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Exposé-Formalia: Konkrete Anforderungen und Erfolgsbeispiele


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28 Antworten zu diesem Thema

#1
(Peter_Dobrovka)

(Peter_Dobrovka)
Es gibt ja bereits den sehr ergiebigen Thread darüber, wie ein Exposé aussehen soll hier (Link ungültig) (Link ungültig).

Generell ist als Essenz des Gesagten zusammenzufassen, daß ein Exposé sehr viel freier gestaltet werden kann als der Anfänger das annimmt. Schriftgröße, Seitenzahl etc. sind häufig diskutierte aber vollkommen sinnlose Parameter. Es kommt darauf an, was das Exposé für eine Funktion hat und dieser Funktion gilt es, gerecht zu werden. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Das Exposé ist eine Zusammenfassung des Manuskripts für den Lektor, dem man sein Manuskript geschickt hat. Mit anderen Worten, das Exposé ist eine Inhaltsangabe des Buches.

Der Lektor wird immer erst das Anschreiben, dann das Exposé und dann VIELLEICHT das Manuskript lesen. Damit er letzteres tut, muß das Exposé ihm Appetit darauf machen. Es ist daher sicher nicht falsch, wenn es unterhaltsam ist, spannend, und eventuell sogar Rätsel aufwirft. Viele Exposés von Anfängern lesen sich wie verkrampfte Schüleraufsätze. Aber noch schlimmer ist der gegenteilige Fehler: Viele Exposés lesen sich wie Klappentexte. Der Inhalt des Buches wird nur angerissen. Aber ein Exposé ist kein Klappentext, es ist eine Inhaltsangabe. Zu einem Exposé gehört es nun einmal dazu, den Schluß und die Pointe zu verraten.

Wichtig: Ein schwaches Manuskript wird auch durch das perfekte Exposé nicht besser. Wenn das Manuskript hingegen gut ist, liest sich meist auch das Exposé ganz ohne viel Grübeln und Tricksen gut. Und ich rate dringend davon ab, im Exposé Schwächen des Manuskripts "schönreden" zu wollen. Wenn solche Maßnahmen erforderlich scheinen, sollte man das Manuskript gar nicht erst einreichen sondern erst mal überarbeiten.
Ebenso, wenn man nach Formulierung der Inhaltsangabe feststellt, daß sich das aber gar nicht so toll und spannend anhört, sollte man sich immer erst die Frage stellen: Ist das so, weil das Manuskript tatsächlich nicht toll ist? Ist man aber doch der Meinung, dann mache man sich bewußt, warum dem so ist und arbeite diesen Gedanken ins Exposé ein.

Der einzige formelle Rat, der wirklich Sinn macht, ist der, daß ein Exposé sich so kurz wie möglich fassen sollte. Es gilt die Faustregel: Je kürzer es ist, desto höher die Chancen, daß der Lektor es bis zum Ende durchliest und den Inhalt in seinem von Arbeit und Termindruck gestressten Verstand erfassen kann. Das Unwesentliche zu vermeiden, ohne Wesentliches auszulassen ist allerdings eine Kunst für sich und kann nicht in Formeln gefaßt werden. Noch weniger kann es in eine konkrete Seitenzahl gefaßt werden. Als grober Richtwert kann man sagen: Fünf Seiten sind sehr wahrscheinlich schon zu viel. Und eine Seite ist besser als zwei, eine halbe besser als eine. Aber die Inhaltsangabe muß schon stimmen und ein klares Bild vom Inhalt vermitteln, man kann das Exposé daher nicht beliebig klein machen.

In der Praxis wird man feststellen, daß veröffentlichte Autoren sich oft genug nicht einmal an die gröbsten Punkte hielten; manche überhaupt kein Exposé schickten. Und doch hatten sie Erfolg. Diese Dinge lassen sich nun mal nicht in "Zauberformeln" packen. Man kann lediglich durch das Einhalten von Höflichkeit (10 Seiten-Exposés sind eine Zumutung) und gesundem Menschenverstand die Wahrscheinlichkeit erhöhen, daß man überhaupt gelesen wird.

Dieser Thread soll nun einerseits erfolgreiche Exposés beinhalten (ich hoffe, es stellen sich da genug Autoren aus diesem Forum zur Verfügung) und andererseits Links auf Verlagswebseiten, wo Anforderungen an das einzureichende Manuskript zu lesen sind.

Bitte keine Diskussion über Exposés allgemein, dazu haben wir den anderen Thread. Wenn überhaupt, dann nur die konkreten Beispiele kommentieren.

