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Interview mit Andreas


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72 Antworten zu diesem Thema

#1
Olaf

Olaf
  • 652 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

In der neuen c't gibt es ein Interview mit Andreas, das auch online verfügbar ist: klick!


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#2
Christa

Christa
  • 8.933 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Sehr interessantes Interview, Olaf, vielen Dank! Was das Smartphone betrifft: Neuerdings habe ich ja auch eins (älteres Modell)

zum Üben. Und ich muss noch herausbekommen, ob man als Autor tatsächlich eins braucht ... ;)


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#3
Olaf

Olaf
  • 652 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Sehr interessantes Interview, Olaf, vielen Dank! Was das Smartphone betrifft: Neuerdings habe ich ja auch eins (älteres Modell)

zum Üben. Und ich muss noch herausbekommen, ob man als Autor tatsächlich eins braucht ... ;)

 

Für den Schreiballtag zu Hause brauchst du es nicht. Aber es ist praktisch, wenn man im Rahmen von Lesungen eines dabei hat und dem Veranstalter die Nummer mitteilt. Für den Fall von Stau, Krankheit, verirrt, … 


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#4
Ramona

Ramona
  • 3.700 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Danke für's Teilen, Olaf!


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#5
Christa

Christa
  • 8.933 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

 

Sehr interessantes Interview, Olaf, vielen Dank! Was das Smartphone betrifft: Neuerdings habe ich ja auch eins (älteres Modell)

zum Üben. Und ich muss noch herausbekommen, ob man als Autor tatsächlich eins braucht ... ;)

 

Für den Schreiballtag zu Hause brauchst du es nicht. Aber es ist praktisch, wenn man im Rahmen von Lesungen eines dabei hat und dem Veranstalter die Nummer mitteilt. Für den Fall von Stau, Krankheit, verirrt, … 

 

Dafür reicht doch aber ein normales Handy? (Habe ich schon lange). Mir hat das Smartphone bisher gute Dienste bei einer Bahnfahrt getan. Da konnte ich mir die Zeit angenehm vertreiben und nach Mails, Montségur und Whatsapp gucken. Ich stelle mir auch vor, dass die Mail-Erreichbarkeit für den Verlag im Urlaub gewährleistet ist.


Bearbeitet von Christa, 27.11.2019 - 12:13,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#6
Rudi

Rudi
  • 1.003 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

 

 

Sehr interessantes Interview, Olaf, vielen Dank! Was das Smartphone betrifft: Neuerdings habe ich ja auch eins (älteres Modell)

zum Üben. Und ich muss noch herausbekommen, ob man als Autor tatsächlich eins braucht ... ;)

 

Für den Schreiballtag zu Hause brauchst du es nicht. Aber es ist praktisch, wenn man im Rahmen von Lesungen eines dabei hat und dem Veranstalter die Nummer mitteilt. Für den Fall von Stau, Krankheit, verirrt, … 

 

Dafür reicht doch aber ein normales Handy? (Habe ich schon lange). Mir hat das Smartphone bisher gute Dienste bei einer Bahnfahrt getan. Da konnte ich mir die Zeit angenehm vertreiben und nach Mails, Montségur und Whatsapp gucken. Ich stelle mir auch vor, dass die Mail-Erreichbarkeit für den Verlag im Urlaub gewährleistet ist.

 

Man kommt auch ohne Auto, Flugzeug, Fernseher, Waschmaschine und Kühlschrank aus ... ;) Ist schlicht eine Frage, womit man zufrieden ist.


Bearbeitet von Rudi, 27.11.2019 - 19:58,

——————————————
Pseudonym: Jan Kilman: Roman: Heldenflucht, Heyne
Internetauftritt


#7
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 287 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?    


Zuletzt erschienen: zwischenlandungen (Arovell, 2018)

Neu im Frühjahr 2020: Der Tomatenrebell (Kinderbuch, ab 6 Jahre) erscheint bei wortweit.


