Inhalte aufrufen

Profilbild

SternStoryStunden - Neues aus Hannas Blog


  • Zum Antworten bitte anmelden
6 Antworten zu diesem Thema

#1
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Gestern habe ich zum ersten Mal seit Monaten mal wieder in meinem Blog geschrieben und dabei gleich drei Entwürfe für Texte rund um das Erschaffen von Figuren geschrieben. Daher werde ich dort in nächster Zeit wohl wieder wie ursprünglich geplant im wöchentlichen Turnus Dinge rund ums Schreibhandwerk veröffentichen. Natürlich erfinde ich dort das Rad nicht neu - aber da ich selbst immer gern griffige Artikel zu dem einen oder anderen Aspekt unseres Handwerks lese, werde ich die Artikel zum Handwerk in den nächsten Wochen hier in weiteren Kommentaren teilen. Vielleicht ist manches davon interessant - oder bringt euch zum Schmunzeln, weil es in Wahrheit ganz anders ist, als ich es darstelle?

Widerspruch zu allem, was ich dort schreibe, ist übrigens ausdrücklich erwünscht :) .

 

Romanfiguren brauchen Schwächen!

 

addiction-1685406_960_7201.jpg?w=660

 

In meinem Artikel von dieser Woche geht es um die Schwächen von Romanfiguren. Und darum, dass echte Schwächen aus Lesersicht oft gar nicht cool und willkommen sind. Immerhin sollten die Helden unserer Storys nicht zu beschädigt daherkommen ... oder etwa doch?

 

https://sternstoryst...chen/<br><br> (Bildnachweis: https://pixabay.com/...ängig-1685406/)

In meinem Artikel von dieser Woche geht es um die Schwächen von Romanfiguren. Und darum, dass echte Schwächen aus Lesersicht oft gar nicht cool und willkommen sind. Immerhin sollten die Helden unserer Storys nicht zu beschädigt daherkommen ... oder etwa doch?


Bearbeitet von Hanna Aden, 07.03.2018 - 11:21,

Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog


#2
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Brenne!

 

fire-2593636_960_7201.jpg?w=660

 

Ich bin mir nicht sicher, ob meine "kleine, beinah unwichtige Abhandlung über Napalmbomben, Kunst und Kindheit" im engeren Sinne zum Schreibhandwerk gehört ... Auf jeden Fall habe ich mir den schon vor ein paar Wochen geschriebenen Post gerade noch mal durchgelesen und gemerkt, dass "das Feuer" irgendwie auch wichtig fürs Schreiben ist - neben all den Überlegungen dazu, wie man den perfekten Dialog konzipiert und Charaktere fesselnd und einprägsam entwirft und was es nicht alles gibt, womit wir uns herumschlagen müssen.

 

Ein kleiner Auszug:

 

Viele Dinge sind böse, wenn man ein Kind ist, vor allem die sinnlichen und dekadenten Wörter, die sich wie Bonbons im Mund herumdrehen lassen. Im Kindergarten werden geil und cool beide von den Erzieherinnen abgelehnt, nur Homo ist noch böser, und cool ist irgendwie schlimmer als geil … oder andersherum. Wir haben das ständig verwechselt. Hundescheiße ist übrigens auch ein tolles Wort. Vier rhythmische Silben, die man genüsslich über die Zunge rollen und brüllen kann, wenn man am Zaun des Außengeländes steht und die Frau im Garten gegenüber ihre Blumen von Unkraut befreit. Die schreit dann immer zurück. Wir verstehen nie, was sie meint, aber es ist herrlich.

 

Napalmbombe allerdings schlägt alles. Das Wort ist noch besser als Feueralarm, obwohl man jene herrliche Vokalverbindung so laut brüllen kann, dass der Bauch wehtut und die Nachbarin Panik bekommt. Napalmbombe ist leise und persönlich, wo Feueralarm in die ganze Welt geschrien wird. Ein Flüsterwort, das von einem Geheimnis erzählt. Flüssiges Feuer, das vom Himmel regnet, explodiert und die Welt in Brand setzt …

Welches Kind mit Allmachtsfantasien, dem man vorlügt, dass sein Essverhalten die Wolkenbildung beeinflusst, würde sich davon nicht davontragen lassen?
 

Um genau zu sein, weiß ich das gar nicht. Napalmbombe hat immer nur mir gehört.

Bis heute.

 

 

https://sternstoryst...8/01/09/brenne/


Bearbeitet von Hanna Aden, 07.03.2018 - 11:23,

Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog


#3
Wolf

Wolf
  • 289 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Ich weiß auch nicht, ob sie dem Handwerk zuzuordnen sind. Aber das ist mir auch egal. Wenn man schreibt, gibt es oft eine Kraft, die den Text in Richtung oberflächliche Mittelmäßigkeit drückt. Jeder Versuch, auch das Spiel mit Wortgefühlen, der dazu geeignet ist, einen davon wieder wegzuführen, gefällt mir.

 

Liebe Grüße

Wolf



#4
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Wenn man schreibt, gibt es oft eine Kraft, die den Text in Richtung oberflächliche Mittelmäßigkeit drückt.

 

Danke für diese wunderschönen Worte! Ich weiß genau, was du meinst, aber bis eben hätte ich es nicht so klar und präzise benennen können.


Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog


#5
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

3 Säulen für gutes Schreiben

 

Auch, wenn ich an meinem eigenen Schreiben immer wieder zweifle, beschäftige ich mich inzwischen seit ein paar Jährchen mit dem Schreibhandwerk und versuche immer wieder, mehr darüber zu lernen ... und habe dieses Mal in meinem Blog versucht, eine Synthese aus der seltsamen Magie der Inspiration und der nicht weniger faszinierenden Kraft des Schreibhandwerks zu entwickeln.

