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Buch für SP in zwei Hälften teilen?


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16 Antworten zu diesem Thema

#1
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Mich beschäftigt im Moment ein Gedanke: ich habe hier einen Fantasy-Roman liegen, den ich versuche in einem Verlag unterzubringen - wenn das nicht funktionieren sollte, was ich für wahrscheinlich halte, möchte ich ihn als SP rausbringen. Da ich aber weder in diesem Genre noch im SP irgendeinen auch noch so kleinen Namen habe, muss ich mir natürlich Sorgen um die Sichtbarkeit machen.

Jetzt bin ich auf folgende Idee verfallen: das MS hat 460 Normseiten und lässt sich halbwegs gut in etwa der Mitte teilen. Ich könnte also einfach zwei Bücher publizieren, den ersten Band dann in Gratis-Aktionen reinstellen und hoffen, dass die Leser so angetan sind, dass sie dann auch den zweiten Band lesen wollen und ihn kaufen.

Problem: Spannungsbogen des MS wäre dann natürlich gebrochen. Und es wäre für den Leser ziemlich offensichtlich, was ich getan habe und warum.

Gute Idee? Oder total bekloppt?

 



#2
Wolf

Wolf
  • 855 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Das kann klappen, wenn ...

Die erste Hälfte so phänomenal ist, dass ich ohne die zweite Hälfte nicht mehr weiterleben kann. Die Gefahr ist aber, dass Du nicht viel verdienst, weil du als unbekannter Autor auf für die zweite Hälfte keine so hohen Preise verlangen kannst.

 

Wahrscheinlich klappte es aber nicht, weil es viele Leser gibt, die gern irgendwo reinschnuppern und dann wieder etwas anderes lesen. Das ist übrigens auch das Prpblem vieler Trilogien.

 

Trotzdem: Probieren geht ...

(zwei Hälfte des Satzes nur gegen Gebür) ;D

 

Wolf



#3
CarinaR

CarinaR
  • 165 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Erst mal kannst du ja schauen, ob es nicht doch ein Verlag (oder eine Agentur) nimmt, wie du es dir anscheinend wünschst. Wenn du es tatsächlich im SP herausbringen solltest, kannst du dich immer noch mit den Details befassen. Willst du regelmäßig etwas Neues fertigstellen? Dann wärst du womöglich nicht auf eine Zweiteilung und eine Gratisaktion angewiesen, sondern könntest dir nach und nach eine Fangemeinde aufbauen. Bei ansprechendem Klappentext & Co. geben die Leser natürlich auch Neulingen eine Chance. Gerade wenn du schon im Gefühl hast, dass eine Aufteilung dem Werk nicht gut tun dürfte, würde ich mir das genau überlegen.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#4
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Die Sache ist die: den Fantasy-Roman habe ich neben meiner 40-Stundenwoche geschrieben, das hat knapp zwei Jahre gedauert. Ich möchte nicht den nächsten der Reihe schreiben, bevor nicht klar ist, ob der Roman irgendeine Leserschaft finden kann. Zwei weitere Jahre Arbeit für einen Misserfolg - dafür bin ich zu alt. Deswegen die Idee mit dem Teilen. Wenn sich die zweite Hälfte halbwegs gut verkaufen würde, wäre ich auch motiviert einen "echten" zweiten Teil zu schreiben.

 

Und genau überlegen will ich es mir ja, deswegen fange ich jetzt schon mal damit an ...  :)



#5
Dania

Dania
  • 464 Beiträge
  • Dabei seit 13.01.16

Ich hatte jetzt erwartet, dass du das in Erwägung ziehst, weil das Buch 800 oder 1000 Seiten lang ist. Aber bei 460 teilen? Bloß aus irgendeinem Kalkül heraus? Hm ... 


Profiling Murder und Die Profilerin bei beTHRILLED
Libby Whitman ermittelt in "Brave Mädchen schreien nicht" (12/2019)
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#6
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 762 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Was Dania sagt.

 

Zudem kommt dazu, dass man gerade in Fantasy-Kreisen eher dicke Bücher gewöhnt ist. Also ich würde mir jedenfalls veräppelt vorkommen, wenn mir das so vorgesetzt werden würde.



#7
SabineB

SabineB
  • 2.461 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14
Ich würde es nicht machen.

Was Du überlegen kannst, ist, einen Teil des Anfangs, z.B. 30 Seiten, kostenfrei zur Verfūgung zu stellen, sozusagen als Köder, begleitet mit den üblichen Werbemaßnahme. Und dann mit viel Tamtam einen Monat spåter das ganze Buch rausbringen. Erstmal recht günstig, um ein gutes Ranking zu bekommen, später kannst du den Preis hochsetzen.

So wūrrde ich es jedenfalls machen.

Sabine

#8
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20
Das, Sabine, ist eine gute Idee! Es ist ja nicht so, dass ich nicht im Zweifel wäre, über meinen Einfall. Genau deswegen stelle ich ihn ja zur Diskussion.

Die kostenlose Leseprobe war ja, als ich mich noch um KDP gekümmert habe, sehr verbreitet ... (ich hab damals meinen Roman aus der Backlist bei Amazon reingestellt - hat nicht viel gebracht). Hat das von euch jemand mal gemacht, so eine XXL-Leseprobe reinzustellen, vielleicht auch eine zum Roman gehörende Kurzgeschichte? Und wie war das Ergebnis, hat das was gebracht?

