Inhalte aufrufen

Profilbild

Ist Quote die neue Zensur?

Zensur Quote Lisa

  • Zum Antworten bitte anmelden
80 Antworten zu diesem Thema

#61
AndreasE

AndreasE
  • 2.386 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Mir stellt sich die Frage: Was ist dann nach diesem Jahr? Muss es der Schreiber, die Schreiberin dann geschafft haben, sich selbst von seiner/ihrer Arbeit zu ernähren? Kürzlich sah ich einen Beitrag im Fernsehen.Da hatte eine Autorin einen wichtigen Buchpreis erhalten und musste dann umsatteln auf Pediküre, weil sie vom Schreiben nicht leben konnte. Über die Erlebnisse bei der Arbeit hat sie dann wieder geschrieben und kam so wieder rein. Der Name der Autorin ist mir leider entfallen.

 

Es gibt durchaus nicht wenige Autoren, die von einem Stipendium ins nächste "surfen", mal Stadtschreiber hier, mal Aufenthalt in Villa XY, usw. – beim Lesen mancher Vitae gerade bei Preisverleihungen kommt man schon ins Staunen.

 

Wobei ich keine Ahnung habe, wie man das macht. Wahrscheinlich muss man "die richtigen Leute kennen", und ein Eremit wie ich kennt die nicht und weiß nicht mal, wen man da kennen müsste …

 

Sich anhaltend fördern zu lassen ist jedenfalls definitiv auch ein besonderes Talent. Das man hat oder nicht.  ;)



#62
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 833 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Ich hab auch schon überlegt, ob ich eine Förderung zu einer Fortbildung beantrage, in der man lernt, wie man Förderung beantragt. Ich glaube, da gibt es noch eine Nische im Förderungswald.



#63
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.677 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Wer es wirklich drauf hat, von einer Föderung in die nächste zu gleiten, wird im Laufe der Zeit eine beachtliche Vita zusammen bekommen. Und mit den Lorbeeren, da und dort schon förderungswürdig gewesen zu sein, schauen die Gremien bestimmt genauer hin, als wenn jemand, der noch ein weißes Blatt ist, sich bewirbt.

Vielleicht erkundigen sie sich schon bei den anderen Standorten, wie gut es dort funktioniert hat, wie tauglich der Schreiber seiner Kulturaufgabe nachgekommen ist.

 

Ich würde nicht ausschließen, dass Autoren, die das Föderungsschreiben zu ihrer Spezialität gemacht haben, nicht auch genau hinschauen, welche Art von Texten vor ihrem Antrag dort zum Erfolg geführt hat und sich daran angepasst bewerben.



#64
Christa

Christa
  • 9.897 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Den Hinweis auf den Literaturfonds, zum Beispiel, habe ich unter anderem in der Autorenwelt gefunden.

https://www.autorenw...eraturfonds-e-v

 

Erstmal muss der Bewerber schon mindestens eine nicht selbst finanzierte Veröffentlichung in einem anerkannten Verlag haben.

Das Projekt muss literarisch hochwertig sein. Darüber entscheidet ein Kuratorium. Halbjährlich ausgeschrieben, bis zu 3000 Euro monatlich für ein Jahr laut Autorenwelt. Wahrscheinlich werden überhaupt keine "unbeschriebenen Blätter" genommen, wie auch ihr vermutet. Und wenn man nicht genommen wird, erfährt man die Gründe nicht, denn die werden nicht bekanntgegeben.


Bearbeitet von Christa, 07.11.2019 - 17:23,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#65
AndreasE

AndreasE
  • 2.386 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Ich hab auch schon überlegt, ob ich eine Förderung zu einer Fortbildung beantrage, in der man lernt, wie man Förderung beantragt. Ich glaube, da gibt es noch eine Nische im Förderungswald.

 

Ist aber ein bisschen ein "Henne-oder-Ei"-Problem …  ;D



#66
Dietmar

Dietmar
  • 1.068 Beiträge
  • Dabei seit 21.08.05

 

 

Dietmar schrieb:

"Das ist Subvention. Man kann Kunst subventionieren, aber damit verfälscht man Angebot und Nachfrage. Wir leben in einer Marktwirtschaft, alles andere ist gescheitert."

