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Holger Karsten Schmidt über Drehbuch, Serien und deutschen Film

Drehbuch Film Autoren

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11 Antworten zu diesem Thema

#1
hpr

hpr
  • 7.171 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06
" Den Erfolgsformaten im Ausland, auf die alle schielen, ist gemein, dass die Autoren das letzte Wort haben. Das hat sich hier bis jetzt kaum herumgesprochen. Wer dieses Modell auf den deutschen Markt übertragen will, muss auch die Entscheidungshoheit zurück an die Autoren geben, ansonsten startet er ein Experiment mit anderer Versuchsanordnung." Der Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt über Filme, Drehbücher und Dramatik. Sehr lesenswert!
#Film #Drehbuch #Autoren

 



#2
BarbaraMM

BarbaraMM
  • 1.346 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Super Interview, danke für den Link. Barbara


Jedenfalls bleibt die Tatsache, dass es im Leben nicht darum geht, Menschen richtig zu verstehen. Leben heißt, die anderen misszuverstehen ... Daran merken wir, dass wir am Leben sind: wir irren uns. (Philip Roth)

#3
Ramona

Ramona
  • 2.165 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Sehr interessantes Interview. Danke für's Teilen!


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#4
MartinC

MartinC
  • 627 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

Sehr interessant ... danke.


_______________________________________________________

www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)


#5
Dirk

Dirk
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 27.10.06

Der Film ist in der Mediathek bis zum 11. Januar abends ab 20 Uhr abrufbar. Grandios gut!



#6
hpr

hpr
  • 7.171 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06

Der Film ist in der Mediathek bis zum 11. Januar abends ab 20 Uhr abrufbar. Grandios gut!

Ich war etwas enttäuscht. Ich kenne Mörder auf Amrum und die Stuttgarter um den Herrn Man, die mich begeistert haben. Die neue Geschichte fand ich gut - die Umsetzung leider nicht, da hatte ich das Gefühl, Regie und Inszenierung wollten mich ständig mit dem Zaunpfahl darauf hinweisen: Das hat BEDEUTUNG! Das ist KUNST:

Endlos viele Zeitlupen. Endlos viele minutenlange Einblendungen auf ein Gesicht. Bei dem Prozess, als es um die Antwort des Bankers ging, fand ich es gut. In den meisten anderen Fällen hat es mich genervt. Der Hinweis: Das hat Bedeutung versieht leider einen Film nicht mit Bedeutung. Mir fehlte da einfach die Tiefe, nicht zuletzt, weil der Schauspieler diesem Banker so gar kein Format verliehen hatte.

 

Wie gesagt, diesmal fehlte mir das Format der Mörder auf Amrum, die Tiefe des Herrn Man.

 

Herzliche grüße, Hans Peter



#7
Holger

Holger
  • 840 Beiträge
  • Dabei seit 15.05.10

Ach, wenn ein Film nicht gefällt, liegt es meist auch mit am Buch, Hans Peter.
Danke für die ehrlichen Worte,

 

schöne Grüße,

 

Holger



#8
hpr

hpr
  • 7.171 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06

Ach, wenn ein Film nicht gefällt, liegt es meist auch mit am Buch, Hans Peter.
Danke für die ehrlichen Worte,

Welcher kluge Mensch hat mal gesagt: Man kann aus einem guten Drehbuch einen schlechten Film machen?

 

Ich habe mir lange überlegt, warum ich beim Sehen immer mal wieder ausgestiegen bin - aber ich habe nichts in der Struktur/Plot gefunden. Es war typischerweise immer wieder die für meinen Geschmack überdosierten Zeitlupen und diese langen Blicke auf ein Gesicht, das einfach nicht die Spannung hergab, dass iches  mir länger ansehen wollte. Ausnahme war die Gerichtsverhandlung, da hat die lange Einstellung gewirkt. Wie gesagt, das ist jetzt mein pesönlichere Eindruck.

 

Herzliche Grüße, Hans Peter


Bearbeitet von hpr, 11.01.2016 - 12:33,


#9
AndreasG

AndreasG
  • 1.082 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Es ist natürlich am Ende auch immer eine Geschmacksfrage. Mir hat der Film sehr gut gefallen, ich fand ihn auch nicht gewollt "künstlerisch" oder Bedeutsamkeit heischend. Anfangs hatte ich Bedenken wegen der Länge, dass die Story vielleicht hie und da mal durchhängen könnte, das hat sich aber nicht bestätigt. Ich fand es durchgehend spannend.

 

Andreas


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2015


#10
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.295 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Die Besetzung des Bankers fand ich auch etwas schwach.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#11
Tom Liehr

Tom Liehr
  • 592 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Gutes, erhellendes Interview! Zum Teilzitat bezüglich der "Genre-Vernichtung" - stimmt! - möchte ich ergänzend Jakob Augstein zitieren, der kürzlich gesagt hat, dass ihm aus Sicht des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender völlig unklar ist, warum 60 bis 70 Krimis pro Woche auf den versammelten Fernsehkanälen ausgestrahlt werden, davon vermutlich mehr als die Hälfte Erstsendungen. Das ist zwar ein sicheres Brot aus Sicht der an den Produktionen Beteiligten, erinnert aber stark an den Comedy-Overkill, den die privaten Sender (die ö/r zogen etwas später nach) rund um den Jahrtausendwechsel ausgelöst hatte. Im Ergebnis sind Kunst- und Sendeform homöopathisch ausgedünnt worden (vor allem inhaltlich), und die "Comedians" werden für Veranstaltungen nur noch gebucht, wenn sie eigene Fernsehformate aufweisen können (wovon es immer weniger gibt) oder "gegen die Tür spielen", also ohne Festhonorar auftreten. Diese Politik kann ich, Augstein zustimmend, eigentlich nicht mit dem Auftrag der Sender in Übereinstimmung bringen, was grundsätzlich für die Nutzung der Quoten als nahezu einzige ausschlaggebende Kennzahl gilt. Wie gesagt, für die Beteiligten - von den Produktionsfirmen über die Darsteller und Autoren bis zu den Redakteuren - ist das vorläufig (und sehr mittelfristig gedacht) zwar eine gute Bank, verheizt ein Genre und die Plotideen aber rasant, während aus Sicht der Zuschauer totale Sättigung eintritt und die einzelnen Formate bald nicht mehr unterschieden werden können.

 

Dies nur als Randbemerkung.

 

Herzlich,

Tom


Website · Facebook · Oktober 2016: "Landeier" (Rowohlt)


#12
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.295 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Ganz recht, Tom. Ich hab's mit deutschen Krimis völlig aufgegeben.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de






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