Peter

#2
(Natalja)

(Natalja)
Hier mal zwei Beispiele:

Verlagsgruppe Luebbe:
-- Skizzieren Sie Ihr Anliegen in einem kurzen Anschreiben (ca. eine DIN-A-4 Seite).
-- Legen Sie einen kurzen Lebenslauf bei, damit sich der Lektor, der sich Ihres Manuskripts annimmt, einen ersten Eindruck verschaffen kann. Ausbildung, beruflicher Werdegang und - falls vorhanden - eine Liste mit veröffentlichten Texten sind dabei neben Adresse und Telefonnummer wichtig.
-- Den Lektoren genügt in der Regel eine Inhaltsangabe bei erzählenden Texten oder eine aussagekräftige Gliederung bei Sachbuchprojekten, um sich ein erstes Bild von Ihrer Buchidee machen zu können.
-- Wenn Sie Ihr Manuskript mit der Hand geschrieben haben, lassen Sie den Text abtippen bzw. erfassen, bevor Sie ihn losschicken. Jeder Lektor wird es Ihnen danken!
-- Schicken Sie bitte nicht das gesamte Manuskript, sondern nur dasa 1. Kapitel, höchstens 30 Seiten.
-- Bitte schicken Sie nie Originalunterlagen, sondern nur Kopien.

In keinem Verlag unseres Hauses werden Kurzgeschichten, Satiren, Gedichte oder Fachbücher verlegt. Daher ist es nicht nötig, Texte dieser Sparten einzuschicken!
((Link ungültig))

Klett-Cotta:
1. Anschreiben mit Ihrer vollständigen Adresse, in dem Sie Ihr Publikationsprojekt kurz skizzieren. (Warum sollte Ihr Manuskript bei Klett-Cotta veröffentlicht werden?)
2. Knapper Lebenslauf in Stichworten und evt. eine Publikationsliste.
3. Exposé (max. 2 Seiten), in dem Sie Ihr Projekt vorstellen.
4. Manuskriptbeginn (max. 30 Seiten) bei belletristischen Projekten oder eine aussagekräftige Passage und ein Inhaltsverzeichnis bei Sach- und Fachbüchern. Bei Bedarf fordern wir das gesamte Manuskript an.
((Link ungültig))

LG,
Natalja

#3
hpr

hpr
  • 7.171 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06
[quote=Peter D. ][quote]Dieser Thread soll nun einerseits erfolgreiche Exposés beinhalten (ich hoffe, es stellen sich da genug Autoren aus diesem Forum zur Verfügung)[/quote]

Tja, *das* wäre wirklich eine Hilfe. Wie schauen Exposes aus, die ein Buch verkaufen halfen?

Hans Peter

#4
Andreas

Andreas
  • 3.453 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Falls es hilft: Hier mein Exposé zu "Projekt Babylon" von 2003 Deutlich zu erkennen: Die inhaltliche Zusammenfassung (voran) getrennt von den zusätzlichen allgemeinen Informationen (abschließend). + + + Peter Lavell ist Professor für Geschichte und Verfasser zahlreicher Artikel über die Entwicklungsgeschichte des Aberglaubens und der Religiosität in den letzten Jahrtausenden. Dabei entdeckt er oft überraschende Verbindungen und wird aus diesem Grund zur Leitung eines geheimen Forschungsprojektes der UN eingeladen: die Untersuchung einer mysteriösen Höhle in Südfrankreich. Ihm zur Seite wird Patric Nevreux gestellt, Ingenieur und Do-It-Yourself Feldforscher. Seine unkonventionellen Methoden und herausragenden Fähigkeiten im Umgang mit Technologie prädestinieren ihn für diese Aufgabe. Die Höhle birgt zweierlei Geheimnisse. Die Wände sind vollständig mit Malereien, Schriftzeichen und Texten bedeckt, die im 12. Jahrhundert angebracht wurden. Dennoch finden sich hier Schriften, die zu dieser Zeit in Europa nicht bekannt waren, sowie Texte, deren Sprache gar vollkommen unbekannt ist. Aus diesen Schriften erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschluss über den hinteren Teil der Höhle, der durch eine unerklärliche Schwärze versperrt wird. Diese scheint sämtliche Strahlung zu absorbieren und widersetzt sich jeglicher wissenschaftlicher Analyse. Mit Unterstützung einer Sprachwissenschaftlerin gelingt die Übersetzung einiger lateinischer und griechischer Texte. Doch weder diese noch ein Besuch beim Entdecker der Höhle, der in geistiger Umnachtung in einem Sanatorium liegt, führen zu einer schnellen Lösung des Rätsels. Auf Ihrer Suche nach Hinweisen und Erklärungen geraten die Forscher an vielerlei schleierhafte Geheimbünde, angefangen bei einem kabbalistischen Freimaurerorden, über eine Gesellschaft, die die geheimen Archive Luthers sucht, bis hin zu den Templern, dem heiligen Gral und einem satanischen Orden, der Hand des Belial. Wie die Schalen einer Zwiebel schält sich im Laufe des Buches Wahrheit von Wahrheit, immer weiter in die Vergangenheit und immer tiefer in okkulte Verwirrungen, von denen Peter mehr zu wissen scheint, als er zugibt, und die mehr von ihm wissen, als es ihm lieb ist. Die Untersuchungen bleiben unterdessen nicht unbeobachtet. Der lokale Bürgermeister wird von unbekannten Drahtziehern in Paris erpresst, für die Einstellung der Untersuchungen in seinem Bezirk zu sorgen, während sich dem französischen Präsident ein Mann entgegenstellt, der plötzlich behauptet, das Königliche Blut in sich zu tragen, und Nachfahre Christi zu sein. Eine weitere mysteriöse Gruppe von Menschen, angeführt von einem, der "der Graf" genannt wird, beobachtet aus der Ferne den Fortschritt. Sie scheinen allwissend, zeitlos und neutral. Ohne in das Geschehen direkt einzugreifen, geben sie sowohl dem Präsident in seiner Bedrängnis als auch den Forschern entscheidende Hinweise. Die Höhle entpuppt sich als eine Höhle des Wissens, die eine unsagbare Macht beherbergt. Es gelingt den Forschern, sie zu betreten, als sich die Ereignisse überschlagen. Sie geraten in die Gewalt des satanistischen Ordens und können nur knapp entkommen. Als sie die Wahrheit um die Höhle erahnen, ist es bereits zu spät: dem Bürgermeister gelingt es, sie mit Waffengewalt von der Höhle fernzuhalten, und sie müssen feststellen, dass auch ihre Auftraggeberin der UN keineswegs diejenige ist, für die sie sich ausgegeben hat. Im letzten Kampf um die Höhle wird diese vernichtet und die Forscher bleiben mit einer außergewöhnlichen Erkenntnis über den "Kreis von Montségur" – aber ohne jegliche Beweise – zurück. Obwohl alle Handlungsstränge zu einem Abschluss gebracht werden, sind die Charaktere und die Geschichte für eine Fortsetzung ausgelegt. Zwar wird das unmittelbare Geheimnis der Höhle aufgedeckt, doch stellen sich den Forschern nun weitaus umfassendere Fragen über die Entstehungsgeschichte der Menschheit und einige Geschehnissen vor rund 50.000 Jahren. Dabei handelt es sich nicht um einen wissenschaftlichen oder historischen Roman. Ähnlich wie "Indiana Jones" oder "Das Foucaultsche Pendel" zieht er Kraft und Spannung aus der Verknüpfung historischer Details, echter sowie erschaffener Rätsel und populärer, mystischer Legenden. In möglichen Folgebänden kann dies schrittweise weitergeführt werden. So wird sich der nächste Band hauptsächlich mit Ägypten, den Pyramidenkulturen, dem Geheimnis der Sphinx und den Visionen des Edgar Cayce beschäftigen. Protagonisten werden wieder Peter und Patric sein, stets unerkannt beobachtet und gesteuert durch den "Graf". Der Roman umfasst etwa 400 Seiten. + + + + Mit diesem Exposé und meiner Leseprobe konnte ich die Agentur Schlück interessieren. Den Ausschlag hat danach aber natürlich das Manuskript gegeben, das ich nach dem Exposé einsenden durfte. Ich erhielt einen Agenturvertrag und sowohl dieses als auch den nur angerissenen Folgeroman konnten einen Monat später bereits vermittelt werden. Andreas