Bearbeitet von FlorianV, 26.01.2020 - 15:26,


#9
MelanieM

MelanieM
  • 14.074 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07
Ganz ehrlich, ich traue mir das Marketing fürs Selfpublishing nicht zu neben meiner Vollzeitstelle. Das frisst nämlich genauso viel Zeit wie das Schreiben selbst. Ich würde dir auf jeden Fall zum Verlag raten. Agenturen für Fantasy zu finden, ist gegenwärtig schwierig. Aber lieber guter Kleinverlag als Selfpublishing.

#10
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20
Natürlich stehen die Kleinverlage auch auf meiner Liste. Auch die Großverlag (in einen habe ich einen mittelguten Kontakt). Aber wenn schon keine einzige Agentur anbeißt, dann ist das natürlich kein gutes Zeichen. Zudem, soweit ich das überblicke gibt es nur sehr wenige Kleinverlage, die Fantasy von deutsprachigen Autoren machen, eher große Häuser. Aber ich bin über jeden Hinweis dankbar.

#11
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20
Und, ja, der Zeitaufwand beim Marketing für SP macht mir auch Sorgen. Ich arbeite Vollzeit, hab zwei Kinder und steck in den Vorarbeiten für einen neuen Roman. Das noch zu stemmen wird schwierig.

#12
Ramona

Ramona
  • 3.922 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Ich glaube, im Liebesroman/Romance- und Krimi/Thriller-Bereich lief es vor ein paar Jahren sehr gut mit "Serien-Formaten" im SP. Damals wurden oft Fortsetzungsromane (eigentlich eher Hefte von etwa 100 Normseiten Umfang) herausgegeben, was den Autoren auch half, mehr Sichtbarkeit zu erlangen. Der Drops scheint mir inzwischen aber gelutscht zu sein.

Eines scheint mir jedoch ziemlich sicher: Wenn keine richtig gute Marketingstrategie hinter deinem Fantasyroman steht, du also nicht finanziell ordentlich in PR investierst und in der Fantasy-Szene umtriebig bist (wie das Spitzen-Selfpublisher tun), wird dein Roman in den großen Weiten des Bücherozeans sehr wahrscheinlich sang- und klanglos untergehen.

Ein angesehener Kleinverlag für SF- und Fantasy wäre da wohl die interessantere Alternative, sollte der Stoff den Publikumsverlagen nicht liegen. Spontan fallen mir da der Fabylon Verlag, der Blitz Verlag oder der Atlantis Verlag ein. Einige Kolleginnen und Kollegen hier kennen sicher noch weitere gute Kleinverlage.


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#13
Christa

Christa
  • 9.644 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Ich kenne zwar keine Fantasy-Kleinverlage, aber ich kenne eine Autorin, die Fantasy bei einem Kleinverlag veröffentlicht hat.

Ihre jetzigen Bücher sind im SP erschienen. Hier ist eine Liste von Fantasy-Verlagen. Davon ist mir der Drachenmond Verlag und der Sieben Verlag ein Begriff, auch der Zaubermond Verlag.

 

http://www.evamariah...en-der-fantasy/


Bearbeitet von Christa, 26.01.2020 - 19:34,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#14
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20
Ha! Diese Liste kannte ich noch nicht, obwohl ich natürlich wie wild gegoogelt habe. Danke, Christa, das ist sehr, sehr hilfreich.

#15
AstridV

AstridV
  • 1.893 Beiträge
  • Dabei seit 05.12.05

Bei nur 460 Seiten würde ich es nicht teilen. Aber ich finde die Idee gut, ein kostenloses Probekapitel anzubieten.


Meine Homepage

 

Rabenzeit 1 gibt's als E-book und gedruckt bei Amazon. :)


#16
Nina

Nina
  • 1.047 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05

Na ja, aber 460 Seiten werden in Kleinstauflage recht teuer. Oder hast Du ausschließlich E-Book vor? - Bücher mit 200 Seiten sind übrigens in Kleinverlagen keine Seltenheit und ich persönlich bin eher bereit, mir z.B. auf einer Con von einem Autor, mit dem ich geredet habe, wo ich aber kein Fan bin, ein günstigeres Buch, das auch nicht so lange zum Lesen dauert, mitzunehmen. Die Gefahr, dass mir das Buch nur mäßig gefällt und ich froh bin, wenn ich schnell durch bin, ist ja groß. 

 

Was ich aber schon von Lesern gehört habe, dass sie keine Buchserie mehr anfangen, wenn nicht alle Bände schon erschienen sind - aufgrund schlechter Erfahrung mit nicht fortgesetzten Serien. Oder solchen, wo sie dann so lange warten mussten, dass sie da nicht mehr dran waren. 

Das sind durchaus Sachen, die beim persönlichen (versuchten) Verkauf auch gesagt werden. Und da könntest Du natürlich gut drauf reagieren, indem klargestellt wird, dass der Rest schon geschrieben ist und ein ungefährer Erscheinungstermin. 

 

Das mit dem Verschenken finde ich ehrlich gesagt nicht die beste Idee. Wenn dann würde ich eher Exemplare zum Rezensieren hergeben. 



#17
FlorianV

FlorianV
  • 152 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Nein-nein, das war nur als eBook geplant, wenn überhaupt. Ich werde es nicht als Kleinauflage selbst drucken lassen.

Aber Danke für deine Anmerkungen. Vor allem die über nicht abgeschlossene Reihen ist bedenkenswert.