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Amazon Publishing beliefert den Buchhandel

Buchhandlungen Amazon Imprint

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100 Antworten zu diesem Thema

#1
Katrin

Katrin
  • 2.442 Beiträge
  • Dabei seit 11.10.05

Weltweit offenbar einmalig öffnet sich die Verlagstochter von Amazon AmazonPublishing mit ihren Imprint-Verlagen "Tinte & Feder", "Edition M", "Montlake" und "47North" in Deutschland dem Buchhandel. Seit heute sind die Bücher über KNV lieferbar. 

 

http://www.selfpubli...buchhandlungen/

 

 



#2
MelanieM

MelanieM
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Es funktioniert - ich habe schon mal getestet, ob ich mein Buch jetzt überall finde. (Nur bei Thalia und Weltbild ist es nicht gelistet, alle anderen Händler führen es online)



#3
AlexanderH

AlexanderH
  • 436 Beiträge
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Hier der Artikel aus dem Börsenblatt, wo das genauer besprochen wird.

Ich freue mich s**mäßig (wahrscheinlich ähnlich wie Melanie), dass jetzt endlich alle Bücher von mir über den Buchhandel beziehbar sind. :)


Bearbeitet von AlexanderH, 29.11.2017 - 08:05,


#4
Ramona

Ramona
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Das ist ja mal eine interessante Neuigkeit. Danke für's Teilen, Katrin.


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#5
Katrin

Katrin
  • 2.442 Beiträge
  • Dabei seit 11.10.05

Danke, Alexander für den Link!

Ja, ich finde das auch großartig und für die Autoren ist es eine riesen Chance. Und für die Leserinnen und Leser natürlich auch.

Und ich freue mich mindestens so sehr, wie ihr :D ;)


Bearbeitet von Katrin, 29.11.2017 - 10:18,


#6
Margot

Margot
  • 1.946 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Ich muss ja sicher nicht speziell erwähnen, dass ich das extrem cool finde. ;) Zwar werden keine Stapel in den Buchhandlungen liegen, aber endlich kann ich mal sagen, dass man - einen Teil - meine Bücher auch über die Buchhandlung bestellen kann. Gerade in der Schweiz und in meiner Zielgruppe ist das ein grosser Vorteil.

 

Und vielleicht erbarmt sich jetzt sogar eine Buchhandlung, mal eine Lesung zu veranstalten. :)



#7
HeikeF

HeikeF
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  • Dabei seit 22.02.12

Eine gute Neuigkeit! Vor allem erleichtert es die Pressearbeit, erhöht auch die Chance auf Artikel in regionalen Zeitungen. "Nur" Amazon, das ist oft ein Ausschlusskriterium gewesen.



#8
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Bei 500.000 erreichten Lesern werden wir Alexanders Kriminalromane dann wohl sehr bald auch als Stapel im Handel sehen. (Könnte ich mir zumindest vorstellen.)


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#9
Luise

Luise
  • 1.917 Beiträge
  • Dabei seit 09.11.05
Das sagt der Buchhandel dazu:
https://www.boersenb...on.1407501.html

#10
MelanieM

MelanieM
  • 11.964 Beiträge
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Das sagt der Buchhandel dazu:
https://www.boersenb...on.1407501.html

 

Wobei die Buchhandelsketten wie Thalia jetzt nicht so tun sollen, als wäre Amazon der einzige Bösewicht - denken wir mal daran, dass die großen Ketten sich ja auch keine Bücher von Kleinverlagen oder Selfpublishern in den Laden legen. Amazon hat gerade den Kleinverlagen und Selfpublishern als erster eine sichtbare Plattform geboten. Im Übrigen sollte der Buchhandel sich doch freuen - wenn die Amazonbücher bei ihnen im Laden gekauft werden, sichert das auch Arbeitsplätze - sie haben dann ja auch was zu verkaufen, an dem sie verdienen und der Kuchen bleibt nicht allein bei Amazon - es könnte auch eine win-win-Situation sein. 



#11
Katrin

Katrin
  • 2.442 Beiträge
  • Dabei seit 11.10.05

Sehe ich genauso. Was man von den großen Ketten gerade so hört, ist auch nicht besonders toll.

Warten wir einfach ab, was passiert. Ich freue mich einfach, dass mein Buch jetzt auch anderen Lesern zugänglich gemacht wird. Es kann für alle Beteiligten eine große Chance sein. Und vielleicht wachen ja auch die Verlage langsam auf. 

