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Tanzende Brüste, große Laubbläser und andere Sexszenen


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21 Antworten zu diesem Thema

#1
hpr

hpr
  • 7.189 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06

Sexszenen können schnell daneben gehen:

 

http://de.webfail.com/31a443fe144

 

Herzliche Grüße zum Sonntagabend,

 

Hans Peter

 

PS: Und danke an Verena Dahms für den Link



#2
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.436 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Einfach geil!  ;D


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#3
AlexanderH

AlexanderH
  • 417 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.09

Pervers. ;D



#4
MelanieM

MelanieM
  • 11.845 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Tja, nun wissen wir, warum die Welt glaubt, wir Deutschen hätten keinen Humor - wenn wir Witze machen, nehmen die das alles für bare Münze, verstehen die Subtilität nicht und bauen das sogar noch als grandiose Zitate in ihre Liebesromane ein  ;D



#5
Margot

Margot
  • 1.909 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Da wollten die Autoren (ich nehme mal an, dass es sich grösstenteils um Herren handelt) originell sein. Aber was ist schon originell an Sex? 8-)



#6
Ramona

Ramona
  • 2.323 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

*Tränen lach*  :s01 


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#7
MelanieM

MelanieM
  • 11.845 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Aber was ist schon originell an Sex? 8-)

 

Wobei sich hier natürlich auch die Frage stellt, ob diese Literatur vielleicht eher das Gegenteil bezweckt. Im streng-konservativen Umfeld jegliche Lust an Sexualität im Keim zu ersticken.  :s22



#8
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Da wollten die Autoren (ich nehme mal an, dass es sich grösstenteils um Herren handelt) originell sein. Aber was ist schon originell an Sex? 8-)

 

Deshalb finde ich Sexszenen auch so verdammt schwierig. Legt man es zu beschreibend an, wird es rasch pornographisch-langweilig. Versucht man, originelle Formulierungen zu finden, driftet man rasch ins Lächerliche und in den Kitsch ab.

 

Ich glaube, ein halbwegs brauchbarer Ansatz wäre der, dass man nicht den Akt an sich zu beschreiben versucht, sondern die Gefühle, vielleicht auch Gedanken der Protagonisten und was der Sex mit ihnen anstellt - das eigentliche Rein-Raus samt Vor- und Nachspiel kann man auch einfach nur in groben Zügen zusammenfassen, da muss nicht jede Berührung seziert werden. (Außer du heißt Peter Nádas, dann kannst du auch eine Sexszene über 100 Seiten schreiben, nach deren Lektüre deine Leser dann mehr über Körperflüssigkeiten & Co. wissen als sie jemals wissen wollten.)


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#9
AndreasE

AndreasE
  • 1.879 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Aber wer heißt schon Peter Nádas?  ;)



#10
Mascha

Mascha
  • 3.561 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

Das Problem sind die Vergleiche und Metaphern. Wenn man schreibt, wie es ist, wird es auch nicht peinlich. Und man kann durchaus direkt sein. Gegen ein bisschen Pornografie ist doch nichts einzuwenden. Wenn eine Sexszene nicht anturnt, hat der Autor was falsch gemacht.



#11
JenniferB

JenniferB
  • 2.213 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Die 10 find ich gut :D



#12
ClaudiaB

ClaudiaB
  • 2.112 Beiträge
  • Dabei seit 11.12.09

Eine hilflose Wollmaus im Sturm seines mächtigen, mit Benzin betriebenen Laubbläsers ...

Das ist für mich nicht zu toppen. Wegen dieses tollen Details, dieser anturnenden Übergenauigkeit. Ohne Benzin kein Laubbläser und sei er auch noch so mächtig. :)



#13
JenniferB

JenniferB
  • 2.213 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Das ist ein perfekt - nein, regelrecht GEN-I-AL - eingebauter Hinweis auf die Alkoholabhängigkeit des potenten LIs. Das erzeugt beim Leser später dieses Gefühl von "Ich hätte es erahnen müssen", wenn - krimigleich - aufgeklärt wird, woran die Liebe trotz aller wilder Leidenschaften zu scheitern droht.



#14
AnnetteSD

AnnetteSD
  • 172 Beiträge
  • Dabei seit 27.01.14

Genazino-Romane sind ja häufig voller Sex und pornographisch völlig unverdächtig - schlicht weil alles so schön alltäglich und banal geschildert wird 8-)



#15
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Das Problem sind die Vergleiche und Metaphern. Wenn man schreibt, wie es ist, wird es auch nicht peinlich. Und man kann durchaus direkt sein. Gegen ein bisschen Pornografie ist doch nichts einzuwenden. Wenn eine Sexszene nicht anturnt, hat der Autor was falsch gemacht.

 

Sehe ich auch so. Allerdings darf die Szene nicht zu einer Anatomiestunde ausarten. Deshalb meine ich ja: Weniger beschreiben, was die Protagonisten mit ihren Körperteilen tun, sondern welchen Effekt es auf sie hat - und das, ohne zu blumig zu werden. Unterm Strich ist das Schreiben einer wirklich prickelnden erotischen Szene ganz hohe Kunst, an der schon ansonsten richtig geniale Schriftsteller stellenweise gescheitert sind.


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#16
Frau Klein

Frau Klein
  • 293 Beiträge
  • Dabei seit 08.02.13

Zitieren ging jetzt nicht ... 

