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Autorenfotos aus der Hölle

Foto Marketing Beispiele

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54 Antworten zu diesem Thema

#1
ChristianeL

ChristianeL
  • 1.523 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

... oder Denkerfaust in Sepia.

 

In der FAZ gibt es wunderbare Beispiele, wie man - nach Ansicht einer Profifotografin - Autorinnen- und Autorenfotos lieber nicht gestalten sollte:

 

http://blogs.faz.net...der-hoelle-517/

 

Ähem, ich fühlte mich ertappt. ;)

 

Ein Dank an Nadine, die den Link entdeckte und liebe Grüße

Christiane



#2
SusanneL

SusanneL
  • 2.059 Beiträge
  • Dabei seit 14.05.12

Danke, Christiane!

Das rettet meinen Tag!  :D 

Viele Grüße

von Susanne (mit gedankenschwerem, aufgestütztem Kopf)


Bearbeitet von SusanneL, 22.10.2015 - 13:27,

Aktuell: Frühstück in den Dünen - Ostsee-Roman

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#3
Elli

Elli
  • 2.137 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08

Ja, stimme der Autorin zu. Schön wäre es, zu sehen, wie es richtig gehen soll.

 

Mir gefallen übrigens die Autorenfotos von unserer Martina sehr gut. Ihr Fotograf ist Franz Hamm. Ich hoffe, ich darf den Tipp weitergeben, Martina.

Nächstes Jahr werde ich wohl auch mal wieder neue Fotos machen lassen müssen ... 

 

LG

Elli


elli-radinger.de | Google+ | Wolf Magazin

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet. (J. W. Goethe)


#4
Gundula

Gundula
  • 153 Beiträge
  • Dabei seit 10.08.15

Hallo Christiane,

 

schönes Thema! Ich brauche nämlich auch gerade ein Foto. Aber wie mache ich es denn nun richtig?

 

Liebe Grüße



#5
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.592 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Hallo Christiane,

 

schönes Thema! Ich brauche nämlich auch gerade ein Foto. Aber wie mache ich es denn nun richtig?

 

Liebe Grüße

Das habe ich mich auch gerade gefragt

 

(Ulrike, vor Bücherregal)



#6
SabineW

SabineW
  • 2.588 Beiträge
  • Dabei seit 12.09.05

Wie soll man sich da nicht ertappt fühlen? Es ist ja alles dabei, was denkbar ist, und alles ist ein No Go? Naja.



#7
AndreaRings

AndreaRings
  • 849 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Toller Artikel. Danke fürs Teilen, Christiane.

 

Ich hab gerade auf der Buchmesse den Service unserer lieben Kollegin Claudia Toman in Anspruch genommen, wie übrigens andere Kolleginnen hier aus dem Forum auch. Ihr erinnert euch auch vielleicht an die schönen Fotos, die sie beim letzten Treffen in Oberursel gemacht hat. Kann ich sehr empfehlen. Link findet ihr in ihrem Profil.

 

LG

Andrea


Homepage | Parkour | "Autoren Dingsda", Kinder- und Jugendbuchautoren bei YouTube und Facebook


#8
DirkH

DirkH
  • 761 Beiträge
  • Dabei seit 29.04.15

Ich finde Bücherregale großartig, egal, welcher Form, welchen Inhalts. Aber zugegeben: Wenn jemand davor steht, verstellt er den Blick aufs Wesentliche. 


Sagt Abraham zu Bebraham: Kann ich mal dein Cebraham?


#9
AndreasE

AndreasE
  • 2.058 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Wenn man auf der Frankfurter Buchmesse fotografiert wird, dann muss man auch immer hinter Eisensäulen hervorlugen oder sich an Bäume lehnen …  :D



#10
Christa

Christa
  • 7.325 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Es fehlt noch das Buch-Hoch-Halte-Autorenfoto, natürlich vor dem Computer, an dem die Autorin immer schreibt! Das wurde mal bei einem Interview der Presse von mir geschossen. Oder Autorin draußen im Garten, natürlich mit ihren Büchern auf dem Gartentisch. :s02


Schwarzwaldkrimi Martinsmorde. E-Book u.a.https://amzn.to/2yGV1Pc

Autorenfreundlich kaufen im https://shop.autoren...ucts&p=0&is_v=1

http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#11
Brunhilde

Brunhilde
  • 2.415 Beiträge
  • Dabei seit 19.02.11

Christiane, zu Tieren als Fotopartner wurde nichts gesagt. Gut für uns, gell?