#5
(Irena)

(Irena)
Ah, Andreas!! :) Danke! Jetzt hab ich mal wirklich ein richtiges Expose vor Augen und hab nun eine Ahnung wie das aussehen muss. Ich kapiere immer mehr, wie wichtig ein gutes Expose ist...

#6
Julia

Julia
  • 2.376 Beiträge
  • Dabei seit 20.09.05
Da konkrete Beispiele ja wirklich am hilfreichsten sind, kann auch ich gerne mein Expose hier einstellen. Es ist von meinem vierten Roman, der von Random House unter Vertrag genommen wurde. (Wohlgemerkt: zu diesem Zeitpunkt war ich beim Verlag natürlich keine Unbekannte mehr...es war dies übrigens mein erstes Buch, wo ich allein aufgrund des Exposes und ohne Textproben den Vertrag bekam...) Achja, es ist eine ziemlich alte Fassung ... bevor sie an den Verlag ging habe ich so noch etwas überarbeitet ... aber vom Prinzip her könnt ihr einen Eindruck kriegen. Liebe Grüße, Julia Die Regentin Plot Eine wahre Aschenputtel-Geschichte aus dem Frühmittelalter: Von Wikingern verschleppt und verkauft muss die angelsächsische Fürstentochter Bathildis am französischen Königshof harte Sklavendienste verrichten. Doch der Merowinger-König Chlodwig II. macht sie zu seiner Ehefrau; sie wird zu einer einflussreichen Politikerin und Kämpferin für eine humanere Gesellschaft. Kurzinhalt England im 7. Jahrhundert: Bathildis’ Leben scheint vollkommen: Als Tochter eines angelsächsischen Fürsten geboren, in einem Kloster erzogen und aufgrund ihrer Klugheit und Redegewandtheit hoch gerühmt, steht ihr eine glänzende Zukunft offen. Doch kurz vor der Heirat mit ihrem Verlobten Aidan, ebenfalls aus einflussreicher Familie und enger Vertrauter von König Oswine von Northumbrien, geschieht Schreckliches: Einfallende Wikinger verschleppen Bathildis und ihren Verlobten; sie wird von ihm getrennt, versklavt, geschlagen – und schließlich an einen französischen Kaufmann verkauft, der sie wiederum in den Dienst des Hausmeiers Erchinoald an den neustroburgundischen Hof übergibt. Auch dort erwartet sie zunächst ein hartes Leben – argwöhnisch von Erchinoalds Gattin beäugt, die auf die junge Frau eifersüchtig ist und ihr die schändlichsten und schmutzigsten Aufgaben zuweist. Doch als sie sich während mehrtägiger Feierlichkeiten selbstbewusst in einen Disput einmischt und ihre hohe Bildung unter Beweis stellt, wird König Chlodwig auf sie aufmerksam. Von der ungewöhnlichen Frau und vor allem von ihrer vermeintlichen Stärke fasziniert, die im Kontrast zu seiner eigenen Entschlusslosigkeit steht, befreit Chlodwig sie von ihrem niedrigen Stand. Allerdings erlaubt er ihr nicht, in ihre Heimat zurückzukehren und nach ihrem einstigen Bräutigam Aidan zu suchen. Er will sie bei sich behalten, ist später dafür sogar bereit, sie zu heiraten und setzt dies gegen den erbitterten Widerstand von Hof und Klerus durch. Bathilidis’ Schicksal scheint wundersam gewandelt – doch im Innersten bleibt sie lange eine gebrochene Frau. Chlodwigs Zuneigung vermeint sie nicht erwidern zu können – zu sehr weilen ihre Gedanken bei Aidan, nach dem sie stets fahndet ohne jemals ein Lebenszeichen zu bekommen. Doch gerade dieses Unglück führt zu ihrem wachsenden Einfluss als Königin: Damit ein Schicksal wie das ihre künftig vermieden wird, mischt sie sich mehr und mehr in die Regierungsgeschäfte von Chlodwig ein und setzt Gesetze durch, die den Handel mit christlichen Sklaven verbieten. Ihre Zeit als Königin währt jedoch nur einige Jahre. Nach der Geburt von drei Söhnen stirbt Chlodwig, dem sie erst in den letzten Tagen ihre wahrhafte Zuneigung beteuert hat, – und lässt seinen ältesten Sohn Chlothar unmündig zurück. Mutig und rastlos kämpft Bathildis um die Regentschaft im Merowingerreich, behauptet gegen alle Widerstände und Gesetze ihrer Zeit die Macht und nützt diese für ihren fortwährenden Kampf zugunsten einer humaneren Gesellschaftsordnung, für die Armen und Vertriebenen. Darüber hinaus gründet sie Klöster, lässt den Grundstein für große Kathedralen legen und prägt so das Bild des späteren Frankreichs. Durch Zufall erfährt sie erst jetzt, da sie die Verluste und Traumata ihres Lebens in soziales Engagement gewandelt hat, dass Aidan sie schon lange aufgegeben und in England ein neues Leben begonnen hat. Endlich kann sie die Illusion aufgeben, irgendwann in ihre Heimat zurückzukehren und die einstige Jugendliebe wieder zu finden. Doch gerade als sie den Frieden mit sich findet, stößt sie als Regentin mehr und mehr auf Widerstand. Denn nicht alle fügen sich ihren Machtansprüchen. Vor allem in kirchlichen Kreisen, wo sie die neue „Jezabel“ genannt wird, rotten sich ihre Gegner zusammen, planen ihren Sturz und wollen sie in ein Kloster verbannen… Genre Historischer Roman Aufbau Die Handlung ist in vier Büchern gegliedert: 1. Buch „Die Fürstentochter“: Bathildis’ Jugend und ihre Entführung 2. Buch „Die Sklavin“: Bathildis’ Leben am Hof der Merowinger 3. Buch „Die Königin“: Bathildis’ Ehe mit Chlodwig II. 4. Buch „Die Regentin“: Bathildis’ Regentschaft nach dem Tod von Chlodwig Es gibt einen Prolog (die Geburt von Bathildis) und einen Epilog (der Tod von Bathildis im Kloster zu Chelles). Schauplätze / Zeit England und Frankreich, in den Jahren von 635 bis 686 Zielpublikum Anspruchsvolle Leser von Historienromanen Voraussichtliche Länge Ca. 550 Manuskriptseiten (à 1.800 Anschläge pro Seite) Historische Hintergründe Die Protagonisten des Romans sind weitgehend historische Persönlichkeiten: Bathildis und Chlodwig gehören zu den herausragenden Persönlichkeiten der Merowinger-Dynastie. Die Eckdaten ihrer Biographie, die wesentlichen Ereignisse ihrer Epoche und deren Alltagsleben, Gebräuche sowie Weltanschauungen sind – soweit man davon Kenntnis besitzt – exakt wiedergegeben, jedoch mit viel „Fantasie“ gefüllt und mit fiktiven Figuren (z.B. Aidan) verknüpft.

#7
(9Rabem)

(9Rabem)
Hi Julia, ich finde interessant, dass das Exposé - anders als es allgemein behauptet wird - nicht die Auflösung der Geschichte bringt. Ich denke beinahe, dass es damit zeigt: Wichtig ist, dass in wenigen Worten eine GEschichte erzählt wird, die der Lektor spannend findet. Dann sind alle anderen Tipps wohl nebensächlich. Für mich sehr lehrreich, weil ich es nun vielleicht doch wage, etwas im Exposé offen zu lassen. Gruß Rabe

#8
(Irena)

(Irena)
Danke Julia, auch dir....! :) Bei Expose machts einfach die Übung, ...ich denke, da sollte man sich wirklich Mühe geben um das richtig zu beherrschen. Denn bei den Agenten hat man ja nur oft diese eine Chance... Also ich bin dankbar um jedes Expose..das Veröffentlichte hier reinstellen.

