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Autorenfotos aus der Hölle

Foto Marketing Beispiele

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54 Antworten zu diesem Thema

#41
Nina

Nina
  • 944 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Ich bin keine Deutsche. Wann komm ich denn bitte zu einem Radioteleskop nach Nordrhein-Westphalen? - Aber gut, ich verstehe den Grundgedanken. Ich könnte mich ja auch vor unserer hiesigen Mini-Sternwarte, über die alle SF-Fans bei Facebook sich einen abgelacht haben, ablichten lassen. (Da habe ich sogar ein nettes Foto dank ausgefallener Führung wegen Schlechtwetter - wenigstens passte der Regenschirm farblich zum Dach.) 

 

An der Uni hat man meist echt grindige Fotos. Ich hab ja selbst studiert, aber das ist alles so Möbel a la billigst und abgeranzt und alles so schmutzig. Also ich hab mit Werksvertrag sogar mal selber geputzt und das heißt was, als Chaoslady und Nicht-Büglerin und überhaupt - aber die Putzfrau hat immer nur mit einem Mopp da mit dem bereits fast schwarzem Putzwasser in der Mitte des Bodens gewischt, das machte natürlich nicht wirklich sauber und der Professor hat ihr auch verboten, an den Tischen zu wischen, nachdem er gesehen hat, dass die denselben Lappen auch fürs Klo benutzt.- Man kann natürlich auch mal lustige Fotos machen, z.B. gibt es eines von mir mit Bierflasche vor einem Schafsskelett mit Weihnachtsschmuck rum, aber sorry, wenn man nicht da dazugehört, so ein Foto kriegt man nicht. Und was will man machen: "Ich bin Hobbyautor superwichtig, bitte holt mir den Institutsvorstand, ich muss ein noch superwichtigeres Foto machen, ich brauch das ganze coole Zeug, das ihr habt für den Hintergrund!" - Also solche Fotos funktionieren, wenn man da arbeitet oder in einem höheren Semester studiert (noch besser, wenn man beides macht), aber ganz ehrlich: Für einen Außenstehenden weiß ich nicht, wie der das machen soll. Außer er ist ein Promi, aber ein Promi findet auch was Besseres für eine Fotosession. - Mit Reinkopieren bin ich kein so ein Freund, wobei ich das auch schon hatte. Aus Not, weil es gab nur ein Bild mit einer Autorenkollegin, mit ich lesen sollte, und der Hintergrund war so was von bescheiden, da kam dann halt was anderes rein.  

 

Aber das vermeide ich eher. So supi ist das auch nicht, vor allem, wenn man bastelt, na ja, dann schaut es halt vielleicht nett aus, aber real ist trotzdem besser. Und nicht lächeln - hm. Das schaut wie gesagt auch schnell nach "ich bin eine Verbrecherin, die die Polizei hops genommen hat, daher schaue ich jetzt ernst drein auf dem Foto, das die machen, bevor es ab in die Zelle geht ..." aus. 

 

Aber mach Dir keine Sorgen um mich. Ich bin ja eh nicht im Superprofibereich, so das Gartenteich-Buchhaltefoto passt schon. Und ich habe auch festgestellt, dass in machen Online-Magazinen Fotos von mir sind, die ich gar nicht kenne. Da war ich auch erst mal eine Runde baff. 



#42
AndreaRings

AndreaRings
  • 811 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

 

- Radioteleskop Effelsberg. Hat eine schön große Schüssel. Du brauchst nicht einmal auf das Gelände zu gehen, um die im Hintergrund zu haben. 


 

 

Was für eine großartige Idee!

Ich bin in einem Dorf nur wenige Kilometer von Effelsberg entfernt aufgewachsen und schreibe gerade ein Buch mit Technik/Natur-Thema. Der Tipp ist perfekt für mich.

Danke, Olaf!


Bearbeitet von AndreaRings, 09.05.2018 - 15:57,

Homepage | Parkour | "Autoren Dingsda", Kinder- und Jugendbuchautoren bei YouTube und Facebook


#43
Ramona

Ramona
  • 3.025 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

@Nina: Ob das Setting sauber oder schmutzig ist, ob da im Hintergrund eine Sternwarte, ein Baum, ein Bücherregal oder eine Toilette steht, spielt für einen guten Fotografen oder eine gute Fotografin keine wirklich große Rolle. Letztendlich ist es wie beim Schreiben, gib einem Laien ein großartiges Thema und er wird es sehr wahrscheinlich in den Sand setzen. Gib einem talentierten und gut ausgebildeten Fotografen eine grottiges oder einfaches Setting und er wird dennoch ein atmosphärisches Portrait rausholen. Am besten ist es natürlich, wenn alles stimmt. Das richtige Setting zum passenden Autoren-Style und Buchthema.  ;)


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#44
Olaf

Olaf
  • 404 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

 

 

- Radioteleskop Effelsberg. Hat eine schön große Schüssel. Du brauchst nicht einmal auf das Gelände zu gehen, um die im Hintergrund zu haben. 


