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Rückruf der Rechte wg. Verramschen


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24 Antworten zu diesem Thema

#1
SusaRau

SusaRau
  • 335 Beiträge
  • Dabei seit 04.01.09
Vor kurzem bekam ich kurz hintereinander die Mitteilungen zur Aufhebung des Ladenpreises - bei drei Titeln. (War wohl ein Rundumschlag.) Jetzt würde ich gern die Rechte zurückfordern und habe dazu ein paar Fragen. (Falls die schon hier irgendwo beantwortet wurden: sorry, ich habe nicht viel gefunden.) 1. Gibt es eine bestimmte Frist, nach der ich erst fragen darf? Das Verramschen ist ja ein eindeutiger Hinweis, dass der Verlag das Buch nicht mehr vertreiben will, oder? 2. Gibt es eine korrekte Formulierung, oder geht das formlos (per Mail)? 3. Eins der Bücher erscheint noch als E-Book, ist damit ja lieferbar. Ist das ein Problem? 4. Bei der VG Wort sollte man das ja auch melden, hab ich gehört. Geht das formlos - oder muss man Formulare anfordern? Für Eure Hilfe wäre ich Euch sehr dankbar. Susanne

NEU bei Orell-Füssli: "Elfie und das magische Eichhörnchen" (ab 8 Jahren)

 


#2
Micha

Micha
  • 257 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10
Da würde ich mich gern anschließen. Mir geht es gerade mit 2 Titeln so. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass der Verlag die Rechte noch ein Weilchen behalten möchte, denn es ist möglich, dass meine anderen Titel erfolgreicher werden. Dann könnte man ja eine Neuauflage starten, da durch den steigenden Bekanntheitsgrad mehr Absatz zu erwarten ist. Ich muss aber sagen, dass ich die Rechte lieber zurück hätte und - wenn dann dieser Fall eintreten sollte - selbst entscheide, wo ich neu auflegen lasse. Vielleicht hat der eine oder die andere von euch ja so etwas schon mal durchgemacht. Viele Grüße Micha
"Was zum Teufel ist ein Ätzkacketöter?"&&"Das ist genau das, woran du jetzt denkst."&&"Oh."&&Aus: "Shana"   (Irgendwann zu haben ...)

#3
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05
Hallo ihr beiden, maßgeblich ist erst mal, was dazu im Vertrag steht, danach bestimmt sich das weitere Vorgehen. LG, eva v.

#4
Micha

Micha
  • 257 Beiträge
  • Dabei seit 30.01.10
Hi Eva, so einfach scheint es nicht. Im Vertrag steht, dass der Autor dem Verlag die Rechte für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts überträgt. Nirgendwo ist eine Kündigung/Aufhebung/Rückgabe der Rechte formuliert. Im § 12 Ausverkauf/Makuklierung heißt es lediglich: "Bei Beendigung des Vertrages - egal aus welchem Rechtsgrund - steht dem Verlag nach Vertragsende eine Ausverkaufsfrist von 12 Monaten zu." Kein Wort zu der Vorgehensweise, wenn seitens des Verlags verramscht wurde. Wenn ich das recht sehe, muss man die Rechte zurückfordern und ist auf das Einverständnis des Verlags angewiesen. Susanne, danke dafür, dass du diesen Thread eröffnet hast, denn bei meiner jetzt anstehenden Unterzeichnung werde ich zuvor noch etwas ändern ;-) Viele Grüße Micha
"Was zum Teufel ist ein Ätzkacketöter?"&&"Das ist genau das, woran du jetzt denkst."&&"Oh."&&Aus: "Shana"   (Irgendwann zu haben ...)

