Inhalte aufrufen

Profilbild

Ausgaben für Romane bei der Steuer absetzbar?


  • Zum Antworten bitte anmelden
35 Antworten zu diesem Thema

#21
Marion

Marion
  • 261 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11

Das Finanzamt in Vorarlberg ist offenar sparsamer als anderswo in Österreich. Da ist leider nix mit Unterhaltungsliteratur absetzen.

Schön, dass es bei dir akzeptiert wird, Marion. Vielleicht probier ich es nächstes Jahr nochmal. Kommt vielleicht auch auf das Personal an, das bearbeitet und das wechselt ja ab und an. Oder hast du einen Steuerberater?

 

Ich habe einen Steuerberater. Ich mach das seit Jahren so. Wer etwas für einen gewissen Markt produziert, muss den Markt kennen. Ich sehe eigentlich nicht ein, weshalb das abgelehnt wird. An deiner Stelle würde ich es noch mal versuchen, Angelika.



#22
Juergen

Juergen
  • 307 Beiträge
  • Dabei seit 18.12.07

Ich war ein paar Tage nicht da und sehe das jetzt erst.

 

Vielleicht könnte Folgendes helfen: Sammelt auch die Belege für eindeutig privat angeschaffte Bücher und alle anderen Dinge, die nicht in der Steuererklärung erscheinen.

 

Falls das FA dann Ärger macht, könnt ihr diese Belege vorzeigen und sagen: Seht her, dies hier sind meine privaten Ausgaben, die ihr sonst gar nicht zu sehen bekommt, und das da sind meine beruflichen Ausgaben, die ihr jetzt doch bitte anerkennen könntet.

 

Jürgen


Holocaust-Referenz - Argumente gegen Auschwitzleugner


#23
MariaP

MariaP
  • 335 Beiträge
  • Dabei seit 15.10.15

Äh, mal eine ganz dumme Frage: Wie kommen die Finanzämter bei euch darauf, jeden einzelnen Posten zu bewerten, ob er zulässig ist oder nicht? Bekommt ihr alle jedes Jahr eine Steuerprüfung? Dann guckt sich ein Finanzbeamter die Buchführung ganz genau an, das stimmt.

 

Aber bei der normalen Steuererklärung gebe ich ja nur eine EÜR ab, und da fallen die Romane dann pauschal unter "Fachliteratur". Den Ordner mit der Buchführung und den einzelnen Belegen, auf denen dann der Buchtitel steht, bekommt das Finanzamt doch gar nicht zu sehen.

 

Etwas ratlos,

Maria


Komm wir essen Opa.
SATZZEICHEN können Leben retten.
www.mcpoets.de

#24
AndreasG

AndreasG
  • 1.149 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Ich muss zu jedem Posten in der EÜR auch die Belege einreichen (trotz Elster). Du nicht? Ob die Belege vom FA wirklich angeschaut werden, weiß ich allerdings nicht. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, noch nie etwas abgelehnt.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2015


#25
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10

Äh, mal eine ganz dumme Frage: Wie kommen die Finanzämter bei euch darauf, jeden einzelnen Posten zu bewerten, ob er zulässig ist oder nicht? Bekommt ihr alle jedes Jahr eine Steuerprüfung? Dann guckt sich ein Finanzbeamter die Buchführung ganz genau an, das stimmt.

 

Aber bei der normalen Steuererklärung gebe ich ja nur eine EÜR ab, und da fallen die Romane dann pauschal unter "Fachliteratur". Den Ordner mit der Buchführung und den einzelnen Belegen, auf denen dann der Buchtitel steht, bekommt das Finanzamt doch gar nicht zu sehen.

 

Etwas ratlos,

Maria

 

Liebe Maria,

wenn dem Sachbearbeiter die Summe z. B. der Fachliteratur zu hoch vorkommt, dann fordert er eine Einzelaufstellung (Buchungsliste und/oder Belege) an.

