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Freistellungsbescheinigung gemäß Doppelbesteuerungsabkommen


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15 Antworten zu diesem Thema

#1
Isabella

Isabella
  • 103 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.12

Liebe alle!

 

Weil ich in Österreich steuerpflichtig bin und mein Verlag in Deutschland ist, habe ich eine Freistellungsbescheinigung für meine Einkünfte aus diesem Vertragsverhältnis, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Die Bescheinigung gilt bis 2018. Dort ist neben dem Gläubiger der Vergütungen (ich) auch der Schuldner (Verlag) namentlich angeführt. Heißt das, dass dieses Abkommen ausschließlich für diesen Verlag gilt? Brauche ich für jeden anderen Verlag eine weitere Bescheiningung (das dauert jedes Mal Monate...). Weiß das jemand? 
 

Liebe Grüße & frohe Ostern!


www.isabellastraub.at


#2
AlexandraB

AlexandraB
  • 309 Beiträge
  • Dabei seit 22.02.12

Liebe Isabella,

 

mir geht es genauso, ich bin ja auch Kärntnerin und schreibe u.a. für deutsche Verlage. :-) Und der eine Verlag meinte sogar, ich müsste für jedes einzelne Buch (im selben Verlag) eine solche Bescheinigung einholen. Da wiehert er wieder, der Amtsschimmel.

Liebe Grüße, Alexandra


Propaganda als Machtinstrument. Fakten, Fakes und Strategien. Eine Gebrauchsanleitung.

 

www.alexandrableyer.at


#3
Marion

Marion
  • 247 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11

Ja, brauchst du. Für jeden Verlag extra. Und für jedes Buch extra, bzw. bei mir war es so, dass ich erst draufkam, dass ich das benötige, als ich bereits das dritte Buch im Verlag veröffentlichte. Das wurde dann nachträglich beantragt und Carlsen hat alle drei Bücher auf eine Liste gesetzt.

 

Und jetzt, da ich so darüber nachdenke, fällt mir ein, dass mir eines durch die Lappen gegangen ist. >:(

 

Da die Freistellungen begrenzt sind, muss man wohl nach Ablauf der Frist erneut einreichen. Sehr mühsam.

 

LG Marion



#4
UlrikeR

UlrikeR
  • 308 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.09

Also für jedes Buch brauch ich ( in USA) das nicht, nur alle drei Jahre für jeden Verlag. Oder ist das bei jedem Land anders?  Voll nervend ist das ...


www.ulrikerylance.com

 

"Penny Pepper 4  - Tatort Winterwald", dtv junior, Oktober 2016


#5
Berta Berger

Berta Berger
  • 2.109 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Ja, brauchst du. Bei mir kümmert sich die Agentur darum, dass ich die jeweiligen immer zugeschickt bekomme. Damit gehe ich bei mir aufs Finanzamt, erkläre ihnen jedes Mal aufs Neue, warum ich diese Unterschrift brauche, auskennen tut sich dort trotzdem niemand, und dann schicke ich es wieder an die Agentur zurück. Und ich glaube, bei mir war es auch pro Verlag, gültig für zwei oder drei Jahre - weiß ich nicht mehr auswendig und nicht pro Buch. 

LG Berta


Berta Berger: Die Prinzessin, die von der Liebe nichts wissen wollte, Kunigund kugelrund&&Valentina Berger: Der Augenschneider, Das Liliengrab, Der Menschennäher&&Tamina Berger: Frostengel, Engelsträne, Elfengift

#6
AndreasE

AndreasE
  • 1.825 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Geht mir genauso, aber zum Glück reicht ein DBA pro Verlag, und für kleinere Sachen (Kurzgeschichte für jenes Magazin, Artikel für diese Zeitung etc.) geht es irgendwie auch ohne. Aber ich überlasse das auch völlig der Agentur; wann immer die mir so ein Formular vorausgefüllt schicken, unterschreibe ich es, reiche es zum Abstempeln beim hiesigen Finanzamt ein und schicke alles zurück, wenn ich's wieder habe.

 

Dafür wiehert der Amtsschimmel jetzt woanders: Man hat mir gesagt, ich müsse alle Zahlungen, die ich aus Deutschland erhalte, beim Zoll anmelden. Mit Betrag und Umsatzsteuernummer dessen, der mir das Geld schickt.

 

Und zwar monatlich.

