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Bestsellerpotential: KI vs Bauchgefühl

Künstliche Intelligenz Vorhersage Prognose Bauchgefühl KI Bestsellerpotenzial Software Kristallkugel Massenmarkt

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116 Antworten zu diesem Thema

#101
Wolf

Wolf
  • 719 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Das wäre für mich ganz klar KI, aber nicht in dem Sinn, dass man eine Selbstlerneinheit "neuronale Netze" anbaut, wie ich sie noch kennengelernt habe. Aber da ist die Forschung bestimmt schon weiter.

 

Allerdings habe ich den Ei9ndruck, dass alle von KI sprechen - und das bereits seit Jahren - , vielleicht sich auch einig sind über die Theorie, aber bei den konzepten der praktischen Umsetzung hoffnungslos auseinanderdriften. Aber Vorsicht. Das ist meine eigene köchst subjektive Wahrn ehmung von außen.

 

Und prognosen haben immer die schwierigkeit, dass sie sich micht der Zukunft beschäftigen. Aber diese fundierte Erkenntn is ist ebenfalls nicht von mir.

 

Liebe Grüße

Wolf



#102
AndreasE

AndreasE
  • 2.259 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Von wegen "sie haben ihr Ohr am Puls der Zeit" … manchmal können darüber Jahre vergehen (George R. R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer" sollen in den ersten Jahren in den USA wie Blei in den Regalen gelegen haben, wie ein US-Fan in einem Forum berichtete, und das obwohl Martin da schon bekannt war),

 

Auch "Der Herr der Ringe" – später zum "Buch des Jahrhunderts" gekürt – war alles andere als ein instant success



#103
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 6.298 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

 

Von wegen "sie haben ihr Ohr am Puls der Zeit" … manchmal können darüber Jahre vergehen (George R. R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer" sollen in den ersten Jahren in den USA wie Blei in den Regalen gelegen haben, wie ein US-Fan in einem Forum berichtete, und das obwohl Martin da schon bekannt war),

 

Auch "Der Herr der Ringe" – später zum "Buch des Jahrhunderts" gekürt – war alles andere als ein instant success

 

 

Ja, meine Bücher wurden auch noch nicht weltweit entdeckt. Aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf!  ;D


Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de


#104
Christa

Christa
  • 8.586 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Stimmt, an die Bestseller, die mit Verzögerung gestartet sind, habe ich jetzt nicht gedacht. Umberto Ecos "Name der Rose" war wohl in Deutschland auch nicht so erwünscht und wurde erst nach dem Film ein Bestseller. Ich denke das manchmal, wenn ich vor den Bestseller-Regalen der Buchhandlungen stehe, das das so der Trend der Zeit ist.

 

Das hier ist glaube ich die neueste Liste -Ellis "Weisheit alter Hunde" war noch vor ein paar Tagen drauf in der Buchhandlung.

https://www.buchaktu...er_pi1][page]=0

 

@Ulf: Du warst ja schon mal dabei (wenn auch nur kurz, aber immerhin) :D


Bearbeitet von Christa, 24.10.2018 - 17:17,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#105
AndreasE

AndreasE
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Stimmt, an die Bestseller, die mit Verzögerung gestartet sind, habe ich jetzt nicht gedacht. Umberto Ecos "Name der Rose" war wohl in Deutschland auch nicht so erwünscht und wurde erst nach dem Film ein Bestseller. 

 

Nein, das stimmt nicht. "Der Name der Rose" wurde verfilmt, weil es ein weltweiter Bestseller war.



#106
Christa

Christa
  • 8.586 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

 

Stimmt, an die Bestseller, die mit Verzögerung gestartet sind, habe ich jetzt nicht gedacht. Umberto Ecos "Name der Rose" war wohl in Deutschland auch nicht so erwünscht und wurde erst nach dem Film ein Bestseller. 

 

Nein, das stimmt nicht. "Der Name der Rose" wurde verfilmt, weil es ein weltweiter Bestseller war.

