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Agentur für Lyrik gesucht


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20 Antworten zu diesem Thema

#1
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

Hat jemand Erfahrung bei der Suche nach einer Agentur, die auch die Sparte Lyrik bearbeitet?


Gelegenheit-Macht-Dichtung
Magazin-Blog: www.zugetextet.com
Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#2
Annette

Annette
  • 1.071 Beiträge
  • Dabei seit 30.08.06

Hallo Walther!

Ich denke nicht, dass es so etwas gibt. Es steht ja meist extra dabei, dass sie keine Lyrik nehmen und ich habe auch noch nie gehört, dass ein Lyrikband über einen Agenten vermittelt wurde.

 

Viele Grüße

Annette


Ein heimlicher Weihnachtsgast, Magellan Verlag  2016


#3
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

Hi Annette,

 

daher frug ich in die Runde. :) Aber danke, daß Du meine Forschungsergebnisse bestätigst.

 

lieber Gruß W.


Bearbeitet von Walther, 08.11.2016 - 16:47,

Gelegenheit-Macht-Dichtung
Magazin-Blog: www.zugetextet.com
Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#4
Tom Liehr

Tom Liehr
  • 593 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Fünfzehn Prozent von nichts sind einfach zu wenig zum Überleben. ;)

 

Herzlich,

Tom


Website · Facebook · Oktober 2016: "Landeier" (Rowohlt)


#5
Annette

Annette
  • 1.071 Beiträge
  • Dabei seit 30.08.06

Ich habe Dir noch eine PN geschickt, Walther.

 

Viele grüße

Annette


Ein heimlicher Weihnachtsgast, Magellan Verlag  2016


#6
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

Danke,

lb. Annette,

habe ich schon mit Spannung durchgelesen und melde mich am WE.

LG W.


Gelegenheit-Macht-Dichtung
Magazin-Blog: www.zugetextet.com
Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#7
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

Fünfzehn Prozent von nichts sind einfach zu wenig zum Überleben. ;)

 

Herzlich,

Tom

Korrekt,

 

lb. Tom,

 

wenn man sich um die Lyrik so wenig bemüht wie im Land der "Dichter" und Denker, wird das auch nicht besser. Da bringt man als Cornelsen Verlag lieber den 49. Hesse-Lyrik-Aufguß an Weihnachten raus. Das macht Freude, weil der Umsatz klingelt. Daß Hesse alles Mögliche, aber kein guter Lyriker war, spielt dabei keine wirkliche Rolle. Auch den 999.999 Goethe-Schiller-Mischmasch-Lebenshilfe-Aufguß braucht kein Mensch. Ist aber rechtefrei und kein Risiko.

 

LG W.


Bearbeitet von Walther, 10.11.2016 - 12:10,

Gelegenheit-Macht-Dichtung
Magazin-Blog: www.zugetextet.com
Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#8
Olaf

Olaf
  • 141 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

wenn man sich um die Lyrik so wenig bemüht wie im Land der "Dichter" und Denker, wird das auch nicht besser.

 

Ich habe gerade irgendwo gelesen, dass wohl sehr viele Leute Gedichte schreiben, aber keine von anderen lesen oder gar Bücher damit kaufen. Vielleicht sind wir also tatsächlich ein Volk der "Dichter und Denker", nur leider nicht der "Leser und Zuhörer"? ;)

 

Im Ernst: Das ist wirklich schade!


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#9
AndreasS

AndreasS
  • 632 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Nachdem der Lyrikband "Regentonnenvariationen" von Jan Wagner letztes Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen hatte, sah man doch die Lyrik wieder im Aufwind.



#10
Annette

Annette
  • 1.071 Beiträge
  • Dabei seit 30.08.06

Da könnte etwas dran sein. Es schicken auch viele Leute Texte an Literaturzeitschriften, kaufen selbst aber keine. Ich habe seit Jahren eine aus Solidarität abonniert. So teuer ist das auch wieder nicht.

Und das mit der Rechtefreiheit stimmt. Viele "alte" Autoren werden sehr gern gedruckt, weil es kein Honorar mehr kostet. Da gibt es dann auch Anthologien zu Themen wie Weihnachten. Frühling oder so - und wenn nur ein einziger zeitgenössischer Autor drin ist, dann ist das schon viel. Einfach, weil so jemand ja Honorar kostet.

