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Falsches Akzentzeichen statt Apostroph


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37 Antworten zu diesem Thema

#1
Michelle

Michelle
  • 197 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14
Ich poste das mal unter „Handwerk“, weil ich finde, dass es zum Handwerk eines Autors oder einer Autorin gehört, seine/ihre Tastatur zu beherrschen, wenn er/sie mit einem Computer schreibt.
 
Was mich immer wieder überrascht (bzw. bei professionellen AutorInnen schockiert), ist die falsche Verwendung des Akzentzeichens als Ersatz für Apostrophe.
 
Heute gerade hier bei Montsegur gelesen:
„... war´s der Vertrieb ...“
 
Schon daran, wie einsam und allein das Akzentzeichen da über dem Leerzeichen hängt, sieht man, dass es falsch ist. Das hindert aber offensichtlich niemanden daran, es immer wieder so zu machen. Obwohl man doch merken müsste, dass das Zeichen erst erscheint, wenn man ein weiteres Zeichen (hier das Leerzeichen) auf der Tastatur tippt, scheint es niemandem aufzufallen, dass das vielleicht nicht so gemeint sein könnte, dass man dieses Zeichen als Apostroph verwendet. ;)
 
Warum also wird das nicht richtig geschrieben, nämlich so?:
„... war’s der Vertrieb ...“
 
Ist das Apostrophzeichen auf der Tastatur so versteckt, dass es niemand findet?
 
Die Akzentzeichen sind einzig und allein für Buchstaben gedacht, die einen Akzent benötigen, wie z.B. ein französisches «é» oder «à», nicht für „Geht’s“ oder so etwas.
 
Im Internet greift diese Schlamperei immer mehr um sich, ich lese diese falsche Anwendung des Akzentzeichens sehr oft, aber für uns hier in einem professionellen Autorenforum sollte es doch anders sein. Uns liegt doch etwas an Sprache und an ihrer korrekten Verwendung.

„Namibische Nächte": http://www.oryx-publ...ibische-naechte

 

„Unter namibischer Sonne": http://www.oryx-publ...mibischer-sonne


#2
Angelika Jo

Angelika Jo
  • 2.896 Beiträge
  • Dabei seit 03.07.07

 

Warum also wird das nicht richtig geschrieben, nämlich so?:
„... war’s der Vertrieb ...“
 

Weȉľ wiȓ hïḕr ĭn Ễůrṏpẳ ỉinzwĩschɇn ållếs vȅrkømmȅn lẳssên, so sorry about it.


Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

www.angelika-jodl.de


#3
DirkH

DirkH
  • 645 Beiträge
  • Dabei seit 29.04.15

Das Phänomen gibt es leider überall. Die Lektorin, mit der ich zusammenarbeite, ist ein Vollprofi. Wenn ich ein Manuskript von ihr zurückbekomme, muss ich erstmal alle Akzentzeichen durch Apostrophe ersetzen.


Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?


#4
CorneliaL

CorneliaL
  • 2.671 Beiträge
  • Dabei seit 04.10.09

Das Phänomen gibt es leider überall. Die Lektorin, mit der ich zusammenarbeite, ist ein Vollprofi. Wenn ich ein Manuskript von ihr zurückbekomme, muss ich erstmal alle Akzentzeichen durch Apostrophe ersetzen.

Wieso alle? Doch nur die, die eben kein Akzentzeichen sind, oder? ;)

 

LG Cornelia



#5
DorisC

DorisC
  • 1.363 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11
"Warum also wird das nicht richtig geschrieben, nämlich so?: „... war’s der Vertrieb ...“"
 
Weils uns hier mehr um Inhalte geht?

MAROKKO-SAGA bei Blanvalet: Das Leuchten der Purpurinseln,  Die Perlen der Wüste,  Das Lied der Dünen.

Neu Dez. 2017: DIE WOLKENFRAUEN


#6
Yvonne

Yvonne
  • 1.821 Beiträge
  • Dabei seit 02.10.10

Ich oute mich jetzt mal als Dummie (denn um meinen Artikel geht es hier ja):

Ich habe das nicht gewusst.

Danke für die Aufklärung.


