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pro literatur Verlag ändert Geschäftsmodell


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2 Antworten zu diesem Thema

#1
Admin

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  • 1.790 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Bisher hatten wir den pro literatur Verlag (Link ungültig) (Link ungültig) in der Liste der Zuschuss- und Dienstleisterverlage (Link ungültig) (Link ungültig) (man verzeihe das Oxymoron) geführt, da der Verlag in einem Teil seiner Verträge auch Zuschüsse durch die Autoren vorgesehen hatte.

Nun hat mir der Geschäftsführer, Robert Mayer-Scholz, geschrieben und mir erklärt, dass man von diesem Geschäftsmodell ab sofort zurücktreten werde.
Auf der Website des Verlages ist zu lesen:

Bereits im Laufe des Jahres 2009 mussten wir feststellen, dass die Angebote diverser Book-on-Demand- und Print-on-Demand-Anbieter und unzähliger „Zuschussverlage“ immer unseriöser wurden und die transparenten und korrekten Dienstleistungen als Publikationsberatung in Verbindung mit einem Verlag zunehmen als schwierig wargenommen wurden.

Deshalb und um uns ganz deutlich von unseriösen Angeboten abzugrenzen haben wir uns Anfang 2010 entschlossen, unsere jahrelang erfolgreichen Pubklikationsberatungs- und on-Demand-Dienstleistungen einzustellen und uns ab Anfang 2010 wieder dem klassischen Verlagsgeschäft zu widmen.

Herr Mayer-Scholz schrieb mir noch zusätzlich:

Für neue Autoren / Manuskripteinreichungen kann ich Ihnen versichern, dass wir die bisherigen Verträge zur Publikationsberatung und Druck nicht mehr abschließen. Der einreichende Autor bekommt - genauso wie bei DTV, Rowohlt oder anderen Verlagen - nach Sichtung seiner Unterlagen entweder eine Absage oder einen regulären Autorenvertrag (wie wir ihn ja für einen Teil der Produktionen bei entsprechender Qualität auch bisher angeboten haben).

Ganz klar versichere ich Ihnen hiermit, dass unsere Verträge auch keinerlei Kostenbeteiligungsklauseln enthalten! (Dafür liegen dann ja auch die kompletten Verlagsrechte bei uns und nicht mehr beim Autor, wie es halt das Verlagsrecht und die üblichen Verträge der Publikumsverlage so vorsehen).

Sicherlich wird es auch künftig AutorInnen geben, die z.B. nach einem Korrektor oder Lektor suchen, BEVOR sie ihr Manuskript bei Verlagen einreichen. Hier werden wir natürlich auf Partnerfirmen verweisen; das allerdings nicht in Zusammenhang mit bereits eingereichten Manuskripten als Voraussetzung ansehen. Hier würden wir dann ein Skript eines Autoren, der nicht rechtschreiben kann eher ablehnen (wie andere Verlage auch; das hängt ja auch von der Einzelfallprüfung ab!).

Bei unseren bestehenden "regulären" Autorenverträgen ist es bzgl. der Exemplare für den Autoren entsprechend den verlagsrechtlichen Bestimmungen so geregelt, dass er einige Exemplare abhängig von der verkauften Stückzahl ohnehin als Freiexemplare bekommt. Zudem dürfen unsere Autoren natürlich ihre Bücher auch selbst verkaufen und können diese dann bei uns zu im Vertrag festgelegten Konditionen, die den Bezugskonditionen des Buchhandels entsprechen, beziehen. Mindestabnahmemengen gibt es in diesem Fall nicht, jedoch die üblichen (auch für den Buchhandel geltenden) Versandkosten.

Also kurz zusammengefasst: Wir haben uns entschlossen, künftig keine "Zuschüsse" egal welcher Art auch immer mehr zu verlangen und uns damit in das "reguläre" Verlagsgeschäft zurückzuziehen, um uns deutlich von BoD- u.a. Angeboten abzugrenzen.


Gruß,

Andreas

#2
Gertraude

Gertraude
  • 1.144 Beiträge
  • Dabei seit 06.08.06
Eine Schwalbe macht zwar noch keinen Sommer, aber das ist eine gute Nachricht. Ich wage zu behaupten, das Fairlag-Bündnis ist nicht ganz unschuldig an diesem Sinneswandel.  :)
Könnte es sein, dass der Firma die nicht-zahlenden Autoren ausgeblieben sind, weil diese befürchten mussten, man würde sie mit jenen Autoren in einen Topf werfen, die ihre Veröffentlichungen selbst bezahlen?

Ist vielleicht kleinlich, aber dem Verfasser des Schreibens hätte ein "Lektor" auch gut getan:

als Publikationsberatung in Verbindung mit einem Verlag zunehmen als schwierig wargenommen wurden.

O je! ;D

LG Gertraude
Ich kann mit der Arbeit an einem Roman erst dann beginnen, wenn ich seinen letzten Satz kenne. (John Irving)

#3
Karla

Karla
  • 864 Beiträge
  • Dabei seit 04.01.09

Ist vielleicht kleinlich, aber dem Verfasser des Schreibens hätte ein "Lektor" auch gut getan:

als Publikationsberatung in Verbindung mit einem Verlag zunehmen als schwierig wargenommen wurden.

O je! ;D


Ich wünschte, mir würde das Zunehmen auch so schwer fallen. ;D

Aber ja, schön ist das schon, wenn sich hier tatsächlich Veränderungen zeigen. Da kann man nur gratulieren!

LGK
I will sit right down, waiting for the gift of sound and vision. (David Bowie)&&&&www.karla-schmidt.de