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Anzahl der Buchverkäufe pro Lesung

Buchverkäufe Lesung Belegexemplare

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10 Antworten zu diesem Thema

#1
HeikeF

HeikeF
  • 1.374 Beiträge
  • Dabei seit 22.02.12

Hallo!

 

Gerade habe ich mich mit einer Bekannten (Neuautorin) darüber unterhalten, wie viele Bücher wohl üblicherweise bei Lesungen verkauft werden. Es geht um die Planung, wie viele Belegexemplare man am besten ordert.

 

Ich selbst komme pro Buch mit 50 Exemplaren gut hin, 20 für Bloggerverschickungen, 10 als Geschenke und rund 30 gehen bei mir auf Lesungen weg, pro Lesung mit rund 50 Teilnehmern verkaufe ich nur rund 5 Bücher, manchmal auch weniger.

Die meisten besitzen dann die Bücher bereits und lassen sie signieren, bei den anderen weiß ich es nicht. Aber der Buchverkauf auf Lesungen ist bei mir extrem mau.

 

Wie ist das bei euch?

 

LG

Heike



#2
Olaf

Olaf
  • 592 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Ich denke mal, du meinst nicht "Belegexemplare", denn davon schickt der Verlag dir nur eine Handvoll, um zu beweisen, dass er die Bücher tatsächlich gedruckt hat. Stattdessen denkst du vermutlich an "Autorenexemplare", die du vergünstigt kaufen kannst. 

 

Ich verkaufe keine Bücher bei Lesungen, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Stattdessen schlage ich den Veranstaltern vor, sich mit einer örtlichen Buchhandlung zusammenzutun. Die Anzahl der verkauften Bücher liegt dann zwischen 0 und 20, mit einem starken Median um die 5 Exemplare, die du auch erzielst. 

 

Zur Einordnung: Bei mir sind es populäre Sachbücher. Als ich vorwiegend Kinderbücher geschrieben habe, war es aber ziemlich genau so.


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#3
Olga

Olga
  • 3.102 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man auf Lesungen eher wenig verkauft. Ich mache das wie Olaf: Ich verkaufe nichts, sondern bitte dann um die Kooperation mit dem örtlichen Buchhandel. Bis jetzt hat das auch immer funktioniert.

 

Liebe Grüße,

Olga



#4
Rudi

Rudi
  • 989 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich kann deine Zahlen (außer bei einer Premierenlesung, da geht schon mal das 10 bis 20fache übern Tresen) bestätigen. Inzwischen händle ich das genau so wie Olaf. So kommt man auch immer schön einfach in den Kontakt mit den Buchhandlungen vor Ort ;)


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Pseudonym: Jan Kilman: Roman: Heldenflucht, Heyne
Internetauftritt


#5
DorisC

DorisC
  • 1.567 Beiträge
  • Dabei seit 25.07.11

Bei mir ebenfalls wie oben: Premierenlesung (120 Zuhörer) ca. 30 Ex., spätere Lesungen ca. 5-9.

 

ABER: Nicht ich verkaufe die Bücher, sondern immer die örtliche Buchhandlung, notfalls auch der Veranstalter.

Und niemals verkaufe ich meine Belege, es werden immer frische Ex. vom Verlag geordert, falls nötig mit Rückgaberecht.

Außerdem stehen immer auch ein paar meiner früheren Bücher rum, und nicht selten gehen die dann auch noch über die Ladentheke ...


MAROKKO-SAGA bei Blanvalet: Das Leuchten der Purpurinseln,  Die Perlen der Wüste,  Das Lied der Dünen.

Neu Dez. 2017: DIE WOLKENFRAUEN


#6
Elli

Elli
  • 2.263 Beiträge
  • Dabei seit 01.09.08

Ich wünschte, ich könnte da eine greifbare Zahl nennen. Das ist soooo unterschiedlich und ich steige nach all den Jahren immer noch nicht durch.

Die Veranstalter meiner Lesungen sind meist Buchhändler oder arbeiten mit Buchhändlern zusammen. Mal hab ich nur 50 Zuhörer und es werden 80 Bücher verkauft. Mal sind es weit über 100 Zuhörer und nur 10 Bücher werden verkauft ...