 

Viele Grüße

Annette


Ein heimlicher Weihnachtsgast, Magellan Verlag  2016


#11
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

 

wenn man sich um die Lyrik so wenig bemüht wie im Land der "Dichter" und Denker, wird das auch nicht besser.

 

Ich habe gerade irgendwo gelesen, dass wohl sehr viele Leute Gedichte schreiben, aber keine von anderen lesen oder gar Bücher damit kaufen. Vielleicht sind wir also tatsächlich ein Volk der "Dichter und Denker", nur leider nicht der "Leser und Zuhörer"? ;)

 

Im Ernst: Das ist wirklich schade!

 

Damit, lb. Olaf,

 

kann ich nicht gemeint sein. Ich lese pro Jahr mindestens 6 bis 10 Lyrikbände, die ich in aller Regel auch bespreche. Einfach mal www.zugetextet.com besuchen. Nachdem die aktuelle Ausgabe so überlaufen wurde mit Zusendungen, habe ich drei Rezis von 5 aus der Ausgabe genommen. Die kommen jetzt auf den Blog. Außerdem wurde der zweite Lyriker interviewt. An mir liegt's nicht.

 

LG W.


Bearbeitet von Walther, 10.11.2016 - 17:51,

Gelegenheit-Macht-Dichtung
Magazin-Blog: www.zugetextet.com
Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#12
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

Da könnte etwas dran sein. Es schicken auch viele Leute Texte an Literaturzeitschriften, kaufen selbst aber keine. Ich habe seit Jahren eine aus Solidarität abonniert. So teuer ist das auch wieder nicht.

Und das mit der Rechtefreiheit stimmt. Viele "alte" Autoren werden sehr gern gedruckt, weil es kein Honorar mehr kostet. Da gibt es dann auch Anthologien zu Themen wie Weihnachten. Frühling oder so - und wenn nur ein einziger zeitgenössischer Autor drin ist, dann ist das schon viel. Einfach, weil so jemand ja Honorar kostet.

 

Viele Grüße

Annette

Kenne ich. Die meisten AutorInnen schicken ein, nehmen das kostenfreie Belegexemplar mit, und das war's. Wenn man die Druckkosten reinbekommt, kann man sich "von" schimpfen, Versandumschlag und Porti gehen schon zu den eigenen Lasten. Ich finanziere den Rest mit meinen Honoraren und den Bücherverkäufen der Lesungen. Und VG-Wort.

LG W.


Bearbeitet von Walther, 10.11.2016 - 17:52,

Gelegenheit-Macht-Dichtung
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Walther in SWR2 Kulturradio "Gedichte und ihre Geschichte": http://www.zugetextet.com/?p=261

#13
Olaf

Olaf
  • 141 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Damit, lb. Olaf,

 

kann ich nicht gemeint sein. Ich lese pro Jahr mindestens 6 bis 10 Lyrikbände, die ich in aller Regel auch bespreche. Einfach mal www.zugetextet.com besuchen. Nachdem die aktuelle Ausgabe so überlaufen wurde mit Zusendungen, habe ich drei Rezis von 5 aus der Ausgabe genommen. Die kommen jetzt auf den Blog. Außerdem wurde der zweite Lyriker interviewt. An mir liegt's nicht.

 

LG W.

 

 

Nee, dich habe ich wirklich nicht damit gemeint, Walther. Ich glaube, ich habe das im Uschtrin "Handbuch für Autorinnen und Autoren" gelesen. So als allgemeine Warnung, dass man sich besser keine falschen Illusionen macht in Bezug auf die Verkaufbarkeit von Lyrik. (Boah, den letzten Satz habe ich aber so richtig anti-lyrisch vermurkst. Ich lasse ihn mal zur Abschreckung so stehen ;) )


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#14
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.16

 

Damit, lb. Olaf,

 

kann ich nicht gemeint sein. Ich lese pro Jahr mindestens 6 bis 10 Lyrikbände, die ich in aller Regel auch bespreche. Einfach mal www.zugetextet.com besuchen. Nachdem die aktuelle Ausgabe so überlaufen wurde mit Zusendungen, habe ich drei Rezis von 5 aus der Ausgabe genommen. Die kommen jetzt auf den Blog. Außerdem wurde der zweite Lyriker interviewt. An mir liegt's nicht.

 

LG W.