Das ist doch Quatsch. Jedes Theater, jedes Museum, jede Bücherei ist subventioniert. Sonst gäbe es sie nicht. Der großartige Roman "Kruso" von Lutz Seiler wäre vermutlich nicht entstanden, wenn er nicht das 'Villa Massimo Stipendium' erhalten hätte. Ebenfalls Subvention, genau wie jedes andere Autorenstipendium, von denen es viele gibt in Deutschland.

Sabine

 

Es gibt Theater, die kommen ohne staatliche Unterstützung aus (z.B. Dresden Boulevardtheater). Warum wäre "Kruso" ohne staatliches Stipendium nicht entstanden? Wenn ich es schaffe, meinen Debütroman zu veröffentlichen, will ich es, weil ich eine Agentur (respektive Verlag) von meiner Leistung, die ich ohne staatliche Unterstützung erbracht habe, überzeugt habe! Alles andere lehne ich ab!

Wenn ich die Chance habe, um es bildhaft zu sagen, und Backstage hinter der Videowand stehe, dann soll die sich nur auftun, um mir den Weg auf die Bühne zu ermöglichen, wenn die, die dafür bezahlt haben, es ohne einen Cent Subvention getan haben. Anderenfalls bleibe ich Backstage hinter der Videowand stehen! Sorry, ein Teil meiner Überzeugung ist neoliberal.

 

"Kruso" ist mir bekannt, habe es noch nicht gelesen, wird auf meinem Buchstapel liegen. Aber der Autor hat es schwer, Hiddensee ist literarisch durch ein Buch aus meiner Jugendzeit besetzt

 

 

Sorry, aber hier muss ich mal einhaken.

Du redest von völlig verschiedenen Dingen, Dietmar.

 

Und ja, ich fühle mich auch angesprochen, weil ich zu den von dir offensichtlich so verachteten subventionierten Künstlern gehöre.

So ein Stipendium ist eine Auszeichnung, die vom Markt und von finanziellen Interessen abgekoppelt ist. Die "Leistung" (dein Begriff) besteht eben nicht darin, möglichst marktkonform zu schreiben, sondern es geht um das, was sich vermutlich viele Autorinnen und Autoren wünschen: Anerkennung für das Besondere der eigenen Arbeit.

Und das ist eben nicht immer massenkompatibel, sondern manchmal auch nur für kleinere Gruppen zugänglich. Aber das macht es nicht wertlos.

 

(Damit meine ich nicht, dass sich Bücher, die sich gut verkaufen und einer großen Menge Menschen gefallen, irgendwie schlechter sind. Nur, damit mich niemand falsch versteht. Mir geht es hier um die Abwertung von "subventionierter Kunst", was ich als ziemlich anmaßend empfinde.)

 

 

Sorry für das Fullquote, aber ich will deinen Beitrag nicht sezieren. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass eine Diskussion, die kontroverse Meinungen beinhaltet, ganz schnell auf der persönlichen Ebene landet. Diverse Diskussionen in diesen Forum sind schnell zu finden und haben zu Verlusten geführt, die ich bedauere, aber bei den 42er Autoren weiter verfolgen kann..

Ich verachte niemanden, der eine andere Meinung vertritt, als ich und bin der Meinung ,dass im fett markierten Testteil auch eindeutig gesagt zu haben, es ist meine ganz persönliche Meinung, was ich nicht tun will, da ich immer von mir (ICH) ausgehe. Vielleicht hätte ich zur Eindeutigkeit im letzten, fett markierten, Satz den Rückbezug auf mich herstellen sollen.

 

Muß man marktkonform schreiben, um Anerkennung zu erhalten? Ich zweifle das an. Was ist marktkonform? Kann ein Manuskript, in dem die Protagonistin massiv gegen den Mainstream (Marktkonformität) schwimmt, nur durch staatliche Förderung veröffentlicht werden?