#5
SusaRau

SusaRau
  • 335 Beiträge
  • Dabei seit 04.01.09
@ Mascha: Keine Ursache, ich habe meine ersten Verträge auch ohne Hintergedanken unterzeichnet, wie ich sehe ... @ Eva: Bei allen drei Verträgen habe ich dem Verlag die Rechte "räumlich unbeschränkt für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts" überlassen. (Inzwischen bin ich schlauer, u.a. durch Dich, Eva, und ich habe für künftige Bücher eine Agentur.) Zum Verramschen steht bei mir: "Lässt der Absatz einer Auflage nach dem erstmaligen Erscheinen eines Werkes so nach, dass sich der weitere Vertrieb nach Ansicht des Verlages nicht mehr lohnt, so ist der Verlag berechtigt, den Ladenpreis aufzuheben und den Restbestand ganz oder teilweise zu verbilligtem Preis zu verkaufen oder zu makulieren. Sollte der Abverkaufspreis unter den Produktionskosten liegen, erhält die Verfasserin kein Honorar, ansonsten 5 % vom Reinerlös. Der Verlag wird von dieser Absicht die Verfasserin vorher verständigen, um ihr zu ermöglichen, die Restbestände ganz oder teilweise selbst zu erwerben. (Ist schon passiert, ich hab von allen 10 Stück gesichert, mehr will ich nicht.) Aber sagt dieser Text etwas über Fristen aus? Mir Voll-Laien ergibt sich daraus noch kein logischer Schluss ... Danke für jede Hilfe! Und danke, Eva, dass Du immer auf solche Hilferufe reagierst ... beim nächsten Oberurseltreff geb ich einen aus :s18 Susanne

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#6
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05
Bei der Verramschung gibt es für den Autor mehrere Vorgehensweisen:

Zum einen kann er den Verlag ganz einfach um Rückgabe der Rechte bitten. Die meisten Verlage kommen dieser Bitte problemlos nach.

Klappt das nicht, kann der Autor verfahren wie bei fehlender Lieferbarkeit: Er kann den Verlag auffordern, sich innerhalb einer bestimmten Frist (hier reichen drei Monate) verbindlich darüber zu erklären, ob er innerhalb einer festgelegten Zeit (z. B. sechs oder zwölf Monate) nach Ablauf der Erklärungsfrist eine Neuausgabe veranstalten wird. Kommt dann keine verbindliche Erklärung oder wird eine Neuausgabe abgelehnt, kann der Autor vom Verlagsvertrag zurücktreten. Das ist eine einseitige Willenserklärung, die nicht der Zustimmung des Verlages bedarf.

Eine weitere Alternative ist ein Vorgehen nach § 41 UrhG (Link ungültig) (Link ungültig), den wir ja hier schon oft genug thematisiert hatten und den sich einfach jeder Autor mal gründlich durchlesen sollte - es könnte nützlich sein. Nur weil solche Rechte des Autors nicht in den Verlagsverträgen aufgelistet sind, heißt das nicht, dass sie sich ihrer nicht bedienen können.

LG,
eva v.

#7
Petralit

Petralit
  • 857 Beiträge
  • Dabei seit 14.06.05
Hier möchte ich auch noch einmal nachhaken: Wie ist es, wenn die Hautpausgabe eines Werkes verramscht ist, das E-Book aber noch lieferbar ist? Kann ich dann überhaupt vom Vertrag zurücktreten oder geht das dann nur über den Rückruf aller Nebenrechte? Und was ist dann mit dem Hauptrecht (Hardcover), dass ganz sicher nicht mehr ausgeübt werden wird? Und in diesem Zusammenhang: Ich könnte mir vorstellen, dass der Verlag bei Setzung einer Nachfrist für ein Werk, das komplett verramscht ist und bei dem es auch kein E-Book gibt, schnell eine E-Book-Ausgabe raushaut, aber natürlich nicht noch eine Taschenbuchausgabe, geschweige denn eine Hardcoverausgabe. Geht dann ein Rücktritt oder müssen, siehe oben, alle Rechte dann einzeln zurückgerufen werden?

Petra Schier / Mila Roth: Zwei Namen, eine Autorin - Lesefutter für (fast) jeden Geschmack

 

www.petra-schier.de +++++++ www.mila-roth.de


#8
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05

Hier möchte ich auch noch einmal nachhaken:

Wie ist es, wenn die Hautpausgabe eines Werkes verramscht ist, das E-Book aber noch lieferbar ist? Kann ich dann überhaupt vom Vertrag zurücktreten oder geht das dann nur über den Rückruf aller Nebenrechte? Und was ist dann mit dem Hauptrecht (Hardcover), dass ganz sicher nicht mehr ausgeübt werden wird?

