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Ist Quote die neue Zensur?

Zensur Quote Lisa

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80 Antworten zu diesem Thema

#81
FlorianH

FlorianH
  • 317 Beiträge
  • Dabei seit 17.08.18

 

 

 

Monatlich ein Jahr lang 3000 Euro ... da hätte ich auch eine MENGE Sorgen weniger.

Das ist eine zwiespältige Sache. Ich hatte zB 2001 das Literaturstipendium des Berliner Senats und lebte ein Jahr wie ein König (bildlich gesprochen) - danach war ich wieder arm. Das hat dann noch viel weniger Spaß gemacht ...

Deswegen bin ich auch dafür, dass nicht nur die Literatur im Allgemeinen gefördert werden sollte, sondern jeder einzelne Autor, jede einzelne Autorin. Es geht nicht an, das Leute ihr Leben damit beschäftigt sind, der Gesellschaft etwas zu geben, nämlich die Literatur, und dafür nichts von der Gesellschaft zurück bekommen.

Gottfried Benn hat mal Ende der 20er Jahre überschlagen, was er mit seinem Schreiben verdient hatte seit Beginn: 20 Pfennig am Tag. Und Benn war einer der bekanntesten Schriftsteller zu der Zeit. Heutzutage sieht es kaum anders aus. Ein Skandal, wie ich finde.
Hoi Namensvetter. Das ist entweder zu allgemein gehalten, oder eine kuehne Forderung. Soll wirklich jeder mit Ambitionen gefoerdert werden?

 

 

Man könnte natürlich Regeln aufstellen, zB zwei Veröffentlichungen in einem prof. Verlag, ähnlich wie die Grundvoraussetzung für ein Wiki-Artikel.

 

Das würde hint und vorne nicht aufgehen.

Aber vielleicht wurden die Regeln ja schon aufgestellt und das Resultat sind die bekannten Stipendien :)