#8
Wolf

Wolf
  • 773 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08
Auch ein "Danke Olaf". Mich fasziniert immer, wie andere Autoren vorgehen. Dann vergleiche ich das mit meinem Vorgehen und stelle immer wieder fest:
So wie jeder Autor seine eigene Stimme finden sollte, sollte er auch seinen eigenen Weg des Schreibens finden.

Als Bauchschreiber gehe ich ohnehin anders vor. Als Älterer schrieb ich mal am liebsten mit der Hand, dann kam aber der Zeitpunkt, wo Hand und Tastatur gleichrangig wurden Die Diktierphase habe ich übersprungen. Als ich Chef wurde, konnte ich schon selber sehr schnell tippen.

Ein anderer Unterschied. Ich recherchiere nicht. Höchstens Kleinigkeiten. Der Grund? Recherchieren war ein Teil meines Berufs. Und das, was ich immer am liebsten tat, und was eigentlich meine Hauptaufgabe sein sollte, kam im Tagesgeschäft immer zu kurz. Das Nachdenken!
Jetzt kostet mich das Recherchieren zu viel Zeit, die ich lieber mit Nachdenken und Schreiben verbringe. Deshalb schreibe ich auch keine historischen Romane, denn das geht nicht, ohne zu recherchieren.

Und ein Smartphone? Ich habe noch nicht herausgefunden, wozu ich das brauche. Testphasen haben mir nur gezeigt, dass diese Dinger im Alter schwer zu handhaben sind. Ich tippe und wische immer daneben. Ein einfaches Handy mit richtigen Tasten ist aber schon mal ganz angenehmen. Und wenn andere Leute lieber über Watts Äpp kommunizieren, ist das nicht mein Problem.

Aber auch hier muss wieder jeder seinen Weg finden, wobei wir wieder am Anfang sind. Also, Danke Andreas für Deine Gedanken und danke Olaf für den Link.

Liebe Grüße
Wolf

Bearbeitet von Wolf, 28.11.2019 - 10:36,


#9
Christa

Christa
  • 8.933 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?    

 

Ob es nur ein Gerücht ist, kann ich nicht belegen. In den Quellen steht aber, dass der Roman "1984" von ca. 1946 bis 1948 geschrieben und 1949 veröffentlicht wurde. Die Zahl 1984 sei aus dem sogenannten "Doppeldenk" entstanden, nämlich der Umkehrung der Zahl 1948. Ich weiß noch, dass ich den Roman noch vor 1984 gelesen habe (neben solchen wie "Farm der Tiere" und "Herr der Fliegen"). Orwell hat mich nachhaltig beeinflusst, was meine Einstellung zur Gesellschaft betrifft, und das, was er schreibt, hat heute eine eminente Gültigkeit, denn wir haben die (fast) totale Überwachung.


Bearbeitet von Christa, 28.11.2019 - 11:09,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#10
Christa

Christa
  • 8.933 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Auch ein "Danke Olaf". Mich fasziniert immer, wie andere Autoren vorgehen. Dann vergleiche ich das mit meinem Vorgehen und stelle immer wieder fest:
So wie jeder Autor seine eigene Stimme finden sollte, sollte er auch seinen eigenen Weg des Schreibens finden.

Als Bauchschreiber gehe ich ohnehin anders vor. Als Älterer schrieb ich mal am liebsten mit der Hand, dann kam aber der Zeitpunkt, wo Hand und Tastatur gleichrangig wurden Die Diktierphase habe ich übersprungen. Als ich Chef wurde, konnte ich schon selber sehr schnell tippen.