 

Brunhilde



#12
Beate K.

Beate K.
  • 1.434 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Christiane, zu Tieren als Fotopartner wurde nichts gesagt. Gut für uns, gell?

 

Brunhilde

Das finde ich auch. :)

 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Beate


Man gräbt keine goldenen Halsbänder aus dem Boden. (John Vorhaus "Handwerk Humor")

#13
ChristianeL

ChristianeL
  • 1.523 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

 

Christiane, zu Tieren als Fotopartner wurde nichts gesagt. Gut für uns, gell?

 

Brunhilde

Das finde ich auch. :)

 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Beate

 

 

:-) Stimmt, allerdings muss ich zugeben, dass auf meinem Foto weder der Dicke noch ich besonders begeistert schauen.

Liebe Grüße

Christiane



#14
Nina

Nina
  • 944 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Ich weiß nicht, ich finde das nicht so schlimm. (Außer die Blitzlicht-Karnickelaugen.) Ganz im Gegenteil - was soll es sonst sein? Das biometrische Passbild? - Vor allem, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert, wie hier gefordert und es offenbar nur ein Portrait hinter neutralem Hintergrund (einer weißen Wand) sein sollen, fallen kleinere äußerliche Unzulänglichkeiten (z.B. nicht perfekt geformte Nase, "unreine" Haut etc.) extrem auf. Dazu gibt es auch wieder umgekehrt die Gefahr, dass es dann wie ein Fahndungsfoto aussieht. - Dadurch gibt es dann auch wieder Autoren (und ja, ich habe das schon bei einem Bestsellerautor auf einem Profifoto gesehen!), die dann beispielsweise den Mantelkragen übers halbe Gesicht schlagen. 

Ich war mal in einer Zeitungsredaktion und wurde da fotografiert, das war auch ein Buch-Hochhalte-Bild.

 

Die Sache ist ja auch die, dass man natürlich Personen gerne bei der Arbeit sehen will. - Es ist natürlich ein Problem, dass man als Autor praktisch Computer und Bleistift hat und keinen Dresscode und dadurch die Möglichkeiten eingeschränkt sind. Ein Feuerwehrmann in Uniform auf der Drehleiter macht halt doch ein bisschen mehr her ... 

 

Man kann es mit der Professionalität auch übertreiben. Nicht jeder hat es mit dem Minimalismus und das kann und soll sich auch in den Bildern widerspiegeln. Viel schöner fände ich es, mal für ein Foto professionell geschminkt und frisiert zu werden.



#15
Olaf

Olaf
  • 443 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Es gibt recht gut gemachte Bücher über Portraitfotografie. Wenn man ein paar davon durchblättert/durchliest/durcharbeitet und selbst mit dem Fotoapparat experimentiert, entwickelt sich langsam ein Gespür für das Genre. Auch manche Volkshochschulen bieten gute Kurse dazu an.

 

Es gibt sogar Bücher zum Posing (wie man sich beim Fotografieren hinstellt, guckt usw.) - das wäre für uns Autoren vielleicht die wichtigere Qualifikation. Fotografen sind meistens sehr froh, wenn sie ihrem Modell nicht immer alles erklären müssen. 

 

Grundsätzlich gilt für Autorenfotos (unter anderem):

- Die Autorin sollte gut zu erkennen sein. Also hauptsächlich das Gesicht in groß, ohne irgendwelchen ablenkenden Kram. Auch die Katze ist nicht das Motiv! 

- Ein gutes Bild vermittelt den Charakter der Person. Oder auch mal des Buches. Bei einem düsteren Krimi darf das Bild deshalb ruhig in Schwarzweiß mit hartem Kontrast sein, für einen Liebesroman wäre das dagegen ziemlich unpassend. Insofern wäre auch ein Foto in einer Industriebrache mit Grafitti an der Wand in Ordnung, falls die Autorin ihr urbanes Rebellenimage betonen will. Oder die Bücherwand, wenn sich jemand als Intellektueller darstellen möchte. 


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#16
Elli

Elli
  • 2.137 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08

Doch, Olaf. Ein Vieh muss manchmal rein.

