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Dark - erste deutsche Netflix-Produktion


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39 Antworten zu diesem Thema

#21
SebastianN

SebastianN
  • 255 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Nachdem ich nun "Dark" zu Ende gesehen habe, muss ich sagen: Hut ab. Wirklich gelungen. Wobei ich mich etwas geärgert habe, dass kurz vor Schluss noch neue Handlungsstränge aufgemacht wurden und es natürlich nicht zu einer wirklichen Erklärung kommt. Da hat man offenbar die Hoffnung auf eine Staffel 2 gleich mit eingebaut.

Es krankt oftmals an den Dialogen und an ein paar Schauspielern. Manche Sachen werden überdeutlich erklärt, andere so gut wie gar nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es sich lohnt die Serie zu schauen. (Und ich hoffe auch auf Staffel 2.)

 

Die Vergleiche mit "Stranger Things" sind alle ein wenig weit hergeholt. In der Tat würde ich die Serie eher mit "LOST" oder "Twin Peaks" vergleichen. Um jetzt doch den Vergleich mit "Stranger Things" zu bemühen: Hier wie dort gab es Teile der Staffel, die eigentlich total überflüssig waren. Manchmal fragt man sich, ob dann einfach nur die Serie in die Länge gezogen werden sollte...



#22
MelanieL

MelanieL
  • 2.355 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Ich habe es jetzt auch zu Ende gesehen und hatte nach wie vor meinen Spaß - vor allem gab es nach jeder Folge viel zu spekulieren und zu sortieren, was ich furchtbar gerne mag.
Ja, nicht alles war toll, aber das habe ich auch nicht erwartet.

 

Mich hat "Dark", ebenso wie Sebastian es schon schreibt, überwiegend an "Lost" und "Twin Peaks" erinnert, und von mir bekommt es definitiv eine Empfehlung.


Mein Blog für Neugierige:

Siegerlandkrimis

 


#23
MichaelT

MichaelT
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  • Dabei seit 03.02.15

Habe sie jetzt durch und finde sie insgesamt deutlich besser als nach dem Trailer gedacht.

 

Idee, Thema, Handlung gefallen mir.

Guter Spannungsbogen, gute Wendepunkte, ständig Rätsel und Geheimnisse - ich mag das.

 

Die Figuren und Dialoge haben mir am Anfang gar nicht gefallen, werden aber mit der Zeit besser.

Die Figuren bekommen durch die Zeitebenen mehr Tiefe und die Dialoge werden ab dem Moment besser, als die Figuren

wissen, um was es geht. Dann sind es nicht mehr nur Floskeln und Phrasen (wie am Anfang).

 

Die Atmosphäre und die Musik find ich sehr gut. Passt m.E. perfekt zur Optik und Handlung.

 

Tja, und dann ist da noch ein leidiges Thema, das immer zum Haupt-Thema wird, wenn man deutsche Film - und Serienproduktionen

diskutiert (gerade im Vergleich mit z.B. amerikanischen): Die Schauspieler.

Wenn ich mit Leuten meiner Altersklasse oder jünger darüber rede, warum viele aus Prinzip keine deutsche Fiction mehr gucken, kommt immer wieder dieses Argument:

"Die deutschen Schauspieler sind so schlecht."

Und, ganz ehrlich: Nach acht Stunden "Dark" kann ich das völlig nachvollziehen.

Ich hab vor kurzem die amerikanische Serie "The Sinner" gesehen. Läuft auch bei Netflix, Idee kommt auch aus Deutschland (Buchvorlage);

völlig anderes Thema als "Dark", aber beides Spannungsserien. Und ich find "Dark" insgesamt deutlich besser (gerade in Sachen Plot und Spannung).

Aber bei den Schauspielern ist es gefühlt ein 3-Klassen-Unterschied (pro "The Sinner" natürlich).

Bei "Dark" werden die großen Rollen für mich weitgehend maximal okay gespielt (wirklich gut find ich eigentlich nur "Ulrich" und "Martha"; jeweils 2019), die kleineren Rollen z.T. unter Soap-Niveau.

Da trau ich mich kaum, den Leuten, mit denen ich mich sonst über Serien und Filme (meistens ausländische) unterhalte, die Serie zu empfehlen, weil ich genau weiß, was kommt, wenn die anfangen, die zu gucken.