Ein anderer Unterschied. Ich recherchiere nicht. Höchstens Kleinigkeiten. Der Grund? Recherchieren war ein Teil meines Berufs. Und das, was ich immer am liebsten tat, und was eigentlich meine Hauptaufgabe sein sollte, kam im Tagesgeschäft immer zu kurz. Das Nachdenken!
Jetzt kostet mich das Recherchieren zu viel Zeit, die ich lieber mit Nachdenken und Schreiben verbringe. Deshalb schreibe ich auch keine historischen Romane, denn das geht nicht, ohne zu recherchieren.

Und ein Smartphone? Ich habe noch nicht herausgefunden, wozu ich das brauche. Testphasen haben mir nur gezeigt, dass diese Dinger im Alter schwer zu handhaben sind. Ich tippe und wische immer daneben. Ein einfaches Handy mit richtigen Tasten ist aber schon mal ganz angenehmen. Und wenn andere Leute lieber über Watts Äpp kommunizieren, ist das nicht mein Problem.

Aber auch hier muss wieder jeder seinen Weg finden, wobei wir wieder am Anfang sind. Also, Danke Andreas für Deine Gedanken und danke Olaf für den Link.

Liebe Grüße
Wolf

 

Danke auch dir, Wolf. Ich selbst bin hybrid, das heißt, Bauchschreiberin und Planerin. Recherchieren gehört für mich nicht nur bei den historischen Romanen dazu, sondern auch bei den Krimis.

 

Und das Smartphone? Ich habe noch nicht so richtig herausgefunden, wozu ich das brauche. Ich glaube, zum Spielen (Herumdaddeln) und als Zeitvertreib. Immerhin nutzen über 80% der Deutschen ein Smartphone, und diese gebeugten Gestalten überall waren mir immer irgendwie fremd. Vielleicht geht es um "Dazugehören"? Es gibt schon massenweise Seniorenkurse zum Erlernen des Umgangs mit dem Smartphone. Kreativabende werden über Instagram und Co. organisiert. Das Revolutionärste daran dürfte das Wischen sein, Whatsapp ist nicht mehr als eine Email-und Anruferweiterung, die über das Smartphone offensichtlich effektiver funktioniert. Die 20% Smartphoneverweigerer sind wohl eine Minderheit, die zeigt, das man auch heute noch seine Ziele erreichen kann, wenn man auf seine eigenen fünf Sinne vertraut.

 

Was Rudi anmerkte, bringt es auf den Punkt. Was braucht man (auch als Autor), um zufrieden zu sein und zufriedenstellend arbeiten zu können? Einen Kühlschrank brauche ich, auch ein Auto auf dem Land. Zum Schreiben und Kommunizieren brauche ich seit 20 Jahren einen Computer. Und manchmal einen Stift und Papier.


Bearbeitet von Christa, 28.11.2019 - 11:06,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

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#11
KerstinH

KerstinH
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Nun verteufelt mal das Smartphone nicht allzu sehr ;-). Während meiner Pendelzeit war der Griff nach dem Telefönchen der erste nach dem Aufwachen, bei Zugverspätungen (auf der Strecke Hannover - Göttingen an der Tagesordnung) ließ es mich noch ein Viertelstündchen länger liegenbleiben. Auch wenn Umsteigeverbindungen mal knapp sind, leistet es gute Dienste.

Ansonsten ruf ich meine Emails darüber ab und schau vor allem schnell mal was nach, wenn ich in einem Café schreibe, das kein WLan hat (was ich oft tue). Eine WetterApp, der Plan einer unbekannten Stadt oder ein fremder Verkehrsplan sind auch nicht zu verachten, vor allem bei ungeplanten Zwischenfällen.

Einige Autor/innen hier sind vor allem als SPler unterwegs und müssen sich um die ganze Vermarktung selbst kümmern. Dazu gehören eine bestimmte Präsenz in den sozialen Medien sowie eine schnelle Reaktionsmöglichkeit. Man kann das Teil also durchaus vernünftig nutzen, ohne gleich ein Smombie oder ein Verweigerer zu sein. Wie fast immer liegt der goldene Weg in der Mitte ...