 

 

Nee, dich habe ich wirklich nicht damit gemeint, Walther. Ich glaube, ich habe das im Uschtrin "Handbuch für Autorinnen und Autoren" gelesen. So als allgemeine Warnung, dass man sich besser keine falschen Illusionen macht in Bezug auf die Verkaufbarkeit von Lyrik. (Boah, den letzten Satz habe ich aber so richtig anti-lyrisch vermurkst. Ich lasse ihn mal zur Abschreckung so stehen ;) )

 

Daß Lyrik als schlecht verkaufbar gilt, hat mit der Art und Weise zu tun, wie wir mit unseren Dichtern umgehen. Es gibt Länder und Kulturen, da sind Dichter Stars.


Bearbeitet von Walther, 11.11.2016 - 15:30,

Gelegenheit-Macht-Dichtung
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#15
Olaf

Olaf
  • 141 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

 Es gibt Länder und Kulturen, da sind Dichter Stars.
 

 

Echt? Wo denn zum Beispiel? (Die Frage meine ich nicht ironisch! Das würde mich wirklich interessieren!)


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#16
AndreasS

AndreasS
  • 632 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Ich weiß nicht, ob in Japan Dichter und ihre Werke mehr gefeiert werden.

Zumindest aber hat Lyrik dort einen ganz anderen Stellenwert als hier, und damit fängt es ja an. Man bringt der Poesie mehr Respekt entgegen, würdigt sie, staunt, liest mit größerer Lust zwischen den Zeilen und erfreut sich mehr an den kleinen, aber intensiven Schwingungen, die sich zum Beispiel hinter der vermeintlichen Schlichtheit eines Haiku verbergen.

Das hat aber auch mit der Tradition zu tun, dort dem Poetischen einen größeren Wert beizumessen und es z. B. auch in die Natur einzubinden - in der Geschichte gab es einen großen Zusammenhang zwischen japanischen Gärten und japanischer Poesie. Die Natur der Gärten fand in der Poesie statt - und die Poesie in den Gärten, im Rahmen von Dichterfesten.

Solche Verknüpfungen von Poesie und Wirklichkeit wirken dort noch viel stärker als bei uns.

 

Nach Fukushima reagierten etliche Dichter auf diese Katastrophe - mit Gedichten. Die Japanologen von der Goethe-Uni Frankfurt nennen Lyrik in Japan "präsent und innovationsreich". (Quelle)


Bearbeitet von AndreasS, 11.11.2016 - 16:31,


#17
JenniferB

JenniferB
  • 2.109 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ich hatte eine syrische Dichterin im Deutschkurs :)

Die war nicht nur ziemlich reich - und das war alles ihr Geld, ihr Mann war eher Geringverdiener - die wurde auch von anderen Syrern mehrmals erkannt. Star trifft es gut.

 

Was ihr Leben in Syrien ziemlich gefährlich gemacht hat ... aber dass ich als Autorin einen ollem Kleinwagen fuhr, hat sie schwer verwundert.



#18
Walther

Walther
  • 142 Beiträge
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Bei den Iren sind es alle "Sprachkünstler": Die Barden (Lyriker), die Sänger und die Prosaisten.

 

Und was ist Rap anderes als Lyrik.


Gelegenheit-Macht-Dichtung
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#19
Olaf

Olaf
  • 141 Beiträge
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Hmm, die Japaner brauchen ja auch drei Jahre Ausbildung, bis sie zum ersten Mal einen Bonsai gießen dürfen. Da hat man natürlich viel Zeit für Gedichte. ;)

 

Als Autorin auf der Straße von Lesern erkannt werden? Da geht mit Syrien wohl gerade auch ein Paradies für Schriftsteller unter. :

 

Bei den Iren hat das Singen ja auch einen ganz anderen Stellenwert als bei uns. Genau wie in den baltischen Straßen und in Russland. Ob da Lyrik ebenfalls weiter oben rangiert?

 

Aber wenn Rap Lyrik ist, dann geht es der Lyrik doch ziemlich gut. Sie hat nur das Medium gewechselt: vom Papier in den Stream. (Mainstream?) ;)


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#20
Kristina

Kristina
  • 94 Beiträge
  • Dabei seit 13.01.16

 

Aber wenn Rap Lyrik ist, dann geht es der Lyrik doch ziemlich gut. Sie hat nur das Medium gewechselt: vom Papier in den Stream. (Mainstream?) ;)

 

Und nicht nur Rap... sondern vielleicht alle möglichen Liedtexte überhaupt!