Und in diesem Zusammenhang: Ich könnte mir vorstellen, dass der Verlag bei Setzung einer Nachfrist für ein Werk, das komplett verramscht ist und bei dem es auch kein E-Book gibt, schnell eine E-Book-Ausgabe raushaut, aber natürlich nicht noch eine Taschenbuchausgabe, geschweige denn eine Hardcoverausgabe. Geht dann ein Rücktritt oder müssen, siehe oben, alle Rechte dann einzeln zurückgerufen werden?


Es kommt darauf an, ob das E-Bookrecht als ein Hauptrecht oder als Nebenrecht eingeräumt wurde. Immer mehr Verlage lassen sich neben dem Druckrecht auch das E-Book- und Hörbuchrecht als Hauptrecht einräumen.

Wurde das E-Bookrecht als Nebenrecht eingeräumt, teilt es das Schicksal des Hauptrechts, da es regelmäßig "für die Dauer des Hauptrechts" eingeräumt wird. Ist also das Druckrecht das einzige Hauptrecht und wird nicht mehr ausgeübt, kann der Autor wie oben aufgeführt verfahren und den Verlagsvertrag damit beenden. Damit enden auch alle Nutzungsrechte, die als Nebenrechte eingeräumt wurden, abgesehen von bereits an Dritte erteilte Lizenzen. Diese kann der Autor dann nur bei den Lizenznehmern selbst zurückrufen, wenn sie nicht oder nicht mehr ausreichend ausgeübt werden.

Wurde das E-Bookrecht als Hauptrecht neben dem Druckrecht eingeräumt, und das auch gleich noch für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts, kann das nicht mehr genutzte Druckrecht separat zurückgerufen werden. Eine vollständige Vertragskündigung ist dann aber natürlich schwieriger, da das E-Book ja weiter lieferbar bleibt und somit dieses Hauptrecht genutzt wird. Hier könnte man allenfalls darauf abstellen, dass eine Abspaltung infolge der Nicht-mehr-Ausübung des Druckrechts die Rechtsstellung des Autors so empfindlich beeinträchtigt, dass dies eine unangemessene Benachteiligung bzw. Störung des ursprünglich vereinbarten Vertragszwecks bedeuten könnte, weil dem Autor eine Neuvermarktung unzumutbar erschwert würde, da heute kaum noch ein Verlag das Druckrecht ohne das wichtige E-Bookrecht kaufen will. Ob diese Begründung einer gerichtlichen Prüfung standhielte, wäre zumindest fraglich und davon abgesehen natürlich Fallfrage.

Generell sollte der Autor immer darauf achten, Nutzungsrechte niemals für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts zu übertragen, schon gar nicht am E-Book als Hauptrecht und womöglich noch ohne Druckrecht.

LG,
eva v.

#9
Petralit

Petralit
  • 857 Beiträge
  • Dabei seit 14.06.05

Generell sollte der Autor immer darauf achten, Nutzungsrechte niemals für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts zu übertragen, schon gar nicht am E-Book als Hauptrecht und womöglich noch ohne Druckrecht.
LG,
eva v.


Liebe Eva,
ganz herzlichen Dank für die Auskunft, die hilft mir schon sehr weiter! Und natürlich weiß ich, dass Verlagsverträge zeitlich begrenzt werden müssen. Hier geht es um wenige alte Verträge, wo das noch nicht drinsteht. Alle neueren Verträge sind bei mir begrenzt. :)
Für mich bedeuten deine Ausführungen, dass ich in absehbarer Zeit von genau jenen Verträgen zurücktreten kann, denn der Verlag wird mitnichten diese Bücher noch mal im Hauptrecht neu auflegen. Was für eine Erleichterung! Ich werde mich direkt darum kümmern.
Als angemessene Nachfrist sollten sechs Monate ausreichen, oder?

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#10
Daniela

Daniela
  • 1.379 Beiträge
  • Dabei seit 29.08.06
Da das Thema für mich auch gerade aktuell ist, möchte ich mich auch mal ganz herzlich bei Dir bedanken, Eva! Liebe Grüße Daniela

#11
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05


Generell sollte der Autor immer darauf achten, Nutzungsrechte niemals für die Dauer des gesetzlichen Urheberrechts zu übertragen, schon gar nicht am E-Book als Hauptrecht und womöglich noch ohne Druckrecht.
LG,
eva v.


