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Harry Potter ex machina - herrlich grandioser Mist!


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145 Antworten zu diesem Thema

#1
Jan vdB

Jan vdB
  • 354 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.11

Selbständig schreibende Computerprogramme wurden ja hier schon hin und wieder mal angesprochen.

Jetzt hat es Harry Potter erwischt:

 

http://www.bento.de/...30083/#refsponi

 

Irgendwie beruhigend, dass die Todesser jetzt auf Schmusekurs sind. Da muss man weniger Angst um die eigene Zukunft haben. 

Und ich weiß jetzt auch endlich, warum bei "Auto-Korrektur" meist nur Schwachsinn rauskommt.

 

Herzlich, Jan


Bearbeitet von Jan vdB, 14.12.2017 - 19:27,

Meine Webseite: https://janvonderbank.wordpress.com  Mein aktuelles Kinder-Buch: "Der Schatz des schwarzen Klabauters" - KJM-Verlag&&


#2
MelanieM

MelanieM
  • 12.121 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Das ist großartige, experimentelle Literatur ;-) 



#3
SabineB

SabineB
  • 1.414 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14
Ich hab mich auch sehr amüsiert.

#4
Dagmar

Dagmar
  • 656 Beiträge
  • Dabei seit 05.05.07

Äh!! Nichts für ungut: Tocktock. :o)


Mut ist nicht das Gegenteil der Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger als die Angst ist.


#5
MartinC

MartinC
  • 782 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen. Aber ich erinnere mich an Zeiten, da hieß es, diese kiloschweren Monster, also diese tragbaren Telefone, das wird nix. Zu teuer, zu unhandlich und man erreicht kaum jemanden damit. Ich hoffe, dass wir es nicht mehr erleben, aber KI ist M.E. nicht mehr aufzuhalten und sie wird über kurz oder lang kommen. Diese ersten Gehversuche sind natürlich unbeholfen und absurd. Aber es sind ja nur die ersten Gehversuche. Wer hätte vor zwanzig Jahren geglaubt, dass man sich in ein Auto setzt und es von selber fährt?

 

LG

Martin


_______________________________________________________

www.martinconrath.de

Jede Art des Schreibens ist erlaubt - nur nicht die langweilige (Voltaire)


#6
Mascha

Mascha
  • 3.657 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

ich fand es auch grandios.

 

Und ja, irgendwann wird eine KI ein lesbares Buch schreiben. Vielleicht sogar ein gutes, ob wir nun dagegen sind oder nicht. Deshalb müssen wir uns damit befassen und überlegen, wie wir KI für unsere Arbeit nutzen können, wenn es soweit ist.

 

Ich hätte eigentlich gar nichts dagegen, den Rechner mit meinem Plot (oder dem, den die KI mir aufgrund meiner Parameter erstellt und den ich manuell korrigiert habe) zu füttern und die KI schreibt mir dann das Buch im gewünschten Stil. Ich überarbeite es oder sage der KI, welche Änderungen ich möchte und dann geht der Text an den Verlag. Weshalb eigentlich nicht?



#7
AndreasG

AndreasG
  • 1.198 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

 

 

Ich hätte eigentlich gar nichts dagegen, den Rechner mit meinem Plot (oder dem, den die KI mir aufgrund meiner Parameter erstellt und den ich manuell korrigiert habe) zu füttern und die KI schreibt mir dann das Buch im gewünschten Stil. Ich überarbeite es oder sage der KI, welche Änderungen ich möchte und dann geht der Text an den Verlag. Weshalb eigentlich nicht?

 

Meinst du das ernst, Mascha? Ist die Auseinandersetzung mit der sprachlichen Ausgestaltung unserer Ideen nicht ein wesentlicher Teil des kreativen Prozesses? Also, mir würde etwas Wesentliches fehlen. Und ich würde vermutlich auch die Beziehung zu meiner Geschichte verlieren.

 

Aber ich gebe dir recht: KI wird auch in unserem Bereich kommen, und wir müssen uns damit befassen. Vielleicht wird es dann neben den industriell gefertigten Büchern auch noch Bio-Bücher geben.  ;D


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018


#8
Ramona

Ramona
  • 2.635 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Vielleicht ist es dann wie mit dem Fernsehen und dem Internet: Die Klugen macht es klüger, die Dummen …  :-X Also irgendwo auch eine Neuentwicklung und Regulierung des Marktes.