Bearbeitet von Dietmar, 08.11.2019 - 22:38,


#67
(MelanieL)

(MelanieL)
Richtig, man muss nicht marktkonform schreiben, um Anerkennung zu erhalten.
Und genau darum geht es bei den Stipendien: Autoren und ihre Projekte unterstützen, die gut sind, aber möglicherweise nicht das dicke Geld abwerfen.
Für dich kommen Stipendien nicht infrage, was völlig okay ist.
Grundsätzlich haben die Literaturstipendien aber einen hohen Wert, da sie eine Auszeichnung darstellen und bei Entscheidern auch als solche gesehen werden.

Mir scheint aber, dass wir hier mit sehr unterschiedlichem Wissensstand diskutieren. Denn Stipendien sind Auszeichnungen, keine Almosen. Bei der Vergabe geht es um den Inhalt, nicht um Bedürftigkeit.

Natürlich kannst du Stipendien und Preise ablehnen und abwerten, das ist aber eine persönliche Meinung und hat mit dem Forum an sich wenig zu tun.

#68
SabineB

SabineB
  • 2.524 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Mir scheint aber, dass wir hier mit sehr unterschiedlichem Wissensstand diskutieren. Denn Stipendien sind Auszeichnungen, keine Almosen. Bei der Vergabe geht es um den Inhalt, nicht um Bedürftigkeit.
Natürlich kannst du Stipendien und Preise ablehnen und abwerten, das ist aber eine persönliche Meinung und hat mit dem Forum an sich wenig zu tun.


Ich würde sogar noch weiter gehen. Eine Autorin oder ein Autor muss es sich erstmal leisten können, ein Stipendium anzunehmen. Denn in aller Regel muss man dafür mehrere Monate an einem fremden Ort wohnen. Wenn Du noch einen Brotjob hast, fällt das schon mal flach.

#69
(MelanieL)

(MelanieL)
Ja, an den Stipendien an sich lässt sich kritisieren, oft sind sie für Eltern kaum durchführbar oder unterliegen einer Altersgrenze.
Aber Autorinnen und Autoren mit einem Vollzeit-Brotjob sind ja in der Regel nicht die Adressaten von Stipendien - aber fraglos von Preisen, klar.

#70
SabineB

SabineB
  • 2.524 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Ja, an den Stipendien an sich lässt sich kritisieren, oft sind sie für Eltern kaum durchführbar oder unterliegen einer Altersgrenze.
Aber Autorinnen und Autoren mit einem Vollzeit-Brotjob sind ja in der Regel nicht die Adressaten von Stipendien - aber fraglos von Preisen, klar.


Ja, für Menschen mit Kindern ist es auch schwer oder fast unmöglich, aber allein ein 450 €-Job würde einen Stipendiumsaufenthalt verhindern. Ist eine andere Diskussion, aber eine spannende. Ronja von Rönne hat mal ein witziges Essay dazu geschrieben. Es ging sinngemäß um die Frage, warum man monatelang in irgendeinem Kuhdorf abhängen muss, um einen Preis entgegennehmen zu dürfen.

#71
SabineB

SabineB
  • 2.524 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Hach, wie schön, das Essay von Ronja von Rönne ist noch online. Ich mag es immer noch, toller Text.

 

https://www.welt.de/...ftstellern.html



#72
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.313 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Ich hab auch schon überlegt, ob ich eine Förderung zu einer Fortbildung beantrage, in der man lernt, wie man Förderung beantragt. Ich glaube, da gibt es noch eine Nische im Förderungswald.

 

Bei uns bietet das Städtische Kulturamt demnächst einen Vortrag an, bei dem die neuen Förderrichtlinien erläutert werden und Hilfestellung bei den Anträgen versprochen wird ;-)



#73
AndreasE

AndreasE
  • 2.386 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

 

Ich hab auch schon überlegt, ob ich eine Förderung zu einer Fortbildung beantrage, in der man lernt, wie man Förderung beantragt. Ich glaube, da gibt es noch eine Nische im Förderungswald.

