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Einführungspreis von Bestseller-Garant verstimmt Buchhändler

Gedruckt 5x teurer als digita

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12 Antworten zu diesem Thema

#1
Yvonne Struck

Yvonne Struck
  • 431 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Ein Bestseller-Garant (laut Artikel) wird sofort bei Erscheinen als E-Book zum Einführungspreis von 4,99 Euro verkauft. Das Hardcover kostet 24 Euro.

Sehr ärgerlich für den stationären Buchhandel.

 

Den ganzen Artikel findet Ihr hier:

https://www.lesen.ne...aendler-142593/

 

Liebe Grüße,

Yvonne


www.yvonne-struck.de


#2
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.081 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Ob das jetzt gut oder schlecht ist, wird erst die Zeit zeigen. Einen Versuch kann es doch wert sein - mit dem Preis kann es es bei den Online-Buchhändlern in den Rankings auftauchen und generiert vielleicht Käufer, die gar nicht mehr in den Buchladen gehen. Die Käufer gedruckter Bücher sind ja eher buchhandelsaffin, vielleicht brechen da die Zahlen gar nicht so ein.

Interessante Sache.

Und vor allem ein interessantes Buch, von dem hatte ich noch gar nicht gehört! Genau das Richtige für eine Freundin von mir - die aus gesundheitlichen Gründen nur noch E-Books lesen kann. (Früher hätte sie es bestimmt gedruckt gekauft).



#3
NicoleW

NicoleW
  • 232 Beiträge
  • Dabei seit 13.07.15

Hm, ich weiß nicht. Ich würde meinen, dass das günstige eBook sich kaum auf das Kaufverhalten der teuren Buchhnandelsausgabe auswirken dürfte.

Das Buch in Frage dürfte eine ganz andere Zielgruppe ansprechen, als die übliche Amazon Schnäppchenjägerfraktion. Meine Prognose wäre, dass dieses Buch sich TROTZ günstigem eBook Preis KAUM als ebook verkaufen wird. Und selbst WENN es sich gut verkauft, dann sind das eher ZUSÄTZLICHE Käufer und nicht welche, die jetzt auf die Ebook-Ausgabe zurückgreifen, obwohl sie dazu bereit gewesen wären, auch den vollen Preis zu zahlen. 

Im besten Fall ist dem Verlag durch die Preispolitik aber gelungen, dem Buch Sichtbarkeit zu verschaffen - und sei es durch Artikel, wie den verlinkten. Dass das Vorgehen des Verlags allein aus PR-Sicht Sinn ergeben kann, zeigt zB schon die Reaktion von Ulrike ;-)


Bearbeitet von NicoleW, 16.09.2019 - 09:30,


#4
Yvonne Struck

Yvonne Struck
  • 431 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Im besten Fall ist dem Verlag durch die Preispolitik aber gelungen, dem Buch Sichtbarkeit zu verschaffen - und sei es durch Artikel, wie den verlinkten. Dass das Vorgehen des Verlags allein aus PR-Sicht Sinn ergeben kann, zeigt zB schon die Reaktion von Ulrike ;-)

 

Stimmt! Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.


www.yvonne-struck.de


#5
Sabine

Sabine
  • 1.116 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Ich denke, um E-Book-Käufer zu erreichen, müsste eine ganz andere Marketingstrategie gewählt werden, als bei Taschenbuchkäufern. Weil sie einfach an unterschiedlichen Orten zu finden sind und unterschiedliche Medien bevorzugen. Drum glaube ich erstmal auch nicht, dass der Buchhandel viel zu befürchten hat. Schwierig wird es erst, wenn die Verlage auf den Trichter kommen, wie sie E-Book-Käufer erreichen. Dass E-Book-Leser grundsätzlich andere Bücher lesen als Taschenbuch-Leser würde ich nicht behaupten.



#6
MichaelT

MichaelT
  • 705 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Ich sehe das Ebook nicht wirklich als Konkurrenz fürs gedruckte Buch.

Das ist vom Thema, Cover, Titel und Klappentext her m.E. klar aufs Print (und speziell aufs Hardcover) ausgerichtet.

Aber wahrscheinlich wäre ich als Buchhändler auch erstmal nicht begeistert.


Bearbeitet von MichaelT, 16.09.2019 - 10:51,


#7
AndreasS

AndreasS
  • 1.146 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Ich sehe nirgends einen Buchhandel, der sich aufregt. Ich sehe nur einen Artikel, dessen Verfasser Aufregung erzeugen möchte.

Davon abgesehen wüsste ich nicht, wieso der Buchhandel für die Preispolitik der Verlage zuständig sein sollte.



#8
Christa

Christa
  • 8.823 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

 

Im besten Fall ist dem Verlag durch die Preispolitik aber gelungen, dem Buch Sichtbarkeit zu verschaffen - und sei es durch Artikel, wie den verlinkten. Dass das Vorgehen des Verlags allein aus PR-Sicht Sinn ergeben kann, zeigt zB schon die Reaktion von Ulrike ;-)

 

Stimmt! Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.