 

fotolia_56686227_xs.jpg

 

An diesem Post habe ich lange gearbeitet und mich am Ende entschieden, ihn auch mit einigen Bildern zu untermalen, um die Botschaft besser zu vermitteln. Mich interessiert eure Meinung dazu!

 

(Und ich glaube, ihr kommt sogar zu dem Post, wenn ihr ganz bequem auf das Bild klickt. Oder hierhin.)

 

Wenn kleine Kinder Musik hören, passiert oft etwas Wunderschönes. Sie vergessen die Welt und die Menschen um sich herum. Überall sind Töne, Harmonien und Rhythmen, die ineinanderfließen. Die Grenzen zwischen dem eigenen Ich und der Musik lösen sich auf. Manchmal starrt ein Kind dann mit offenem Mund ins Nichts. Manchmal springt es auf und tanzt einen wilden Kinderzappeltanz, weil es die Töne in jeder Faser seines Körpers spürt und ein Ventil für dieses Glück braucht. Vielleicht singt es auch mit, ohne sich Gedanken um Text oder Melodie zu machen, oder schlägt mit aller Kraft auf die Tasten eines Klaviers, um die Verzückung des kreativen Flows in eine eigene Form zu bringen.

 

Dieser Zustand ist heilig. Aus ihm speist sich die Kraft, die unsere Geschichten zwischen den Zeilen durchziehen soll.

 

https://sternstoryst...utes-schreiben/

(Bildnachweis: Fotolia 56686227)


Bearbeitet von Hanna Aden, 07.03.2018 - 12:51,

Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog


#6
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Neuer Blogbeitrag: 7 Tipps für eine gute Figurcharakterisierung

 

In meinem jüngsten Blogbeitrag geht es, passend zu meinem Seminar vom vergangenen Wochenende, um Tipps für eine gelingende Figurcharakterisierung. Das Thema fesselt mich irgendwie - es ist möglich, dass dazu in nächster Zeit noch etwas mehr kommt. Oder es treibt mich dann auf einmal in ganz andere Richtungen ;) .

 

Was mich übrigens bei diesem Thema aus einer ganz anderen Richtung unglaublich weiter gebracht hat, war ein (leider nur dreistündiger) Workshop bei Bettina Wüst. Ich habe da für mein eigenes Schreiben viel mitgenommen und kann jedem empfehlen, selbst mehr über diesen Ansatz zu lernen. Meine Aufzählung hier bleibt allgemeiner, aber ich hoffe, sie bietet ebenfalls einige Anregungen für die eigene Schreibpraxis.

 

Hier geht es zum Blogbeitrag!

 

Und natürlich gibt es hier wie immer einen kurzen Textauszug zum Hineinschnuppern, in diesem Fall der erste der sieben Punkte:

 

Besonderheiten im Äußeren der Figur:

Viele Schreibanfänger drücken sich vor diesem Punkt. Ich behaupte, dahinter steckt Faulheit, auch wenn manche die dadurch entstehende Vagheit im Text vielleicht für literarisch halten. Es gibt wirklich gute Literaten, die aus guten Gründen genau mit dieser Vagheit spielen – aber überlegt euch bitte ehrlich und realistisch, ob ihr schon in deren Liga spielt und ob ihr das überhaupt wollt.

Man sollte in jedem Fall wissen, welche Haar- und Augenfarbe alle wichtigen Figuren haben, behaupte ich. Zumindest sollte es irgendwo stehen, wo man es nachschlagen kann.

Also achtet auf:

  • Haar- und Augenfarbe
  • Figur, Größe, Trainingszustand oder -mangel
  • Besondere Details wie Narben, Brille, Muttermale, Tätowierungen, Sommersprossen …
  • Die Art, wie sich jemand bewegt (unsicher, träge, selbstbewusst, dynamisch, …)
  • Frisur
  • Kleidungsstil, Lieblingsstücke, Schmuck

 

Hier geht es weiter.

 

Möge die Muse mit euch allen sein!

 

Best Wishes

Hanna

 

________________________________________
Bildnachweis: https://pixabay.com/...esicht-2391033/


Bearbeitet von Hanna Aden, 03.07.2018 - 15:57,

Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog


#7
Hanna Aden

Hanna Aden
  • 415 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Die Enthüllung der wahren Stärke - in nur fünf Minuten!

 

Stellt euch vor, ihr seid eine gute Fee und habt die Möglichkeit, der Figur etwas mitzugeben. Das kann ein Brief sein, oder ein paar Worte, die ihr dem Romancharakter morgens in den Minuten vor dem Aufwachen zuflüstert. Als gute Fee befehlt ihr natürlich nicht, sondern gebt eurer Figur einen guten Wunsch mit.

 

Wichtig dabei ist, dass der Brief oder euer kleiner Podcast an das Unterbewusstsein der Figur folgende Form hat:

 

Liebe*r (hier Name einfügen), ich wünsche dir, dass du deine wahre Stärke erkennst. Hinter XYZ bist du in Wahrheit ganz anders, nämlich …

 

 

man-2037255_960_7201.jpg

Details und Textbeispiele gibt es hier.

 

Ich wünsche viel Kreativität und Erfolg beim Ausprobieren!

 

_________________________________________________

Bildnachweis: https://pixabay.com/...n-stark-2037255


Homepage: SternStoryStunden - Leidenschaft und Handwerk

Kursprogramm und Blog