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Ausgaben für Romane bei der Steuer absetzbar?


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35 Antworten zu diesem Thema

#1
Olaf

Olaf
  • 201 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Normalerweise ist das Lesen von Romanen ja ein privates Vergnügen. Wie ist es aber, wenn man selbst Romane schreibt und damit Geld verdient? Kann man dann den Kauf anderer Bücher als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen? Immerhin lernen Autoren ja beim Lesen, wie andere Schriftsteller vorgehen - da ist also ein Anteil von Fortbildung.

 

Wie macht ihr das? Gebt ihr die Ausgaben für Belletristik bei der Steuererklärung an? Akzeptiert das Finanzamt die Ausgaben als berufsbedingt?


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#2
Frau Klein

Frau Klein
  • 279 Beiträge
  • Dabei seit 08.02.13

Das Einzige, was mir meine Steuerdame vom FA in meiner Erklärung nicht streitig machte, waren meine Käufe für Romane und DVDs und netflix ( ;D ) ... Ich habe als Begründung angegeben, dass ich recherchiere und damit war Madame zufrieden. 



#3
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10
Ja, die (meisten) Finanzämter akzeptieren das problemlos. Am besten, du schreibst noch eine kurze Begründung dazu und verwendest dabei ein paar “Schlagwörter“, z.B. Recherche, Marktforschung. Entweder, du brauchst es für ein aktuelles Projekt, oder bist gerade auf der Suche nach einem neuen, also in einer Be/Werbungssituation. Beides ist berufsbedingt.
Liebe Grüße, Annette

Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de


#4
DirkH

DirkH
  • 591 Beiträge
  • Dabei seit 29.04.15

Anekdote am Rand: 

Ein Freund ist Richter. Er versuchte, folgendes Buch bei der Steuer als Fachliteratur geltend zu machen: 

 

https://www.amazon.d...78376378&sr=1-5

 

Und ist damit durchgekommen.


Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?


#5
Rudi

Rudi
  • 855 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06
Bisher hane ich damit keine Probleme gehabt.
Liebe Grüße
Rudi

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#6
MartinC

MartinC
  • 683 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

Auch ich habe damit keine Probleme. Ich setze auch Karten für's Kino und Theater etc. als "Weiterbildung" ab.

 

LG

Martin


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Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)


#7
JenniferB

JenniferB
  • 2.161 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Damit hatte ich auch nie Probleme.

"Roman für Stilrecherche" nennt mein Steuerberater das.



#8
Olaf

Olaf
  • 201 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Danke für die Antworten! Und dann auch noch so erfreulich :)  Da liest man doch gleich mit doppelter Freude!


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#9
Elli

Elli
  • 1.925 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08

Ja! Inkl. Recherchereisen sogar Übersee etc. - wenn's passt.


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Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet. (J. W. Goethe)


#10
Anni Bürkl

Anni Bürkl
  • 3.292 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

Anekdote am Rand: 

Ein Freund ist Richter. Er versuchte, folgendes Buch bei der Steuer als Fachliteratur geltend zu machen: 

 

https://www.amazon.d...78376378&sr=1-5

 

Und ist damit durchgekommen.

 

Oh, ein Rotbuch-Krimi. ;-) Jetzt frage ich mich, wie da die Erklärung liefe ...


Autorin | Ein  Buch schreiben

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher


#11
AnnaW

AnnaW
  • 475 Beiträge
  • Dabei seit 10.08.15

Ich weiß das seit heute: Annette, deinem tollen Ratgeber sei Dank. Und könnte mich beißen, dass ich das nicht eher wusste. Irgendwann und irgendwo ist bei mir mal hängengeblieben, dass Romane dem Privatvergnügen dienen bzw. die Nutzung nicht klar zu unterscheiden ist, und ich habe das nie hinterfragt. Aber wie immer: besser spät als nie. Und auch die Gebühren für den Bibliotheksausweis übrigens, der bei mir z. B. ganz intensiv genutzt wird, das war mir auch neu.

 

Viele Grüße

Anna



#12
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.178 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Da ist das österreichische Finanzamt knausriger.

Wenn etwas auch dem Privatvergnügen dienen könnte, sprich, kein ausdrückliches Buch für Autoren ist, kann ich es nicht absetzen.

Ist auch mit Sachbüchern so, die in den Stoff meines Unterrichts fallen. Nur reine Bücher für Lehrer sind absetzbar, was Ottilie Normalo auch lesen mag, nicht.



#13
Elli

Elli
  • 1.925 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08

Da ist das österreichische Finanzamt knausriger.

Wenn etwas auch dem Privatvergnügen dienen könnte, sprich, kein ausdrückliches Buch für Autoren ist, kann ich es nicht absetzen.

Ist auch mit Sachbüchern so, die in den Stoff meines Unterrichts fallen. Nur reine Bücher für Lehrer sind absetzbar, was Ottilie Normalo auch lesen mag, nicht.