Liebe Grüße

Annette

 

EDIT: Zum Teil mit Andreas überschnitten


Bearbeitet von AnnetteW, 01.12.2016 - 12:22,

Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de


#26
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10

Ich muss zu jedem Posten in der EÜR auch die Belege einreichen (trotz Elster). Du nicht? Ob die Belege vom FA wirklich angeschaut werden, weiß ich allerdings nicht. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, noch nie etwas abgelehnt.

 

Das mit dem Belege-Einreichen variiert (zumindest derzeit noch):

- Wenn du deine Erklärung selbst erstellt, dann verlangen einige Finanzämter die Belege.

- Wenn das ein Steuerberater macht, verlangen einige Finanzämter sie nicht.

Kann aber alles auch genau anders herum sein.

Liebe Grüße

Annette


Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de


#27
AndreasG

AndreasG
  • 1.149 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Aha. Ich mache meine Steuererklärung selbst. Dann liegt es vielleicht daran.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2015


#28
MariaP

MariaP
  • 335 Beiträge
  • Dabei seit 15.10.15

 

Ich muss zu jedem Posten in der EÜR auch die Belege einreichen (trotz Elster). Du nicht? Ob die Belege vom FA wirklich angeschaut werden, weiß ich allerdings nicht. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, noch nie etwas abgelehnt.

 

Das mit dem Belege-Einreichen variiert (zumindest derzeit noch):

- Wenn du deine Erklärung selbst erstellt, dann verlangen einige Finanzämter die Belege.

- Wenn das ein Steuerberater macht, verlangen einige Finanzämter sie nicht.

Kann aber alles auch genau anders herum sein.

Liebe Grüße

Annette

 

 

Bis vor zwei Jahren habe ich meine Steuererklärung selbst gemacht, die letzten zwei Jahre von einem Steuerberater. Belege musste ich noch nie mit einreichen, es wurde auch nie nachträglich danach gefragt. 


Bearbeitet von MariaP, 01.12.2016 - 15:19,

Komm wir essen Opa.
SATZZEICHEN können Leben retten.
www.mcpoets.de

#29
MariaP

MariaP
  • 335 Beiträge
  • Dabei seit 15.10.15

 

Liebe Maria,

wenn dem Sachbearbeiter die Summe z. B. der Fachliteratur zu hoch vorkommt, dann fordert er eine Einzelaufstellung (Buchungsliste und/oder Belege) an.

Liebe Grüße

Annette

 

Das kann natürlich sein ... ich habe bisher auch nicht jedes Buch als Betriebsausgabe abgesetzt.

 

Maria


Komm wir essen Opa.
SATZZEICHEN können Leben retten.
www.mcpoets.de

#30
Sysai

Sysai
  • 1.557 Beiträge
  • Dabei seit 11.02.05

Mir wird ein Prozentsatz für 'Privat' angerechnet (10-30%) für Bücher und DVDs. Absetzen kann ich daher alles, was wie Buch und DVD aussieht. Bei Recherchefahrten steht das endgültige Urteil des Finanzamtes noch aus. In den letzten Jahren habe ich alles abgesetzt, aber auch erklärt, welchen Sinn die Reisen jeweils hatten. Dazu kommen die Arbeitszimmer.

Als unsere Einnahmen noch mikrig waren und wir noch arbeiten gingen, hat das Finanzamt fast nichts anerkannt.

Gruß Sysai



#31
Christa

Christa
  • 6.062 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Als unsere Einnahmen noch mikrig waren und wir noch arbeiten gingen, hat das Finanzamt fast nichts anerkannt.

 Ich habe immer einen Pauschbetrag von 900 Euro bekommen, Einzelheiten wie Reisen, Arbeitsplatz oder Bücher haben nicht interessiert, die gesammelten Belege könnte ich mir sparen. Wo kämen wir denn da hin, hieß es. Da könnte ja jeder Badeurlaub mit der Familie machen und nebenher ein bisschen schreiben und recherchieren! :p

 

Christa



#32
Olga

Olga
  • 2.999 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich muss zu jedem Posten in der EÜR auch die Belege einreichen (trotz Elster). Du nicht? Ob die Belege vom FA wirklich angeschaut werden, weiß ich allerdings nicht. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, noch nie etwas abgelehnt.