 

Hatte das vorher nicht recherchiert. :-/ Und dann haben die Deutschen das erst eingekauft, nachdem es ein weltweiter Bestseller geworden war? Da sieht man mal wieder, wie wenig Spürnase die Deutschen haben. 8-)


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#107
FlorianH

FlorianH
  • 199 Beiträge
  • Dabei seit 17.08.18

Das wäre für mich ganz klar KI, aber nicht in dem Sinn, dass man eine Selbstlerneinheit "neuronale Netze" anbaut, wie ich sie noch kennengelernt habe. Aber da ist die Forschung bestimmt schon weiter.

 

Allerdings habe ich den Ei9ndruck, dass alle von KI sprechen - und das bereits seit Jahren - , vielleicht sich auch einig sind über die Theorie, aber bei den konzepten der praktischen Umsetzung hoffnungslos auseinanderdriften. Aber Vorsicht. Das ist meine eigene köchst subjektive Wahrn ehmung von außen.

 

Und prognosen haben immer die schwierigkeit, dass sie sich micht der Zukunft beschäftigen. Aber diese fundierte Erkenntn is ist ebenfalls nicht von mir.

 

Liebe Grüße

Wolf

Kannst Du das bitte etwas erläutern?

 

Geht der Bestsellercode mehr auf die Ergebnisse oder das Verfahren ein? Interessant wären natürlich wirklich neue Erkenntnisse, die vorher noch nicht bekannt waren (is eh klar), was freilich für mehr deskriptive Methoden denn Deep Learning spräche, die Arten von Bestsellerklassen und ihre Eigenarten (Klasse A muss von Adjektiven überlaufen, Klasse B lieber nicht, etc.) und so weiter. Eine Methode für alles wird es sicher nicht geben, aber die möglichst beste Methode für eine jeweilige Sparte. Ist das Buch da ergiebig?



#108
FlorianH

FlorianH
  • 199 Beiträge
  • Dabei seit 17.08.18

 

 

Von wegen "sie haben ihr Ohr am Puls der Zeit" … manchmal können darüber Jahre vergehen (George R. R. Martins "Das Lied von Eis und Feuer" sollen in den ersten Jahren in den USA wie Blei in den Regalen gelegen haben, wie ein US-Fan in einem Forum berichtete, und das obwohl Martin da schon bekannt war),

 

Auch "Der Herr der Ringe" – später zum "Buch des Jahrhunderts" gekürt – war alles andere als ein instant success

 

 

Ja, meine Bücher wurden auch noch nicht weltweit entdeckt. Aber man gibt die Hoffnung ja nicht auf!  ;D

 

 

Schlimm wäre es, wenn es posthum passierte :)



#109
FlorianH

FlorianH
  • 199 Beiträge
  • Dabei seit 17.08.18

Und der zweite Satz, sorry, Wetter kann man vorhersagen und die Vorhersage danach objektiv überprüfen. Aber Bestseller werden doch nicht nur geschrieben, sondern auch gemacht ;). Wenn ein Computer vorhersagt, das wird ein Bestseller, dann wird doch kein Verlagsmitarbeiter mehr nein sagen, sondern alle Hebel in Bewegung setzen. Die Gläubigkeit in die Unfehlbarkeit von Computern wird doch heute kaum noch hinterfragt - und das sage ich übrigens als Informatiker.

 

Ist wie ein Bestseller geschrieben, wurde aber aus Mangel an Marketing keiner ist natürlich einfacher zu modellieren, aber richtig nützlich wäre ja: Ist wie ein Bestseller geschrieben, wird wegen der Schreibe ordentlich vermarktet und deshalb auch tatsächlich zum Bestseller. Ist freilich mehr eine theoretische Betrachtung zu Analysezielen, als Diskussion zum Bestsellercode :)

 

Dass Verlage alle Hebel in Bewegung setzen, nur weil ein Computer etwas sagt, glaube ich nicht, sicher würden die den Roman vor Veröffentlichung zumindest anlesen :)



#110
Ramona

Ramona
  • 3.631 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

 

 

Stimmt, an die Bestseller, die mit Verzögerung gestartet sind, habe ich jetzt nicht gedacht. Umberto Ecos "Name der Rose" war wohl in Deutschland auch nicht so erwünscht und wurde erst nach dem Film ein Bestseller. 