 

Ich hab gerade vor 2 Tagen auch neue Autorenfotos machen müssen, diesmal mit meiner Hündin. Sollte fürs neue Hundebuch sein.
Wir haben 2 Anläufe gebraucht, weil die Fotos vom ersten Shooting alle unscharf waren. Dazu wusste die Fotografin nicht, dass man die Aufnahmen für eine responsive Webseite anders macht als für ein normales Autorenfoto (muss mehr Platz auf der Seite sein). Naja. Beim 2. Durchgang wars dann einigermaßen okay. Jetzt hab ich verschiedene Versionen:

  • mit Hund als Foto fürs Buchcover und die Verlagsvorschau
  • mit und ohne Hund für die responsive Webseite
  • mit und ohne Hund für die Presse.

Und dann der Kommentar vom Verlag: "Sehr schön und emotional, nur schaut bei einigen Fotos Ihre Hündin so müde." Hallooo! Wenn man als Hund mit 13 Jahren vor der Kamera und in hellem Licht ständig hin und her geschoben wird, wie kann man dann nicht müde drein schauen? Früher war es noch einfacher, da hat sie bei einem Quitsch-Spielzeug hellwach die Ohren gespitzt. Aber jetzt ist sie auch noch taub ... ;-)

 

Dafür musste Shira - im Gegensatz zu mir - nicht profigeschminkt werden. ;D
@ Nina: Das Profi-Schminken hab ich bei allen Shootings immer bei einer Kosmetikerin machen lassen, einmal auch bei Douglas. Das kostet nicht mehr als 20 €. Für ein Fotoshooting nimmst du ja ein "Tagesmake-up" aber ein wenig stärker als normal und mit viel Puder. Das Licht schluckt viel und du darfst nicht glänzen. Und für die Falten und unreine Haut gibt's den Photoshop. :-X

Ach, was haben es Hunde da gut, die sind natürlich schön ... seufz ...


Bearbeitet von Elli, 15.03.2018 - 19:48,

elli-radinger.de | Google+ | Wolf Magazin

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet. (J. W. Goethe)


#17
Nina

Nina
  • 944 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Also das mit Douglas ist ein toller Tipp - auch wenn man privat Fotos macht, das könnte man sich ja direkt mal leisten, nach dem Motto "Weil ich es mir wert bin!". Ich kleistere ja mehr nach Gefühl als nach Wissen zu, wenn schon.

 

Fotos entstehen bei mir schon privat, weil zahlt mir ja keiner und für so eine Anthologieseite fände ich es auch übertrieben. - Lustigerweise hatte ausgerechnet ich mal ein Foto auf einer Geschichtensammlung als Cover. Der Verleger hatte noch umgetan mit dem Entwurf, erst sollte da alles Mögliche rein in den Rahmen, den er dafür erstellt hatte. Und auf einmal kam die Idee mit dem Foto - mitsamt Vorschlag, bei Facebook ausgesucht.

 

Das mit dem Hund kann ich mir lebhaft vorstellen. Tieren kann man nicht erklären, worum es geht und müde dreinschauen ist wohl das Harmloseste. Ich stelle mir gerade Katzi-Schatz bei so was vor, die ist eine echte Seele, zutraulich, kuschelig - aber bei Fotos, na ja. Woanders als zu Hause sein könnte sie ohnehin nicht, aber unter Zeitdruck Fotos machen - nö. Und schläfrig dreinschauen - he, das ist eine Katze! Es ist völlig normal, dass sie 16 Stunden am Tag schläft oder zumindest döst und auch mehr ist nicht Grund zur Besorgnis. - Was mich nur oft bei Produkten wie Katzengras stört, ist, dass die Katzen darauf total verklebte Augen in den inneren Augenwinkeln haben. Also die haben doch bestimmt einen Fotografen, suchen die Katze genau aus, und dann findet sich nicht einer, der das mal mit einem angefeuchteten Taschentuch drüberwischt. (Im Fachhandel gibt es auch eigene Lösungen dafür.)  



#18
Olaf

Olaf
  • 443 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Doch, Olaf. Ein Vieh muss manchmal rein.

Ich hab gerade vor 2 Tagen auch neue Autorenfotos machen müssen, diesmal mit meiner Hündin. Sollte fürs neue Hundebuch sein.

 

Ja, Elli, bei einem Hundebuch darf ein Hund mit aufs Foto. Da gehört er gewissermaßen zur Charakterisierung des Buches dazu. Für ein Buch übers Segeln darf es auch ein Bild auf einem Segelboot sein. Grenzwertig wäre aber ein Foto im Renaissancekostüm, selbst bei einem historischen Roman (wobei letztlich alles eine Geschmacksfrage ist).