Liebe Eva,
ganz herzlichen Dank für die Auskunft, die hilft mir schon sehr weiter! Und natürlich weiß ich, dass Verlagsverträge zeitlich begrenzt werden müssen. Hier geht es um wenige alte Verträge, wo das noch nicht drinsteht. Alle neueren Verträge sind bei mir begrenzt.  :)
Für mich bedeuten deine Ausführungen, dass ich in absehbarer Zeit von genau jenen Verträgen zurücktreten kann, denn der Verlag wird mitnichten diese Bücher noch mal im Hauptrecht neu auflegen. Was für eine Erleichterung! Ich werde mich direkt darum kümmern.
Als angemessene Nachfrist sollten sechs Monate ausreichen, oder?



Hallo,

in Standardverlagsverträgen ist es oft so geregelt, dass für die Erklärung eine Dreimonatsfrist eingeräumt wird, und für den möglichen Nachdruck eine von zwölf, wobei diese zweite Frist nach Ablauf der Dreimonatsfrist beginnt, sodass es ingesamt maximal fünfzehn Monate dauern kann.

Da aber heute im Zeitalter moderner digitaler Satz- und Druckverfahren alles viel schneller hergestellt werden kann, sollten sechs Monate reichen - das wären dann insgesamt neun.

Man kann demzufolge den Verlag bitten, einem innerhalb von drei Monaten verbindlich mitzuteilen, ob er in dem darauffolgenden halben Jahr (bis zum ... - sechs Monate zu den drei Monaten dazurechnen) eine Neuausgabe des Titels drucken werde. Unterbleibt eine Erklärung, kann man dies als Ablehnung werten (und das in dem Aufforderungsschreiben bereits ankündigen, etwa: "Sollte innerhalb der nächsten drei Monate keine verbindliche Erklärung darüber von Ihnen bei mir eintreffen, gehe ich davon aus, dass der Titel nicht mehr nachgedruckt werden soll.").

Nach ergebnislosem Ablauf der dreimonaten Frist kann der Autor dann wie aufgeführt den Rücktritt vom Verlagsvertrag erklären, damit enden auch alle - nicht an Dritte vergebenen - Nebenrechte. Eine Antwort des Verlags im Stil von "Wollen wir vielleicht irgendwann doch noch nachdrucken, können es aber jetzt noch nicht entscheiden" wäre nicht verbindlich und daher unbeachtlich.

Bei einem Rückruf (den man vom Rücktritt unterscheiden muss!) endet dagegen nur das betreffende, jeweils genauer zu bezeichnende Nutzungsrecht, d. h. der Vertrag in seiner Gesamtheit bliebe bestehen.

LG,
eva v.

#12
SusaRau

SusaRau
  • 335 Beiträge
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Von mir auch ganz herzlichen Dank, Eva! Was würden wir ohne dich machen? :) Liebe Grüße Susanne

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#13
Petralit

Petralit
  • 857 Beiträge
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Hallo,

in Standardverlagsverträgen ist es oft so geregelt, dass für die Erklärung eine Dreimonatsfrist eingeräumt wird, und für den möglichen Nachdruck eine von zwölf, wobei diese zweite Frist nach Ablauf der Dreimonatsfrist beginnt, sodass es ingesamt maximal fünfzehn Monate dauern kann.
Da aber heute im Zeitalter moderner digitaler Satz- und Druckverfahren alles viel schneller hergestellt werden kann, sollten sechs Monate reichen - das wären dann insgesamt neun.


Bei mir ist in dieser Hinsicht vertraglich überhaupt nichts geregelt, ich werde also die kleinstmögliche Zeitspanne einsetzen. Aufgeführt ist bei mir nur die Zeitspanne, nach der ich einzelne Nebenrechte zurückfordern kann.

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#14
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05


Hallo,

in Standardverlagsverträgen ist es oft so geregelt, dass für die Erklärung eine Dreimonatsfrist eingeräumt wird, und für den möglichen Nachdruck eine von zwölf, wobei diese zweite Frist nach Ablauf der Dreimonatsfrist beginnt, sodass es ingesamt maximal fünfzehn Monate dauern kann.
Da aber heute im Zeitalter moderner digitaler Satz- und Druckverfahren alles viel schneller hergestellt werden kann, sollten sechs Monate reichen - das wären dann insgesamt neun.