 

Nein, das stimmt nicht. "Der Name der Rose" wurde verfilmt, weil es ein weltweiter Bestseller war.

 

Hatte das vorher nicht recherchiert. :-/ Und dann haben die Deutschen das erst eingekauft, nachdem es ein weltweiter Bestseller geworden war? Da sieht man mal wieder, wie wenig Spürnase die Deutschen haben. 8-)

 

 

Tatsächlich hatte Umberto Eco zunächst keinen italienischen Verlag für "Der Name der Rose" gefunden. Grund: Der Roman sei einfach zu abgehoben und komplex für den Markt und dessen Leserinnen und Leser.


Bearbeitet von Ramona, 25.10.2018 - 06:10,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#111
Wolf

Wolf
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  • Dabei seit 21.10.08

 

Das wäre für mich ganz klar KI, aber nicht in dem Sinn, dass man eine Selbstlerneinheit "neuronale Netze" anbaut, wie ich sie noch kennengelernt habe. Aber da ist die Forschung bestimmt schon weiter.

 

Allerdings habe ich den Ei9ndruck, dass alle von KI sprechen - und das bereits seit Jahren - , vielleicht sich auch einig sind über die Theorie, aber bei den konzepten der praktischen Umsetzung hoffnungslos auseinanderdriften. Aber Vorsicht. Das ist meine eigene köchst subjektive Wahrn ehmung von außen.

 

Und prognosen haben immer die schwierigkeit, dass sie sich micht der Zukunft beschäftigen. Aber diese fundierte Erkenntn is ist ebenfalls nicht von mir.

 

Liebe Grüße

Wolf

Kannst Du das bitte etwas erläutern?

 

Geht der Bestsellercode mehr auf die Ergebnisse oder das Verfahren ein? Interessant wären natürlich wirklich neue Erkenntnisse, die vorher noch nicht bekannt waren (is eh klar), was freilich für mehr deskriptive Methoden denn Deep Learning spräche, die Arten von Bestsellerklassen und ihre Eigenarten (Klasse A muss von Adjektiven überlaufen, Klasse B lieber nicht, etc.) und so weiter. Eine Methode für alles wird es sicher nicht geben, aber die möglichst beste Methode für eine jeweilige Sparte. Ist das Buch da ergiebig?

 

Was genau ich jetzt erläutern soll, weiß ich nicht. Ich mache es einfach mal auf Verdacht.

Irgendwo in den Fußnoten des Buches steht eine Literatur eines Buches, das einer der beiden Autoren mal herausgebracht hat und die Methoden erläutert. Ich habe es nicht gelesen, da da könnte man fündig werden. In dem "Bestsellercode" halten sie sich mit detailierten methodischen Angaben zurück, weil sie ja nicht für Statistitker schreiben. Nur bei der Kreuzvalidierung werden sie deutlich. Sie arbeiten entweder mit eine unabhängigen Stichproben von 10% des Samples oder mit der Jackknife-Methode (Je ein Ereignis wird vorhergesagt.)

Der größte Teil des Inhalts deckt zwei Bereiche ab. Wo die Herausforderungen lagen und mit welchen Kenngrößen sie gerarbeitet haben (nur ganz grob) und welche Ergebnisse sie erzielten, denn sie haben auch mit ausgewählten Variablenbündeln gearbeitet. Ich gehe davon aus, dass sie sowohl mit multiplen regressiven Ansätzen wie mit diskriminanzanalytischen Ansätzen gearbeitet haben. Aber wahrscheinlich nicht mit multivariaten Einzelmustern (Vermutung).

