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Diverse Helden


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40 Antworten zu diesem Thema

#41
MelanieL

MelanieL
  • 2.746 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

So viele Titel - es sind irgendwie erschreckend wenige darunter, die ich mit "humorvoll" und "glückliiches Ende für die betreffende Figur" in Verbindung bringen würde.

Irgendwie scheint das Anders-sein selten ein gutes Ende zu nehmen, dafür sehr oft ein kaputtes, zerrissenes, trauriges Leben.

 

"Kill your gays" oder "bury your gays" ist eine Wendung, die man in manchen Rezis auf goodreads liest. Die Lesergemeinde ist senisitv darauf, dass das Anders-sein ein größeres Risiko mt sich bringt, irgendwie als Kanonenfutter oder tragische Haupfigur zu enden.

 

Darum ging es auch in einem der Vorträge, die ich gehört habe.

Das ist wohl noch eine unmittelbare Folge des amerikanischen Hays-Codes, der offiziell in den 1960ern abgeschafft wurde, aber als freiwilliges Instrument bis heute Bestand hat.
Demnach wurde nur ausgestrahlt, was den amerikanischen Moralvorstellungen entsprach.
Homosexuelle, Schwarze oder andere "unmoralische" Menschen/Gruppen durften zwar vorkommen, mussten aber am Ende sterben oder bekamen zumindest kein Happy End, damit die Moral wieder hergestellt wird und die guten Weißen gewinnen.

Klar, dass das auch in Romanen Einschlag findet.

 

Mir war das bis neulich überhaupt nicht bewusst, ich hatte auch noch nie davon gehört, sehe aber auch eher selten Filme.
Ich bin aber froh, dass es Menschen gibt, die darauf hinweisen.
Ein Bestreben des an anderer Stelle erwähnten Sensitive Readings ist auch, auf solche Missstände hinzuweisen.

Die baut man vermutlich nicht mal mit Absicht ein, hat diese Regeln durch Lesen und Schauen aber doch irgendwie verinnerlicht.


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