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Praxisbeispiel Papyrus Stilanalyse


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35 Antworten zu diesem Thema

#21
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Michael, wie gesagt, du kannst die Stilanalyse problemlos ausschalten ;D  Auch ohne ist Papyrus einfach ein geniales Schreibprogramm für Autoren mit vielen Zusatzfunktionen wie Recherchedatenbank, Duden-Korrektor, Wortzählung mit Tageslimit-Angabe, Klemmbrett, an das man Zettel mit Notizen heften kann, wahlweise neben oder im Text, problemlose Umwandlung in Word, pdf, epub usw., durch Zeitstrahl gute Navigationsmöglichkeiten zu den Einzelkapiteln eines langen Textes (in Word musste ich immer einzelne Dateien anlegen, um die Übersicht zu behalten), leichte Bedienbarkeit an Word angelehnt, MindMap-Tool, um die Geschichte zu planen ... das sind nur die Dinge, die mir spontan einfallen.

Danke, Susann! Nun hab ich mal einen Überblick, was das Ding kann. Mal sehen, ich denke ich muss das mal im Rahmen einer Messe ausprobieren ... (Generell neige ich ja dazu einen besseren Überblick zu behalten, wenn ich Zettel und Gekritzel auf dem Schreibtisch liegen habe. Wenn alles vom PC verschluckt ist, fehlt mir da komischerweise immer der Überblick. Oje, sieht ganz so aus, als wäre ich echt altmodisch, was das anbelangt.) Aber nochmals danke, du hast mich dazu gebracht, es doch mal auszuprobieren! :)


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#22
ThomasW

ThomasW
  • 21 Beiträge
  • Dabei seit 21.02.17
Michael, noch was zur Stilanalyse:
 
Du kannst sie nicht nur komplett an- oder ausschalten, sondern auch einzelne Parameter. Du könntest dir zum Beispiel nur Füllwörter markieren lassen, die zudem in einer Liste verwaltet werden können. Bei der Anzeige der Satzlänge ist einstellbar, ab wie vielen Wörtern ein Satz als lang markiert wird. Bei den Wortwiederholungen gibt es die Möglichkeit die Anzahl der Zeilen einzustellen, innerhalb derer eine Wiederholung angezeigt wird und dazu noch die Mindestwortlänge. Das Ganze kann man sich also sehr individuell konfigurieren. Lernen tut Papyrus nicht, so schlau ist es dann doch nicht ;-).


#23
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

 

Michael, noch was zur Stilanalyse:
 
Du kannst sie nicht nur komplett an- oder ausschalten, sondern auch einzelne Parameter. Du könntest dir zum Beispiel nur Füllwörter markieren lassen, die zudem in einer Liste verwaltet werden können. Bei der Anzeige der Satzlänge ist einstellbar, ab wie vielen Wörtern ein Satz als lang markiert wird. Bei den Wortwiederholungen gibt es die Möglichkeit die Anzahl der Zeilen einzustellen, innerhalb derer eine Wiederholung angezeigt wird und dazu noch die Mindestwortlänge. Das Ganze kann man sich also sehr individuell konfigurieren. Lernen tut Papyrus nicht, so schlau ist es dann doch nicht ;-).

 

Danke Thomas, also es lernt nicht dazu. So wie du es beschreibst, lässt es sich genau auf die eigenen Bedürfnisse, Schwächen und Stärken einstellen. Auch wieder ein Argument dafür. :)


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#24
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Nein, die Stilanalyse lernt nicht dazu. Dahinter verbirgt sich kein "neuronales Netzwerk" in der Art von "Alpha Go" oder dergleichen, sondern eine simple Markierungstechnik, die ungefähr der hier beschriebenen Methode folgt, dasselbe von Hand zu machen (was aber aufwendig ist).

 

Abgesehen davon möchte ich meinen, dass es, sagen wir, Michelangelos Genie nicht im mindesten schmälert, wenn man erführe, dass er die besten Hämmer, Meißel und andere für's Bildhauen notwendige Werkzeuge verwendet hat, die zu seiner Zeit verfügbar waren.



#25
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Nein, die Stilanalyse lernt nicht dazu. Dahinter verbirgt sich kein "neuronales Netzwerk" in der Art von "Alpha Go" oder dergleichen, sondern eine simple Markierungstechnik, die ungefähr der hier beschriebenen Methode folgt, dasselbe von Hand zu machen (was aber aufwendig ist).

 

Abgesehen davon möchte ich meinen, dass es, sagen wir, Michelangelos Genie nicht im mindesten schmälert, wenn man erführe, dass er die besten Hämmer, Meißel und andere für's Bildhauen notwendige Werkzeuge verwendet hat, die zu seiner Zeit verfügbar waren.