#9
Julia

Julia
  • 2.376 Beiträge
  • Dabei seit 20.09.05
Ja, ich weiß, es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass die Geschichte zu Ende erzählt werden soll. Ich habe das früher schlichtweg nicht gewusst, sondern es immer anders gemacht (auch bei meinem ersten Buch "Engelsblut", das von Random House - trotzdem - auf Anhieb genommen wurde.) Ich glaube, wichtig ist, dass man nicht die letzten 200 Seiten des Buches "offen" lässt, dass die Handlung also schon zu 95 % nacherzählt und wirklich nur ein allerletztes Detail offen lässt. Es kann aber natürlich sein, dass ich einfach nur Glück hatte und nur btb zu beeindrucken war - und alle anderen Lektoren so ein Expose empört von sich weisen ... Allerdings: mir wurde bislang nie gesagt (und wie gesagt geht es hier um mein viertes btb-Buch), dass ich es anders machen soll. LG, Julia

#10
(Petra)

(Petra)
Hallo zusammen,
endlich mal ein Handwerksthema, wo ich mitreden kann, weil ich nicht sagen muss, wie "man" es zu tun oder zu lassen hat. Das weiß ich nämlich bis heute nicht (bin nur im Sachbuch genau). Ich spendiere mein Exposé zum Erstling, "Stechapfel und Belladonna" (hatte damals noch den üblen Arbeitstitel "Des Lebens süßer Alptraum"). Besondere Aufgabe war dabei für mich, schon im Exposé die Abgrenzung zu jedem Chick-Lit-Verdacht zu schaffen und sprachlich, atmosphärisch zu vermitteln, mit welcher Art von Humor zu rechnen ist. Meine Exposés haben immer ein Deckblatt mit Name, Titel, Adressdaten und einem kleinen Abschnitt Inhalt. Danach der ausführliche Teil. Den zweiten Roman habe ich nur mit Deckblatt verkauft, weil beim gleichen Verlag (blt / Verlagsgruppe Lübbe).
Ratgeberhörige werden sehen: Ich hab mich weder um allgemeine Angaben geschert (die habe ich später bei einem Abendessen besprochen), noch habe ich mich werbewirksam mit irgendjemandem verglichen oder überhaupt gesagt, was für einen Roman ich schreibe. Die Marketingleute platzierten es dann als Frauenroman, was bei diesem passte und beim zweiten blaue Flecke verursachte.

Schöne Grüße,
Petra

Deckblatt-Text:
Die kreative und verletzliche Auftragsschreiberin Karen steht mit 40 plötzlich vor den Scherben ihres bisherigen Lebens und vermasselt ihren Selbstmord. Zu ihrer Überraschung entdeckt sie jedoch, dass das moderne Leben Glücksverheißungen mit Sofort-Effekt bereit hält. Mit Selbstironie, Witz und Gefühl erzählt sie von ihrer panischen Suche nach dem vollkommenen Glück, die manchmal groteske und manchmal romantische Formen annimmt.

Langtext (hat umgerechnet drei Normseiten):
Das Leben ist grausam wie eine Vorabendserie. Das muss die erzählende 40jährige Scriptlieferantin und Ghostwriterin Karen erfahren, die immer knapp am beruflichen Durchbruch vorbei arbeitet. Als ihr Mann Jean sie nach 15 Jahren Ehe plötzlich verlässt, inszeniert sie im Grenzland zwischen Frankreich und Deutschland einen filmreifen Selbstmord. Doch die einfache Lösung für alle Probleme endet in einem slapstickartigen Desaster.

Zurück bleibt eine verwirrte, verletzte Versagerin, die verlernt hat, wie das Leben funktioniert. Weil der Anblick des ehelichen Kloputzmittels Karen in tiefe Depressionen stürzt und auch der rotzfreche, aber dümmliche Scheidungsratgeber nicht mehr helfen kann, muss Glück her. Wenigstens ein Zipfelchen.

An modernen Glücksverheißungen mit Sofort-Effekt mangelt es nicht. Bereitwillig stürzt sich Karen darauf, zwischen Nostalgie und Selbstmitleid schwankend. Dazu gehört zuerst einmal das Austesten von Aggressionen und Gewaltphantasien. Gegen den Trennungsschmerz und bei Zuckerkringeln, versteht sich. Wie man erfolgreich als Rechenmaschine durchs Leben geht, erfährt sie von Hanna, der simplen, aber warmherzigen Nörglerin.

