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Leseförderung - ein, zwei Gedanken von mir dazu


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5 Antworten zu diesem Thema

#1
AndreasH

AndreasH
  • 449 Beiträge
  • Dabei seit 18.07.10

Auf Grundlage einer Rede zum Thema Leseförderung, die ich hätte halten sollen, ist dieser Blogbeitrag entstanden. Zu der Rede kam es nicht. Aber immerhin sind meine Gedanken zu bestimmten Aspekten der Leseförderung auf dem Blog der Spreeautoren nachzulesen:

 

http://www.spreeauto...tern-und-heute/

 

Abendliche Grüße aus Berlin

 

Andreas


www.klippenschreiber.de

#2
ChristineN

ChristineN
  • 1.248 Beiträge
  • Dabei seit 04.12.06

Danke für deinen Beitrag, Andreas

 

"Während meiner Lesungen an Schulen erfahre ich nämlich immer wieder, dass lebendig präsentierte Literatur sehr wohl Interesse wecken kann. Auch an sogenannten Problemschulen."

 

Ja.Ja.Ja!

 

Mit drei Autorenkolleginnen startete ich in diesem Schuljahr ein ehrenamtliches Pilotförderprojekt an einer Wiener Brennpunktschule. "Nur" ein Mal im Monat besuchten wir die Kinder und versuchten ihnen mit unserer "Show" nicht nur das Thema Literatur näher zu bringen, wir diskutierten, wir lasen, wir arbeiteten mit ihnen. Die Begeisterung und das Ergebnis hat uns selbst überrascht. Dazu muss man sagen, dass manche der Kinder aus Familien kommen, wo es vermutlich keine Bücher gibt, und so gut wie nicht gelesen wird. Die Kinder erarbeiteten mit unserer Unterstützung in fünf Gruppen fünf KinderkrimiGeschichten, die von der Schule in einem Band gebunden und gemeinsam in einer Wiener Buchhandlung präsentiert wurden. Wie sich herausgestellt hat, sind in diesem Jahr auch die Deutschnoten besser geworden und die Lehrerin berichtet von einem allgemein gesteigerten Interesse der Kinder an Büchern. Oft wird sie nach ihrer aktuellen Leselektüre gefragt.  Es haben viele mitgearbeitet an dem Erfolg: Die sehr engagierte, junge Lehrerin, die Direktorin, der Elternverein, die Kinder - ja und wir Autorinnen. Aufgrund des großen Erfolges werden wir weitermachen - und zumindest eine Klasse pro Jahr mit unserer Förderaktion beglücken - wenn wir Glück haben, wird die Politik etwas Budget dafür bereitstellen - es wäre so vieles möglich :)

 

https://homepage.uni...age/1837784.htm


Bearbeitet von ChristineN, 26.05.2019 - 09:44,


#3
AndreasH

AndreasH
  • 449 Beiträge
  • Dabei seit 18.07.10

Genau! Wenn alle an einem Strang ziehen und niemand allein gelassen wird. Danke für Deinen Bericht, Christine!

 


  Es haben viele mitgearbeitet an dem Erfolg: Die sehr engagierte, junge Lehrerin, die Direktorin, der Elternverein, die Kinder - ja und wir Autorinnen. Aufgrund des großen Erfolges werden wir weitermachen (...) es wäre so vieles möglich :)
 

www.klippenschreiber.de

#4
ChristineN

ChristineN
  • 1.248 Beiträge
  • Dabei seit 04.12.06

Lieber Andreas,

 

ich möchte kurz zu unserem Versuch, für unser Literatur-Förder-Schul-Projekt mit den sehr positiven Ergebnissen von der Stadt Wien ein kleines Budget zu bekommen, berichten.

 

Die Bildungsdirektion der Stadt Wien teilte uns mit, dass sie begeistert sei von unserem Förderprojekt, gerne alle Wiener Schulen darüber informieren würde, eine budgetäre Unterstützung über das "magere" schulautonome Budget hinaus sei aber leider nicht möglich.

 
So viel zur Wertigkeit der Bildung in unserem Land,
 
wir werden ehrenamtlich weitermachen wie wir können,
 
liebe Grüße,
Christine

Bearbeitet von ChristineN, 29.05.2019 - 11:24,


#5
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.514 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Finde ich eine ganz tolle Aktion!

Danke für euer Engagement.

 

In Vorarlberg versucht man duch ein großes Lesefest, Interesse fürs Lesen und für Bücher zu fördern:

https://epaper.vn.at/buch-bach



#6
ChristineN

ChristineN
  • 1.248 Beiträge
  • Dabei seit 04.12.06

Danke euch sehr,

 

"Buch am Bach" ist auch so eine wunderbare Privatinitiative, nachdem die Politik die Förderungen für Kinder und Schulen leider immer weiter kürzt (in die Bildung unserer Zukunft zu investieren, scheint nicht erste Priorität zu sein).

 

Ich bin nach einer OnlineAutorenMarketing-Messe auf die Idee gekommen, dass AutorInnen direkt in die Schulen gehen könnten, um dort bei Kindern, die von zuhause keinerlei Leseförderung erhalten, das Interesse an Büchern und Geschichten zu wecken. Nicht alle Kinder haben das Privileg, von ihren Eltern vorgelesen zu bekommen - das ist die Basis, der erste Schritt in die wunderbare Welt der Bücher.

 

Machen wir weiter  - gemeinsam sind wir stark :) ,

lg

Christine


Bearbeitet von ChristineN, 31.05.2019 - 08:14,