Bearbeitet von MichaelT, 06.12.2017 - 21:30,


#24
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Tja, und dann ist da noch ein leidiges Thema, das immer zum Haupt-Thema wird, wenn man deutsche Film - und Serienproduktionen

diskutiert (gerade im Vergleich mit z.B. amerikanischen): Die Schauspieler.

Wenn ich mit Leuten meiner Altersklasse oder jünger darüber rede, warum viele aus Prinzip keine deutsche Fiction mehr gucken, kommt immer wieder dieses Argument:

"Die deutschen Schauspieler sind so schlecht."

 

Das höre ich auch des Öfteren im Freundes- und Bekanntenkreis. In etlichen Fällen frage ich mich allerdings auch, inwieweit die Regie in Deutschland da eben einfach noch einiges an Erfahrung aufzuholen hat, um einzelne Szenen auch in Hinsicht auf das Gesamtwerk ausgewogener hinzubekommen und das Beste (ohne Overacting & Co.) aus den Schauspielern herauszuholen. (Ich schaue mir gerne die Making-ofs von Filmen an. Auch interessiert es mich, wer Regie geführt hat, denn auch bei sehr guten britischen oder amerikanischen Schauspielern scheint da die Qualität je nach Regisseur ganz schön zu schwanken.)


Bearbeitet von Ramona, 07.12.2017 - 10:49,

“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#25
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.554 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

 

Tja, und dann ist da noch ein leidiges Thema, das immer zum Haupt-Thema wird, wenn man deutsche Film - und Serienproduktionen

diskutiert (gerade im Vergleich mit z.B. amerikanischen): Die Schauspieler.

Wenn ich mit Leuten meiner Altersklasse oder jünger darüber rede, warum viele aus Prinzip keine deutsche Fiction mehr gucken, kommt immer wieder dieses Argument:

"Die deutschen Schauspieler sind so schlecht."

 

Das höre ich auch des Öfteren im Freundes- und Bekanntenkreis. In etlichen Fällen frage ich mich allerdings auch, in wieweit die Regie in Deutschland da eben einfach noch einiges an Erfahrung aufzuholen hat, um einzelne Szenen auch in Hinsicht auf das Gesamtwerk ausgewogener hinzubekommen und das beste (ohne Overacting & Co.) aus den Schauspielern herauszuholen. (Ich schaue mir gerne die Making-ofs von Filmen an. Auch interessiert es mich, wer Regie geführt hat, denn auch bei sehr guten britischen oder amerikanischen Schauspielern scheint da die Qualität je nach Regisseur ganz schön zu schwanken.)

 

 

Ich weiß nicht, ob das auf diese Serie zutrifft, aber im Allgemeinen weiß ich von unserer Tochter (sie ist Regisseurin), dass zu wenig investiert wird. Ein deutscher Fernsehfilm (90 Minuten) muss inzwischen meist in nur 20 Tagen abgedreht werden. Da bleibt keine Zeit, um Qualität zu liefern. Man hetzt von einer Einstellung zur anderen im D-Zug-Tempo. Wo bleibt da dem Kameramann, die besten Lichteffekte rauszuholen, wo dem Regisseur, die Schauspieler eine Szene üben zu lassen, bis sie sitzt? Es wird nur auf die Uhr geschaut - war das einigermaßen? Dann hop, die nächste Einstellung. Ergebnis: Flache Bilder, uninteressante Kameraeinstellungen, mittelmäßige Schauspielerleistung. Und wenn das Drehbuch auch noch schwach ist ...


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#26
Jan vdB

Jan vdB
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  • Dabei seit 26.10.11

Ulf, die Reihung mit dem Zeitmangel kannst Du getrost auch auf's Drehbuchschreiben ausdehnen.

Nicht, dass hier aus Kostengründen gekürzt würde - Drehbücher werden ja i.d.R. pauschal abgegolten, egal wie viel Arbeit darin steckt –, aber es wird viel zu oft und von zu vielen Leuten daran herum gedoktert. Und viele Köche verderben ja bekanntlich den Brei ...

 

An einem durchschnittlichen TV-Drehbuch mischen außer dem oder den Autoren ja noch Produzent, Co-Produzent, Regisseur, Redakteur, u.U. Chefredakteur und Redaktionspraktikant, sowie ggf. externe Dramaturgen mit, die einem Stoff teilweise schlicht ihren "Stempel aufdrücken" oder aber ihren "Daseinsberechtigungsnachweis erbringen" wollen. Ich habe 6-Stündige Telefonkonferenzen miterlebt, bei denen nicht weniger als 7 Leute in der Leitung waren, die sich (mich als Autor ausgenommen) gegenseitig mit aus dem Ärmel gezogenen, spontanen "Wisst-ihr-was?"- Ideen überboten haben (die nur leider nicht zum Plot passen wollten).

