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Die Sache mit dem Show und dem Tell


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18 Antworten zu diesem Thema

#1
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Freundin: "Wow, Carina, dein neues Buch läuft gut, obwohl du ziemlich viel Tell statt Show drin hast!"

 

Ich: "Das mache ich eigentlich immer so. Von seichten Liebesromanen wollen die Leser sich berieseln lassen, und mit dem hohen Tell-Anteil halte ich den Raum für notwendige Interpretationen in Grenzen."

 

Freundin: "Genau diesen Interpretationsraum wollen viele Leser aber gerne haben. Er macht die Romane lebendiger und wirkt nicht so nach, du weißt schon, unbeholfenem Erklärbar. Ein hoher Show-Anteil funktioniert deswegen auch für dieses Genre wunderbar. Wenn du ihn gekonnt einsetzt, steht er einem Sich-berieseln-Lassen nicht im Weg. Allerdings entdecke ich in den Charts tatsächlich nicht wenige Liebesromane, die einen recht hohen Tell-Anteil haben."

 

Ich: "Beides kann eben funktionieren."

 

Freundin: "Ich könnte mir jedenfalls nicht vorstellen, den Show-Anteil in meinen Romanen zu verringern."

 

Ich: "Musst du auch nicht. Wir können unterschiedliche Stile haben, selbst für dasselbe Subgenre. Und in einem Punkt gebe ich dir recht: Der Tell-Anteil darf nicht ZU groß werden. Ich kenne durchaus Liebesromane, die damit beginnen, dass der Erzähler dem Leser seitenweise erklärt, wo die Eltern des Protagonisten herkommen und so weiter. Mein Fall ist das auch nicht. Aber auch die können sich richtig gut verkaufen."

 

Freundin: "Wie hoch darf der Tell-Anteil bei dir also maximal sein?"

 

Ich: "Wenn ich das wüsste! Da gehe ich nach Gefühl. Ich bin mir aber dessen bewusst, dass er bei mir ziemlich hoch ist. Verlagen könnte das ein Dorn im Auge sein - ich bin mir nicht sicher."

 

Freundin: "Mag sein, dass Selfpublisher sich einen höheren Tell-Anteil erlauben können; darüber habe ich ebenfalls keinen Überblick. Aber wonach entscheidest du dann, an welchen Stellen ein Tell-Block vorkommt?"

Ich: "Auch nach Gefühl. Jedenfalls werde ich diesem Anteil auch in Zukunft mehr Raum geben, als viele Schreibratgeber erlauben würden."

 

Freundin: "Es gibt auch Fälle, in denen ein Tell-Block sinnvoller ist."

 

Ich: "Woran denkst du?"

 

Freundin: "An Rückblenden."

 

Ich: "Auch das kann man wohl nicht verallgemeinern."

 

Freundin: "Nee. Außerdem muss es nicht immer gleich ein ganzer Block sein. Hier und da ein Tell-Satz, das ist ja ganz normal."

 

...

 

Was sind eure Gedanken dazu? Würde mich mal interessieren.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#2
Sabine

Sabine
  • 1.709 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Da gibt es meiner Meinung nach überhaupt keinen Königsweg. Ich kenne Bücher, da liebe ich das viele Show, aber ich habe auch schon Bücher gelesen, in denen sehr, sehr viel Tell war und ich war begeistert. Wenn jemand viel Tell verwendet, ist meist die Erzählstimme das Besondere, da höre ich dem Erzähler dann einfach gerne zu.

Es kommt auch drauf an, was dem Autor mehr liegt. Ich würde gerne gutes Tell können, ich mag es, wenn die Bücher mit "Geschwafel" des Protagonisten beginnen anstatt mit einer filmischen Szene, aber mir liegt Show einfach mehr.

Wenn sich deine Bücher super verkaufen, dann machst du alles richtig. Mach nicht den Fehler und ändere dich, nur weil andere was anderes von dir wollen.



#3
Susann

Susann
  • 2.577 Beiträge
  • Dabei seit 21.01.07

Meiner Meinung nach ist diese 'Show don't tell' - Regel tatsächlich für absolute Anfänger gedacht, die (noch) nicht wissen, wie sie ins Erzählen kommen. Und bei diesen Anfängern eben auch nur für die Gruppe, die diesbezüglich kein natürliches Gespür haben und sich das flüssige, lebendige Erzählen erst erarbeiten müssen. Sobald man weiß, was man erzählen will, entwickelt man auch recht schnell ein Gefühl dafür, wie es am besten gelingt und dass ich nicht alles, wirklich alles auserzählen muss. Dass ich Lücken lasse, mit Bildern arbeite, die Beschreibung in die Handlung einbaue oder aus dem Blickwinkel der Perspektivfigur verbunden mit deren Emotionen (oder nicht) präsentiere usw.

Ich bekomme beim Thema 'Show don't tell' immer ein paar Pickel, weil ich finde, dass es viel zu oft schablonenhaft verwendet wird und damit ein Hilfsmittel, das für absloute Anfänger vielleicht geeignet ist (meine Meinung, siehe oben), auf Texte angewandt wird, wo dieses Hilfsmittel nichts (mehr) zu suchen hat.