 

Man hat ja auch sonst nichts zu tun …  >:(



#7
Isabella

Isabella
  • 103 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.12

Ach - Mist!
Danke euch allen für die Antworten!
Übrigens: Dass man für jedes Buch einzeln eine Bescheinigung braucht (die im selben Verlag erscheinen) - das wäre mir neu. Steht aber auch nicht im Bescheid drin, ich hab extra noch einmal nachgeschaut.  

 

AndreasE: Zoll? Hä? Steckt dir der Verlag die Scheine in ein Paket? ;) 

 

Liebe Grüße!


www.isabellastraub.at


#8
AndreasE

AndreasE
  • 1.825 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

AndreasE: Zoll? Hä? Steckt dir der Verlag die Scheine in ein Paket? ;)

 

Nee, aber offenbar interessieren den Zoll auch Datenströme.

 

Wenigstens kann man es online erledigen …



#9
UlrikeR

UlrikeR
  • 308 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.09

 

Dafür wiehert der Amtsschimmel jetzt woanders: Man hat mir gesagt, ich müsse alle Zahlungen, die ich aus Deutschland erhalte, beim Zoll anmelden. Mit Betrag und Umsatzsteuernummer dessen, der mir das Geld schickt.

 

Und zwar monatlich.

 

 

Wie bitte?  Wozu denn das? Kriegst du dein Geld in Gold Nuggets geliefert oder was? ::)  Ist das jetzt landesspezifisch?


www.ulrikerylance.com

 

"Penny Pepper 4  - Tatort Winterwald", dtv junior, Oktober 2016


#10
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

 

AndreasE: Zoll? Hä? Steckt dir der Verlag die Scheine in ein Paket? ;)

 

Nee, aber offenbar interessieren den Zoll auch Datenströme.

 

Wenigstens kann man es online erledigen …

 

Befürchtet man Informationsschmuggel? Man lernt nie aus. Da tun sich ganz neue Thriller-Ideen auf ^^.



#11
AndreasE

AndreasE
  • 1.825 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Ich schätze, was man auf diese Weise bekämpfen will, ist Umsatzsteuer-Betrug. Wenn ich auch nicht recht weiß, wie man diese Art Betrug begeht, aber es werden immer wieder Leute deswegen verurteilt.

 

Bloß: Warum muss ich da für umme mitkämpfen?


Bearbeitet von AndreasE, 28.03.2016 - 18:20,


#12
Isabella

Isabella
  • 103 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.12

Umsatzsteuerbetrug? Wenn deutsches Geld in ein anderes Land geht, gibt's doch keine Ust (reverse charge)?!


www.isabellastraub.at


#13
AndreasE

AndreasE
  • 1.825 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Wie gesagt, ich weiß nicht, wie das funktioniert. Aber bei den Recherchen für meinen "Todesengel" bin ich auf einen Fall gestoßen, in dem ein Kaufmann mit irgendwelchen grenzüberschreitenden Handelsgeschäften ein paar Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen hatte und dafür zu viereinhalb Jahren Knast verurteilt wurde. Gehen muss es also irgendwie.



#14
AndreasH

AndreasH
  • 344 Beiträge
  • Dabei seit 18.07.10

Ich lese das hier gerade und bin sehr verwirrt. Ich habe ein Buch bei einem österreichischem Verlag veröffentlicht. Das Honorar kam dann ohne Mehrwertsteuer. Ich rief an, und mir wurde erklärt, dass es irgendein Abkommen zwischen Deutschland und Österreich gäbe, nachdem das mit der Steuer irgendwie dann zwischen Verlag und Deutschland ausgekaspert wird. Ich rief dann bei meinem Finanzamt an, erklärte den Fall (Honorar aus Österreich, dass ich das unter "Einnahmen ohne Mwst" verbuchen würde usw.) und bekam die Auskunft, das sei alles in Ordnung so. Von einer Freistellungsbescheinigung hat das Amt in meinem Fall nichts gesagt ...

 

Gruß

 

A


www.klippenschreiber.de

#15
Isabella

Isabella
  • 103 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.12

Mit der Mehrwertsteuer hat das nichts zu tun, AndreasH! Da gilt die unbürokratische Reverse Charge-Vereinbarung.
Die Freistellungsbescheinigung betrifft die Einkommenssteuer.

 

Liebe Grüße!


www.isabellastraub.at


#16
IlonaS

IlonaS
  • 639 Beiträge
  • Dabei seit 14.08.13

Bis zu 5500€ Einkommen aus dem Vertrag kann die KMV herangezogen werden. Viele Verlage machen das, aber leider nicht alle.