Die Folge: Überhastete, nicht zu Ende gedachte Änderungen im Plot oder an Charakteren, Herauskürzung von Figuren, Locations oder ganzen Strängen, "deus ex machina" - Hinzuerfindungen neuer Elemente – und das ganze u.U. bis in die allerletzte Buchfassung vor Drehbeginn hinein.

Dass dabei die Qualität von Plot oder Dialogen leidet, dürfte auf der Hand liegen.

 

Gegenbeispiel auch hier einmal mehr das amerkanische bzw. skandinavische System der Writer-Producer, bzw. des Writers-rooms, bei denen die Ausentwicklung eines Plots mehr oder weniger ausschließlich den Urhebern einer Filmidee anvertraut wird. Wobei das Wort "Vertrauen" hier das Entscheidende ist.


Bearbeitet von Jan vdB, 07.12.2017 - 10:36,

Meine Webseite: http://vonderbank.drehbuch-sh.de&&Mein aktuelles Buch: "Die 7 magischen Klabauterknoten" - KJM-Verlag&&

#27
MelanieL

MelanieL
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Das ist ja schrecklich!

Da kann man ja froh sein, wenn am Ende trotzdem noch etwas Gutes herauskommt, das nicht allzuviele Logikfehler enthält und halbwegs passabel produziert wurde ...


Mein Blog für Neugierige:

Siegerlandkrimis

 


#28
Ramona

Ramona
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Hallo Ulf,

an Geld oder Zeit alleine kann es aber nicht liegen, denn die Briten haben meist einen noch engeren Zeitplan und oft auch ein noch geringeres Budget. Und das selbst bei Spitzen-Serien.

LG
Ramona


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#29
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
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Hallo Ulf,

an Geld oder Zeit alleine kann es aber nicht liegen, denn die Briten haben meist einen noch engeren Zeitplan und oft auch ein noch geringeres Budget. Und das selbst bei Spitzen-Serien.

LG
Ramona

 

Tja, dann weiß ich's auch. Dann können sie's einfach besser.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#30
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

 

Hallo Ulf,

an Geld oder Zeit alleine kann es aber nicht liegen, denn die Briten haben meist einen noch engeren Zeitplan und oft auch ein noch geringeres Budget. Und das selbst bei Spitzen-Serien.

LG
Ramona

 

Tja, dann weiß ich's auch. Dann können sie's einfach besser.

 

 

Immerhin sind die deutschen Filmemacher und Schauspieler richtig gut am Aufholen. Nachdem mein Mann und ich fast sechs Jahre lang britisches Fernsehen erlebt haben (und auch dort gibt es jede Menge Unterirdisches, nur bekommen wir das in Deutschland nicht zu sehen), durften wir feststellen, dass sich das deutsche TV-Serien-Niveau (klar, ich rede jetzt nicht von GZSZ)  in den letzten Jahren erstaunlich verbessert hat. Es gibt einige Abendserien, in die wir ganz gerne reinschauen.

Liebe Grüße
Ramona


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#31
Mascha

Mascha
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  • Dabei seit 30.01.10

 

 

Tja, und dann ist da noch ein leidiges Thema, das immer zum Haupt-Thema wird, wenn man deutsche Film - und Serienproduktionen

diskutiert (gerade im Vergleich mit z.B. amerikanischen): Die Schauspieler.

Wenn ich mit Leuten meiner Altersklasse oder jünger darüber rede, warum viele aus Prinzip keine deutsche Fiction mehr gucken, kommt immer wieder dieses Argument:

"Die deutschen Schauspieler sind so schlecht."

 

Das höre ich auch des Öfteren im Freundes- und Bekanntenkreis. In etlichen Fällen frage ich mich allerdings auch, in wieweit die Regie in Deutschland da eben einfach noch einiges an Erfahrung aufzuholen hat, um einzelne Szenen auch in Hinsicht auf das Gesamtwerk ausgewogener hinzubekommen und das beste (ohne Overacting & Co.) aus den Schauspielern herauszuholen. (Ich schaue mir gerne die Making-ofs von Filmen an. Auch interessiert es mich, wer Regie geführt hat, denn auch bei sehr guten britischen oder amerikanischen Schauspielern scheint da die Qualität je nach Regisseur ganz schön zu schwanken.)

