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Die linke Hand der Dunkelheit


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4 Antworten zu diesem Thema

#1
BarbaraS

BarbaraS
  • 2.743 Beiträge
  • Dabei seit 29.03.06

The Left Hand of Darkness, so heißt der Roman von Ursula LeGuin im Original. Er ist nun wirklich nicht neu (zuerst erschienen 1969) und auch kein Geheimtipp – wer sich überhaupt für Sciencefiction und Fantasy interessiert, wird schon mal davon gehört haben. Aber er gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, und darum habe ich mich sehr gefreut, dass ich für die Buchmessenbeilage der "jungen Welt" eine kurze Rezension dazu schreiben durfte. Sie ist inzwischen auch online erschienen:

 

https://www.jungewel...lage/art/281805

 

"Die linke Hand der Dunkelheit" ist eine völlig untechnoide, sehr menschliche, sehr farbenfrohe Spielart der SF, unbedingt lesbar und lesenswert auch für Leute, die mit dem Genre insgesamt wenig anfangen können. Und glücklicherweise ist der Roman bis heute bei Heyne lieferbar.


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#2
AndreasG

AndreasG
  • 1.161 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Liebe Barbara,

 

was du über das Buch in deiner Rezension schreibst, hört sich sehr interessant an. Das mag ich überhaupt an guter SF: dass sie weit weg vom Gewohnten über das Grundsätzliche der menschlichen Existenz in seinen geschichtlichen, gesellschaftlichen usw. Zusammenhängen nachdenkt.

 

Danke für den Tipp!

 

Andreas


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018


#3
BarbaraS

BarbaraS
  • 2.743 Beiträge
  • Dabei seit 29.03.06

Ich freu mich natürlich sehr, wenn ich dich neugierig gemacht habe, lieber Andreas!

 

Ja, für mich ist es auch eine der tollen Sachen an SF, dass man dort andere, ungewöhnliche, oft auch "größere" Fragen stellen kann. Und was ich speziell an Ursula LeGuin so mag (was nur leider in der kurzen Rezension keinen Platz mehr hatte), ist, dass sie trotzdem nicht über Ideen schreibt, sondern über sehr lebendige, sehr konkrete Menschen. In "Die linke Hand der Dunkelheit" zum Beispiel geht es zwar um Gender-Fragen, aber man bekommt keine Botschaften mit auf den Weg, auch keine spannend verpackten Botschaften. Stattdessen gibt es den berühmten "sense of wonder", dieses Gefühl: "Wow, stimmt, so könnte es ja auch sein mit den Geschlechtern, das ist ja spannend."

 

Liebe Grüße

 

Barbara


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#4
ClaudiaB

ClaudiaB
  • 2.110 Beiträge
  • Dabei seit 11.12.09

Ist ja interessant, dass sowas 1969 geschrieben wurde. Ich werde das Buch auf jeden Fall lesen, bin sehr gespannt.  Tolle Rezension, liebe Barbara, vielen Dank. Von der Autorin habe ich schon oft gehört, aber noch nie etwas gelesen.

Liebe Grüße

Claudia



#5
Wolf

Wolf
  • 114 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Es gibt nur wenig hinzuzufügen, und doch ...

SF Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger änderte seinen Fokus und bewegte sich weg vom der Technink zur Soziologie, Psychologie, Völkerkunde. In so fern ist dieses Buch ein Produkt seiner Zeit. Aber eines der besten Vorzeigeexemplare und absolut lesenswert. Für mich eines der besten Bücher einer der besten SF Autoren.

 

Und als persönliche Anmerkung. Ursula LeGuin hat mich endgültig zum Schreiben gebracht. Aber nicht mit diesem buch, sondern mit Magier der Erdsee. Kam Anfang der Siebziger raus. Ich habe fast alles von ihr in meiner Bib stehen.

 

Liebe Grüße

Wolf

(Fan)