 

Bei uns bietet das Städtische Kulturamt demnächst einen Vortrag an, bei dem die neuen Förderrichtlinien erläutert werden und Hilfestellung bei den Anträgen versprochen wird ;-)

 

 

Ah!  :D

 

Na also – geht doch …  :s01



#74
FlorianV

FlorianV
  • 158 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Monatlich ein Jahr lang 3000 Euro ... da hätte ich auch eine MENGE Sorgen weniger.

 Das ist eine zwiespältige Sache. Ich hatte zB 2001 das Literaturstipendium des Berliner Senats und lebte ein Jahr wie ein König (bildlich gesprochen) - danach war ich wieder arm. Das hat dann noch viel weniger Spaß gemacht ...

 

Deswegen bin ich auch dafür, dass nicht nur die Literatur im Allgemeinen gefördert werden sollte, sondern jeder einzelne Autor, jede einzelne Autorin. Es geht nicht an, das Leute ihr Leben damit beschäftigt sind, der Gesellschaft etwas zu geben, nämlich die Literatur, und dafür nichts von der Gesellschaft zurück bekommen.

 

Gottfried Benn hat mal Ende der 20er Jahre überschlagen, was er mit seinem Schreiben verdient hatte seit Beginn: 20 Pfennig am Tag. Und Benn war einer der bekanntesten Schriftsteller zu der Zeit. Heutzutage sieht es kaum anders aus. Ein Skandal, wie ich finde.



#75
FlorianV

FlorianV
  • 158 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Noch etwas zu den Stipendien - ich war ja jahrelang in diesem Betrieb der "Hoch"literatur unterwegs - ja, es ist hilfreich, gut vernetzt zu sein, um Stipendien zu bekommen, denn die Jurys sind von ähnlichen Leuten besetzt, oft werden die einzelnen Jury-Mitglieder durch die verschiedenen Preis- und Stipendien-Gremien gereicht, es ist aber trotzdem möglich auch als unbeschriebenes Blatt ein Stipendium zu bekommen. Als ich mein erstes bekam hatte ich noch kein Buch veröffentlicht und nur sehr wenig in Anthologien und Zeitschriften. Allerdings ist das fast 20 Jahre her. Insofern leg ich meine Hand für den derzeitigen Zustand des Stipendiumwesens nicht auf die Goldwaage (nachdem ich sie mir im Feuer abgebrannt habe).



#76
FlorianH

FlorianH
  • 313 Beiträge
  • Dabei seit 17.08.18


Monatlich ein Jahr lang 3000 Euro ... da hätte ich auch eine MENGE Sorgen weniger.

Das ist eine zwiespältige Sache. Ich hatte zB 2001 das Literaturstipendium des Berliner Senats und lebte ein Jahr wie ein König (bildlich gesprochen) - danach war ich wieder arm. Das hat dann noch viel weniger Spaß gemacht ...

Deswegen bin ich auch dafür, dass nicht nur die Literatur im Allgemeinen gefördert werden sollte, sondern jeder einzelne Autor, jede einzelne Autorin. Es geht nicht an, das Leute ihr Leben damit beschäftigt sind, der Gesellschaft etwas zu geben, nämlich die Literatur, und dafür nichts von der Gesellschaft zurück bekommen.

Gottfried Benn hat mal Ende der 20er Jahre überschlagen, was er mit seinem Schreiben verdient hatte seit Beginn: 20 Pfennig am Tag. Und Benn war einer der bekanntesten Schriftsteller zu der Zeit. Heutzutage sieht es kaum anders aus. Ein Skandal, wie ich finde.
Hoi Namensvetter. Das ist entweder zu allgemein gehalten, oder eine kuehne Forderung. Soll wirklich jeder mit Ambitionen gefoerdert werden?

#77
FlorianV

FlorianV
  • 158 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

 

 

Monatlich ein Jahr lang 3000 Euro ... da hätte ich auch eine MENGE Sorgen weniger.