 

Genau, manch einer, der wie ich sowohl Verlags-E-Books als auch Buchhandelsbücher liest, könnte da zugreifen. Habe es mir gerade angesehen und in die Leseprobe reingeguckt. Ob ich es kaufen will, weiß ich noch nicht. Die Aufregung der Buchhändler zeigt sich wohl in der FB-Gruppe, die nicht öffentlich zugänglich ist.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#9
AndreasG

AndreasG
  • 1.502 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Mein aktuelle Roman wurde auch vier Wochen vor dem offiziellen Erscheinungstermin als eine Art Vorpremiere zu einem sehr günstigen Preis als Ebook angeboten. Die Begründung war, dass man so an Ebook-Käufer herankommen will, die einfach nicht mehr als diesen Betrag X für ein Ebook ausgeben, schon gar nicht bei einem Autor, der praktisch neu ist. Das erhöhe die Sichtbarkeit insgesamt und führe dazu, dass auch danach, zum regulären Preis, die Verkäufe erst einmal noch eine Weile über dem Durchschnitt blieben. Zum Erscheinen der Printausgabe wurde der Ebook-Preis aber heraufgesetzt.

 

Ob diese Strategie bei mir aufgegangen ist, kann ich nicht sagen. Es geht aber, wie schon gesagt wurde, vor allem darum, Leser zu ködern, die, um es nett zu sagen, sehr preissensibel sind.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019 (ab 28.8.)


#10
Christa

Christa
  • 8.823 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Es muss nicht einmal Preissensibilität sein, die Leser zum E-Book greifen lässt. Es ist auch die schnelle Verfügbarkeit. Wenn ich dringend etwas zum Lesen brauche und bestimmte Bücher unbedingt lesen will, lade ich mir schon mal einen Bestseller oder ein anderes Buch als E-Book runter. Zum Beispiel, weil ich zur Buchhandlung erst fahren muss und nicht so gern Printbücher bestelle. Wobei die Preise oft nahe an denen der Printbücher liegen.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#11
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.594 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Ich frage mich als Autor immer eher das Gegenteil, warum ist mein Fantasy-Jugendbuch als ebook beim großen Verlag so unverschämt teuer? (7,99 Euro, wobei das gedruckte Buch 10 Euro kostet).

Wie soll das neue Käufer verlocken, die Reihe auszuprobieren?



#12
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.081 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Mein aktuelle Roman wurde auch vier Wochen vor dem offiziellen Erscheinungstermin als eine Art Vorpremiere zu einem sehr günstigen Preis als Ebook angeboten. Die Begründung war, dass man so an Ebook-Käufer herankommen will, die einfach nicht mehr als diesen Betrag X für ein Ebook ausgeben, schon gar nicht bei einem Autor, der praktisch neu ist. Das erhöhe die Sichtbarkeit insgesamt und führe dazu, dass auch danach, zum regulären Preis, die Verkäufe erst einmal noch eine Weile über dem Durchschnitt blieben. Zum Erscheinen der Printausgabe wurde der Ebook-Preis aber heraufgesetzt.

 

Ob diese Strategie bei mir aufgegangen ist, kann ich nicht sagen. Es geht aber, wie schon gesagt wurde, vor allem darum, Leser zu ködern, die, um es nett zu sagen, sehr preissensibel sind.

 

Das finde ich interessant. Solltest du irgendwann  mal an Zahlen kommen, könntest du uns davon berichten? Danke!


Bearbeitet von UlrikeS, 16.09.2019 - 13:36,


#13
AndreasG

AndreasG
  • 1.502 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Es muss nicht einmal Preissensibilität sein, die Leser zum E-Book greifen lässt. Es ist auch die schnelle Verfügbarkeit. Wenn ich dringend etwas zum Lesen brauche und bestimmte Bücher unbedingt lesen will, lade ich mir schon mal einen Bestseller oder ein anderes Buch als E-Book runter. Zum Beispiel, weil ich zur Buchhandlung erst fahren muss und nicht so gern Printbücher bestelle. Wobei die Preise oft nahe an denen der Printbücher liegen.

 

Ich wollte damit auch nicht sagen, dass Ebook-Leser nur nach dem Preis gehen, sondern ein bestimmte Gruppe. Die gibt es ja auch bei Print-Lesern, deshalb galt über sehr lange Zeit die 10-Euro-Grenze beim Taschenbuch als unantastbar. Das hat sich durch die Einführung der Paperbacks geändert. Ich lese selbst ja auch Ebooks, denn das Ebook hat viele Vorteile.

 

 

@ Ulrike: Sollte ich Näheres zu den Zahlen erfahren, berichte ich gerne. Ich weiß nur ganz allgemein, dass lt. meiner Lektorin diese Strategie bei früheren Titeln "gut geklappt" hat und sie es deshalb auch bei meinem Buch so gemacht haben.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019 (ab 28.8.)