 

Das "Weg-mit-der-Katze" gilt für Bücher, in denen es nicht um Katzen geht. Manche Autoren wollen vermutlich sympathisch rüberkommen und setzen dabei auf Fotos mit ihrem Haustier oder aus dem Urlaub. Dann ist von ihnen selbst nichts zu sehen ("Ah, das da hinten am Strand, das ist der Autor?" :o ), oder es macht den Eindruck, Mieze wäre die Autorin.  

 

Noch ein paar technische Tipps für Autoren, die selbst fotografieren: 

  • Nehmt eine gute Kamera mit einem guten Objektiv. Kein Handy! 
  • Ein Stativ und ein Fernauslöser verhindern Verwackler beim Auslösen. Anstelle des Fernauslösers geht zur Not auch der Selbstauslöser mit ein paar Sekunden Verzögerung. 
  • Wählt in der Regel einen ruhigen Hintergrund. Viele Details oder Farben lenken vom eigentlichen Motiv (eurem Gesicht) ab.
  • Bei Portraits soll meistens der Hintergrund unscharf sein. Das erreicht ihr mit einer Blendenzahl von etwa 8 und ein paar Metern Abstand vom Hintergrund. Die Belichtungszeit soll dann der Fotoapparat selbst einstellen. 
  • Falls ihr verschiedene Brennweiten einstellen könnt, dann probiert es mit Werten zwischen 50 mm und 100 mm. 
  • Stellt auf die Augen scharf!
  • Fotografiert nicht mit Blitz! Um mit Blitzgeräten gute Fotos zu machen, braucht man externe Blitzgeräte (nicht das kleine Ding auf der Kamera) und muss damit umgehen können. Es gibt ganze Bücher und Webseiten alleine zu diesem Thema. 
  • Fotografiert draußen im Schatten, nicht in der Sonne! Wenn ihr Innenaufnahmen machen möchtet, stellt euch neben ein Fenster, durch das kein direktes Licht einfällt. Schmutzige Fenster sind besonders gut geeignet, weil der Dreck das Licht streut und dadurch schön diffus (=gleichmäßig) macht. 
  • Gibt es zu starke Schatten, bittet einen Helfer, auf der dunklen Seite einen weißen Karton, ein weißes Tuch (Bettlaken) oder eine Styroporplatte so zu halten, dass sie etwas Licht in euer Gesicht reflektiert. 
  • Macht viele Fotos. Bei 100 Bildern ist fast immer eines dabei, auf dem ihr gut guckt. 

 

Ein paar Tipps für das Posing: 

  • Macht zwischendurch Pausen. Plaudert mit dem Fotografen. Denkt schöne Gedanken. Denkt nicht daran, dass es nun ein ganz, ganz wichtiges Foto wird. Habt Spaß bei der Sache. 
  • Stellt euch mit dem Oberkörper schräg zur Kamera, als würdet ihr euch mit Jemandem unterhalten, der einen Meter neben dem Fotografen steht. 
  • Dreht nun den Kopf in Richtung Kamera und schaut direkt in das Objektiv. 
  • Ihr könnt die Körperdrehung auch viel stärker machen oder den Blick an der Kamera vorbei auf die andere Seite fallen lassen. 
  • Macht von verschiedenen Positionen ein paar Probeaufnahmen, und schaut euch die Wirkung auf dem Display der Kamera an. Wenn euch eine Pose gefällt, schießt ihr damit eine ganze Serie von Bildern.
  • Als Fotograf solltet ihr auch zwischendurch ein paar Schnappschüsse machen. Häufig sind die Models dann entspannter, und es gibt lebensnahe Fotos. 
  • Den gleichen Effekt erzielt ihr auch mit dem Satz: "Das sind erstmal nur ein paar Probeaufnahmen als Tests." Solange das Model nicht glaubt, dass es ernst wird, ist es entspannt. 

 

Wenn ihr eine ehrliche Meinung zu euren Fotos haben wollt, dann fragt fremde (!) Leute. Verwandte und Freunde kennen euch und sehen ganz anders auf das Bild als spätere Leser. Eine gute Möglichkeit sind Foren, wo Bilder besprochen werden. Sagt dort gleich zu Beginn, dass ihr Anfänger und Amateure seid, dann sind die Kommentare nicht so bissig. Oder ihr stellt euer Foto hier zur Diskussion.