 

 

Was für eine großartige Idee!

Ich bin in einem Dorf nur wenige Kilometer von Effelsberg entfernt aufgewachsen und schreibe gerade ein Buch mit Technik/Natur-Thema. Der Tipp ist perfekt für mich.

Danke, Olaf!

 

 

Das freut mich!  :)

 

Die haben da einen Planetenwanderweg, von dem aus es ein paar schöne Blicke mit Teleskopschüssel im Hintergrund gibt. Vielleicht lohnt es sich, zu verschiedenen Zeiten hinzugehen, denn je nach Ausrichtung der Schüssel ergeben sich unterschiedliche Motive. Und bei schönem Wetter einen farbneutralen Schattenspender mitnehmen. Als ich dort war, hat die Sonne vom Himmel gedonnert, und ich habe viel zu verkniffen geguckt, weil es so geblendet hat. 


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#45
AndreasS

AndreasS
  • 1.025 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Ich frage mich gerade eh, ob Autoren verpflichtet sind, ihre Fotos selbst zu machen und kostenfrei beizusteuern. Bei jedem kleinsten Schritt in der Buchproduktion pochen alle auf Fachleute (Cover, Buchsatz, Lektorat, Korrektorat) - aber das Bild, auf dem wir selbst abgebildet sind, sollen wir irgendwie hinfrickeln? Und dafür nicht nur uns selbst, sondern auch noch anderen Arbeit aufbürden? Mit vier, fünf Versuchen ist es ja meist nicht getan.

 

Kann der Verlag auf ein kostenloses Bild bestehen?

Kann der Autor auf einen professionellen Fotografen bestehen?

Kann er es, wenn er es doch selbst macht, dem Verlag in Rechnung stellen?



#46
Margot

Margot
  • 2.096 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

 

Kann der Verlag auf ein kostenloses Bild bestehen?

Kann der Autor auf einen professionellen Fotografen bestehen?

Kann er es, wenn er es doch selbst macht, dem Verlag in Rechnung stellen?

 

 

Kann alles sein, ob es auch wirklich passiert, ist dahingestellt. Scherz beiseite: Ich engagiere lieber einen Profi (so wie unsere Claudia) und kann dann auswählen, was mir gefällt. Punkt. Die Kosten dafür fliessen in die Buchhaltung ein.



#47
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.547 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Ich frage mich gerade eh, ob Autoren verpflichtet sind, ihre Fotos selbst zu machen und kostenfrei beizusteuern. Bei jedem kleinsten Schritt in der Buchproduktion pochen alle auf Fachleute (Cover, Buchsatz, Lektorat, Korrektorat) - aber das Bild, auf dem wir selbst abgebildet sind, sollen wir irgendwie hinfrickeln? Und dafür nicht nur uns selbst, sondern auch noch anderen Arbeit aufbürden? Mit vier, fünf Versuchen ist es ja meist nicht getan.

 

Kann der Verlag auf ein kostenloses Bild bestehen?

Kann der Autor auf einen professionellen Fotografen bestehen?

Kann er es, wenn er es doch selbst macht, dem Verlag in Rechnung stellen?

 

Ich habe ein Foto beim Fotografen machen lassen und der Verlag hat es bezahlt. Allerdings hat er es nicht von vornherein angeboten, sondern ich habe danach gefragt.



#48
Ulrike

Ulrike
  • 404 Beiträge
  • Dabei seit 08.02.13

Ich habe bei meinem Sachbuch gefragt, ob sie mir einen Fotografen bezahlen. Das wurde bewilligt.


Bearbeitet von Ulrike, 21.05.2018 - 15:35,

 
 
DEMNÄCHST (erscheint: 11.02.2019): LIEBE GEHT DURCH DEN GARTEN, Roman, Diana Verlag
 

 


#49
GesineS

GesineS
  • 606 Beiträge
  • Dabei seit 13.05.13

An Author’s Guide to Publicity Photos

10 Ways to Take a Bad Author Photo ;)



#50
Olaf

Olaf
  • 404 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

An Author’s Guide to Publicity Photos

10 Ways to Take a Bad Author Photo ;)

 

 

Oha! Wenn man sich das Foto des Autors des Artikels am Ende des Textes ansieht, dann würden Fotografen aber gleich einen ganz lange Liste machen, warum das kein gutes Bild ist … 

 

… Hintergrund zu wild (man muss das Gesicht beinahe suchen)

… dunkles Oberteil säuft ab (zeigt keine Strukturen, weil es zu dunkel ist)

… schlechter Ausschnitt (was sollte eigentlich aufs Bild - das Zimmer?) 