Das kleine Glück scheint fast erreichbar, wäre da nicht Jana, üppige Opernfrau und Therapeutin. Die multipel Eheerfahrene mit einem Hang zum „Feinstofflichen“, versucht „Kindchen Karen“ auf den rechten Weg zu bringen. Sie treibt ihre Freundinnen in ein Visionsseminar der dritten Art. Hundert manisch trommelnde Frauen werden von einer amerikanischen Fernsehhexe in die Unterzuckerung und Wildnis getrieben, um reif zu werden für ein Folgeseminar. Karen, der die Exotik zu lachhaft wird, setzt sich ab. Halb verhungert trifft sie auf einen einsamen Wanderer, der ihr zeigt, dass Brezeln in Bäumen wachsen können. Eine Instant-Vision findet sie nicht, und dass sie öffentlich den Erleuchtungszirkus entlarvt, will keine merken. Doch die Begegnung mit dem Mann, der das Schweigen zelebrierte, vergisst sie nicht.

Leider kann auch Freund Tom die haltlose und manchmal hysterisch suchende Karen nicht beruhigen. Der zwei Zentner schwere Sahneengel von Mensch mit einer Computerphilosophie zum Leben sieht ein: Sie will Glück, am besten sofort und bitte haltbar.

Karen futtert Happiness-Hormone und testet Rezepte, die den Körper chemisch auf die totale Erfüllung programmieren sollen. Vielleicht hilft die erste nacheheliche Liebesromanze ein wenig nach? Liebeshungrig rennt sie ins offene Messer – den glutäugigen Fernand aus Paris. Woher soll sie in ihrer Torschlusspanik auch ahnen, dass der Mayonnaise-Esser ein Hobbyheimwerker ist, der zum Sex in den Keller geht und auch seine Zwangsneurosen im Dunkel verbirgt? Der Absturz ist programmiert. Inzwischen lässt sich Karen jedoch nicht mehr vom Schicksal beuteln – Liebesglück versprechen schließlich auch die Singlebörsen im Internet!

Blind-Date-Marathon für die mutiger werdende Karen, um die Exotik der Verlassenen hautnah zu erleben. Da wäre „Busby_Racer“, der späte Junggeselle, der eine Gebärmutter sucht und dafür Design und schlechte Gedichte bietet. Oder der Möchtegernradsportler Sigi, Superjournalist aus München, der seine Goldmedaillennahrung in Frankreich einkauft. „Kanalhierarch“, ein geheimnisvoller Sprachzerhacker, der gleich von zwei Persönlichkeiten beseelt zu sein scheint, regt Karen wenigstens zum Texten an. Aber auch mit „Coeur Rouge“ alias Henri geht’s schief. Wenn der weinerliche Spießer mit Hang zum Elefantensex doch nur nicht Frau und fünf Kinder verstecken würde!

Wieder rettet sich Karen zu Tom und muss erfahren, dass ihr guter Kumpel sein Leben überraschend umgekrempelt hat und wortwörtlich auf den Hund gekommen ist. Bei ihm sieht es so aus, als müsse sich das Glück einfach nur selbstständig machen, um eines zu werden. Das kann ich auch, denkt Karen und probt, Fortuna hinter jedem Busch zu vermuten. Ausgerechnet zu einer Zeit, in der das reichlich seltsame französische Scheidungsverfahren droht. Die Farce im Plauderton ist schnell überstanden und liegt schwer im Magen.

Karen gerät in einen Sog von seltsamen Ereignissen, folgenschweren Alpträumen und irritierenden Begegnungen. Als sie neben einer alten Frau steht, die einer vor Jahrhunderten gestorbenen Heiligen ein Stück ihres selbstgebackenen Kuchens anbietet, passiert es. Karen entdeckt die frechen Finten, mit denen ihr das Glück eine Nase dreht. Je eifriger sie nach ihm jagte, desto mehr versteckte es sich. Aber das Glück liegt längst in ihr.

Sie macht einen Alptraum zum Konzept und landet damit prompt in einem festen Arbeitsvertrag für eine neue Show. Jetzt geht es ihr wie Tom: Ihr Leben darf sich grundlegend ändern. Zwei Freundinnen schneiden sie aufgrund ihres neuen Lebensgefühls. Wie wird Tom reagieren? Diesmal steht alles auf dem Spiel. Fast sieht es so aus, als sei der treue Kumpel in sie verliebt, aber er beweist sich als echter Freund. Und als wäre die Glücksjagd nicht kompliziert und überraschend genug, steht Karen plötzlich wieder vor dem Mann, der Brezeln auf Bäumen wachsen ließ. Die beiden entdecken eine Gemeinsamkeit.

#11
(Irena)

(Irena)
Supi Petra, da kann man ganz schön sehen, wie unschiedlich Exposes sein können. *OT*......endlich bist du wieder da!!!  :):s17 *OT ENDE*

#12
(Petra)

(Petra)

10 Seiten-Exposés sind eine Zumutung

Ach ja... möge sich keiner von diesem Satz pauschal abschrecken lassen: Bei komplexen Sachbüchern für anspruchsvolle Verlage sind 10 bis 15 Seiten absolut normal.
Schöne Grüße,
Petra

#13
hpr

hpr
  • 7.171 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06

Das Leben ist grausam wie eine Vorabendserie.

