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Buchjahr 2017


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6 Antworten zu diesem Thema

#1
Ramona

Ramona
  • 2.739 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

MDR Kultur: Ein Rückblick auf das Buchjahr 2017.

 

https://www.mdr.de/k...bilanz-100.html


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#2
Christa

Christa
  • 6.888 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Interessant, Ramona. Jetzt zur Weihnachtszeit floriert es wieder. Interessant ist dieser Titel von Foster: Wie wäre es als Fuchs, als Dachs oder als Mauersegler zu leben? Auch unser Peter Wohlleben wird erwähnt.

 

Im ZDF gab es ebenfalls einen Bericht:

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/immer-weniger-deutsche-lesen-buecher-was-sagt-die-branche-100.html

 

Fazit: Bei allen Rückschlägen ist "das Buch(...) tief und fest in der Gesellschaft verankert. Es ist offensichtlich seit mehr als 500 Jahren die perfekte Antwort auf ein menschliches Bedürfnis. "



#3
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.746 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Interessant, Ramona. Jetzt zur Weihnachtszeit floriert es wieder. Interessant ist dieser Titel von Foster: Wie wäre es als Fuchs, als Dachs oder als Mauersegler zu leben? Auch unser Peter Wohlleben wird erwähnt.

 

Im ZDF gab es ebenfalls einen Bericht:

https://www.zdf.de/n...ranche-100.html

 

Fazit: Bei allen Rückschlägen ist "das Buch(...) tief und fest in der Gesellschaft verankert. Es ist offensichtlich seit mehr als 500 Jahren die perfekte Antwort auf ein menschliches Bedürfnis. "

 

Na dann können wir ja beruhigt weiterschreiben. :)


Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de


#4
Ramona

Ramona
  • 2.739 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Zitat: "Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kann dieses Phänomen an seinen Zahlen ablesen: Die Zahl der Bücherkäufer ging 2016 um 2,3 Millionen (6,9 Prozent) zurück. Allerdings gaben diese Kunden auch mehr Geld für ihre Bücher aus, sie zahlten dafür je 134,29 Euro, ein Plus von 9,4 Prozent."

 

Ich frage mich gerade, ob man dieses Phänomen wirklich anhand dieser Zahlen ablesen kann, denn was dieser Untersuchung eigentlich komplett fehlt, sind ja die Zahlen jener Buchmärkte, die in den letzten Jahren parallel zum stationären Buchhandel groß geworden sind. Früher waren zum Beispiel die Second-Hand-Buchhandlungen ja eher isoliert, inzwischen liefern die Antiquariate aber ebenfalls via Internet in das gesamte Land, und das nicht zu knapp. Und dann wären da noch die Online-Tauschbörsen, der Indie-Buchmarkt … 

Liebe Grüße
Ramona


Bearbeitet von Ramona, 16.12.2017 - 13:27,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#5
Christa

Christa
  • 6.888 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Zitat: "Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kann dieses Phänomen an seinen Zahlen ablesen: Die Zahl der Bücherkäufer ging 2016 um 2,3 Millionen (6,9 Prozent) zurück. Allerdings gaben diese Kunden auch mehr Geld für ihre Bücher aus, sie zahlten dafür je 134,29 Euro, ein Plus von 9,4 Prozent."

 

Ich frage mich gerade, ob man dieses Phänomen wirklich anhand dieser Zahlen ablesen kann, denn was dieser Untersuchung eigentlich komplett fehlt, sind ja die Zahlen jener Buchmärkte, die in den letzten Jahren parallel zum stationären Buchhandel groß geworden sind. Früher waren zum Beispiel die Second-Hand-Buchhandlungen ja eher isoliert, inzwischen liefern die Antiquariate aber ebenfalls via Internet in das gesamte Land, und das nicht zu knapp. Und dann wären da noch die Online-Tauschbörsen, der Indie-Buchmarkt … 

 

Das ist genau richtig, Ramona. Die Zahlen des Börsenvereins sagen nur etwas darüber aus, wie viele Bücher -ich nehme an, in Buchhandlungen - gekauft werden. Sind da die Onlinebestellungen und die von E-Books enthalten? Bestimmt nicht erfasst sind die Ausleihen in Büchereien, auch die Online-Ausleihen oder die bei Amazon Prime. Dann gibt es noch unzählige öffentliche Bücherschränke. Der Indie-Buchmarkt wird ganz sicher nicht dazu gezählt. Wer liest denn das alles, wenn nicht Leser?

 

Etwas anderes ist es, wenn man sich das Freizeitverhalten laut dieser Stiftung anschaut. Da rangiert Lesen hinter Faulenzen, Grübeln, Kaffeetrinken und Joggen. Grund dafür sei aber, dass die Leute vor lauter Angst, etwas anderes (im Internet oder Fernsehen zum Beispiel) zu verpassen, nicht mehr lesen. Zum Lesen müsse man sich eine Auszeit von der "Freizeit" nehmen. 


Bearbeitet von Christa, 16.12.2017 - 13:58,


#6
Ramona

Ramona
  • 2.739 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Etwas anderes ist es, wenn man sich das Freizeitverhalten laut dieser Stiftung anschaut. Da rangiert Lesen hinter Faulenzen, Grübeln, Kaffeetrinken und Joggen. Grund dafür sei aber, dass die Leute vor lauter Angst, etwas anderes (im Internet oder Fernsehen zum Beispiel) zu verpassen, nicht mehr lesen. Zum Lesen müsse man sich eine Auszeit von der "Freizeit" nehmen. 

 

 

Auch da frage ich mich, wie "realistisch" diese Studie ist, Christa. Schon vor zwanzig, dreißig Jahren hieß es, dass nur etwa 3 % der Bevölkerung überhaupt halbwegs regelmäßig Bücher lesen würden. Wenn man da nun heute quer durch die Bevölkerung fragt, scheint es wenig verwunderlich, dass Lesen nach wie vor nun mal nicht zu den Top 10 der Freizeitbeschäftigungen gehört.


Bearbeitet von Ramona, 16.12.2017 - 15:48,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#7
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 5.746 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

 

Etwas anderes ist es, wenn man sich das Freizeitverhalten laut dieser Stiftung anschaut. Da rangiert Lesen hinter Faulenzen, Grübeln, Kaffeetrinken und Joggen. Grund dafür sei aber, dass die Leute vor lauter Angst, etwas anderes (im Internet oder Fernsehen zum Beispiel) zu verpassen, nicht mehr lesen. Zum Lesen müsse man sich eine Auszeit von der "Freizeit" nehmen. 

 

 

Auch da frage ich mich, wie "realistisch" diese Studie ist, Christa. Schon vor zwanzig, dreißig Jahren hieß es, dass nur etwa 3 % der Bevölkerung überhaupt halbwegs regelmäßig Bücher lesen würden. Wenn man da nun heute quer durch die Bevölkerung fragt, scheint es wenig verwunderlich, dass Lesen nach wie vor nun mal nicht zu den Top 10 der Freizeitbeschäftigungen gehört.

 

 

Ich glaube, das ist relativ. Vielleicht würde man Lesen nicht als Top-Freizeitbeschäftigung sehen. Da haben vielleicht Sport, Essen gehen, Kino, Netflix oder Kegeln Vorrang. Dabei vergisst man vielleicht, wie oft man dazwischen liest: In der U-Bahn, beim Arzt im Wartezimmer, vor dem Schlafengehen, sonntagmorgens im Bett. Oder Hörbücher im Auto oder beim Joggen (so wie ich). Wenn man ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt, kann man erstaunt sei, wie viele, auch junge Menschen, lesen. Viele auch auf dem Handy.


Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de