 

Hm, ich mache die Steuererklärung auch selbst, aber bei uns muss man Belege nur nach einer Aufforderung vom FA nachreichen. Und ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ab 2017 soll das wohl ausgeweitet werden, so dass es tatsächlich überall gelten soll.

 

Liebe Grüße,

Olga



#33
Rudi

Rudi
  • 855 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich muss zu jedem Posten in der EÜR auch die Belege einreichen (trotz Elster). Du nicht? Ob die Belege vom FA wirklich angeschaut werden, weiß ich allerdings nicht. Es wurde, wenn ich mich recht erinnere, noch nie etwas abgelehnt.

 
Hm, ich mache die Steuererklärung auch selbst, aber bei uns muss man Belege nur nach einer Aufforderung vom FA nachreichen. Und ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ab 2017 soll das wohl ausgeweitet werden, so dass es tatsächlich überall gelten soll.
 
Liebe Grüße,
Olga

Ja, stimmt. Die haben mir sogar dieses Jahr extra ein Hinweisblättchen für diese Info mitgeschickt.

__________________________________________________________

* Hol dir meinen Newsletter*: Krimistory-Newsletter hier klicken :s01

* Hör mal rein: Mein PODCAST "Krimistory-Quickies"  :s15


#34
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10

Ja, soll der "Vereinfachung des Steuerverfahrens" dienen.

 

Was das genau für den Einzelnen bedeutet, dazu (mindestens) 3 Szenarien:

- Ausgaben werden, ohne Anforderungen von Unterlagen, abgelehnt, weil sie nicht den "Regelwerten" entsprechen. Passiert jetzt auch schon, könnte aber ab 2017 durchaus mehr werden. Dies befürchten auch einige Kritiker.

- Es werden Unterlagen zu den unklaren Stellen angefordert und dann fundiert entschieden.

- Es wird ohne die Anforderung von Unterlagen entschieden, wie vom Steuerpflichtigen erklärt.

 

Man darf also gespannt sein und sollte in jedem Fall den Bescheid mit wachsamen Auge prüfen.

 

Liebe Grüße

Annette


Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de


#35
Rudi

Rudi
  • 855 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06
Annette, Option 1 kann nicht sein, da das Finanzamt zunächst ja gar nichts vorliegen hat, Ausgaben genau so wenig wie Einnahmen, sonden nur den Gewinn/Verlust. Das wäre ein Ermessensfehlgebrauch und von daher schon rechtswidrig. Das wird so nicht passieren, da zu einfach anfechtbar. "Unklare Stellen" gibt es zunächst auch nicht, da -wie gesagt- Einzelpositionen zunächst nicht vorliegen. Die müssen dann ja erst nachgefordert werden.
Daher ist anzunehmen, dass ganz oder gar nicht geprüft wird (letzters entspricht dann deiner dritten Option).

Bearbeitet von Rudi, 12.12.2016 - 22:45,

__________________________________________________________

* Hol dir meinen Newsletter*: Krimistory-Newsletter hier klicken :s01

* Hör mal rein: Mein PODCAST "Krimistory-Quickies"  :s15


#36
AnnetteW

AnnetteW
  • 369 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10
Rudi, danke für den Hinweis, das war zwische Tür und Angel in der S~Bahn verkürzt:
die Einnahmen-Überschussrechnung liegt bei Option 1 natürlich vor u damit dann auch die Gesamtbeträge der einzelnen Posten (z. B. Fortbildungen), denn sonst macht Option 1 in der Tat keinen Sinn.

Und wie oft ich im Rahmen meiner Arbeit schon mit Ermessensfehlgebrauch zu tun hatte, darüber könnt ich ein Buch schreiben ...

Liebe Grüße, Annette

Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de