*Das* ist der bester erste Satz eines Exposes, den ich kenne. Und auch der Rest vermittelt sehr gut die Stimmung und den Inhalt des Buches - ich kenne es nicht, aber habe nach dem Lesen ein Gefühl davon. Das Expose ist spannend und witzig und du liest es nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil es selbst eine Geschichte ist.

Kein Wunder, dass sie es gekauft haben.

Hans Peter

#14
(Petra)

(Petra)
Ich erlaube mir ganz frech, diesen Thread mal wieder hochzuholen für eine Kollegin bei MSG, die gerade über einem Exposé schwitzt. Vielleicht inspiriert es noch den ein oder anderen, das Exposé eines veröffentlichten Buches oder Ausschnitte daraus zu spendieren. Schöne Grüße, Petra

#15
Fritz

Fritz
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  • Dabei seit 10.02.05
Supi, genau so etwas habe ich gesucht. Ich sitze nämlich auch gerade vor einem Expose. Petra, Dein Expose ist Spitzenklasse! (Sollten wir uns mal begegnen, geb' ich einen aus. Und wenn dies ein Schwabe sagt ...) LG Freddy

#16
(Petra)

(Petra)
Huch. Das geht jetzt runter wie Rohöl. ;D Ich bin nämlich ein extremer Exposé-Leider, brauche dafür so lange wie für einen halben Roman und sehe meine wichtigen Punkte auch nur durch die Augen von anderen, die ich in dieser Zeit endlos mit meiner Geschichte belabere, um zu testen, wo sie gähnen und wo die Augen größer werden. Schöne Grüße, Petra

#17
Andrea S.

Andrea S.
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  • Dabei seit 10.01.07
Hallo zusammen! Ich habe mir in Verlagen mit dieser Form Freunde geschaffen: Exposé in Form von Klappentext Handlungshintergrund Dramatis Personae Hier ein Beispiel (veröffentlich als: Die Lauscherin im Beichtstuhl) Exposé Die Klosterkatze Knechtsteden im Jahre des Herren 1502 Mirza, die dreifarbige Katze der alten Moen, wird auf das Niederträchtigste entführt. Als sie endlich aus dem Sack gelassen wird, findet sie sich in der Bibliothek des Klosters Knechtsteden wieder. Hier, so teilt ihr der grobe Gärtnerbursche Meiko mit, soll sie die Mäuse fangen, die die alten Pergamente annagen. Pater Melvinius, dem Bibliothekar, gelingt es rasch, ihr Zutrauen zu gewinnen, und Mirza gewöhnt sich im Kloster ein. Allerdings muss sie bei ihren neugierigen Streifzügen durch Kreuzgang, Kräutergarten und Klosterkirche feststellen, dass sich einige seltsame Dinge in den heiligen Hallen abspielen. Da ist zum Beispiel Meister Clemens, der die Aufgabe hat, die Kirche mit Fresken auszumalen – warum kann er an manchen Tagen die roten und die grünen Farbtöpfe nicht voneinander unterscheiden, an anderen gelingt es ihm mühelos? Oder warum zieht sich Bruder Arnoldus, ein echter Katzenhasser, mit der schönen Frau Johanna in die Apfelscheune zurück? Und wieso schleicht sich der Gärtnerbursche in der Bibliothek herum? Daneben muss Mirza sich mit Diabolo, dem Streunerkater, zwei derben Schlägertypen aus den Ställen, dem bissigen Hofhund und einem gefährlichen, alten Luchs auseinandersetzen. Mirza, die heimliche Schleichwege und Zugänge zu Beichtstühlen, Zellen und Kellergewölben kennt, kann einige Fragen lösen. So etwa, warum Meister Clemens an manchen Tagen von seiner Zwillingsschwester Kristin vertreten wird, die als Mann verkleidet die Malarbeiten in der Basilika übernimmt. Oder dass Bruder Arnoldus, der kurz vor der Priesterweihe steht, ein höchst unkeusches Doppelleben führt. Und dass der Gärtnerbursche eine sehr bewegte Vergangenheit hat und so unsympathisch gar nicht ist. Dann aber dringen Gewalt und Verderben in die friedliche Welt des Klosters ein. Es gibt einen Überfall, einen Einbruch, einen Waldbrand und einen Mordversuch. Mirza geling es, zusammen