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„Leben, schreiben, atmen – Eine Einladung zum Schreiben“

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25 Antworten zu diesem Thema

#21
Angelika Jo

Angelika Jo
  • 3.298 Beiträge
  • Dabei seit 03.07.07

Eine (kleine) Tüte bekamen beim nächsten Mal alle, diese vielleicht eher fragwürdige Methode hab ich auch nicht nochmal angewendet ...

 

Eine äußerst fragwürdige Methode, Anna ...  :) !


Alicia jagt eine Mandarinente. dtv premium März 2018

Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

www.angelika-jodl.de


#22
Christa

Christa
  • 8.922 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Doris Dörries Buch habe ich jetzt in zwei Nächten durchgelesen und war sehr, sehr beeindruckt. Ich glaube, es kann eine fast therapeutische Wirkung haben. Bei allen Kapiteln kamen mir zunehmend Erinnerungen zu fast allen Themen. Muss ich erst mal sacken lassen und mich später damit beschäftigen. Bei mir zumindest könnte es die Auflösung einer Schreibblockade bewirken. :D


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#23
GesineS

GesineS
  • 914 Beiträge
  • Dabei seit 13.05.13

Bei mir zumindest könnte es die Auflösung einer Schreibblockade bewirken. :D

 

Das ist doch großartig, Christa!



#24
GesineS

GesineS
  • 914 Beiträge
  • Dabei seit 13.05.13

 

Neurowissenschaftliche Studien haben ja gezeigt, dass durch die Handschrift im Gehirn Verknüpfungen entstehen und Prozesse ausgelöst werden. Beim Stricken (beispielsweise) ebenfalls. Doch nicht beim Tippen auf der Tastatur.

 

Kannst du dafür eine Quelle angeben? Ich wüsste nämlich gerne, ob da etwas dran ist oder ob es sich um eine der vielen Legenden handelt, die sich jemand ausdenkt und die vielen gefallen, weil sie so schön ins eigene Weltbild passen. 

 

Wie will jemand das gemessen haben? Durch Sezieren der Gehirne von Toten? Dann darf der eine sein Leben lang nur mit der Hand geschrieben und der andere nur getippt haben. Unwahrscheinlich. Durch Messung des EKGs oder fMRI?

 

Genau, durch Bildgebungsverfahren des zentralen Nervensystems (Neuroimaging), z. B. auch bei Menschen, die eine Hirnverletzung erlitten haben. Es gibt viele Studien dazu. Hier zwei Artikel zum Thema:

 

"Recent neuroscientific research has uncovered a distinct neural pathway that is only activated when we physically draw out our letters. And this pathway, etched deep with practice, is linked to our overall success in learning and memory."

https://www.headspac...arpen-your-mind

 

"According to a study performed at the Indiana University, the mere action of writing by hand unleashes creativity not easily accessed in any other way. And high-tech magnetic resonance imaging has indeed shown that low-tech writing by hand increases neural activity in certain sections of the brain, much like meditation."

https://www.forbes.c...n/#6024dd395705



#25
Olaf

Olaf
  • 650 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

 

 

Neurowissenschaftliche Studien haben ja gezeigt, dass durch die Handschrift im Gehirn Verknüpfungen entstehen und Prozesse ausgelöst werden. Beim Stricken (beispielsweise) ebenfalls. Doch nicht beim Tippen auf der Tastatur.

 

Kannst du dafür eine Quelle angeben? Ich wüsste nämlich gerne, ob da etwas dran ist oder ob es sich um eine der vielen Legenden handelt, die sich jemand ausdenkt und die vielen gefallen, weil sie so schön ins eigene Weltbild passen. 

 

Wie will jemand das gemessen haben? Durch Sezieren der Gehirne von Toten? Dann darf der eine sein Leben lang nur mit der Hand geschrieben und der andere nur getippt haben. Unwahrscheinlich. Durch Messung des EKGs oder fMRI?

 

Genau, durch Bildgebungsverfahren des zentralen Nervensystems (Neuroimaging), z. B. auch bei Menschen, die eine Hirnverletzung erlitten haben. Es gibt viele Studien dazu. Hier zwei Artikel zum Thema:

 

"Recent neuroscientific research has uncovered a distinct neural pathway that is only activated when we physically draw out our letters. And this pathway, etched deep with practice, is linked to our overall success in learning and memory."

https://www.headspac...arpen-your-mind

 

"According to a study performed at the Indiana University, the mere action of writing by hand unleashes creativity not easily accessed in any other way. And high-tech magnetic resonance imaging has indeed shown that low-tech writing by hand increases neural activity in certain sections of the brain, much like meditation."

https://www.forbes.c...n/#6024dd395705

 

 

Danke für die Links, Gesine! 

 

Ich habe die Artikel gelesen und darin die gleiche Aussage gefunden, aber leider weiterhin keine überprüfbaren Belege. 