Bei mir ist in dieser Hinsicht vertraglich überhaupt nichts geregelt, ich werde also die kleinstmögliche Zeitspanne einsetzen. Aufgeführt ist bei mir nur die Zeitspanne, nach der ich einzelne Nebenrechte zurückfordern kann.


Vielleicht hast du nicht an der richtigen Stelle nachgeschaut. Meist ist das unter einer Klausel namens "Lieferbarkeit" geregelt.

Aber wenn nicht, macht das nichts, man kann trotzdem danach verfahren.

LG,
eva v.

#15
Petralit

Petralit
  • 857 Beiträge
  • Dabei seit 14.06.05
Nein, dazu steht wirklich überhaupt nichts im Vertrag. Ich kenne den gesamten Wortlaut jetzt schon fast auswendig, so oft habe ich ihn gelesen. *lach*

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#16
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05

4. Bei der VG Wort sollte man das ja auch melden, hab ich gehört. Geht das formlos - oder muss man Formulare anfordern?


Diese Frage war noch offen.
Von der VG Wort gibt es Karten für diesen Zweck, die der Verlag nach Beendigung des Verlagsvertrags abzeichnet und an die VG Wort zurückschickt bzw. es zumindest tun sollte.

Der Autor kann aber den Rechterückfall auch anders nachweisen, z. B. durch Vorlage des Vertrags (etwa bei beschränkter Laufzeit) oder von Schreiben des Verlags (Bestätigung des Rechterückfalls o. ä.).

Generell sollte man auf diese Meldung achten, denn dann gibt es für den Titel bei der nächsten Ausschüttung mehr Geld.

LG,
eva v.

#17
Elli

Elli
  • 2.328 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08
Da kann man nur noch sagen: Verlage zieht euch warm an. Die ganzen aufmüpfigen Autoren lernen jetzt langsam ihre Rechte kennen und üben sie auch noch aus!  :s20 Danke Eva!!!

#18
AstridV

AstridV
  • 1.894 Beiträge
  • Dabei seit 05.12.05
Ich bin jetzt etwas unsicher. Aufhebung des Ladenpreises = Verramschen, richtig? Wenn jetzt der Verlag aber die Serie unter neuem Titel als Trilogie herausbringt, kann ich dann trotzdem von der VG Wort mehr Geld für die ohne mein Wissen bereits im Mai 2011 verramschten Bücher bekommen?

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#19
eva v.

eva v.
  • 3.669 Beiträge
  • Dabei seit 26.10.05

Ich bin jetzt etwas unsicher. Aufhebung des Ladenpreises = Verramschen, richtig? Wenn jetzt der Verlag aber die Serie unter neuem Titel als Trilogie herausbringt, kann ich dann trotzdem von der VG Wort mehr Geld für die ohne mein Wissen bereits im Mai 2011 verramschten Bücher bekommen?


Solange der Autor nicht vom Vertrag zurücktritt, behält der Verlag weiterhin die Druckrechte. Das Verramschen einer Ausgabe berechtigt nur dann zum Rücktritt vom Vertrag, wenn anschließend keine Neuausgabe mehr veranstaltet wird.
Wenn ein Verlag den Autor nicht über die bevorstehende Verramschung informiert, kann das vertragswidrig sein. Ob das für sich allein zur Vertragsbeendigung aus wichtigem Grund berechtigt, kann rückblickend allerdings dahinstehen, wenn von einer Kündigung aus wichtigem Grund abgesehen wird, denn diese muss umgehend erfolgen.

Mehr Geld für die einzelnen Titel gibt es von der VG Wort m. W. erst nach Vertragsende, und auch das erst, nachdem es der VG Wort zur Kenntnis gebracht wurde.

LG,
eva v.

#20
AstridV

AstridV
  • 1.894 Beiträge
  • Dabei seit 05.12.05
Wieder was gelernt. Vielen Dank, Eva!  :s17 Liebe Grüße Astrid

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