB. die Region zum Verlag passt (steirischer Verlag, da steirisches Salzkammergut als Handlungsort). Usw.

 

Und: ich habe mir alle Verlage, die ich angeschreiben habe, notiert, und dann die jeweilige Rückmeldung.

 

Gab im Rückblick so manchen Schmunzler.

 

:-)

 

Viel Erfolg

Anni


Krimi-Autorin | Lektorat und Autorenberatung

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher


#4
EvaG

EvaG
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Vielen Dank für eure Tipps. Ich werde mir gleich mal die Liste ansehen und die Verlage kontaktieren. Ich schreibe zeitgenössische Romane mit historischem Hintergrund - genauer gesagt handelt es sich beim ersten Roman um eine Familiengeschichte über drei Generationen, die in Kärnten spielt. Die Weltkriege, Abwehrkampf und Sprachkonflikte in Kärnten sind auch Thema - daher zu regional, wie deutsche Agenturen meinen. 

 

lg

Eva



#5
EvaG

EvaG
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Ach Anni, hast du deine Romane direkt an Verlage geschickt, oder hattest du eine Agentur?



#6
Anni Bürkl

Anni Bürkl
  • 3.221 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

Bisher fast alles selbst verschickt.

 

Zu regional?

Das weiß man nie. wenn es literarisch ist - siehe Maja Haderlap - ist das doch ganz was Anderes.

 

Was ich aus eigener und fremder Erfahrung (von Kunden bei Lektorat, die dann zu Freunden wurden) empfehlen kann bei der Verlagssuche:

 

- Eine Marke werden.

Du und niemand sonst schreibst genau SO und nicht anders. Ich habe zB. in der ersten Zusendung an Gmeiner damals alles auf Tee abgestimmt, Teesäckchen beigelegt, ich hatte sogar Sticker zu dem Tee (Kannen, TAssen, ...). Okay, klingt übertrieben, war aber offenbar gut.

 

- An Aktuelles anknüpfen.

Trends bei Büchern, Themen, die in der Luft liegen, usw. Wo können deine Themen anknüpfen?

Gibt es ein gut verkauftes Buch zu ähnlichen Themen? Dann schreibst du "es ist so ähnlich wie XY, aber in meinem Fall geht es um YZ."

Gibt es ein Jubiläum? Einen regionalen Anknüpfungspunkt? (Die Autorin lebt am Ort X, wo Schlacht Y stattfand und bis heute ...)

 

- Professionalität.

Man kann es nicht oft genug sagen. :-)

Sich informieren beim Verlag, ob Interesse da ist (kurze E-Mail oder Anruf oder von der Webseite).

Rausfinden, in welcher Art Zusendung erwünscht. (Achtung, das variiert, egal was auf Webseiten für Autoren anders stehen mag!)

1000 % daran halten. Wenn nur ausgedruckt, dann ausdrucken und per Post - oder drauf verzichten.

Nie schimpfen. NIE. Nicht die Leute im Verlag, nicht andere Autoren, ... Das kann man unter Freunden und Verwandten, da darf man sich auch ausheulen, aber kein Verlag wird dich auf Basis Mitleid unter Vertrag nehmen. ;-)

 

 

 

Vielleicht weiß du vieles davon eh schon, aber ich wollte es einfach noch mal gesagt haben.

 

Und dann: Geduld!! :-)

 

Alles Gute,

Anni


Krimi-Autorin | Lektorat und Autorenberatung

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher


#7
AlexandraB

AlexandraB
  • 294 Beiträge
  • Dabei seit 22.02.12

Hallo Eva,

 

ein spannendes Thema (gerade für mich als Historikerin und Kärntnerin) Hast du auch an einschlägige Verlage für Regionalliteratur gedacht wie Gmeiner und Emons? Die sind ja auch mit Kärntenthemen zum Glück sehr gut vertreten und da auch bereit, historische Settings aufzugreifen. Für die ist Regionalität geradezu ein Muss, no na net. :-)))

 

liebe Grüße und viel Erfolg, Alexandra


Tot ist er. Nicht der Hirsch. Der Jäger. "Waidmannsdank" (Emons Verlag)

 

www.alexandrableyer.at


#8
EvaG

EvaG
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Hallo Alexandra!

 

Ich hab noch keine Verlage angeschrieben. Gmeiner kenne ich, Emons nicht so gut, muss ich einmal nachgoogeln. Vielen Dank für die Tipps. Werde gleich mal loslegen!



#9
EvaG

EvaG
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Hallo Anni!

 

Danke für deine Ratschläge, ich versuche natürlich, das alles zu beherzigen, aber ich bein einfach ein Neuling und oft noch verunsichert. Für mich war es ein Erfolg, dass viele Agenturen mein Gesamtmanuskript wollten - so schlecht kann es ja dann nicht sein. Und Maja Haderlap - natürlich schreibt sie über ein regionales Thema - aber ich glaube, es wäre anmaßend, sich mit ihr zu vergleichen.

 

Vielleicht waren meine Texte auch einfach zu schlecht - man muss schon realistisch bleiben. Ich werde es aber trotzdem bei österreichischen Verlagen versuchen.

 

Übrigens finde ich deine Textcoachings sehr spannend. Hört sich interessant an, aber leider nur in Wien.... 

lg

Eva



#10
Nina

Nina
  • 904 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Ich habe bisher erst einmal eine Kurzgeschichte bei einem österreichischen Verlag veröffentlicht, sonst immer in Deutschland. Bei Septime. Eher neu (ganz so neu aber auch wieder nicht) und klein, aber ich war sehr zufrieden. Es gab einige Buchpräsentationen und es wird auch auf der Buch Wien ausgestellt.



#11
ChristineN

ChristineN
  • 1.153 Beiträge
  • Dabei seit 04.12.06

Hallo Nina!

 

Du hast eine Kurzgeschichte zu Frauen geschrieben?

Septime hat übrigens eine schöne website. Wenn die mit deiner Geschichte auf der Buch Wien vertreten sind, muss ich heuer dort hin. :)

 

lg

Christine


Spargelmorde

 

 


#12
Nina

Nina
  • 904 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Zu Frauen nicht. Bedingung war, dass die Geschichten eben von starken Frauen handeln. Wobei es in dem Buch eher komplizierte Frauen als Heldinnen sind. Außerdem sind ausschließlich Beiträge von Autorinnen enthalten. Ich nehme an, dass der Verleger erneut auf der Buch Wien ausstellt und die Anthologie wieder dahin mitnimmt. Immerhin sind da ja Beiträge von international bekannten Autorinnen drin, die wird er ja nicht verstecken wollen. 



#13
ChristineN

ChristineN
  • 1.153 Beiträge
  • Dabei seit 04.12.06

Ich werde danach Ausschau halten, liebe Nina :)

 

lg

Christine


Spargelmorde

 

 


#14
Nina

Nina
  • 904 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Kannst ja auf die Buch Wien gehen. Ist ja dazu da, um sich über Verlage zu informieren. Und Du hast ja nicht weit, wenn die Wohnortangabe im Profil aktuell ist.