 

- Der erste Artikel ist zwar von einer Neurowissenschaftlerin geschrieben, bietet aber lediglich die Behauptung, dass Schreiben mit der Hand alles Mögliche bewirke. Es gibt keine Erläuterung, wie das gemessen wurde (ok, da steht "Imaging studies", aber davon gibt es mehrere, und die sind immer sehr vorsichtig zu interpretieren), und es fehlt der Link auf den Originalartikel. Bei solch einer Aussage würde ich gerne lesen, was die Forscher wirklich getan haben und wie sie selbst ihre Ergebnisse einordnen. Wissenschaftsjournalisten neigen dazu, Aussagen auf die Spitze oder drüber hinaus zu treiben (bin ja selber Wissenschaftsjournalist). Die Links im Artikel sind zu anderen Teilaspekten und führen ins Nichts. 

 

- Der zweite Artikel stellt ebenfalls Aussagen auf, ohne Belege zu liefern. Er verweist auf Artikel im Wall Street Journal, die ich nicht gelesen habe, weil sie hinter einer Bezahlschranke liegen, und in der Huffington Post, die mich schließlich zu einem wissenschaftlichen Übersichtsartikel aus dem Jahr 2010 geführt haben. 

 

- Dieser Übersichtsartikel fasst zusammen, was über die Unterschiede zwischen händischen Schreiben und Tippen für das Erwerben der Schreib- und Lesekompetenz bekannt war. Kurz gesagt: Weil beim Schreiben mit der Hand mehr Sinne und Muskeln beteiligt sind, weil es langsamer abläuft und man sich mehr auf den Prozess konzentrieren muss, lernt man die Form von Buchstaben und damit letztlich das Lesen besser als beim Tippen.  

Es steht dort nicht, dass Schreiben mit der Hand besser wäre für Kreativität oder das Denken in Zusammenhängen. 

 

Fazit: Gerade zum Lernen von Lesen und Schreiben ist es besser, mit Stift und Papier zu üben. Aber es fehlt weiterhin ein Beleg, dass kreatives Denken von der Modalität des Schreibens abhängt. 

 

Ich will das damit nicht abstreiten. Mir geht es nur darum, dass wir – trotz diverser Zeitungsartikel mit dieser Behauptung – diese Frage einfach noch nicht beantworten können. 

 

Und ich selbst schreibe Gedanken und Notizen häufig erstmal schnell mit der Hand nieder. Die kommen bei mir allerdings immer vor dem Schreiben, weniger dabei. 


Bearbeitet von Olaf, 28.10.2019 - 08:23,

Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#26
Christa

Christa
  • 8.922 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05


 



 



 



Neurowissenschaftliche Studien haben ja gezeigt, dass durch die Handschrift im Gehirn Verknüpfungen entstehen und Prozesse ausgelöst werden. Beim Stricken (beispielsweise) ebenfalls. Doch nicht beim Tippen auf der Tastatur.

 

Kannst du dafür eine Quelle angeben? 

 

Fazit: Gerade zum Lernen von Lesen und Schreiben ist es besser, mit Stift und Papier zu üben. Aber es fehlt weiterhin ein Beleg, dass kreatives Denken von der Modalität des Schreibens abhängt. 

 

Für mich brauche ich eigentlich gar keinen Beleg dafür, dass Schreiben mit der Hand kreativeres Denken ermöglicht. Wir alle haben wohl das Schreiben mit der Hand erlernt und schreiben heute vorrangig mit der Tastatur. Und ich schreibe noch Notizen und den Einkaufszettel mit der Hand. Und Widmungen und manchmal auch Postkarten. Meine Handschrift ist mangels Übung und aus Zeitgründen kraxeliger geworden, aber den "kreativen Flow" habe ich sowohl einst beim Tagebuchschreiben als auch beim späteren Schreiben von Romanen und so weiter gespürt. Das hängt einfach nur von der Kreativität ab. Anders ist es mit dem Aspekt des Lernens überhaupt. Im Januar machte man sich Gedanken um den Nachwuchs, dass der mehr auf dem Handy daddelt als mit der Hand zu schreiben. Sie sagen nicht, dass händig schreiben kreativer macht, sondern dass man sich das Geschriebene dann auch besser merken könne. https://www.deutschl...ticle_id=439123

 

Schreiben kann man nicht verlernen, es ist wie Fahrradfahren: Auch wenn man ein bisschen rumeiert, erinnert sich das Gehirn an alles.

 

Sobald ich ZEIT habe, werde ich mal ein paar von Doris Dörries Handschreibübungen ausprobieren.

 

@Gesine: Danke! Während des Lesens von Doris Dörries Buch hatte ich eine unbändige Lust zu schreiben. Ob das allein eine Schreibblockade lösen kann, ist noch fraglich.


Bearbeitet von Christa, 28.10.2019 - 14:34,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/




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