… Motiv nicht klar vom Hintergrund abgesetzt (wo fangen die Haare an, wo hört die Tapete auf) 

… 

 

Da ist das Einstiegsbild sogar besser. Das ist immerhin witzig, die Person befindet sich etwa im Goldenen Schnitt, durch ihre Schräge und die Arme gibt es eine starke Dynamik, das knallige Kleid zieht den Blick sofort auf die Person, die Apfelschale fungiert als Gegengewicht zur Person … Ich wette, dieses Foto hat ein Profi oder ein wirklich guter Amateur gemacht!


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#51
AngelaB

AngelaB
  • 214 Beiträge
  • Dabei seit 21.02.17


An Author’s Guide to Publicity Photos

10 Ways to Take a Bad Author Photo ;)



Oha! Wenn man sich das Foto des Autors des Artikels am Ende des Textes ansieht, dann würden Fotografen aber gleich einen ganz lange Liste machen, warum das kein gutes Bild ist …

… Hintergrund zu wild (man muss das Gesicht beinahe suchen)
… dunkles Oberteil säuft ab (zeigt keine Strukturen, weil es zu dunkel ist)
… schlechter Ausschnitt (was sollte eigentlich aufs Bild - das Zimmer?)
… Motiv nicht klar vom Hintergrund abgesetzt (wo fangen die Haare an, wo hört die Tapete auf)


Da ist das Einstiegsbild sogar besser. Das ist immerhin witzig, die Person befindet sich etwa im Goldenen Schnitt, durch ihre Schräge und die Arme gibt es eine starke Dynamik, das knallige Kleid zieht den Blick sofort auf die Person, die Apfelschale fungiert als Gegengewicht zur Person … Ich wette, dieses Foto hat ein Profi oder ein wirklich guter Amateur gemacht!

Hach, es macht immer wieder so eine Freude, eine Fotokritik von Dir zu lesen, Olaf! DANKE und ich würd Dich am liebsten zum nächsten Fototermin mitnehmen...<3

#52
Olaf

Olaf
  • 404 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Eben bei boersenblatt.net gelesen: Gedanken eines Vertreters kurz vor der Tour: 

 

"Beim Frühstück blättert man noch einmal in den Vorschauen und bleibt dabei bei einigen Autorenfotos hängen, die die Arbeit nicht leichter machen werden, und fragt sich zum wievielten Mal, was diese Fotos eigentlich sollen, außer die Eitelkeit der Autoren zu befriedigen: ein angestrengtes oder unglaubwürdig übertriebenes sogenanntes Lächeln nach dem anderen, das weder neugierig noch begeistert stimmt und über den Charakter und die Anziehung des Buchs jedenfalls weniger sagt, als Fotograf und Halbstar sich beim Fotografieren gedacht haben mögen."

 

Wie Ramona im nächsten Beitrag schreibt, habe ich den Artikel falsch verlinkt. Der korrekte Link ist https://www.boersenb...ng.1483442.html


Bearbeitet von Olaf, 23.06.2018 - 09:01,

Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#53
Ramona

Ramona
  • 3.025 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Eben bei boersenblatt.net gelesen: Gedanken eines Vertreters kurz vor der Tour: 

 

"Beim Frühstück blättert man noch einmal in den Vorschauen und bleibt dabei bei einigen Autorenfotos hängen, die die Arbeit nicht leichter machen werden, und fragt sich zum wievielten Mal, was diese Fotos eigentlich sollen, außer die Eitelkeit der Autoren zu befriedigen: ein angestrengtes oder unglaubwürdig übertriebenes sogenanntes Lächeln nach dem anderen, das weder neugierig noch begeistert stimmt und über den Charakter und die Anziehung des Buchs jedenfalls weniger sagt, als Fotograf und Halbstar sich beim Fotografieren gedacht haben mögen."

 

Der obige Link führt zum Anfang der dritten Seite dieses Threads. Vermutlich war dieser Artikel hier gemeint. (Danke für's Teilen bzw. den Hinweis. Finde den Beitrag sehr interessant!)

 

https://www.boersenb...ng.1483442.html


 


Bearbeitet von Ramona, 22.06.2018 - 15:29,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#54
Olaf

Olaf
  • 404 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Danke, Ramona! Da war ich zu blöd, um den richtigen Link mit copy und paste zu setzen.  ::)


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#55
Ramona

Ramona
  • 3.025 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Danke, Ramona! Da war ich zu blöd, um den richtigen Link mit copy und paste zu setzen.  : :)

 

Ist mir auch schon passiert.  :) 


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)




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