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Wenn sich Romanautoren in ihrem Werk verirren

Serien Romane Verwaltung Verirren Planung Ex Excel & Co.

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7 Antworten zu diesem Thema

#1
Ramona

Ramona
  • 2.374 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Interessanter zweiteiliger Online-Artikel der Süddeutschen. Viel Spaß beim Lesen!

 

Literatur und Serien: Wenn sich Romanautoren in ihrem Werk verirren.

 

"Wer epische Romanserien wie "A Song of Ice and Fire" liest, muss sich immer wieder die Frage stellen: Wer hat da noch mal was mit wem getan? Aber das geht nicht nur Lesern so."

 

http://www.sueddeuts...irren-1.3624747


Bearbeitet von Ramona, 14.08.2017 - 16:12,

“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#2
Margot

Margot
  • 1.929 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Oh je, der arme Mann! Er tut mir richtig leid. ;) 

 

Danke fürs Teilen, Ramona. Ich bin bei meiner Serie, die hat bis jetzt bloß drei Teile, schon auf ähnliche Tücken gestoßen. Vielleicht leiste ich mir auch mal einen Stab von 29 Mitarbeitenden. 8-)



#3
MariaP

MariaP
  • 371 Beiträge
  • Dabei seit 15.10.15

Besonders schön fand ich:

 

"Es ist ein Trugschluss zu glauben, der Autor kenne sein eigenes Werk am besten und wisse über alles Bescheid, was in diesem vorgeht."

 

Danke fürs Teilen!


Komm wir essen Opa.
SATZZEICHEN können Leben retten.
www.mcpoets.de

#4
Wolf

Wolf
  • 144 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Da hilft nur ein gutes Gedächtnis. Und genau das wird im Alter immer schwächer. Und wie soll ein Autor die Übersicht behalten. Er hat nicht den Vorteil eines Lesers, der nur die eine, die gedruckte Version kennt. In des autors Kopf schwirren auch noch viele der alten, vorläufigen, geschrieben und dann gestrichenen, halb angedachten und ähnlichen Ideen herum. Soll da noch einer durchfinden.

 

Und das Lied von Ice and Fire ist eine Tragödie. Ich habe mal gelesen, die Serie wärei einmal auf fünf Bände (engl. Zählung) angelegt gewesen und ich kann mich noch an meine ethusiastischen Rezensionen der ersten beiden Bände erinnern. Der geplante Band 3 musste dann aber bereits in einen Band3/4 geteilt werden, war aber auch noch gut. Und dann flog dem martin sein eigener Stoff um die Ohren. Und seinen letzten Band habe ich schon nicht mehr zuende lesen können. Wegen Langeweile weggestorben. Ja, so kann es gehen. Und trotzdem halte ich den Martin für einen exzellenten Autor. Auch wenn er diese Serie vor die Wand geschrieben hat.

 

Liebe Grüße

Wolf



#5
Christa

Christa
  • 6.288 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Und seinen letzten Band habe ich schon nicht mehr zuende lesen können. Wegen Langeweile weggestorben. Ja, so kann es gehen. Und trotzdem halte ich den Martin für einen exzellenten Autor. Auch wenn er diese Serie vor die Wand geschrieben hat.

 

Vom ersten Martin-Band war ich begeistert, vermisste nur das Auftreten der Personen aus dem Prolog.

Über andere Autoren hörte ich vom Dilemma bei den späteren Bänden und habe nicht weitergelesen. Aber nach wie vor bewundere ich diese Hochleistungsautoren, dass sie diesen Personenfuhrpark auch nur halbwegs in den Griff bekommen. Von Ken Follet habe ich einiges gelesen, zuletzt den "Winter der Welt", den ich nach Zurordnung der Personen dann wirklich sehr gelungen fand. Das Buch über den ersten Weltkrieg habe ich dann nicht mehr auf die Reihe bekommen, weil einige Perspektiven für mich nicht interessant genug waren. Manchmal denke ich, sie könnten doch auch mal in die Tiefe statt in die Breite gehen. Dann müssten sie auch nicht so viele Mitarbeiter beschäftigen. ;)

 



#6
MichaelT

MichaelT
  • 350 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Das find ich jetzt lustig, dass das ausgerechnet bei dieser Buch-Serie so ist.

 

Habe weder die Bücher noch die TV-Serie gesehen.

 

Aber wenn man Werbung, Trailer, Plakate, Bilder in TV-Zeitschriften oder im Netz o.ä. zur TV-Serie sieht, kann man ja den Eindruck haben, da gibt es nur eine einzige Figur in der ganzen Serie.

Es ist immer dieselbe Person, die man da sieht (eine Frau mit langen blonden Haaren).

 

Aber das ist wohl einfach der Unterschied zwischen Buch und Film.

Wahrscheinlich wäre die TV-Serie ohne die starke Fokussierung auf wenige Figuren nicht ansatzweise so erfolgreich wie sie es ist.


Bearbeitet von MichaelT, 15.08.2017 - 12:24,


#7
IlonaS

IlonaS
  • 795 Beiträge
  • Dabei seit 14.08.13

Das Abflachen des Interesses finde ich oft bei Serien, vor allem die, die ursprünglich nicht auf Serie bzw, auf so viele Bände der Serie angelegt waren. Sehr viele Serien haben einen fulminanten Einstieg und dann geht Band für Band die Luft raus. Da lobe ich mir Michael Crighton, der den Mut zu einem Nein zur Serie hatte. 

 

Übrigens auch bei TV Serien so, spätestens nach Saison 3 wird die Storyline immer krampfhafter mit mehr und mehr verpassten Chancen zu einem guten Abschluss. 

 

WIe wichtig das Vorplanen für eine starke Serie ist, sieht man an "Harry Potter". Der war von Anfang an auf sieben Bände ausgelegt, und das merkt man. Auch hier gibt es Schwächen und Irrtümer, aber wenigstens macht die Storyline auch noch in Band 7 Sinn.


Bearbeitet von IlonaS, 15.08.2017 - 13:20,

Krimis, Liebe und Mehr: http://www.ilonaschmidt.com


#8
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.200 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Also, ich bin ein Fan der Buchreihe, auch wenn Martin in jedem Band neue "Plot-Fässer" aufgemacht hat. Ich bewundere diese überbordende Fantasie. Er brauchte aber jemanden, der ihn zügelt, und den hat er wohl in den Showrunnern der TV-Serie gefunden. Doch bedauere ich, wie kurz abgehandelt manche der brennenden Fragen in der Serie gelöst werden. Die Welt von Martin ist so riesig, die sollte nicht beschränkt werden, sondern einem Autorenteam übergeben werden, das alle Geschichten zu ende erzählt.

Dass kein Mensch alleine solche Welten managen kann, ist doch völlig logisch und obwohl ich die SZ sehr mag, finde ich den Artikel recht überflüssig.