Bearbeitet von Olaf, 16.03.2018 - 09:26,

Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#19
AngelaB

AngelaB
  • 219 Beiträge
  • Dabei seit 21.02.17
Danke für die vielen hilfreichen Tipps, Olaf!

Ein gutes, passendes Autorenfoto find ich schon wichtig. Ich schau aus Interesse auch im Umschlag immer nach, wie die oder der aussieht, dessen Buch ich lese. Find ich nur menschlich, nicht oberflächlich. Den faz-Artikel oben halte für gewollt-kritisch und in Teilen komplett an der Realität vorbei. Denn wie solls mans denn dann recht machen?
Gefühlt 99 von 100 Autorenfotos - auch und gerade die der erfolgreichsten Autoren - sehn doch auch heute einfach so aus:

Thriller: Schwarze Lederjacke, Mauerwerk, schwarz-weiss Kontraste

Frauenunterhaltung: zartes Blüschen, Kette/Anhänger, warmes Lächeln

Literarisch: Efeuranken (außen) oder Bücherregal (innen), intellektueller Blick, exzentrischer Gimmick (Knall-Lippenstift, Zigarette, Hornbrille)

Und bei aller Häme: Es funktioniert doch!

Off topic: Gehts Euch auch so? Autorenfotos von Amerikanerinnen find ich - sorry for that - fast immer gnadenlos verkitscht. Geföhnt, gelockt, überschminkt und gephotoshopt bis dorthinaus...;-)

Ungeschminkte Grüße,
Angela

#20
Nina

Nina
  • 944 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Also das mit dem Nicht-Blitzen kann ich unterstreichen. Als Laie in Sachen Fotografie. Man kann Blitzen, aber das sind dann so Leute, die ihre Schirmchen aufstellen, Aufwand betreiben und sich auskennen. Bei mir wurde meistens nach draußen gegangen, eben aus dem Grund.

 

Aber privat fotografieren ist auch oft nicht so leicht. Man schminkt sich und dann wird gedrängt, warum das so lange dauert. (Ähm, sorry, dass ich zehn Minuten rummale.) Mama hat gerade irgendwas am Leben allgemein auszusetzen. Papa ist hochmotiviert, findet aber 10 Minuten lang den Auslöser nicht, bis mir alle Gesichtszüge eingeschlafen sind. Derweil stehe ich bei Minusgraden das Buch hochhaltend im supercoolen, kurzen Knittermondshirt vor dem Gartenteich. - Kannst Du bitte, bitte, bitte mal fotografieren, bevor mein blödes Grinsen für immer bleibt oder ich am Boden festfriere? ::) 

 

Eine andere Frage: Was dürfte man von einem Profifotografen erwarten, in Sachen von Äußerlichkeiten, die nichts mit Fotokunst, Beleuchtung etc. zu tun haben?

 

Damit meine ich so Sachen, wie darauf aufmerksam machen, dass z.B. die Frisur nicht sitzt, das Make-up verschmiert, der Kragen verdreht ist. Erwartet ihr das, dass der was sagt oder macht der einfach seinen Job, für den der engagiert wurde und mischt sich sonst nicht ein?

 

Also ich hab mal Passfotos machen lassen und war richtig erstaunt, dass die Fotografin, die das in dem Laden zum Billigtarif nebenbei gemacht hat, auf eine verirrte Haarsträhne aufmerksam gemacht hat und mit meiner Erlaubnis gleich mal die ganzen Haare zurechtgezupft hat. - Umgekehrt gab es in Schule und Kindergarten Berufsfotografen, die neben dem Gruppenfoto auch Portraits gemacht haben, da war mal halt drauf, wie man geknipst wurde. - Meine Mutter hat neulich beim Durchsehen der Alben geschäumt: Da hatte ich im Kindergarten rumgetobt (nein, ich war kein besonders lebhaftes Kind, eher ruhig, aber halt doch ein Kind) und dadurch waren Zöpfe aufgegangen. Die ich mir selbst dann gebunden habe - bei einem kleinen Kind ohne Kamm und Spiegel kann man sich das Ergebnis lebhaft vorstellen. ;D Aber Mama ist jetzt noch tierisch sauer auf den Fotografen, dass er nichts zur Kindergartentante gesagt hat, dass die mir halt so ein bisschen die Haare richtet.





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