Markt ist Wandel. Das macht es spannend und unkalkulierbar. Aber auch interessant :)



#12
AlexanderH

AlexanderH
  • 436 Beiträge
  • Dabei seit 04.11.09

Bei 500.000 erreichten Lesern werden wir Alexanders Kriminalromane dann wohl sehr bald auch als Stapel im Handel sehen. (Könnte ich mir zumindest vorstellen.)

Ich bin da (momentan) nicht ganz so optimistisch wie du, weil der deal mit KNV ein erster erste Schritt ist. Nur weil ein Buch im Katalog erhältlich ist, wird es nicht automatisch gekauft. Ziel wird es sein, die nicht internetaffinen Buchkäufer, welche immer noch die größte Gruppe bilden, auf die Bücher hinzuweisen und zwar außerhalb der Amazon-Seite. Das geht nur mit "klassischer" Werbung.

Trotzdem ist es ein riesiger Schritt, der uns Amazon-Autoren vieles erleichtert.

 

Aber die Tatsache, dass sich der Thalia-Chef so echauffiert (wie schreibt man das eigentlich?), zeigt, dass der Weg der richtige ist. Aber wenn von Seiten Amazons genug Geld für die Auslagen in Richtung Thala fließt, wird Michael Busch seine Meinung ändern und Jeff Benzo als seinen besten Freund bezeichnen. :-)



#13
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Aber die Tatsache, dass sich der Thalia-Chef so echauffiert (wie schreibt man das eigentlich?), zeigt, dass der Weg der richtige ist. Aber wenn von Seiten Amazons genug Geld für die Auslagen in Richtung Thala fließt, wird Michael Busch seine Meinung ändern und Jeff Benzo als seinen besten Freund bezeichnen. :-)

 

 

Sehe ich auch so, Alexander.

 

++++++++++

 

Edit: Vielleicht habe ich da was nicht richtig verstanden. Michael Busch bezieht sich im Börsenblatt-Artikel auf "… die Gefahr einer absehbaren Totalabhängigkeit des Selfpublishing-Marktes von dem Konzern aus Seattle zu bedenken: Es sei Amazons erklärtes Ziel, den Selfpublishing-Markt vollständig zu dominieren.

 

Der Deal bezieht aber doch nur auf die Verlagstitel bei Amazon Publishing (also Amazons Verlag) und haben mit dem Indie-Buchmarkt gar nichts zu tun, oder?


Bearbeitet von Ramona, 30.11.2017 - 09:45,

“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#14
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.554 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Ja, Ramona, so habe ich es auch verstanden. Es werden nicht die Self-Publishet angeboten, sondern nur die Bücher der Verlagsabteilung von Amazon: Amazon Publishing. Eben wie jeder andere Verlag auch.

 

Aber natürlich weiß man nicht, was der nächste Schritt sein wird. Amazons gesamte Strategie zielt darauf ab, in jedem Handelssegment Monopolist zu werden. Natürlich werden hier auch für die Self-Publisher Hoffnungen geweckt. Aber ob das langfristig gut für den Markt und damit auch für uns Autoren ist, ist fraglich. Am Ende arbeiten wir alle nur noch für Amazon.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#15
Christa

Christa
  • 6.338 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Ja, Ramona, so habe ich es auch verstanden. Es werden nicht die Self-Publishet angeboten, sondern nur die Bücher der Verlagsabteilung von Amazon: Amazon Publishing. Eben wie jeder andere Verlag auch.

 

Aber natürlich weiß man nicht, was der nächste Schritt sein wird. Amazons gesamte Strategie zielt darauf ab, in jedem Handelssegment Monopolist zu werden. Natürlich werden hier auch für die Self-Publisher Hoffnungen geweckt. Aber ob das langfristig gut für den Markt und damit auch für uns Autoren ist, ist fraglich. Am Ende arbeiten wir alle nur noch für Amazon.

 

Ich habe mir gerade ein Interview im Deutschlandfunk zu dem Thema angehört. Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie denn das Buch normalerweise zum Leser kommt. Die Verlage haben ihre Vertreter, die ihre Verlagsbücher in die Buchhandlungen bringen. Über diese gewachsenen Strukturen verfügt Amazon (noch) nicht. Da muss Amazon noch eine Menge Überzeugungsarbeit leisten. Ich höre noch eine Buchhändlerin sagen: "Wir mögen Amazon nicht!" Osiander hat offenbar eine Leserumfrage bei Facebook gestartet, und die Leser seien nicht abgeneigt gewesen, solche Bücher zu kaufen.

