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Warum E-Books der Siegeszug verwehrt blieb

E-Books Generation Z Apple bei den Älteren beliebt

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11 Antworten zu diesem Thema

#1
Manfred

Manfred
  • 250 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Warum E-Books der Siegeszug verwehrt blieb

 

E-Books vor allem bei den Älteren beliebt

In einem Interview mit dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Vox erklärt Andrew Albanese *, ein Autor des Branchenmagazins Publishers Weekly, dass gerade die sogenannte Generation Z und die Millennials erstaunlich wenig Interesse an E-Books hätten. Sie klebten zwar immer an ihren Smartphones und liebten soziale Medien, aber wenn es ums Bücherlesen gehe, dann griffen sie eher zu einem gedruckten Buch, so Albanese. Statt der jungen Generation hätten sich ältere Menschen als Hauptabnehmer von E-Books erwiesen, die sogenannten Boomer. Für sie sei ein E-Book-Reader, bei dem man die Schrift vergrößern könne und nicht auf den Buchladen angewiesen sei, bequemer.

 

https://t3n.de/news/...-blieb-1237697/

 



#2
Olaf

Olaf
  • 691 Beiträge
  • Dabei seit 19.07.16

Upps! Da fühle ich mich voll erwischt. Ich habe zwei eBook-Reader und bin froh, je nach den äußeren Bedingungen die Schriftgröße und die Helligkeit zu ändern. Außerdem passen kaum noch richtige Bücher in meine Wohnung. 


Olaf Fritsche 

www.seitenrascheln.de


#3
SabineB

SabineB
  • 2.352 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14
Ich hätte auch gedacht, dass eher junge Leute ebooks über Smartphone oder Tablet lesen.

Ich lese fast nur noch digital über ebookreader.

Aber da "die Alten" ja immer mehr werden, muss die Entwicklung halt noch ein wenig warten.

#4
Dania

Dania
  • 377 Beiträge
  • Dabei seit 13.01.16

Ich würde mich jetzt zu den Jungen zählen und ich finde es grandios, mit einem selbstleuchtenden iPad im Bett zu liegen und einfach nur scrollen zu müssen. Hätte ich noch vor ein paar Jahren nicht gedacht, ist aber so. 


Profiling Murder und Die Profilerin bei beTHRILLED
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#5
Ramona

Ramona
  • 3.781 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Für mich geht es beim Buch nicht nur ums Medium, sondern auch ums Lebens- und Wohngefühl. Ich liebe unsere Bibliothek, die Sinnlichkeit von gedruckten Büchern, vor allem auch von tollen Bildbänden oder Bilderbüchern. Für den "Notfall" besitze ich natürlich auch einen Reader und ein Tablet. Die nutze ich vor allem für Bücher, die über den Handel nicht mehr beziehbar oder aus dem Ausland sind. (Klar, im Alter werde ich sicher noch glücklich darüber sein, dass es E-Books mit Schriftgrößenauswahl gibt.)

Liebe Grüße
Ramona


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#6
AndreasE

AndreasE
  • 2.291 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Kommt sehr darauf an, wie man "Siegeszug" definiert.

 

Wer erwartet hat, dass eBooks das gedruckte Buch ablösen und es 2020 papierne Bücher nur noch in versteckten Spezialläden gibt, der ist natürlich enttäuscht. Aber eine solche Entwicklung zu erwarten war nie realistisch; wer das geglaubt hat, ist auf den Hype hereingefallen.

 

Wenn hingegen das Kriterium ist, ob sich das eBook als Publikationsform etabliert hat, dann muss man sagen: Ja, hat es. Heutzutage wird erwartet, dass ein gedrucktes Buch auch elektronisch verfügbar ist und man die Wahl hat. Und es gibt eine enorm große Szene, in der Texte nur elektronisch veröffentlicht werden; das Selfpublishing. Das Selber-Veröffentlichen ist durch das eBook als Medium radikal anders geworden.



#7
Manfred

Manfred
  • 250 Beiträge
  • Dabei seit 20.03.14

Hier noch etwas mehr aus dem Artikel:

 

"In den USA, dem Vorreiter in Sachen E-Books, haben sich die Verkäufe auf 20 Prozent digitale und 80 Prozent gedruckte Bücher eingependelt, so Albanese. Zu Beginn des Jahrzehnts habe man das eher andersherum prognostiziert. Laut Albanese gibt es aber noch mindestens einen zweiten wichtigen Grund, warum E-Books nicht so erfolgreich wurden wie zunächst gedacht: Apple.

 

Albanese hat das Buch „The Battle of $9.99“ geschrieben. Darin legt er dar, wie Apple bei seinem Einstieg in den E-Book-Markt versucht hat, gemeinsam mit einigen der größten US-Verlage die Niedrigpreisstrategie von Amazon zu zerstören. Konkret soll der Konzern im Vorfeld der Vorstellung des iPads und des iBookstores 2010 mit den Verlagen ausgehandelt haben, dass diese die E-Book-Preise selbst bestimmen konnten. Das sollte die 9,99-US-Dollar-Strategie von Amazon lahmlegen. Und es gelang. Über Nacht, so Albanese, kletterten die E-Book-Preise von 9,99 auf 14,99 Dollar."