 

Die Ergebnisse stehen und fallen mit der Quantifizierung und Erfassung der Texteigenschaften. Meines Erachtens haben sie sich da sehr viel Mühe gegeben, wie man aus den Ergebnissen ableiten kann. Die Arbeit erfasst eindeutig einen Status Quo und das eine oder andere könnte in zwanzig Jahren nicht mehr gelten. Der Schwerpunkt des Buches im Ganzen liegt auf der Interpretation der Ergebnisse, und die autoren können auch wirklich etwas präsentieren, was man vorher vielleicht in dieser Deutlichkeit noch nicht gewusst hat. Aber es sind auch Selbstverständlichkeiten dabei.

 

Selbstverständlich könnte man auch mit anderen Methoden herangehen. Neuronale Netze könnte man immer weiter füttern und über den Selbtlernalgorythmus auch Trendveränderungen feststellen. Aber letztlich basiert ein neuronales Netz auch auf einer Art multipler Regression und unterliegt denselben statistischen Begrenzungen.

 

Interessant könnten für die zukunft auch Megamodelle sein wie Random Forest, wo nach dem Zufallsprinzip verschiedene Modell(e)ansätze zu einem Modell miteinander verknüpft werden. Aber als die rauskamen, habe ich mich in meine Privatwelt zurückgezogen und mich lieber um Drachen gekümmert.

 

Vielleicht noch eine Gag zum Shluss. In einem meiner Bücher gibt es den Gott Ran, der viel mit dem zufall zu tun hat. Sein Reich ist das Ran-tum. Sollte dieses Buch einmal ins Englische übersetzt werden, stände da Random.

 

War es das, was Du wissen wolltest?

Wolf


Bearbeitet von Wolf, 25.10.2018 - 10:23,


#112
FlorianH

FlorianH
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Hm, nicht ganz, aber vielleicht fuehrte das auch zu weit von den Allgemeinplaetzen weg.
Vielen Dank auf jeden Fall fuer Deine Muehen.
Ein Zufallsgott. So paradox, dass es unheimlich realistisch ist :)

#113
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.563 Beiträge
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Ist man nicht zu spät dran, wenn man als Autor sein Ohr am Puls der Zeit hat?

Ich meine, von Fühlen des Pulses bis zum fertigen Buch können Monate vergehen und dann ist der Puls oft abgeebbt.

 

Kann es nicht auch einfach sein, dass einige Autoren einfach einen Riecher dafür hatten, was gerade dabei war, den Puls der Zeit schlagen zu lassen und was dann wichtig war, als das Buch in die Läden kam, dass es das Ding war, über das alle jetzt lesen wollten und daher zugegriffen haben?

 

Oder dass es auch Autoren waren, die ihr starkes Thema zäh verteidigt haben, darüber geschrieben haben und das Buch durch Zufall gerade dann in den Läden lag, als der Puls der Zeit dafür zu schlagen begann?

 

Oder dass manche Themen einfach universell sind, Menschen seit Urzeiten bewegen und die Verpackung gerade dieser Bücher den augenblicklichen Geschack besonders vieler getroffen hat, dass sie nach diesem einen Buch gegriffen haben?

 

Wenn ich mir ansehe, wie rasch Bücher aus den Buchhandlungen verschwinden, kann doch manch ein möglicher Bestseller dabei sein, der einfach nicht lange genug dort liegen durfte, um zum idealen Augenblick dort präsent zu sein.



#114
Ramona

Ramona
  • 3.631 Beiträge
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So ist es, Angelika. Es gibt wie immer mehrere Möglichkeiten und deshalb immer wieder Überraschungen (im Positiven wie im Negativen).


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#115
Wolf

Wolf
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So wie ich die Ergebnisse der Untersuchung verstanden habe, lage die maßgeblichen Faktoren unter halb der Ebene, die etwas mit dem Puls der Zeit zu tun hat. Dem Rhythmus der Plotkurve oder den wichtigsten Subthemen. Shade of Pale stand nicht oben, weil es um BDSM ging. Nachfolgebücher, die glaubten auf dieser Welle schwimmen zu können waren Flopps. Der Geist der Zeit scheint eher der Haken zum Heranziehen zu sein, aber dann kommen andere Punkte zum Tragen. Und wenn die richtig gesetzt sind, kann der Puls der Zeit einen zusätzlichen Impuls bringen.