Hallo Andreas, danke für Deinen Hinweis! Wenn Papyrus nach der Methode arbeitet, wie auf Deiner Seite beschrieben, schürt das wiederum meine Zweifel. Es kommt sicher darauf an, welche Texte man damit schreibt. Für sehr verschachtelte Handlungsstränge scheints sehr hilfreich zu sein. Es wird wohl nur eines Aufklärung bringen: selbst ausprobieren! Was Deine Ansicht zum Werkzeug von Michelangelo betrifft, das sehe ich auch so. Danke Dir jedenfalls für Deine Mühen!


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#26
Christa

Christa
  • 6.288 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Wenn Papyrus nach der Methode arbeitet, wie auf Deiner Seite beschrieben, schürt das wiederum meine Zweifel. Es kommt sicher darauf an, welche Texte man damit schreibt. Für sehr verschachtelte Handlungsstränge scheints sehr hilfreich zu sein. Es wird wohl nur eines Aufklärung bringen: selbst ausprobieren!

 

Meine Zweifel schürt es eher nicht. Ich überarbeite gerade eine Leseprobe. Dabei habe ich festgestellt, dass der Einstieg in die erste Szene viel später erfolgen muss. Mit den Adjektiven gibt es keine Probleme, ebenso mit einigen anderen Punkten nicht. Aber ich habe auch so einen Satz in der wörtlichen Rede entdeckt, der zu lang ist und unterbrochen werden kann (zum Beispiel mit einer Gegenfrage). Bei zwei Büchern, die ich gerade gelesen habe bzw. lese fand ich beim ersten einen fulminanten Einstieg, nämlich genau in dem Moment, in dem ein Wendepunkt bei der betreffenden Figur eintritt. Beim zweiten gibt es am Anfang eine adjektivstrotzende, verschachtelte Konstruktion, woraufhin ich drauf und dran war, das Buch nicht lesen zu wollen. Ich habe weitergelesen und es nicht bereut. Ich denke also, dass es wichtig ist, sich Gedanken über diese Dinge zu machen. Wenn ich fertig bin mit dem handschriftlichen Test und der Vergleich gut ausfällt, ist der Papyrus fällig. ;)


Bearbeitet von Christa, 15.03.2017 - 13:15,


#27
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Wenn Papyrus nach der Methode arbeitet, wie auf Deiner Seite beschrieben, schürt das wiederum meine Zweifel. 

 

Zweifel sind OK. Aber die Beschreibung der Methode ermöglicht es Dir ja, sie einfach auszuprobieren, ohne dass es Dich mehr kostet als etwas Mühe. Danach weißt Du und musst nicht mehr zweifeln.  ;)



#28
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

 

Wenn Papyrus nach der Methode arbeitet, wie auf Deiner Seite beschrieben, schürt das wiederum meine Zweifel. 

 

Zweifel sind OK. Aber die Beschreibung der Methode ermöglicht es Dir ja, sie einfach auszuprobieren, ohne dass es Dich mehr kostet als etwas Mühe. Danach weißt Du und musst nicht mehr zweifeln.  ;)

 

Ja, das werde ich wohl tun, jetzt bin ich sogar richtig neugierig geworden. Nochmals danke! :)


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#29
JenniferH

JenniferH
  • 28 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.13

Schönes Beispiel. 

Vielen Dank, lieber Andreas. 

Das kann ich gerade richtig gut gebrauchen. 

Ich muss noch viel üben mit Papyrus. ;-)

 


#30
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Abgesehen davon möchte ich meinen, dass es, sagen wir, Michelangelos Genie nicht im mindesten schmälert, wenn man erführe, dass er die besten Hämmer, Meißel und andere für's Bildhauen notwendige Werkzeuge verwendet hat, die zu seiner Zeit verfügbar waren.

Hallo Andreas, bin gerade über diesen Thread gestolpert. Naja, ist schon eine Weile her, doch das Thema beschäftigt mich generell regelmäßig. Müsste man nicht diese Meißel und Hämmer mit Stift und Papier vergleichen? Ich will keine Haare spalten, und hoffe, dass ich es nicht gerade tue. Doch eine Software ist ja von jemand programmiert worden. D. h. der Computer schlägt Alternativen vor, die nicht zu 100 % deiner ureigenen Idee entsprechen können. Klar, dann dürfte man nicht einmal ein Synonym-Wörterbuch zur Hand nehmen ... Natürlich erleichtert das Programm die Arbeit ungemein, aber hat man am Ende nicht ein anderes Sprachbild, als das der ganz eigenen Sprache, ein beeinflusstes? Hm, kommt sicher auch auf die Art Text an, die man fabrizieren möchte. Wenn es also mehr um die Story geht, kann ich den Einsatz sehr gut verstehen. Geht es um das Sprachspiel müsste man eher zurückschrecken vom Gebrauch. Letztlich bleibt es sowieso jedem selbst überlassen ... 