 

Und dann wird es jede Menge Autoren- und Indieautoren-DJs geben und der SP-Buchmarkt wird mehr als nur explodieren, denn man braucht ja kein "Instrument/Handwerk" mehr von Grund auf zu beherrschen, um etwas zustande zu bringen, das es auf Anhieb in die Charts schafft. Ups ...   :s05  


Bearbeitet von Ramona, 15.12.2017 - 12:09,

“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#9
DirkH

DirkH
  • 680 Beiträge
  • Dabei seit 29.04.15

Wenn Künstliche Intelligenz jemals lesbare Geschichten hervorbringen wird, werden sie das sein, was Techno für Musik ist. Nicht weniger, aber garantiert auch nicht mehr. Ich stehe übrigens auf Orchester und Jazz, auch in Form von Romanen. 


Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?


#10
ClaudiaB

ClaudiaB
  • 2.162 Beiträge
  • Dabei seit 11.12.09

In der Musik hat Technikbegeisterung und auch Technikfurcht schon zu Aussagen geführt wie: Pass mal auf, in ein paar Jahren werden alle Bassisten überflüssig sein. Sagte ein Bassist zu mir, ich spielte damals auch Bass.  Ich glaubte ihm nicht so richtig, aber ein bisschen schon, es war die Zeit, als es fast nur noch Drumcomputer gab. Das hörte auch wieder auf. Klang ja auch richtig Scheiiße, wurde später allerdings sehr viel besser, dh richtig gut. Doch weder Drummer noch Bassisten wurden überflüssig, alles ist geblieben, die Musik wird weiter von Menschen gemacht, neben allem Elektronischen, das aber nur ein kleinerer Teil und übrigens auch recht interessant ist. Und die "jungen Leute" spielen in Garagenbands, ganz folkloristisch, und kaufen sich Röhrenverstärker.

Das einzige, was sich geändert hat, ist die Tatsache, dass Leute sich weniger Live-Musik anhören und außerdem glauben, alles müsse umsonst sein. Und trotzdem gibt es immer wieder Bands und sogar aufwändige Projekte von "jungen Leuten." (Ich komm mir da immer so alt vor.) Irgendwie ähnlich stell ich mir das auch in der Buchbranche vor ... Leichter wird es sicher nicht.



#11
Jan vdB

Jan vdB
  • 354 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.11

Ich frage mich übrigens, ob ein gewisser Heinz G. Konsalik nicht auch schon so einen Computer besessen hat ...


Meine Webseite: https://janvonderbank.wordpress.com  Mein aktuelles Kinder-Buch: "Der Schatz des schwarzen Klabauters" - KJM-Verlag&&


#12
Mascha

Mascha
  • 3.657 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10
@Andreas, na ja, so halb ernst. Ich liebe es, mir Geschichten auszudenken und zu plotten, wohingegen ich das Schreiben oft als mühselig und unbefriedigend empfinde. Ich bin jedes Mal unheimlich froh, wenn ich endlich mit dem Schreiben fertig bin.

Aber beim Schreiben passiert ja noch so viel mit der Geschichte, dass ich diesen Teil der Arbeit keiner noch so schlauen KI anvertrauen wollen würde.

Doch als Gedankenexperiment betrachtet: Wenn die KI meine Geschichte genauso wie oder besser als ich schriebe, würde ich es durchaus in Erwägung ziehen.

#13
IlonaS

IlonaS
  • 863 Beiträge
  • Dabei seit 14.08.13

Bis die KI originelle Bücher schreiben werden kann, wird es meiner Ansicht nach noch ein weiter Weg sein. Ausschließen möchte ich es nicht, aber von der Vision von selbstfahrenden Autos bis hin zur Verwirklichung sind etwa 100 Jahre vergangen. Der kleine Unterschied zwischen dem kreativen Prozess und dem von wiederholbaren Abläufen. Ich weiß nicht, ob KI schon eine selbstkritische Stimme hat, und die halte ich zum kreativen Prozess für notwendig. 


Krimis, Liebe und Mehr: http://www.ilonaschmidt.com


#14
AndreasE

AndreasE
  • 1.974 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Wer hätte vor zwanzig Jahren geglaubt, dass man sich in ein Auto setzt und es von selber fährt?

 

Was man vor 20 Jahren nicht geglaubt hat, war, dass jemand so ein Auto wollen könnte.



#15
Ramona

Ramona
  • 2.635 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

 

Wer hätte vor zwanzig Jahren geglaubt, dass man sich in ein Auto setzt und es von selber fährt?

 

Was man vor 20 Jahren nicht geglaubt hat, war, dass jemand so ein Auto wollen könnte.

 

 

Bzw. bereits nach nur 20 Jahren eine Notwendigkeit werden könnte.


“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#16
Mascha

Mascha
  • 3.657 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10

 

Wer hätte vor zwanzig Jahren geglaubt, dass man sich in ein Auto setzt und es von selber fährt?