Das ist eine zwiespältige Sache. Ich hatte zB 2001 das Literaturstipendium des Berliner Senats und lebte ein Jahr wie ein König (bildlich gesprochen) - danach war ich wieder arm. Das hat dann noch viel weniger Spaß gemacht ...

Deswegen bin ich auch dafür, dass nicht nur die Literatur im Allgemeinen gefördert werden sollte, sondern jeder einzelne Autor, jede einzelne Autorin. Es geht nicht an, das Leute ihr Leben damit beschäftigt sind, der Gesellschaft etwas zu geben, nämlich die Literatur, und dafür nichts von der Gesellschaft zurück bekommen.

Gottfried Benn hat mal Ende der 20er Jahre überschlagen, was er mit seinem Schreiben verdient hatte seit Beginn: 20 Pfennig am Tag. Und Benn war einer der bekanntesten Schriftsteller zu der Zeit. Heutzutage sieht es kaum anders aus. Ein Skandal, wie ich finde.
Hoi Namensvetter. Das ist entweder zu allgemein gehalten, oder eine kuehne Forderung. Soll wirklich jeder mit Ambitionen gefoerdert werden?

 

 

Man könnte natürlich Regeln aufstellen, zB zwei Veröffentlichungen in einem prof. Verlag, ähnlich wie die Grundvoraussetzung für ein Wiki-Artikel.



#78
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 833 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Ich glaube nicht, dass die Diskussion zu etwas führt, weil man immer Punkte finden würde, die man wieder hinterfragen kann.

 

Wann ist man ein förderwürdiger Autor? Wenn man in einem professionellen Verlag zwei Veröffentlichungen hatte.

Was genau heißt professioneller Verlag? Sind damit auch Druckkostenzuschussverlage gemeint? Wie groß müssen diese Veröffentlichungen vom Umfang her gewesen sein? Müssen sie einen bestimmten Umsatz gebracht haben? Was ist mit Selfpublishern? Will man etwa behaupten, die wären nicht professionell? Etc. pp. Man kommt so vom Hundertsten ins Tausendste.



#79
AnnetteSD

AnnetteSD
  • 617 Beiträge
  • Dabei seit 27.01.14

Also, entweder wollen wir ein Land, in dem kulturelle Experimente entstehen, Blüten tragen oder auch scheitern - dazu bedarf es einer vernünftigen Förderung! 

 

 

 

Kann ein Buch mit leeren Seiten als Kunst gefördert werden?

 

 

 

 

Mist, das hab ich jetzt erst gelesen! - Ich dumme Nuss hab bei "Vom Umfang heller Seiten" (s. Thread Buchvorstellung) nicht einmal an einen Förderantrag gedacht :s01


Bearbeitet von AnnetteSD, 26.01.2020 - 15:03,


#80
CarinaR

CarinaR
  • 201 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich glaube nicht, dass die Diskussion zu etwas führt, weil man immer Punkte finden würde, die man wieder hinterfragen kann.

 

Wann ist man ein förderwürdiger Autor? Wenn man in einem professionellen Verlag zwei Veröffentlichungen hatte.

Was genau heißt professioneller Verlag? Sind damit auch Druckkostenzuschussverlage gemeint? Wie groß müssen diese Veröffentlichungen vom Umfang her gewesen sein? Müssen sie einen bestimmten Umsatz gebracht haben? Was ist mit Selfpublishern? Will man etwa behaupten, die wären nicht professionell? Etc. pp. Man kommt so vom Hundertsten ins Tausendste.

Dem stimme ich zu. Den Sinn der Wikipedia-Relevanzkriterien an sich verstehe ich ja, aber wenn es schon welche gibt, müssen sie zeitgemäß bleiben, also hin und wieder angepasst werden. Es gibt Selfpublisher, die überregional und dauerhaft viel gelesen werden, aber da sie noch nie bei einem Verlag veröffentlicht haben (zum Beispiel weil sie es nicht wollen), sind sie für Wikipedia nicht relevant genug. Diese Regel mag irgendwann mal sinnvoll gewesen sein, aber heute ist sie das nicht mehr.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~