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#31
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Meißel = Werkzeug

Bleistift = Werkzeug

Synonym-Wörterbuch = Werkzeug

Computerprogramm = Werkzeug

 

Wichtig ist doch nur, dass man nicht anfängt zu glauben, das Werkzeug würde einem die kreative Arbeit abnehmen, oder?



#32
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
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...


Bearbeitet von Michael Beisteiner, 10.11.2017 - 17:16,

Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#33
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Meißel = Werkzeug

Bleistift = Werkzeug

Synonym-Wörterbuch = Werkzeug

Computerprogramm = Werkzeug

 

Wichtig ist doch nur, dass man nicht anfängt zu glauben, das Werkzeug würde einem die kreative Arbeit abnehmen, oder?

Auch ein Meißel wurde in den meisten Fällen von jemand anderem gefertigt, somit beeinflusst er auch die Führung der Hand bei der Arbeit. Dann müsste es sich bei einem Programm eigentlich genauso verhalten. Also kein Unterschied, minimale Beeinflussung in beiden Fällen. Und du meinst, es besteht wirklich keine Gefahr, dass die Sprache der Autoren stetig einheitlicher wird?

 

Man müsste diese Unterhaltung dann auch auf eine andere Ebene bringen. Mensch und Computer. Inwiefern profitiert der Mensch vom Computer? Entwickelt er gewisse Fähigkeiten zurück, weil er die Tätigkeit einem Computer überlässt? Oder bleibt ihm gerade dadurch mehr Raum, völlig neue Fähigkeiten an sich zu entdecken, oder zu entwickeln? Ich finde, das lässt sich zurzeit noch nicht sagen. Wird noch ein paar hundert Jahre dauern ...

 

Naja, das wollen wir wahrscheinlich beide nicht gerade hier ausdiskutieren ...


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#34
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Also, was den Computer als Schreibinstrument anbelangt, ist dieser durch keinen Geringeren als Marcel Reich-Ranicki geadelt, der (ich hoffe, ich zitiere das richtig) zu dem Schluss kam, es tue der Literatur gut, dass die Autoren Computer verwendeten, weil sie ihre Texte dadurch mehr überarbeiteten als ohne.

 

Generell dürfte es auch bei dem, was Dich umtreibt, keine allgemeine Regel geben außer der, dass jeder Schreibende selber herausfinden muss, was für ihn funktioniert und was nicht. Ich z.B. habe Prosa von Anfang an immer auf Tastaturen geschrieben; zwar schreibe ich auch viel von Hand, aber nur begleitende Notizen und Entwürfe. Ich habe ab und zu versucht, auch den eigentlichen Text von Hand zu schreiben (gezwungenermaßen, in Situationen, in denen keine Tastatur zur Verfügung war), aber das kann ich lassen, das wird nicht gut.



#35
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Den ersten Roman habe ich auf einer alten Schreibmaschine aus Bolivien getippt. Seither verwende ich mit Überzeugung Tastaturen. Auch MRR hat höchstwahrscheinlich Recht mit seiner Aussage. Ich habe ihm immer gern zugesehen und -gehört. Und, wie ev. viele, gebe ich zu, hoffte ich meist auf einen leidenschaftlichen Ausbruch von ihm. Das hat der Literatur im Allgemeinen immer den nötigen Energieschub gegeben. Allerdings verstehe ich auch Michael Ende, der ihm doch mal als Büchernörgele ein Denkmal gesetzt hat. Denis Scheck macht sich aber auch ganz gut als Nachfolger, finde ich. Ich glaube, Du lebst in Frankreich, oder? Ich habe den Eindruck, dort tut sich medial einiges mehr rund ums Buch, im Fernsehen vor allem.


Ich würde nicht sagen, dass Musik die Welt verzaubert. Ich würde eher sagen, sie enthüllt den Zauber dieser Welt.

 

 


#36
AndreasE

AndreasE
  • 1.889 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Ich glaube, Du lebst in Frankreich, oder? Ich habe den Eindruck, dort tut sich medial einiges mehr rund ums Buch, im Fernsehen vor allem.

 

Kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich kein französisches Fernsehen schaue. (Auch sonst keines.) Aber generell ist der Umgang mit Büchern und ihren Autoren in Frankreich irgendwie … intelligenter. Hier kriegt man von Zehntklässlern tiefschürfendere Fragen gestellt als in den meisten Presseinterviews in Deutschland.

 

Aber wir geraten OT.