 

Ansonsten fand ich das Interview auch sehr interessant. Und was das Doppeldenk und -sprech angeht: Wir sind dochschon mittendrin: Entsorgungspark, sozial Schwache, Verteidungsausgaben, Agentur für Arbeit ...


Bearbeitet von KerstinH, 28.11.2019 - 11:52,


#12
Christa

Christa
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Natürlich, Kerstin, das Smartphone könnte auch für mich eine Fortsetzung des Computers mit anderen Mitteln sein.

Auf der Bahnreise habe ich das gemerkt. Unterwegs konnte ich mir die Anschlusszüge aus dem Smartphone entnehmen. Mein Sohn hatte in Hochgeschwindigkeit Stadtpläne und Sehenswürdigkeiten auf dem Bildschirm. Recherchen im Internet kann man unterwegs machen, und nicht nur die SP-Autoren sind massiv in den Sozialen Medien unterwegs. Man wird unabhängiger, aber auch abhängiger, finde ich. 

 

Eine Kollegin sagte mal, nachdem der Azubi die Frage nach einem bestimmten Kürbis ganz schnell beantwortet hat: Früher hat man darüber diskutiert oder in einem Buch nachgeschlagen. Den Weg zu einer versteckten Bucht auf Madeira fand ich früher mittels Abenteuergeist oder einer Wanderkarte. Mit Smartphone geht das nur schneller, nicht intensiver.

 

Als Autorin schreibe ich meistens am Computer. Unterwegs schreiben ist schwieriger, (siehe die Diskussion hier darüber), außer mit Papier und Kugelschreiber. Deshalb ist das Smartphone für mich als Autorin ein kleines Hilfs- und Kommunikationsgerät, mit dem ich mich vom Schreibtisch fortbewegen kann. (Als ich früher am See schrieb oder im Café, gab es das Smartphone noch nicht so sehr. Da hätte ich aber auch immer WLAN gebraucht).


Bearbeitet von Christa, 28.11.2019 - 12:34,

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#13
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 287 Beiträge
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Ansonsten fand ich das Interview auch sehr interessant. Und was das Doppeldenk und -sprech angeht: Wir sind dochschon mittendrin: Entsorgungspark, sozial Schwache, Verteidungsausgaben, Agentur für Arbeit ...

Finde auch, dass das längst Realität ist. Aber tu mir auch schwer zu denken es wäre je anders gewesen.


Zuletzt erschienen: zwischenlandungen (Arovell, 2018)

Neu im Frühjahr 2020: Der Tomatenrebell (Kinderbuch, ab 6 Jahre) erscheint bei wortweit.


#14
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 287 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

 

Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?    

 

Ob es nur ein Gerücht ist, kann ich nicht belegen. In den Quellen steht aber, dass der Roman "1984" von ca. 1946 bis 1948 geschrieben und 1949 veröffentlicht wurde. Die Zahl 1984 sei aus dem sogenannten "Doppeldenk" entstanden, nämlich der Umkehrung der Zahl 1948. Ich weiß noch, dass ich den Roman noch vor 1984 gelesen habe (neben solchen wie "Farm der Tiere" und "Herr der Fliegen"). Orwell hat mich nachhaltig beeinflusst, was meine Einstellung zur Gesellschaft betrifft, und das, was er schreibt, hat heute eine eminente Gültigkeit, denn wir haben die (fast) totale Überwachung.

 

Die Titelwahl hat also auch mit Doppeldenk/sprech zu tun. Siehst Du, wusste ich noch nicht. Danke! ("Herr der Fliegen" ist aber von Golding, oder verles ich mich da? Du beziehst Dich da auf die Art der Betrachtung der Gesellschaft.)


Zuletzt erschienen: zwischenlandungen (Arovell, 2018)

Neu im Frühjahr 2020: Der Tomatenrebell (Kinderbuch, ab 6 Jahre) erscheint bei wortweit.


