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KI kann besser lesen als Menschen?!?


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47 Antworten zu diesem Thema

#41
Ramona

Ramona
  • 2.520 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

 

Vollkommen OT, aber: Das ist, wie ich finde, das eigentlich Bedenkenswerte an der Sache. Computer kann man abschalten und wochenlang in der Ecke stehen lassen. Der Mensch aber braucht eine Aufgabe, eine Arbeit, um gesund zu bleiben. Einen Lebenssinn, wenn man so will. Die Frage ist also, was geschieht, wenn wir alle nichts mehr tun "müssen", weil Maschinen das erledigen. Wer wird sich dem Nichtstun und der Sinnlosigkeit hingeben, wer wird sich selbst zu motivieren imstande sein und etwas Sinnvolles tun. Wer nichts Sinnvolles tut, hat Prognosen zufolge die Wahl zwischen Depression und Gewalt.

 

Ist das so? Dann müssten z.B. reiche Erben durchweg depressiv oder gewalttätig sein, oder sich dringend nach Lohnarbeit sehnen. Das ist mW mehrheitlich nicht der Fall. ;)

 

 

Natürlich gibt es auch reiche Erben, die nicht nur von Beruf "Sohn" oder "Tochter" sind und etwas mit ihrem Leben anzufangen wissen. Ebenso wie es Langzeitarbeitslose gibt, die sich ihr Leben gut einrichten, ihre Hobbys pflegen, um nicht gaga zu werden, und daher nicht die eher verbreiteten Symptome von Antriebslosigkeit und Depression (als psychosoziale Folge) zeigen. ;-)


Bearbeitet von Ramona, 20.01.2018 - 09:12,

“Your intuition knows what to write, so get out of the way.” (Ray Bradbury)

#42
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.628 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Alternativen:

 

"Was macht denn Ihr Sohn jetzt, seit er arbeitslos ist?"

"Er meditiert."

"Ah. Na ja – besser als herumsitzen und nichts tun."

 

:s01   :s01


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#43
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.628 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Es gab ja mal Zeiten, da hieß es, ein Gentleman arbeitet nicht. Zumindest nicht in einem bezahlten Job. Sowas tat nur der Pöbel oder eben Krämerseelen.  ;D

 

Leider sind diese Leute auch nicht an Depression gestorben. Mit irgendwas haben sie sich schon beschäftigt. Besonders gern mit Sozialklatsch vermutlich.  :)


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#44
Christa

Christa
  • 6.515 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Da ist schon was dran am Meditieren und dem Sozialklatsch (heute vor allem in den sozialen Medien).

Die FAZ kam u.a. zu dem Schluss, dass 47% aller Jobs in Zukunft von Robotern erledigt werden könnten. Aber nicht Depression und Gewalt seien die Folge, sondern:

 

"Wenn Computer die bisherigen Bürotätigkeiten erledigen, werden Arbeitskräfte frei, sich kreativen oder sozialen Tätigkeiten zuzuwenden."

 

http://www.faz.net/a...g-13986337.html



#45
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.628 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

 

"Wenn Computer die bisherigen Bürotätigkeiten erledigen, werden Arbeitskräfte frei, sich kreativen oder sozialen Tätigkeiten zuzuwenden."

 

http://www.faz.net/a...g-13986337.html

 

 

Noch mehr Facebook?


Der Bastard von Tolosa, Die Comtessa, Die Hure Babylon, Das Schwert des Normannen, Die Rache des Normannen, Der Schwur des Normannen, Der Sturm der Normannen, Bucht der Schmuggler, www.ulfschiewe.de


#46
AndreasE

AndreasE
  • 1.940 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Es gab ja mal Zeiten, da hieß es, ein Gentleman arbeitet nicht. Zumindest nicht in einem bezahlten Job. Sowas tat nur der Pöbel oder eben Krämerseelen.  ;D

 

In der Schweiz gibt es einen Spruch: "Schaffet Sie äbbes, oder san Sie wär?" ("Arbeiten Sie etwas, oder sind Sie jemand?")

 

Ich glaube, ob man unter dem Fehlen von Erwerbsarbeit leidet, ist in hohem Maße kulturell bedingt. In einer Gesellschaft, in der man hauptsächlich über seinen Beruf definiert wird  – oder sich definiert – ("Und was sind Sie von Beruf, wenn ich fragen darf?" als typische 2. Frage nach der Namensnennung) ist man dafür natürlich anfällig. Aber so war es nicht immer, nicht überall und nicht zu allen Zeiten.



#47
Christa

Christa
  • 6.515 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

 

 

"Wenn Computer die bisherigen Bürotätigkeiten erledigen, werden Arbeitskräfte frei, sich kreativen oder sozialen Tätigkeiten zuzuwenden."

 

http://www.faz.net/a...g-13986337.html

 

 

Noch mehr Facebook?

 

Der Einwand ist absolut berechtigt. Denn welchen kreativen oder sozialen Tätigkeiten könnten sich arbeitsbefreite Menschen

zuwenden außer dem Sozialklatsch in virtuellen Räumen?  ;D 



#48
Christa

Christa
  • 6.515 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

 

Es gab ja mal Zeiten, da hieß es, ein Gentleman arbeitet nicht. Zumindest nicht in einem bezahlten Job. Sowas tat nur der Pöbel oder eben Krämerseelen.  ;D

 

In der Schweiz gibt es einen Spruch: "Schaffet Sie äbbes, oder san Sie wär?" ("Arbeiten Sie etwas, oder sind Sie jemand?")

 

Ich glaube, ob man unter dem Fehlen von Erwerbsarbeit leidet, ist in hohem Maße kulturell bedingt. In einer Gesellschaft, in der man hauptsächlich über seinen Beruf definiert wird  – oder sich definiert – ("Und was sind Sie von Beruf, wenn ich fragen darf?" als typische 2. Frage nach der Namensnennung) ist man dafür natürlich anfällig. Aber so war es nicht immer, nicht überall und nicht zu allen Zeiten.

 

Und was würde der Schweizer erst sagen, wenn man antwortet: Schriftsteller?