Aber im Allgemeinen wird gut verkauft. Liegt vielleicht auch daran dass ich ziemlich "penetrant" auch während der Lesung Werbung für die Bücher mache und viele Cliffhanger einfüge. Nach dem Motto: Am Ende eines spannenden Kapitels aufhören und sagen: "Wie es weitergeht, können Sie im Buch lesen ..."

 

Ist gemein, ich weiß. Aber immerhin geht es bei einer Lesung ja ums Verkaufen deiner Arbeit. Und die Leser finden es ganz lustig, wenn ich dann im Scherz noch anfüge: "Rheumadecken sind später dran." :s01


Autorenseite Elli Radinger | BLOG | Wolf Magazin

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet. (J. W. Goethe)


#7
(Tom Liehr)

(Tom Liehr)

Nebenbei bemerkt - schaut mal in Eure Verlagsverträge. Die verbilligt eingekauften Autorenexemplare darf man nicht weiterverkaufen.

 

Ich bringe nur eigene Bücher zu Lesungen mit, wenn der Veranstalter explizit darum bittet, aber da geschieht nur bei Sonderveranstaltungen. Bei normalen Lesungen wissen Bibliothekare, Buchhändler und sonstige Veranstalter, dass sie sich um den Büchertisch selbst kümmern müssen. Aber mehr als fünf bis zehn Prozent der Besucher kaufen nicht, wenn überhaupt.

 

Herzlich,

Tom



#8
Rudi

Rudi
  • 989 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06
Stimmt, Tom, ich frage auch stets im Verlag nach, ob es geduldet wird. Ansonsten regelt das meine Frau, die ein Onlineservice für Bücher betreibt.

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Pseudonym: Jan Kilman: Roman: Heldenflucht, Heyne
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#9
HeikeF

HeikeF
  • 1.374 Beiträge
  • Dabei seit 22.02.12

Danke euch für die Einschätzung, das deckt sich doch sehr mit meinen Erfahrungen.

 

LG

Heike



#10
UlrikeS

UlrikeS
  • 2.983 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Als Self-Publisher kann man natürlich so viel selber verkaufen wie man will, als Verlagsautor sind einem die Hände gebunden. Da verdient man bei einer Lesung nur am Honorar. Wenn aber eine Buchhandlung verkauft, dann hat man gleich wieder einen Kontakt und wenn der Buchhändler da ist und alles toll findet, dann empfiehlt er die Bücher vielleicht auch seinen Kunden .... man hofft ja so viel.

 

Ich verkaufe auf Lesungen auch nichts selber, sondern bitte eine Buchhandlung oder, wenn die keine Lust/Zeit haben, dass sie an den Veranstalter Bücher in Kommission weitergeben, so dass der Veranstalter die Bücher verkaufen kann. Meist bekommt er dafür ein paar Prozente. Ein Mal habe ich erlebt, dass es zehn Prozent waren und ich ganz schön schlucken musste, weil der Veranstalter am Verkauf meiner Bücher mehr verdient als ich. Und es noch abtat mit "ich weiß, es ist nichts, aber ohne Büchertisch sähe es ja so leer aus"

 

Die verkauften Mengen sind bei mir auch unterschiedlich und steigen, seitdem noch ein älteres Verlagsbuch mit auf dem Tisch liegt. Spannbreite von 0 bis 20 Büchern. Je niedriger der Eintritt, desto höher die Verkaufszahlen. Die Kalkulation ist aber Sache der Veranstalter, ich mache nur Lesungen mit Festhonorar.


Bearbeitet von UlrikeS, 31.08.2018 - 12:21,


#11
Olaf

Olaf
  • 592 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Nebenbei bemerkt - schaut mal in Eure Verlagsverträge. Die verbilligt eingekauften Autorenexemplare darf man nicht weiterverkaufen.

 

Stimmt, aber die meisten Verlage tolerieren es, wenn man keinen eigenen Großhandel aufmacht, sondern nur bei eigenen Lesungen verkauft und dabei den vorgeschriebenen Preis nimmt.


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de




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