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Nobelpreis 2017 ...


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19 Antworten zu diesem Thema

#1
AlexanderH

AlexanderH
  • 411 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.09

... geht an Kazuo Ishiguro.


Bearbeitet von AlexanderH, 05.10.2017 - 12:04,


#2
DorisC

DorisC
  • 1.350 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11

Glückwunsch!

Und da freuen sich gleich mehrere Verlage: Von Heyne über Goldmann und Klett-Cotta bis Blessing ... ($$$)


Bearbeitet von DorisC, 05.10.2017 - 13:02,

MAROKKO-SAGA bei Blanvalet: Das Leuchten der Purpurinseln,  Die Perlen der Wüste,  Das Lied der Dünen.

Neu Dez. 2017: DIE WOLKENFRAUEN


#3
Titus

Titus
  • 367 Beiträge
  • Dabei seit 11.02.05

Mich freut's vor allem, weil es ein schönes Abschiedsgeschenk für Heyne-Verleger Uli Genzler ist, der in zehn Tagen in den Ruhestand geht. Er hat bei Heyne letztes Jahr sämtliche Bücher von Kazuo Ishiguro mit einheitlichem Look in Neuausgaben herausgebracht. Das fand ich stark. Mit dem Nobelpreis für seinen Autor hat er sicher nicht gerechnet. Im Verlag freuen sie sich gerade alle wie verrückt.


24 Stunden können alles verändern: Der Tag X


#4
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Eine interessante Wahl. Den hatte so gut wie niemand auf dem Schirm. "The Remains of the Day" fand ich super, "Never Let Me Go" auch recht gut. "The Buried Giant" steht bei mir schon im Regal, bin gespannt. Ich persönlich hätte andere Autoren bevorzugt (Thomas Pynchon, aber darauf kann ich lange warten), aber es gab schon ganz klar unverständlichere Entscheidungen als diese.


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#5
ChristianeL

ChristianeL
  • 1.504 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Warum nicht Joan Baez, das wäre doch nur logisch nach Bob Dylan im letzten Jahr? :-)
"Was vom Tage übrig blieb" steht schon ewig in meinem Regal, nun gibt es endlich einen Anlass, es zu lesen.



#6
CorneliaL

CorneliaL
  • 2.634 Beiträge
  • Dabei seit 04.10.09

...und ich habe noch gar nichts von ihm gelesen (*schäm*), hätte eher den anderen Japaner, Haruki Murakami, gedacht, aber ich habe einen Gutschein, den ich nun gleich dafür einlösen werde. Auch die Verfilmungen kenne ich gar nicht.

 

LG Cornelia



#7
Luise

Luise
  • 1.900 Beiträge
  • Dabei seit 09.11.05
Ich habe Was vom Tage übrig blieb und Alles was wir geben mussten von ihm gelesen und war von beidem sehr fasziniert.
LG Luise

#8
Yvonne

Yvonne
  • 1.817 Beiträge
  • Dabei seit 02.10.10

Eine Wahl, über die ich mich uneingeschränkt freue. 

"Was vom Tage übrig blieb" hat mich lange beschäftigt - ein großartiger Roman. 

 

LG Yvonne.


Neu: "Death Game" Krimi, Juli 2017

http://www.yvonnes-romanwelten.de

Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul (Friedrich Hebbel)


#9
Mascha

Mascha
  • 3.555 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

...und ich habe noch gar nichts von ihm gelesen (*schäm*), hätte eher den anderen Japaner, Haruki Murakami, gedacht, aber ich habe einen Gutschein, den ich nun gleich dafür einlösen werde. Auch die Verfilmungen kenne ich gar nicht.

 

LG Cornelia

 

Kazuo Ishiguro ist Brite.



#10
CorneliaL

CorneliaL
  • 2.634 Beiträge
  • Dabei seit 04.10.09

 

...und ich habe noch gar nichts von ihm gelesen (*schäm*), hätte eher den anderen Japaner, Haruki Murakami, gedacht, aber ich habe einen Gutschein, den ich nun gleich dafür einlösen werde. Auch die Verfilmungen kenne ich gar nicht.

 

LG Cornelia

 

Kazuo Ishiguro ist Brite.

 

Ich weiß schon, Mascha, aber weil er gebürtiger Japaner ist, habe ich ihn als solchen bezeichnet.  ;D

 

LG Cornelia



#11
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

 

Ich weiß schon, Mascha, aber weil er gebürtiger Japaner ist, habe ich ihn als solchen bezeichnet.  ;D

 

LG Cornelia

 

 

Ishiguro hat lediglich seine ersten 5 Lebensjahre in Japan verbracht und den Rest seines Lebens in Großbritannien. Er ist Brite. Dass sein Name auf seine japanischen Vorfahren verweist, ändert daran nichts.

 

Herta Müller ist mehr Rumänin als Ishiguro Japaner ist, und trotzdem würdest du ja nicht auf die Idee kommen, Herta Müller als rumänische Nobelpreisträgerin zu bezeichnen, oder?

 

Viele Grüße

 

Thomas


Bearbeitet von ThomasM, 06.10.2017 - 10:24,

"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#12
AndreasE

AndreasE
  • 1.872 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Ich bin gespalten.

 

Pro: Schön, dass mal wieder ein Autor ausgezeichnet wird, der zumindest was SF-ähnliches geschrieben hat ("Alles, was wir geben mussten").

