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Ungewöhnliche (?) Stilmittel im neuen Dupont-Krimi


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22 Antworten zu diesem Thema

#21
hpr

hpr
  • 7.210 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06

Hallo,

 

diese unvollständigen Sätze sind nicht nur ein Stilmittel, sondern auch eine Beispiel für Moden. Früher war sowas eher verpönt, nur in Groschenheften gestattet. Heute sind jüngere Leser schnelle Schnitte gewöhnt, da passt es dann. Und wird in Krimis viel gebraucht, wenn etwas unvorhergesehenes kommt oder das Tempo sich verschärft.

 

Wie jedes Stilmittel muss es auch passen und die Dosis macht es zum Gift, wenn mans übertreibt. Die Zitate von Bannalec - danke Christa - da passt es, soweit ich das beurteilen kann.

 

Herzliche Grüße, Hans Peter



#22
Christa

Christa
  • 8.187 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Hallo,

 

diese unvollständigen Sätze sind nicht nur ein Stilmittel, sondern auch eine Beispiel für Moden. Früher war sowas eher verpönt, nur in Groschenheften gestattet. Heute sind jüngere Leser schnelle Schnitte gewöhnt, da passt es dann. Und wird in Krimis viel gebraucht, wenn etwas unvorhergesehenes kommt oder das Tempo sich verschärft.

 

Wie jedes Stilmittel muss es auch passen und die Dosis macht es zum Gift, wenn mans übertreibt. Die Zitate von Bannalec - danke Christa - da passt es, soweit ich das beurteilen kann.

 

Genau. Ein bisschen was kann man davon auch lernen, ohne in einen Groschenromanstil zu verfallen, denke ich. Gestern Abend bin ich mal meinen gegenwärtigen Romananfang durchgegangen und habe einige überflüssige "sagte er" und "meinte sie" gestrichen. Man kann das auch durch Gesten ersetzen, um zu wissen, wer spricht (oder einen Gedanken des Gesprächspartners einschieben wie Ulrike). Wobei mir von Bannalec ein eher negatives Beispiel im Kopf geblieben ist: "(…) gab den Clown", nachdem derjenige gesprochen hatte. Insofern negativ, als es den Satz davor nur erklärt.


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#23
GerdH

GerdH
  • 113 Beiträge
  • Dabei seit 05.03.18

diese unvollständigen Sätze sind nicht nur ein Stilmittel, sondern auch eine Beispiel für Moden. ... Heute sind jüngere Leser schnelle Schnitte gewöhnt, da passt es dann.


Ich habe den Roman nun zu Ende gelesen und finde, dass Hans Peters Bild von den "schnellen Schnitten" die Sache schon ziemlich gut trifft; so sind ja auch viele Video-Clips montiert, jede Sekunde ein harter Schnitt. Ich bin jedenfalls froh, dass ich nun wieder ein Buch mit etwas weniger Staccato-Stil lese, ich genieße das nach dem Dupin-Roman richtig. Übrigens hatte ich auch inhaltlich so meine Probleme, bei der Konzeption erinnert viel zu viel an die Donna Leon Romane; eine kommerziell offensichtlich erfolgreiche Herangehensweise, wenn man sich die Bestsellerlisten anschaut.


Herzlichen Dank jedenfalls für diese interessante Diskussion, die mich in meinem eigenen Schreiben voran gebracht hat!