 

Nichtsdestoweniger muss dieser Schritt, den KNV und Amazon da getan haben, nicht zur Monopolisierung durch Amazon führen. Es könnte auch ein fruchtbares Miteinander werden. Dass die Bücher jetzt in den Onlineshops der Buchhandlungen sind, ist auf jeden Fall erfreulich für die Autoren der Amazon-Verlage. Self Publisher haben ja immer noch die Möglichkeit, über Tolino oder E-Bookverlage in die Onlineshops zu kommen.

 

@Melanie: Bei Thalia dauert es immer etwas länger, bis die Bücher im Shop erscheinen. Bei meinem Bundle waren es kürzlich ca. 3 Wochen, bei Weltbild erschien es sofort.



#16
MelanieL

MelanieL
  • 2.355 Beiträge
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Ich bin ein wenig über die Ahnungslosigkeit der angeblichen Fachleute erschrocken ...

 

KNV kooperiert mit Amazon Publishing, das ist ein ganz normaler Verlag.

In dem Artikel geht es aber nur um Selfpublishing, was überhaupt nichts mit Amazon Publishing zu tun hat.

Das hätte man mit ein paar Klicks im Internet ganz einfach herausfinden können - wenn man es denn gewollt hätte.

Aber es ist immer wieder witzig, wenn sich Leute über Selfpublishing äußern, die gar keine Ahnung davon haben. Manchmal möchte man ihnen dann einfach mal beruhigend übers Köpfchen streichen.

 

Der Inhalt dieses Beitrags ist jedenfalls so abstrus, dass ich mich das erste Mal in meinem Leben öffentlich in einem Kommentar zu Wort gemeldet habe.
Irgendjemand muss das einfach mal klarstellen ...

 

Edit:
Da stecken noch mehr Denkfehler und Falschaussagen drin - man muss sich bei einer Veröffentlichung via kdp nicht exklusiv an Amazon binden, nur wenn man Select wählt. Und da ist man nach drei Monaten wieder draußen - im Gegensatz zum Verlag, da ist man auf Jahre gebunden.
Außerdem ist die Motivation, bei Tolino zu veröffentlichen, in der Regel nicht der erhoffte Zugang zum Buchhandel, sondern der Wunsch oder die Taktik, sich breiter aufzustellen und auch die LeserInnen ohne Kindle zu erreichen.
Der Gedanke, Selfpublishing sei eine Notlösung für Autoren, die keinen Verlag gefunden haben, steckt offensichtlich noch ganz fest in den Köpfen - geht aber an der Realität vorbei. Und das mitschwingende "wir wollen diesen SP-Dreck nicht im Laden haben" spricht ebenfalls Bände.

Es gibt sehr viele, sehr gute Gründe, sich nicht von Amazon abhängig zu machen. Aber hier regen sich einfach die falschen Leute über falsche Prämissen auf.
 


Bearbeitet von MelanieL, 30.11.2017 - 11:35,

Mein Blog für Neugierige:

Siegerlandkrimis

 


#17
AndreasS

AndreasS
  • 864 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Da stecken noch mehr Denkfehler und Falschaussagen drin ..
 

 

Allerdings. Beim Börsenblatt fragt man sich manchmal wirklich ... naja.



#18
AlexanderH

AlexanderH
  • 436 Beiträge
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Hier noch ein Statement von Oliver Voerster (KNV) zu dem deal.



#19
HeikeF

HeikeF
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Das ist mal wieder eine Entwicklung, wo erst gebrüllt, dann (vielleicht oder auch nicht) die Sachzusammenhänge sortiert werden. Autsch, da schmerzt das Lesen vieler Artikel darüber.

 

LG

Heike



#20
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
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Ich bin ein wenig über die Ahnungslosigkeit der angeblichen Fachleute erschrocken ...

 

.........

Es gibt sehr viele, sehr gute Gründe, sich nicht von Amazon abhängig zu machen. Aber hier regen sich einfach die falschen Leute über falsche Prämissen auf.
 

 

Genau das ist auch mein Eindruck.

Darüber hinaus finde ich auch diese Argumentation mit den Verlagsvertretern merkwürdig, von wegen, dass Amazon da noch viel aufzuholen hätte. Wenn ich das in den letzten Jahren halbwegs richtig mitverfolgt habe, wurden ja auch die Verlagsvertretungen von vielen Verlagen "outgesourct". Viele Verlagsvertreter sind heutzutage doch als selbständige Handelsvertreter für die Verlage unterwegs, oder?

Und große Buchhandelsketten wie Thalia empfangen doch schon seit vielen Jahren gar keine Verlagsvertreter mehr, von wegen Zentraleinkauf vor allem über die Sichtung der Verlagsprogramm-Vorschauen mit Blick darauf, welches Buch wo und wie stark in den Medien beworben wird.


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)





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