Neu: "Death Game" Krimi, Juli 2017

http://www.yvonnes-romanwelten.de

Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul (Friedrich Hebbel)


#7
Christa

Christa
  • 6.290 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Eigentlich ist das ja weniger ein handwerkliches als ein technisches Phänomen. Bei Yvonne's Beitrag ist mir das gar nicht

weiter aufgefallen. Aber ihr seht an dem Apostroph hinter Yvonne, woran es bei mir hakt. Eine Korrektorin hat mich mal drauf aufmerksam gemacht: es sollte ein typografisches Zeichen sein und bleibt hier gerade, obwohl ich das in den Einstellungen bei Open Office angegeben habe (Autokorrektur-gerade Anführungszeichen durch typografische ersetzen). Beim Schreiben in OO erscheint es umgekehrt typografisch, also nicht wie eine 9, sondern auf dem Kopf. Oder ist das Zeichen neben Ä mit# gar nicht das Apostrophzeichen? Wenn nicht, dann habe ich es bisher nie gesehen. Aber: Wo ist es dann? :s03



#8
Margot

Margot
  • 1.929 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

 Bei Yvonne's Beitrag ist mir das gar nicht

 

Da kommt keins hin! ;D



#9
Christa

Christa
  • 6.290 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Okay, dann ein besseres Beispiel: Das war's dann also. :)



#10
AndreasS

AndreasS
  • 842 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Auf meinem Nachnamen befinden sich gleich zwei Accent aigus*.

Soll ich mal die Gegengeschichte erzählen und auflisten, was Computer auf Briefumschlägen so alles daraus machen? Ich bewundere jedenfalls den Briefträger für seine Intuition. :s20

 

Guter Hinweis, Michelle. Derzeit mach ich mich in Sachen Feintuning für Print-Buchsatz schlau. Da gehört dieses Thema auch dazu.

Was mir im Web immer öfter auffällt: falsche Koppelungen. Oder eher unvollständige. Zum Beispiel "Max Mustermann-Stiftung" statt "Max-Mustermann-Stiftung".

 

* Plural: Accents aigus? Accents aigu? Accent aigus? Accent aigu? Was uns auf Karl Valentins "Semmelnknödeln" zurückbringt.


Bearbeitet von AndreasS, 19.11.2016 - 14:32,


#11
Frau Klein

Frau Klein
  • 302 Beiträge
  • Dabei seit 08.02.13

OT

Ich hab jetzt zum achten mal AKTENzeichen gelesen ..o.o .-)  ;D



#12
SabineW

SabineW
  • 2.588 Beiträge
  • Dabei seit 12.09.05

Ich oute mich jetzt mal als Dummie (denn um meinen Artikel geht es hier ja):

Ich habe das nicht gewusst.

Danke für die Aufklärung.

 

Zu so viel Gelassenheit, auf dieses Eingangsposting zu reagieren, kann ich nur den Hut ziehen.


Bearbeitet von SabineW, 19.11.2016 - 23:58,


#13
AnnetteW

AnnetteW
  • 371 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.10
Heute gerade hier bei Montsegur gelesen:

 

... was übrigens Montségur heißt ... ;)


Der Autor und das liebe Geld - Steuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Dieses Buch ist aus einer Reihe von Vorträgen für Autorinnen und Autoren entstanden. Es vermittelt ein Grundverständnis für die Themen, die für Autorinnen und Autoren im Steuerrecht wichtig sind. Des Weiteren soll es als Nachschlagewerk dienen. Mehr dazu unter www.autorentsteuerratgeber.de


#14
MartinC

MartinC
  • 718 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

 

Ich oute mich jetzt mal als Dummie (denn um meinen Artikel geht es hier ja):

Ich habe das nicht gewusst.

Danke für die Aufklärung.

 

Zu so viel Gelassenheit, auf dieses Eingangsposting zu reagieren, kann ich nur den Hut ziehen.

 

 

In der Tat ... ich finde den Ton deines Postings, liebe Michelle, unangemessen. Hier im Forum nehme ich mir sogar heraus, mal was grammatikalisch Falsches zu schreiben, ein Komma an einer unkorrekten Position zu versenken (weil ich die Kommaregeln Zeit meines Lebens nicht begreifen werde), weil das eben hier ein Forum für Austausch ist und nicht der Verein zu Wahrung der korrekten Zeichensetzung.  Meine Korrektoren und Lektorinnen haben leider keine Zeit, meine Postings zu bearbeiten. Sorry for that. Falls du Gleichgesinnte suchst, hier findest du sie: http://www.apostrophitis.de/.

 

Wenn also jemand frugte, wie das mit dem Apostroph so ist, und wo man es auf der verdammten Tastatur findet, weil es nämlich vorkommen kann, dass das Standarhochkomma mit einem anderen Zeichen belegt ist, (Word macht das gerne), dann wäre ein nette Antwort darauf sicher hilfreich ...

 

LG

Martin


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www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)


#15
SusanneL

SusanneL
  • 1.836 Beiträge
  • Dabei seit 14.05.12

Danke, Martin!
Ich dachte, das empfinde nur ich so. Ich finde deinen Ton ziemlich häufig unangemessen, Michelle. Mir fehlt da manchmal leider die Gelassenheit ...
 