#15
Christa

Christa
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Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?    

 

Ob es nur ein Gerücht ist, kann ich nicht belegen. In den Quellen steht aber, dass der Roman "1984" von ca. 1946 bis 1948 geschrieben und 1949 veröffentlicht wurde. Die Zahl 1984 sei aus dem sogenannten "Doppeldenk" entstanden, nämlich der Umkehrung der Zahl 1948. Ich weiß noch, dass ich den Roman noch vor 1984 gelesen habe (neben solchen wie "Farm der Tiere" und "Herr der Fliegen"). Orwell hat mich nachhaltig beeinflusst, was meine Einstellung zur Gesellschaft betrifft, und das, was er schreibt, hat heute eine eminente Gültigkeit, denn wir haben die (fast) totale Überwachung.

 

Die Titelwahl hat also auch mit Doppeldenk/sprech zu tun. Siehst Du, wusste ich noch nicht. Danke! ("Herr der Fliegen" ist aber von Golding, oder verles ich mich da? Du beziehst Dich da auf die Art der Betrachtung der Gesellschaft.)

 

Ja, ich beziehe mich auf die Art der Gesellschaftsbetrachtung. (Und war zu faul, nach dem Autor von "Herr der Fliegen zu suchen.)

Diese drei Bücher haben sich in mein Gedächtnis eingegraben. Was noch übrig ist:

In "1984" las ich über eine totalitäre Überwachungsgesellschaft. Nicht mal in der freien Natur war man vor Abhörgeräten sicher. Zwei Menschen wagen es, sich dagegen aufzulehnen - immer in der Angst vor Entdeckung. Ich müsste den Inhalt nochmal nachlesen, um zu wissen, wie es eigentlich endete. Ich glaube schlecht, denn es ist ja eine Dystopie.*

 

In der "Farm der Tiere" ging es um Gleichheit aller Menschen (Kommunismus). Aber einige Schweine waren gleicher als die anderen.

 

Und "Herr der Fliegen" war ein Versuch von Kindern/Jugendlichen, auf einer Insel eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, nachdem sie mit dem Flugzeug abgestürzt waren. "Herr der Fliegen" war der Leichnam des Piloten oben auf dem Berg und stand wohl für die immer wieder durchbrechende Gewalt und Machtausübung, die das Experiment auch jämmerlich scheitern ließen. Nur aus der Erinnerung gesprochen.

 

*Habe jetzt eine Inhaltsangabe gefunden.

"1984« ist der meistgelesene Science-Fiction-Roman der Weltliteratur und gilt als Klassiker. Beeinflusst von Stalinismus und deutschem Nationalsozialismus entwirft George Orwell im Jahre 1948 ein beklemmendes Zukunftsszenario in einem totalitären Überwachungsstaat, das den Leser zu einem Vergleich mit seiner Gegenwart zwingt. Die Parole »Big Brother is watching you« hat Eingang in das Alltagsleben gefunden, um die zunehmende Überwachung auch in demokratischen Systemen zu kritisieren.

Quelle: 1984 - Zusammenfassung
https://www.inhaltsa...de/orwell/1984/


Bearbeitet von Christa, 28.11.2019 - 12:58,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn

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#16
Michael Beisteiner

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Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?    

 

Ob es nur ein Gerücht ist, kann ich nicht belegen. In den Quellen steht aber, dass der Roman "1984" von ca. 1946 bis 1948 geschrieben und 1949 veröffentlicht wurde. Die Zahl 1984 sei aus dem sogenannten "Doppeldenk" entstanden, nämlich der Umkehrung der Zahl 1948. Ich weiß noch, dass ich den Roman noch vor 1984 gelesen habe (neben solchen wie "Farm der Tiere" und "Herr der Fliegen"). Orwell hat mich nachhaltig beeinflusst, was meine Einstellung zur Gesellschaft betrifft, und das, was er schreibt, hat heute eine eminente Gültigkeit, denn wir haben die (fast) totale Überwachung.