 

Contra: Just diese Geschichte beruht auf einer Grundidee (Klone = menschliche Ersatztteillager), die vor 50 Jahren originell war, inzwischen aber schon gefühlt 10.000 Romanen zugrundeliegt und eins der blödesten Klischees geworden ist.



#13
GesineS

GesineS
  • 417 Beiträge
  • Dabei seit 13.05.13

Im Deutschlandfunk Kultur hörte ich gestern zufällig eine sehr interessante Sendung über und mit Kazuo Ishiguro. Darin spricht er auch über seine Herkunft.

"Der Atem des Vergessens"



#14
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.161 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Ich finde die Wahl gut. Natürlich hätten es auch andere verdient, aber er ist zumindest kein Fehlgriff.

 

Gelesen habe ich "Was vom Tage übrig blieb", ansonsten hiervon und von "Alles was wir geben mussten" den Film gesehen.

Ich mag seine ruhige Erzählweise, von scheinbar alltäglichen Szenen zum Kern der Geschichte vorzudringen.

In beiden Romanen geht es um Loyalität, um ihre Hilfe und die Liebe, die darin stecken kann, aber auch um ihre Grenzen und die Gefahr, die in blinder Loyalität stecken kann. Die Themengebiete (naziverliebte Engländer/Klone als Ersatzteillager) dienen doch eher als symbolgeladener Hintergrund.

 

Wer es noch nicht kennt, darf sich freuen, denn ihm stehen schöne Lesestunden bzw. Fernsehmomente bevor!



#15
AndreaRings

AndreaRings
  • 609 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Ich bin gespalten.

 

Pro: Schön, dass mal wieder ein Autor ausgezeichnet wird, der zumindest was SF-ähnliches geschrieben hat ("Alles, was wir geben mussten").

 

Contra: Just diese Geschichte beruht auf einer Grundidee (Klone = menschliche Ersatztteillager), die vor 50 Jahren originell war, inzwischen aber schon gefühlt 10.000 Romanen zugrundeliegt und eins der blödesten Klischees geworden ist.

 

Obwohl die Grundidee vielleicht inzwischen ein Klischee ist, hat mich genau diese Geschichte unheimlich gepackt. Vielleicht, weil sie so leise erzählt wird, so ganz ohne Getöse. Ich fand auch die Verfilmung toll.


Homepage | Parkour | "Autoren Dingsda", Kinder- und Jugendbuchautoren bei YouTube und Facebook


#16
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.427 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

"The Remains of the Day" fand ich ausgezeichnet. "The buried Giant" geht so. Und "Never let me go" habe ich abgebrochen. Damit konnte ich mich gar nicht anfreunden.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#17
IlonaS

IlonaS
  • 750 Beiträge
  • Dabei seit 14.08.13

Ich finde die Entscheidung der Wahl auf Kazuo gut. 

 

 

Ishiguro hat lediglich seine ersten 5 Lebensjahre in Japan verbracht und den Rest seines Lebens in Großbritannien. Er ist Brite. Dass sein Name auf seine japanischen Vorfahren verweist, ändert daran nichts.

 

Herta Müller ist mehr Rumänin als Ishiguro Japaner ist, und trotzdem würdest du ja nicht auf die Idee kommen, Herta Müller als rumänische Nobelpreisträgerin zu bezeichnen, oder?

 

Viele Grüße

 

Thomas

 

Ist das nun deutsches Denken? Ich glaube, ein Brite oder Japaner empfindet das anders, egal mit welchem Alter sie umgezogen sind. Du darfst auch den Einfluss der Eltern nicht vergessen. 


Bearbeitet von IlonaS, 07.10.2017 - 14:48,


#18
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ist das nun deutsches Denken? Ich glaube, ein Brite oder Japaner empfindet das anders, egal mit welchem Alter sie umgezogen sind. Du darfst auch den Einfluss der Eltern nicht vergessen. 

 

 

 

Natürlich, das stimmt schon. Mich hat aber eben die Aussage, ihn als Japaner zu bezeichnen, einfach nur weil er dort geboren ist, gestört. Darauf reagiere ich allergisch.

 

Den Link von Gesine finde ich sehr spannend im Übrigen - danke dafür!


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -

#19
DirkH

DirkH
  • 631 Beiträge
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Mir ging es bei der Lektüre wie Ulf: Was vom Tage übrig blieb ist gewiss ein überdurchschnittliches Buch. Der begrabene Riese hätte von mir aus begraben bleiben können – ein mit Allegorien überfrachteter Text. 

 

Ishiguro ist (für mich) ein beachtenswerter Autor. Ob es jetzt gleich der Nobelpreis sein muss, weiß ich nicht. Aber das fragt man sich ja ohnehin in jedem Jahr. 


Bearbeitet von DirkH, 09.10.2017 - 18:10,

Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?


#20
ThomasM

ThomasM
  • 983 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ishiguro ist (für mich) ein beachtenswerter Autor. Ob es jetzt gleich der Nobelpreis sein muss, weiß ich nicht. Aber das fragt man sich ja ohnehin in jedem Jahr. 

 

Ja, so geht es mir auch. Vor allem, wenn zB ein Thomas Pynchon noch nicht ausgezeichnet wurde. Oder es ein Umberto Eco nie wurde. Aber das ist ja auch das Wunderbare daran: Man kann herrlich darüber diskutieren. :-)


"Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben befähigt ist."&&- Jorge Luis Borges -