 

Meine Recherchereisen in die USA sind auch gelegentlich mit privaten Besuchen verbunden. Dann liste ich penibel auf, warum und wo ich dienstlich und wo privat war, und meine Steuerberaterin tüftelt dann die anteiligen Flugkosten etc. aus.


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#14
AndreasG

AndreasG
  • 1.149 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Da ist das österreichische Finanzamt knausriger.

Wenn etwas auch dem Privatvergnügen dienen könnte, sprich, kein ausdrückliches Buch für Autoren ist, kann ich es nicht absetzen.

Ist auch mit Sachbüchern so, die in den Stoff meines Unterrichts fallen. Nur reine Bücher für Lehrer sind absetzbar, was Ottilie Normalo auch lesen mag, nicht.

 

So war es früher bei uns auch, deshalb habe ich über die Jahre viele Bücher nicht mehr angegeben. Daher sind das hier gute Nachrichten für mich. :-)

 

Danke, dass ihr das aufs Tapet gebracht habt!


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2015


#15
MelanieM

MelanieM
  • 11.770 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Mein Finanzamt akzeptiert das auch NICHT - mit der Begründung, dass die Unterscheidung zwischen dienstlicher und privater Nutzung nicht klar geregelt sei - außerdem akzeptierte mein Finanzamt auch nicht meinen Kindle, mit derselben Begründung, obwohl ich den überwiegend zum Korrekturlesen nutze - dass ich seither kaum noch Papier absetze, hat das Finanzamt aber nicht gewundert - nein, Hamburg ist da auch knausrig. Ist von Bundesland zu Bundesland und von Finanzamt zu Finanzamt sehr unterschiedlich. Und es liegt keinesfalls daran, dass ich nebenher noch einen Brotjob habe - denn  meine Nebeneinkünfte waren für das Finanzamt schon sehr relevant und da haben sie immer ordentlich bei den Steuern zugelangt.



#16
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10

@Melanie: Ja, das zeigt mal wieder, dass in vielen Punkten von einer einheitlichen Linie oder gar Rechtsanwendung nicht die Rede sein kann. Was, je nach Sichtweise im jeweiligen Fall, gut oder schlecht ist. Zum Teil ist das sogar innerhalb eines Finanzamts unterschiedlich, und da lohnt sich dann auch mal ein Einspruch, was natürlich auch wieder mit Aufwand verbunden ist.

Allerdings hab ich auch schon in anderen Fällen erlebt, dass die Großzügigkeit vom "Hobbie" des Sachbearbeiters abhing ... :-X


Bearbeitet von AnnetteW, 08.11.2016 - 18:33,

Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

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#17
Marion

Marion
  • 261 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11

Da ist das österreichische Finanzamt knausriger.

Wenn etwas auch dem Privatvergnügen dienen könnte, sprich, kein ausdrückliches Buch für Autoren ist, kann ich es nicht absetzen.

Ist auch mit Sachbüchern so, die in den Stoff meines Unterrichts fallen. Nur reine Bücher für Lehrer sind absetzbar, was Ottilie Normalo auch lesen mag, nicht.

 

Ich setze so gut wie alle Romane ab, sofern sie zum Genre passen, in dem ich schreibe, und zwar unter "Konkurrenzanalyse". Bisher hat das österreichische Finanzamt alles anstandslos geschluckt. 2015 habe ich das erste Mal E-Books angegeben und hoffe sehr, dass auch das durchgeht.

 

LG Marion



#18
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.178 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Das Finanzamt in Vorarlberg ist offenar sparsamer als anderswo in Österreich. Da ist leider nix mit Unterhaltungsliteratur absetzen.

Schön, dass es bei dir akzeptiert wird, Marion. Vielleicht probier ich es nächstes Jahr nochmal. Kommt vielleicht auch auf das Personal an, das bearbeitet und das wechselt ja ab und an. Oder hast du einen Steuerberater?



#19
Rudi

Rudi
  • 855 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06
Mit welcher Begründung lehnen die denn ab? Dass wir beruflich auf Stand bleiben müssen, was die KollegInnen so machen, ist doch eigentlich nachvollziehbar. Vielleicht einfach mal einen Widerspruch riskieren.

Bearbeitet von Rudi, 17.11.2016 - 22:22,

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#20
Isabella

Isabella
  • 104 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.12

Ich geb alles in die Steuer (Österreich): Bücher sowieso, aber auch Zeitungs-/Magazin-Abos, Reisen (Recherche, "strategisches Netzwerktreffen"), iPad, MP3-Player (Speichermedium), Büromöbel... Mein Steuerberater animiert mich auch dazu - man hat eh nur so wenige Abschreibposten als Autor - wie oft braucht man schon einen neuen Laptop, eine neue Website o.ä.? 


www.isabellastraub.at