 

Die Titelwahl hat also auch mit Doppeldenk/sprech zu tun. Siehst Du, wusste ich noch nicht. Danke! ("Herr der Fliegen" ist aber von Golding, oder verles ich mich da? Du beziehst Dich da auf die Art der Betrachtung der Gesellschaft.)

 

Ja, ich beziehe mich auf die Art der Gesellschaftsbetrachtung. (Und war zu faul, nach dem Autor von "Herr der Fliegen zu suchen.)

Diese drei Bücher haben sich in mein Gedächtnis eingegraben. Was noch übrig ist:

In "1984" las ich über eine totalitäre Überwachungsgesellschaft. Nicht mal in der freien Natur war man vor Abhörgeräten sicher. Zwei Menschen wagen es, sich dagegen aufzulehnen - immer in der Angst vor Entdeckung. Ich müsste den Inhalt nochmal nachlesen, um zu wissen, wie es eigentlich endete. Ich glaube schlecht, denn es ist ja eine Dystopie.*

 

In der "Farm der Tiere" ging es um Gleichheit aller Menschen (Kommunismus). Aber einige Schweine waren gleicher als die anderen.

 

Und "Herr der Fliegen" war ein Versuch von Kindern/Jugendlichen, auf einer Insel eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, nachdem sie mit dem Flugzeug abgestürzt waren. "Herr der Fliegen" war der Leichnam des Piloten oben auf dem Berg und stand wohl für die immer wieder durchbrechende Gewalt und Machtausübung, die das Experiment auch jämmerlich scheitern ließen. Nur aus der Erinnerung gesprochen.

 

*Habe jetzt eine Inhaltsangabe gefunden.

"1984« ist der meistgelesene Science-Fiction-Roman der Weltliteratur und gilt als Klassiker. Beeinflusst von Stalinismus und deutschem Nationalsozialismus entwirft George Orwell im Jahre 1948 ein beklemmendes Zukunftsszenario in einem totalitären Überwachungsstaat, das den Leser zu einem Vergleich mit seiner Gegenwart zwingt. Die Parole »Big Brother is watching you« hat Eingang in das Alltagsleben gefunden, um die zunehmende Überwachung auch in demokratischen Systemen zu kritisieren.

Quelle: 1984 - Zusammenfassung
https://www.inhaltsa...de/orwell/1984/

 

Hab die beiden Bücher auch gelesen. ("Farm der Tiere" noch nicht.) Sie sind beide grandios, finde ich, daher auch noch immer in aller Munde. Das genaue Ende von "1984" müsste ich auch nachlesen, ich glaube der Protagonist wird abgeholt/verschleppt ...

 

"Herr der Fliegen" habe ich so in Erinnernug, dass sich allmählich zwei Gruppen formieren, wobei die eine mehr und mehr Gewalt einsetzt, und somit auch die andere dazu zwingt.


Zuletzt erschienen: zwischenlandungen (Arovell, 2018)

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#17
KerstinH

KerstinH
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Ich kenne nur den Film. Da wird einer aus der "noch zivilisiert handelnden" Gruppe schließlich mit Speeren durch den Wald gehetzt (nachdem ein Junge am Lagerfeuer bereits getötet wurde) - und in dem Moment, als er den Strand erreicht und keinen Fluchtweg mehr hat, stehen sie alle vor einem Army-Angehörigen, der nach ihnen gesucht hatte. Meiner Erinnerung nach ist das auch das Ende des Films.

#18
Christa

Christa
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Ich kenne nur den Film. Da wird einer aus der "noch zivilisiert handelnden" Gruppe schließlich mit Speeren durch den Wald gehetzt (nachdem ein Junge am Lagerfeuer bereits getötet wurde) - und in dem Moment, als er den Strand erreicht und keinen Fluchtweg mehr hat, stehen sie alle vor einem Army-Angehörigen, der nach ihnen gesucht hatte. Meiner Erinnerung nach ist das auch das Ende des Films.