 

https://t3n.de/news/...-blieb-1237697/

 

 

 



#8
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 6.338 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Ich lese gern mit meinem Kindle. Auf dem iPad ermüden die Augen (Backlighting), auf dem Kindle nicht. Ich kann Schriftart und -größe einstellen, wie es mir beliebt, ich überfrachte nicht meine Bücherregale und, da ich viel auf englisch lese, bekommt man die auch noch wesentlich günstiger als deutsche Übersetzungen.

 

Ganz wichtig aber sind eBooks für meine Recherche, d.h. wenn ich das entsprechende Werk in digitaler Form erwischen kann. Man kann auf dem Kindle leicht relevante Passagen unterstreichen, sie dann später auf meiner PC-Kindleversion wieder sichtbar machen und Wichtiges per Keyword-Suche finden. Ich kann Absätze kopieren und in meine Recherche-Datei posten. Das ist wirklich sehr praktisch und für mich sehr wichtig, da die Recherche immer eine Menge Zeit in Anspruch nimmt und das eBook mir diese Arbeit deutlich erleichtert.

 

Früher habe ich solche Werke in der Printversion mit Rotstift verunstaltet und konnte hinterher doch nichts mehr so leicht finden. 


Bearbeitet von Ulf Schiewe, 09.01.2020 - 12:04,

Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de


#9
Ramona

Ramona
  • 3.781 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Hier noch etwas mehr aus dem Artikel:

 

"In den USA, dem Vorreiter in Sachen E-Books, haben sich die Verkäufe auf 20 Prozent digitale und 80 Prozent gedruckte Bücher eingependelt, so Albanese. Zu Beginn des Jahrzehnts habe man das eher andersherum prognostiziert. Laut Albanese gibt es aber noch mindestens einen zweiten wichtigen Grund, warum E-Books nicht so erfolgreich wurden wie zunächst gedacht: Apple.

 

Albanese hat das Buch „The Battle of $9.99“ geschrieben. Darin legt er dar, wie Apple bei seinem Einstieg in den E-Book-Markt versucht hat, gemeinsam mit einigen der größten US-Verlage die Niedrigpreisstrategie von Amazon zu zerstören. Konkret soll der Konzern im Vorfeld der Vorstellung des iPads und des iBookstores 2010 mit den Verlagen ausgehandelt haben, dass diese die E-Book-Preise selbst bestimmen konnten. Das sollte die 9,99-US-Dollar-Strategie von Amazon lahmlegen. Und es gelang. Über Nacht, so Albanese, kletterten die E-Book-Preise von 9,99 auf 14,99 Dollar."

 

https://t3n.de/news/...-blieb-1237697/

 

Klar, wenn es um das Gewinnen von Marktanteilen geht, ist ja immer Preiskampf angesagt. War in den 70ern/80ern ja auch so beim TB, das das HC dann in den 90ern vollends in die Nische gedrängt hat. Dabei muss man sich halt fragen, in wieweit Verlage E-Books überhaupt zum Schleuderpreis verkaufen können, ohne dabei bankrott zu gehen. (Und wir haben ja miterleben dürfen, wie die E-Book-Schleuderpreise auch den SP-Markt fast ruiniert haben. Amazon musste da regulierend eingreifen.)

Liebe Grüße
Ramona

 


Bearbeitet von Ramona, 09.01.2020 - 14:45,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#10
Dania

Dania
  • 377 Beiträge
  • Dabei seit 13.01.16

(Und wir haben ja miterleben dürfen, wie die E-Book-Schleuderpreise auch den SP-Markt fast ruiniert haben. Amazon musste da regulierend eingreifen.)

Liebe Grüße
Ramona

 

 

Inwiefern tun sie das? Wegen der 70%-Tantiemen-Spanne zwischen 2,99 und 9,99? Ich habe mich gerade heute bei Facebook an einer Diskussion zum Thema beteiligt, wo eine andere Autorin beklagte, dass sie ohne 99 Cent-Bücher keine Chance hätte, im Ranking ganz hoch zu klettern, sie sich davon aber auch nicht mehr unter Druck setzen lassen will. Das immerhin finde ich erfreulich. 


Profiling Murder und Die Profilerin bei beTHRILLED
Libby Whitman ermittelt in "Brave Mädchen schreien nicht" (12/2019)
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#11
AndreasE

AndreasE
  • 2.291 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Preiskämpfe gibt es immer, gab es auch im Printbereich oft genug. Limitierend wirkt immer die Notwendigkeit, rentabel zu bleiben.



#12
MichelleH

MichelleH
  • 44 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19

Ich lese  nach Möglichkeit nur noch Ebooks. Weil sie sofort zu haben sind, die Schrift variabel ist und das Lesen im Bett leichter ist. Und weil sich "im Alter" schon so viele Druckbücher angesammelt haben, dass kaum noch Platz dafür ist. Als ich jung war, habe ich Bücher gesammelt. Ein Buch nicht zu Ende zu lesen oder gar zu verkaufen oder wegzuwerfen kam für mich nicht infrage. Mittlerweile bin ich da schmerzlos. Und auch bei Sachbüchern, die ich für Recherchen nutze, sind Ebooks praktischer, weil man die markierten Textstellen besser findet und sich ggf. direkt ausdrucken kann.





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