mit Pater Melvinius, die Quelle des Bösen aufzudecken und ein altes Unrecht wieder gut zu machen. Es gelingt ihr auch, zwischen dem Gärtnerburschen Meiko, der eigentlich Meinhard von Rommerskirchen heißt, und der Malerin Kristin ein zartes Band zu knüpfen. Was sich dahinter verbirgt: (Handlungshintergrund) Meinhard von Rommerskirchen ist der rechtmäßige Erbe des Gutes und Herrenhauses zu Rommerskirchen, einer reichen Liegenschaft nahe dem Prämonstratenser-Kloster Knechtsteden. Doch er hat sich in jungen Jahren mit seinem Vater entzweit und das Haus verlassen. Der Vater enterbt ihn und setzt in seinem Testament den jüngeren Bruder Sivert zum Erben ein. Meinhard schließt sich einem Handelsherren an und fährt zur See. Nach zwölf Jahren aber kommt es zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn, er verspricht, nach seiner letzten Fahrt nach Hause zu kommen und das Gut zu übernehmen. Der Vater ändert das Testament erneut. Doch bevor Meinhard zurückkehrt, stirbt der Vater, und Sivert erklärt sich zum rechtmäßigen Herren des Hauses, da der ältere Bruder ja enterbt worden ist. Als Gärtnerbursche des Klosters beobachtet Meinhard, wie sein lasterhafter Bruder das Gut herunterwirtschaftet und sucht dabei das geänderte Testament, das angeblich seine alte Kinderfrau, die Moen, in Obhut genommen hat. Doch die Moen ist tot, als er sie endlich findet. Bei ihr ist nur Mirza, die Katze. Die entpuppt sich als unerwartete Helferin, denn sie weiß, wo die Kiste mit den Dokumenten versteckt ist und sie kann auch das Beweisstück herbei schaffen, das belegt, wie Sivert den Streit zwischen Vater und Sohn einst herbeigeführt hat. Dramatis Personae Mirza – die Heldin, eine belesen dreifarbige Katze, Ohren rot, Gesicht weiß, Schwanz schwarz – „Ich glaubte lange Zeit, der gehöre nicht zu mir...“ Sie kann, wenn sie nicht von ihren tierischen Gefühlen gehindert wird, sehr logische Schlüsse ziehen. Die alte Moen: die Mirza lehrte, mit den hübschen Goldscheibchen zu spielen und nun leider ein Geheimnis mit ins Grab genommen hat. Pater Melvinius de Penthièvre: der alte Gelehrte, dem es gelingt, einer klugen Katze das Lesen beizubringen und einem groben Gärtnerburschen das Geheimnis seiner Herkunft zu entlocken. Meiko: der geheimnisvolle Gärtnergehilfe – der viel zu gebildet für einen Handlanger ist, aber raue Hände hat und schwere Arbeit nicht scheut. Sivert von Rommerskirchen: der jüngere Sohn des verstorbenen Gutsherren, jetzt der Herr des Gutshofes, gutaussehend und von angenehmen Manieren. Solange es ihm nützt. Arnold van Beveland, Bruder Arnoldus: Siverts Freund aus Jugendtagen, jetzt kurz vor der Priesterweihe, allerdings häufig im Herrenhaus anzutreffen. Ermine van der Heege: Siverts zukünftige Verlobte, die recht delikate Dinge zu beichten hat. Johanna van der Heege: ihre Tante, die ebenfalls delikate Dinge zu beichten hätte, es aber wohlweislich nicht tut. Kristin Hendrykson: die Freskenmalerin mit exquisitem Farbgefühl und großer Wandlungsfähigkeit. Clemens Hendrykson: ihr Bruder, dem rote Blumen und grüne Blätter einerlei sind. Hermann Kerpen: Advokatus, der sich sicherer hinter seinen Akten fühlt als in der Welt. Bruder Anselm: der in der Küche wirkt. Bruder Everard: der über die Gärten wacht. Pater Jakobus: der über die Novizen wacht. Katryn: die Magd, die auf das Getuschel hört. Mattes: der Fassbender-Geselle, der das Getuschel glaubt. Weitere tierische Helden Rango: der weise alte Luchs Engelbert: der faule Küchenkater Laus und Wanze: zwei Schlägertypen aus den Ställen Diabolo: der Streuner mit dem rauen Wesen und dem weichen Kern, sehr schwarz Jako: der Hofhund, ein unangenehmer Charakter