 

 

Ich weiß nicht, ob das auf diese Serie zutrifft, aber im Allgemeinen weiß ich von unserer Tochter (sie ist Regisseurin), dass zu wenig investiert wird. Ein deutscher Fernsehfilm (90 Minuten) muss inzwischen meist in nur 20 Tagen abgedreht werden. Da bleibt keine Zeit, um Qualität zu liefern. Man hetzt von einer Einstellung zur anderen im D-Zug-Tempo. Wo bleibt da dem Kameramann, die besten Lichteffekte rauszuholen, wo dem Regisseur, die Schauspieler eine Szene üben zu lassen, bis sie sitzt? Es wird nur auf die Uhr geschaut - war das einigermaßen? Dann hop, die nächste Einstellung. Ergebnis: Flache Bilder, uninteressante Kameraeinstellungen, mittelmäßige Schauspielerleistung. Und wenn das Drehbuch auch noch schwach ist ...

 

 

Dann ist es ja geradezu ein Wunder, wenn mal etwas Gutes entsteht.

Interessant wäre, ob die Bedingungen bei den Netflixproduktionen ähnlich sind oder ob da mehr Zeit und Geld zur Verfügung stehen.



#32
Mascha

Mascha
  • 3.594 Beiträge
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Ich bin noch nicht ganz durch alle Folgen durch, finde die Serie aber auch ziemlich gut. Die parallel laufenden Zeitstränge machen es spannend und ich finde die Schauspieler gar nicht so schlecht. Ich glaube, die Synchronisation macht bei ausländischen Produktionen immer viel aus.

Wie Ramona stört mich der Ton massiv: Genuschel bei den Dialogen, dann voll auf die Ohren bei Musik und Geräuschen. Ich habe mal gelesen, das liegt daran, dass ältere Menschen (ja, sagen wir es, wie es ist, wir sind alt) anders hören und der Ton meist von jungen Menschen abgemischt wird. Aber ich denke auch ständig: Mensch, haben die Schauspieler denn kein bisschen Sprachausbildung, die kriegen ja den Mund gar nicht richtig auf. :-)



#33
KerstinS

KerstinS
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Lustig, dass das mit dem schlechten Ton aber doch eher in internationalen Produktionen der Fall ist, die in Deutschland gedreht werden (was ja, wenn ich mich nicht täusche, bei "Dark" der Fall ist). Bei "Berlin Station", auch auf Netflix zu sehen, war ich bei den Dialogen der deutschen Schauspieler immer froh, dass ich die Untertitel eingeblendet hatte. Ich habe also das Englisch in Originalsprache besser verstanden als das Deutsch von deutschen Schauspielern, was meiner Meinung nach daran lag, dass die Abmischung in den USA erfolgte. Aber falls das bei "Dark" auch so gemacht wurde, wäre das natürlich seltsam, da sprechen ja alle Deutsch …



#34
SebastianN

SebastianN
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Hm, ich hatte bei "Berlin Station" nicht das Gefühl, dass man da nichts versteht. Dort fand ich auch den nicht unerheblichen Anteil deutscher Schauspieler nicht schlecht, wohingegen es mir bei "Dark" vor den schauspielerischen Leistungen mitunter gegruselt hat.

Mit meiner Frau hatte ich buchstäblich bei "Berlin Station" die Diskussion, warum es bei internationalen Produktionen offenbar möglich ist, dass deutsche Schauspieler solide Arbeit abliefern, während es anderweitig nicht klappt. Sicher, deutsche Produktionen sind gehetzt, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es bei den internationalen weniger hektisch zugeht. Also: Regie? Es ist mir ein Rätsel.



#35
KerstinS

KerstinS
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Da ich von "Dark" erst eine Folge gesehen habe, kann ich über die da gezeigte schauspielerische Leistung nicht urteilen – bei "Berlin Station" fand ich die der deutschen Schauspieler aber auch sehr gut. Könnte auch daran liegen, dass es eben "große" (in Anführungsstrichen, weil international teils nicht so bekannt) Schaupieler sind, die dort mitspielten. Ich denke, dass sie auch in deutschen Produktionen gute Arbeit abliefern.