 

Vor ein paar Jahren habe ich den Film "Herr der Fliegen" auch noch mal im Fernsehen gesehen. Genau. Und die Begegnung mit dem Army-Angehörigen war keine Befreiung, sondern bedrohlich. Denn inzwischen war ja die Anarchie ausgebrochen, Morde waren begangen worden.

 

Noch was zum Ende von "1984" und ein paar Kernszenen:

-"Neusprech" war die Sprache der Partei, nämlich eine drastische Reduzierung der Sprache und Abbau des Denkens. 

-Julia arbeitete im Ministerium für Wahrheit, wo die Romane kaleidoskopmäßig zusammengeschmolzen waren. Die wurden dann nach Parteirichtlinien umgeschrieben. 

-Dabei war "Doppeldenk" eine Methode des Sowohl-als-Auchs, nach dem zwei und zwei auch mal fünf sein konnten.

-Am Ende werden die beiden gefasst, Winston wird gefoltert, verrät Julia, arrangiert sich mit dem System und sieht seiner Hinrichtung gelassen entgegen.

 

Auf dem Smartphone (und dem Handy) kann man immer genau feststellen, wo sich der Besitzer gerade befindet. Da hätten die beiden in ihrem Stübchen über dem Krämerladen keine Chance gehabt. Das finde ich alles so zeitgemäß! 


Bearbeitet von Christa, 28.11.2019 - 16:47,

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#19
FlorianH

FlorianH
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Ein gutes Interview, danke! Ich schätze seine Nüchternheit. Er spricht sich ja auch gegen eine "Versuhrkampung" der Literatur aus. Das kann ich ihm auch nachfühlen. Hatte Orwell seinen Roman nicht deshalb 1984 genannt, um aus der Gegenwart auf die nahe Zukunft hinzuweisen? Er wurde ja im Jahr 1948 fertiggestellt. Ist das nur ein Gerücht? Weiß das jemand von Euch?

Ob es nur ein Gerücht ist, kann ich nicht belegen. In den Quellen steht aber, dass der Roman "1984" von ca. 1946 bis 1948 geschrieben und 1949 veröffentlicht wurde. Die Zahl 1984 sei aus dem sogenannten "Doppeldenk" entstanden, nämlich der Umkehrung der Zahl 1948. Ich weiß noch, dass ich den Roman noch vor 1984 gelesen habe (neben solchen wie "Farm der Tiere" und "Herr der Fliegen"). Orwell hat mich nachhaltig beeinflusst, was meine Einstellung zur Gesellschaft betrifft, und das, was er schreibt, hat heute eine eminente Gültigkeit, denn wir haben die (fast) totale Überwachung.
Sorry, aber der heutige Zustand hat ja gar nichts mit 1984 zu tun. Das Ueberwachungspotential wurde absolut freiwillig hergestellt.
Wir leben viel eher in der Brave New World.
Was hat die Umkehrung der Jahreszahl mit Doppeldenk zu tun?
Der Artikel selbst scheint leider gesperrt. Hier zumindest.
Interessant :)

Bearbeitet von FlorianH, 28.11.2019 - 16:54,


#20
Christa

Christa
  • 8.933 Beiträge
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Bei mir funktioniert der Artikel. Brave New World habe ich in der Schule gelesen (1932 erschienen).

Finde ich nicht, dass es zutreffender für die Gegenwart ist (außer vielleicht der Tatsache, dass dort alle mit Konsum, Sex und einer Droge zugedröhnt werden, so dass sie das Denken verlernen).

Die These, die heutige Überwachungsmaschinerie sei freiwillig hergestellt worden, hatten wir hier schon mal. Ich glaube, bei der ewig langen Diskussion über künstliche Intelligenz.


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