#16
Margot

Margot
  • 1.929 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Eigentlich ist das ja weniger ein handwerkliches als ein technisches Phänomen. Bei Yvonne's Beitrag ist mir das gar nicht

weiter aufgefallen. Aber ihr seht an dem Apostroph hinter Yvonne, woran es bei mir hakt. Eine Korrektorin hat mich mal drauf aufmerksam gemacht: es sollte ein typografisches Zeichen sein und bleibt hier gerade, obwohl ich das in den Einstellungen bei Open Office angegeben habe (Autokorrektur-gerade Anführungszeichen durch typografische ersetzen). Beim Schreiben in OO erscheint es umgekehrt typografisch, also nicht wie eine 9, sondern auf dem Kopf. Oder ist das Zeichen neben Ä mit# gar nicht das Apostrophzeichen? Wenn nicht, dann habe ich es bisher nie gesehen. Aber: Wo ist es dann? :s03

 

Ich habe dir mal das, was Wiki dazu meint, angehängt. Ich mit meinem Mac und der Schweizer Tastatur bin quasi täglich am Suchen von passenden Zeichen. ;)

Angehängte Bilder (Vorschau)

  • Bildschirmfoto 2016-11-20 um 14.48.31.png

Bearbeitet von Margot, 20.11.2016 - 14:52,


#17
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.200 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

 

Heute gerade hier bei Montsegur gelesen:

 

... was übrigens Montségur heißt ... ;)

 

;) ;) ;)



#18
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

 

Eigentlich ist das ja weniger ein handwerkliches als ein technisches Phänomen. Bei Yvonne's Beitrag ist mir das gar nicht

weiter aufgefallen. Aber ihr seht an dem Apostroph hinter Yvonne, woran es bei mir hakt. Eine Korrektorin hat mich mal drauf aufmerksam gemacht: es sollte ein typografisches Zeichen sein und bleibt hier gerade, obwohl ich das in den Einstellungen bei Open Office angegeben habe (Autokorrektur-gerade Anführungszeichen durch typografische ersetzen). Beim Schreiben in OO erscheint es umgekehrt typografisch, also nicht wie eine 9, sondern auf dem Kopf. Oder ist das Zeichen neben Ä mit# gar nicht das Apostrophzeichen? Wenn nicht, dann habe ich es bisher nie gesehen. Aber: Wo ist es dann? :s03

 

Ich habe dir mal das, was Wiki dazu meint, angehängt. Ich mit meinem Mac und der Schweizer Tastatur bin quasi täglich am Suchen von passenden Zeichen. ;)

 

 

Ah, da schau her. Shift UND Alt und ' am Mac ergibt ’? Das war mir bisher auch nicht klar. Schande über mich! Aber: Wieder was gelernt.

 

Und deswegen möchte ich Michelle auch in Schutz nehmen; ich finde ihr Posting alles andere als unangemessen, sondern im Gegenteil offensichtlich höchst nötig. Denn wenn selbst wir Autoren uns nicht mehr um die Feinheiten der Sprache kümmern, dann brauchen wir uns über deren Verfall nicht zu wundern.



#19
InezCo

InezCo
  • 722 Beiträge
  • Dabei seit 23.10.07

Lieber Andreas,

 

der Inhalt von Michelles Posting ist durchaus nötig - da stimme ich dir vollkommen zu. Es ging hier aber um ihren Ton, und der ist, wie so manche/r andere/r auch findet, immer wieder mal etwas daneben.

 

Nix für ungut ;-).

 

LG

Inez



#20
MartinC

MartinC
  • 718 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

@ Andreas "Denn wenn selbst wir Autoren uns nicht mehr um die Feinheiten der Sprache kümmern, dann brauchen wir uns über deren Verfall nicht zu wundern."

 

Das schiebt eine vollkommen andere Diskussion an.

 

1. Ich fühle mich nicht verantwortlich für den Verfall oder nicht Verfall der Deutschen Sprache.

2. Ich sehe absolut nicht, dass die deutsche Sprache "verfällt". Sie verändert sich. Die Diskussion hatten wir ja auch schon. Die Verwendung eines bestimmten Satzzeichens ist eine Norm und keine Sprachfeinheit, nur so am Rande. Meiner Meinung nach was für's Korrektorat.

3. Bei allem Respekt, aber es gibt eine ganze Menge veröffentlichte Autorinnen und Autoren, die nun wirklich nicht die Gralshüter elaborierter Sprache sind.

 

LG

Martin


Bearbeitet von MartinC, 20.11.2016 - 18:00,

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