 

Ich leide immer unter den deutschen Drehbüchern, wie hier ja auch schon mehrfach erwähnt wurde. Vielleicht kann man einfach nicht gut spielen, wenn man rumstelzen muss und eine Floskel nach der anderen raushauen, weil die Autoren/Redakteure/Producer eben denken, dass "man" so spricht … Denn wen man sich mal eine deutsche Indie-Produktion anschaut, in der nicht noch 20 x umgeschrieben wurde, weil die Senioren als Hauptzielgruppe der Öffentlich-Rechtlichen das möglicherweise sonst nicht verstehen, haben die gute Dialoge – und gute Schauspieler.



#36
Wolf

Wolf
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Auch wenn es OT ist, aber ich finde, dass wir eine ganze Menge sehr guter Schauspieler haben und uns vor anderen Ländern nicht verstecken müssen. Und doch gibt es den Eindruck mangelnder Qualität. Mir ist verschiedentlich aufgefallen, dass mir aus Serien bekannte Schauspieler, die nur Einheitsbrei lieferten, plötzlich sagenhaft gut waren, wenn sie außerhalb dieser Serie agierten. Die Schwäche liegt also woanders. Bei Vorabendkrimiserien sehr oft am Drehuch, bei Abendkrimiserien ist es besser. Welche Rolle die Regisseure spielen kann ich als Outsider nicht beurteilen. Also halte ich da meine Klappe.

Dark habe ich ja abgebrochen zu sehen. Aber da sind schon gute Schauspieler beteiligt. Ich meine die, die ich in anderen Produktionen gesehen habe.

 

Liebe Grüße

Wolf



#37
Ramona

Ramona
  • 2.437 Beiträge
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Auch wenn es OT ist, aber ich finde, dass wir eine ganze Menge sehr guter Schauspieler haben und uns vor anderen Ländern nicht verstecken müssen. Und doch gibt es den Eindruck mangelnder Qualität. Mir ist verschiedentlich aufgefallen, dass mir aus Serien bekannte Schauspieler, die nur Einheitsbrei lieferten, plötzlich sagenhaft gut waren, wenn sie außerhalb dieser Serie agierten. Die Schwäche liegt also woanders. Bei Vorabendkrimiserien sehr oft am Drehuch, bei Abendkrimiserien ist es besser. Welche Rolle die Regisseure spielen kann ich als Outsider nicht beurteilen. Also halte ich da meine Klappe.

Dark habe ich ja abgebrochen zu sehen. Aber da sind schon gute Schauspieler beteiligt. Ich meine die, die ich in anderen Produktionen gesehen habe.

 

Liebe Grüße

Wolf

 

Dass wir auch in Deutschland richtig gute Schauspieler haben, finde ich auch (etliche meiner Lieblingsschauspieler sind darunter). Mir kam und kommt es leider nur oftmals so vor, als ob die kaum eine Chance in unserer deutschen Fernseh- und Kino-Landschaft haben. Stattdessen werden dem Zuschauer ewig die gleichen Stereotypen und Schauspielergesichter auf Provinztheater-Niveau geboten. Sorry, das mag hart klingen, aber so fühlt es sich oft für mich an. 


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#38
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
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Berlin Station fand ich richtig gut. Und gerade auch die Mitbeteiligung deutscher Schauspieler hat mir gefallen.


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#39
Mascha

Mascha
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Ich habe jetzt alle Folgen von Dark gesehen und bin durchaus gespannt auf die zweite Staffel. Für mich solide Unterhaltung, aber ohne wirklichen "Wow"-Faktor. Das Thema Zeitreisen und Zeit-Paradoxa bekam für mich keine neue Dimension. Die Verstrickungen der Figuren über die Jahrzehnte hinweg fand ich interessant, aber sich die Verkörperungen der Figuren zu drei verschiedenen Zeiten merken zu müssen, ist eine Herausforderung. Das ist mir nur bei den Hauptfiguren gelungen. Bei denjenigen, die nur gelegentlich auftauchten, musste ich jedes Mal mühsam wieder rekonstruieren, wer das nun ist. Aber das mag an mir liegen, ich kann mir auch nie Figurennamen merken.

 

"Weinberg", auch eine Serie, die in einem Dorf spielt und starke Mystery-Anteile hat, fand ich zehn Mal besser. Da saß ich atemlos vor dem Bildschirm und konnte die nächste Folge kaum abwarten. Es geht also. Bei "Dark" sehe ich noch viel Luft nach oben.



#40
Ramona

Ramona
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"Weinberg" habe ich mir gleich mal notiert. Danke für den Tipp!


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)