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle


#18
(Peter_Dobrovka)

(Peter_Dobrovka)
Ein sehr langer Klappentext ... ;)

#19
Susanne

Susanne
  • 4.910 Beiträge
  • Dabei seit 28.09.06
Ich habe es so verstanden, dass es Klappentext und Exposee ist. Anm.: Klappentext würde mich sofort zum Kauf reizen. Exposee würde, wenn ich Lektorin wäre, auch meine Neugierde wecken.

Liebe Grüße, Susanne

 

"Books! The best weapons in the world!" (The Doctor)


#20
Andrea S.

Andrea S.
  • 6.766 Beiträge
  • Dabei seit 10.01.07
Genau, Susanne, Exposé in Form von Klappentext, also mit der Intention, die Neugier auf das Thema zu wecken.
Dabei zeige ich eben nicht gleich alles, was sich dahinter verbirgt. Ich habe festgestellt, dass gerade bei komplexen Handlungsstrukturen Exposés sehr überladen wirken und der eigentliche Kick nicht rüberkommt.

Also teile ich es eben auf in die drei besagten Teile, die insgesammt auch nicht mehr als 2-3 Seiten haben.

Bisher waren meine Verlage immer ganz angetan davon, sozusagen einen mit der Autorin abgestimmten Klappentext zur Hand zu haben, der, entsprechend gekürzt, dann in den Vorschauen und auf dem Buchrücken werwendet wurde.

Klappentext würde mich sofort zum Kauf reizen.

steht Dir frei, das sofort zu tun  ;D
Liebe Grüße
Anna

Neu: Das Gold der Raben. Bald: Doppelband Die Spionin im Kurbad und Pantoufle