 

Was man vor 20 Jahren nicht geglaubt hat, war, dass jemand so ein Auto wollen könnte.

 

 

Selbstfahrende Autos gehörten damals doch zu SF-Standard-Requisiten. :-)



#17
Manfred

Manfred
  • 237 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Grandioser Mist - so ist das wohl auch beabsichtigt und nicht als Schreibsoftware, also eben NICHT "Roboter, die eigenständig Texte verfassen können".

 

Hier die Originalquelle:

 

http://botnik.org

 

Und das sagen die Leute von Botnik über sich selbst:

 

Botnik is a community of writers, artists and developers collaborating with machines to create strange new things. The community is open to everyone. Join via Facebook here.

Botnik Studios is an entertainment group devoted to displaying the work of the larger community. Output at:
botnik.org | twitter | facebook
instagram | youtube

 

Wir können also alle mit ihrem Spielzeug Spass haben.  Sie haben schon viele bekannte Texte eingescannt.

 

Ratet mal welche Sehnsuchtslieder hier "künstlich" für euch weiter geschrieben wurden:

 

The nights of sorrow skip my heart.
You write my song and touch his mark.
The words of the prophets are written 
wherever I sit waiting silently in the dark.
Please come home.
 
erzeugt für euch mit "predictive keyboard", Botnik

Bearbeitet von Manfred, 17.12.2017 - 19:37,


#18
Manfred

Manfred
  • 237 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Mit anderen Worten, diese "strange new things" sind Lichtjahre von Schreibrobotern entfernt.

 

Diese Texte klingen für uns seltsam, weil sie einerseits bekannte Wörter und Kombinationen von Wörtern und dazu noch meist korrekte Grammatik enthalten, also wie echtes Englisch/ Deutsch usw. verkleidet sind, andererseits aber keinen Sinn machen. Ganz so neu ist die Sache aber nicht. Wer sich durch einen Syntaxkurs gequält hat, wir sicher folgenden Satz gehört haben: 

 

colorless green ideas sleep furiously.

 

Der Satz ist in diesem Jahr 60 geworden und stammt von dem viel gehassten und verehrten Linguisten Noam Chomsky, der damit verdeutlichen wollte, dass Semantik und Syntax zwei verschiedene Dinge sind. Unabhängig davon, wie man zu Chomskys Werk steht, sieht man hier deutlich, dass die lustigen Leute von Botnik sich vor allem mit der FORM (Syntax) von Sprache beschäftigen, nicht mit dem Inhalt (Semantik), und das ist einiges schwieriger. Schlimmer noch: wir wissen heute, dass man ohne inhaltliches Verständnis auch die Form einer Sprache nicht hundertprozentig richtig produzieren kann. Und inhaltliches Verständnis heisst weit mehr als alle Wörter eines Textes zu kennen, alle Satzaussagen zu verstehen, alle Sätze auf einander beziehen zu können, alle diese Aussagen auf sein Wissen über die Welt beziehen zu können. Man muss auch wissen, wie Menschen und menschliche Gesellschaften funktionieren und z.T. funktioniert haben und wie Sprache situativ, regional, sozial und medial unterschiedlich funktioniert. Das ist starker Tobak für die KI-Forschung. Dabei sind auch die besten Parser grammatisch den Muttersprachlern unterlegen. Es ist also noch eine weite Strecke bis zur schreibenden KI, geschweige denn einer literarisch schreibenden.

 



#19
Olaf

Olaf
  • 333 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Börsenberichte, Geschäftsberichte und Standardtexte zu Sportereignissen werden bereits von Programmen geschrieben - und keiner merkt es. Das sind zwar Texte, die nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sind, aber immerhin ein Anfang.

 

Und wegen der Komplexität der Sprache: Noch vor zehn Jahren waren sich fast alle Experten sicher, dass Computer in absehbarer Zukunft den Menschen nicht im Spiel Go schlagen werden, weil die Stellungen dort zu komplex seien und Intuition erforderten. Nun, inzwischen haben KIs die weltbesten Spieler locker vom Brett gefegt.

 

Ich vermute, es wird zwei Felder geben, in denen wir uns die Autorenschaft demnächst mit KIs teilen müssen: Texte mit simplen Strickmustern und besonders abstrakte Texte, die mit der Sprache experimentieren. Beim ersten Fall wegen der einfachen Regeln, beim zweiten Fall, weil absichtlich gegen alle Regeln verstoßen wird.

 

P.S.: Dieser Text wurde von einem Menschen erstellt und nicht von meinem iPhone geschrieben. ;D


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#20
Ramona

Ramona
  • 2.635 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

P.S.: Dieser Text wurde von einem Menschen erstellt und nicht von meinem iPhone geschrieben. ;D

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“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)