 

* Wenn man schreibt, wie es ist, wird es auch nicht peinlich.*

 

Das ist einer der Denkfehler, der genau diese Autoren in die Widrigkeiten der Beschreibung sexueller Aktivitäten treibt, wenn sie halt nicht pornografisch schreiben wollen. Denn die Beschreibung eines Aktes in all seiner Direktheit läuft immer auf Pornografie im Sinne des Wortes hinaus. 

 

Eine perfekte Umschreibung des Aktes an sich ist das Wunderwerk der erotischen Literatur .... alles vermuten, alles erahnen, alles wissen, aber eben nicht alles beim Namen nennen.

Trauriger Weise kann das heutzutage kaum mehr ein Autor und deshalb gibt es nur noch Wiederholungen, platte Attitüden oder eben Pornografie. Es gibt sich auch kein Autor mehr wirklich Mühe, diesen Umstand zu widerlegen. 

 



#17
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.436 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Zitieren ging jetzt nicht ... 

 

* Wenn man schreibt, wie es ist, wird es auch nicht peinlich.*

 

Das ist einer der Denkfehler, der genau diese Autoren in die Widrigkeiten der Beschreibung sexueller Aktivitäten treibt, wenn sie halt nicht pornografisch schreiben wollen. Denn die Beschreibung eines Aktes in all seiner Direktheit läuft immer auf Pornografie im Sinne des Wortes hinaus. 

 

Eine perfekte Umschreibung des Aktes an sich ist das Wunderwerk der erotischen Literatur .... alles vermuten, alles erahnen, alles wissen, aber eben nicht alles beim Namen nennen.

Trauriger Weise kann das heutzutage kaum mehr ein Autor und deshalb gibt es nur noch Wiederholungen, platte Attitüden oder eben Pornografie. Es gibt sich auch kein Autor mehr wirklich Mühe, diesen Umstand zu widerlegen. 

 

 

Na, das will ich nicht sagen. Ich gebe mir da schon Mühe. Ich scheue mich auch nicht vor Sexszenen, aber ich gebe keine explizierten Beschreibungen des Vorgangs, sondern konzentriere mich mehr auf Empfindungen. Es ist völlig eindeutig, was passiert, aber ohne Körperteile zu benennen oder Akte expliziert zu schildern. Das ist nicht ganz einfach, elegant hinzubekommen, auch ohne kitschig zu werden. Aber ich glaube, ich habe mich in den letzten Büchern verbessern können. Ich bin nicht für Pornographie, aber ich bin auch dagegen, Sex schamvoll wegzulassen. Es gehört zum Leben wie andere Dinge auch. Aber es stimmt, eine gute Sexszene ist eine Herausforderung. :)


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#18
IlonaS

IlonaS
  • 754 Beiträge
  • Dabei seit 14.08.13

Mein Mantra dazu ist: Sex ist gut, wenn er hineinpasst und den Plot weitertreibt. Ich mag Sex und auch sogenannte Erotik (der Begriff ist inzwischen sehr in Richtung Porno gedehnt worden) dann nicht, wenn er nur um des Sexes willen erscheint. Nach dem Motto: Ein Liebesroman MUSS drei Sexszenen haben. Also quetschen wir noch eine Szene hinein, obwohl eine, als Höhepunkt (no pun intended) perfekt gewesen wäre. Und wenn Sex, dann ist es oft besser wie Ulf es beschreibt. Geschickte Andeutungen sind oft sexier als der biologische Vorgang selbst. 

 

Aber vielleicht sind ja manche dieser Beschreibungen im Link absichtlich komisch? Oder gar Fake?



#19
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Aber vielleicht sind ja manche dieser Beschreibungen im Link absichtlich komisch? Oder gar Fake?

 

Das glaube ich nicht. Es gibt sogar einen "Preis" für die schlechteste Sex-Szene im englischsprachigen Raum, die Jahr für Jahr vergeben wird. Und da zeigt sich, dass eben auch wirklich große Namen nicht davor gefeit sind, hier ordentlich danebenzugreifen.

 

Bin aber voll bei dir, dass die Sex-Szene notwendig ein muss für den Plot oder auch für die Charakterisierung der Protagonisten, also einfach wichtig sein muss für die Geschichte. Der Leser/die Leserin merkt, wenn eine Szene ohne wirkliche Dringlichkeit einfach so hineingepackt wurde - das trägt dann wohl auch dazu bei, dass man sie als schlecht empfindet, weil sie dann eben nur ein Lückenfüller (pun intended) ist.


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#20
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.204 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Es sei denn, es ist ein erotischer Roman. Dann ist das ganze Drumherum nur lästig und wird überblättert.

Und Autoren von erotischen Romanen sind auch sehr gründlich. Also neben Heterosex muss auch welcher zwischen zwei Frauen rein oder zwischen zwei Männern oder beides, und ein Dreierakt und dann etwas mit Sadomaso, so als ob sie eine Liste abzuarbeiten hätten.

Dabei "wirkt" vieles überhaupt nicht, weil ja für jeden Geschmack etwas dabei sein muss, also ist für den Geschmack einer Leserin nur immer eine Variante  passend und unterhaltsam, der Rest befremdlich und langweilig.


Bearbeitet von AngelikaD, 05.10.2017 - 16:08,