 

Aber sicher ist das diskutabel, denn der Puös der zeit wurde meines Erachtens nicht einzeln untersucht, sondern nur einen möglichen Schwerpunkt hingewiesen, der aufgefallen war.

 

Wolf



#116
Christa

Christa
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Ist man nicht zu spät dran, wenn man als Autor sein Ohr am Puls der Zeit hat?

Ich meine, von Fühlen des Pulses bis zum fertigen Buch können Monate vergehen und dann ist der Puls oft abgeebbt.

 

Kann es nicht auch einfach sein, dass einige Autoren einfach einen Riecher dafür hatten, was gerade dabei war, den Puls der Zeit schlagen zu lassen und was dann wichtig war, als das Buch in die Läden kam, dass es das Ding war, über das alle jetzt lesen wollten und daher zugegriffen haben?

 

Oder dass es auch Autoren waren, die ihr starkes Thema zäh verteidigt haben, darüber geschrieben haben und das Buch durch Zufall gerade dann in den Läden lag, als der Puls der Zeit dafür zu schlagen begann?

 

Oder dass manche Themen einfach universell sind, Menschen seit Urzeiten bewegen und die Verpackung gerade dieser Bücher den augenblicklichen Geschack besonders vieler getroffen hat, dass sie nach diesem einen Buch gegriffen haben?

 

Wenn ich mir ansehe, wie rasch Bücher aus den Buchhandlungen verschwinden, kann doch manch ein möglicher Bestseller dabei sein, der einfach nicht lange genug dort liegen durfte, um zum idealen Augenblick dort präsent zu sein.

 

Hast du gut zusammengefasst, Angelika. Was den letzten Punkt angeht: Die Bücher, die nicht lange genug in den Buchhandlungen liegen durften, um zum Bestseller zu werden, kamen wahrscheinlich von Verlagen, die ihr Ohr nicht am Puls der Zeit hatten.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#117
FlorianH

FlorianH
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Außerdem sind Bestseller nicht unabhängig von der Zeit und dem allgemeinen gesellschaftlichen Klima, in dem sie veröffentlicht werden. Was heute ein Bestseller wird, wäre vor zehn Jahren untergegangen, und umgekehrt. (z.B. wollte nach dem Ende der Sowjetunion erst mal kein Mensch mehr Thriller lesen, in denen der KGB eine Rolle spielt) Das sind Faktoren, die nur ein Hellseher berücksichtigen könnte.

Es lassen sich sicherlich Zusammenhänge herstellen, welche Themen in welcher Art Klima besser oder schlechter gehen könnten. Ganz der Hellseher muss man für so etwas sicherlich nicht sein, oder? Ohne allzu tief in der Materie zu stecken, glaube ich, dass es durchaus Zusammenhänge im Stil wie sorglose Heimatfilme nach dem 2. Weltkrieg, Alien Invasion Filme während des Kalten Kriegs, etc. gibt.

 

Zusammenhänge, die zu erkennen aber mit Bauchgefühl besser funktionieren dürfte als per Algorithmus.

 

Jetzt, wo ich NSA durch habe, interessiert mich doch noch einmal Dein Standpunkt zu der Sache. In NSA traust Du einem Programm die Erkennung und Interpretation von Zusammenhängen zu, die sich hinter sehr vielen Daten verbergen. Ich gehe davon aus, dass Du, von der ein oder anderen überspitzten Darstellung abgesehen, die Technologie dahinter für grundsätzlich möglich und nicht allzu futuristisch hältst und die Meinung aus solider Recherche gebildet hast - dafür bist Du ja bekannt :)

Wie lange glaubst Du wirklich, ist ein Bauchgefühl in der Hinsicht noch der Technologie überlegen, wenn der analytische Fokus erstmal auf die Literatur fällt?





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