Bearbeitet von Susann, 27.01.2020 - 13:16,

Eat the frog in the morning (Mark Twain)

#4
KerstinH

KerstinH
  • 1.135 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19

Ich sehe es wie Susanne. Man entwickelt ein Gefühl (hoffentlich).



#5
Sabine

Sabine
  • 1.709 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Ich bekomme beim Thema 'Show don't tell' immer ein paar Pickel, weil ich finde, dass es viel zu oft schablonenhaft verwendet wird und damit ein Hilfsmittel, das für absloute Anfänger vielleicht geeignet ist (meine Meinung, siehe oben), auf Texte angewandt wird, wo dieses Hilfsmittel nichts (mehr) zu suchen hat.

 

Oh ja, wenn dann jemand kommt und sagt, da hast du nur "Das macht mich wütend" geschrieben, besser ist, du zeigst, dass sie wütend ist, lasse sie ein paar Blätter vom Tisch fegen oder die Tür zuknallen  ::) . Ist ja nicht so, als würde der Leser nicht auch spüren, dass sie gerade wütend wird, aber man muss nicht jeden Satz in Show umsetzen. Da können Schreibratgeber-Sklaven echt nervig werden.



#6
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 839 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Aber ist das nicht immer das Problem mit Leuten, die gerade einen bestimmten Schreibratgeber gelesen haben und denken: "Mensch, so und nicht anders muss das sein!"?

 

Es kommt halt wirklich darauf an. Wie Sabine schon sagt: Manchmal ist das "Tell" durch die Art und Weise, wie es erzählt wird, halt gerade das Interessante. Gleichzeitig kann ich in einem anderen Buch, das fast komplett ohne große Dialoge auskommt, darüber fasziniert sein, wie gut das "Show" funktioniert.

 

Irgendwann stellt halt jeder mal fest, dass Dinge, die in Absoluten gemessen werden, vermutlich nicht richtig sind.



#7
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Aber ist das nicht immer das Problem mit Leuten, die gerade einen bestimmten Schreibratgeber gelesen haben und denken: "Mensch, so und nicht anders muss das sein!"?

Ich verstehe Schreibratgeber auch als Impluse. Als Orientierungen. Vorschläge. Optionen. Als eine Möglichkeit unter mehreren. Eigentlich sollten sie auch stets dementsprechend formuliert sein. Auch wenn dadurch wahrscheinlich einiges von ihrer Eindringlichkeit und Klarheit verloren gehen könnte. :-/


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#8
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 839 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Vielleicht sollte man in erster Linie daran denken, dass man für sich selbst schreiben sollte. Also das, was du schreibst, sollte dir selbst auch gefallen. Und wenn du kein Problem hast, wenn einer ander Stelle mehr "Tell" als "Show" ist, dann haben es deine Leser vielleicht auch nicht. Manche sehen es vielleicht anders, aber die würden eben auch andere Bücher schreiben. Trotzdem sollte man immer offen für Kritik sein, wenn sie gut begründet ist. Vielleicht kannst du dich ja wirklich noch verbessern. Nur verbiegen solltest du dich eben nicht.



#9
AndreasG

AndreasG
  • 1.649 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

 

Aber ist das nicht immer das Problem mit Leuten, die gerade einen bestimmten Schreibratgeber gelesen haben und denken: "Mensch, so und nicht anders muss das sein!"?

Ich verstehe Schreibratgeber auch als Impluse. Als Orientierungen. Vorschläge. Optionen. Als eine Möglichkeit unter mehreren. Eigentlich sollten sie auch stets dementsprechend formuliert sein. Auch wenn dadurch wahrscheinlich einiges von ihrer Eindringlichkeit und Klarheit verloren gehen könnte. :-/

 

 

Da empfehle ich: James Wood, Die Kunst des Erzählens.

 

Im Übrigen gilt für Show und Tell das, was für jedes dramaturgische Werkzeug gilt: Statt sich Gedanken über "erlaubte" oder gerade noch "tolerierbare" Prozentanteile in einem Text zu machen, sollte man sich überlegen, was ein Werkzeug kann und wie es wirkt. So kann man es nämlich immer dann passgenau einsetzen, wenn es gebraucht wird. Doch leider fehlt bei den Dogmatikern sehr oft das Wissen um die Wirkung.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018; "Wir sind die Wahrheit", Jugendbuch Dressler Verlag 2020

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019


#10
Holger

Holger
  • 1.141 Beiträge
  • Dabei seit 15.05.10

Ich gehe dann ins "Show", wenn es (für mich selbst) interessant wird. Wenn mein Bauch mir sagt, das möchte ich jetzt sozusagen im ON miterleben (ich glaube, das habe ich vom Drehbuchschreiben, bei dem man gezwungen ist, mit dem Show sehr ökonomisch umzugehen).
Ich nutze das "Tell" für Raffungen, Stimmungen und die Innensicht einer Figur. Einfach, wenn ich das Bedürfnis dafür empfinde. In den Überarbeitungen ändere ich das selten, und wenn, dann inhaltlich / stilistisch.

 

Schöne Grüße,

 

Holger



#11
JenniferB

JenniferB
  • 2.901 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ich werde Worte weder zählen noch in Prozent umrechnen, aber ich bin im letzten Buch tatsächlich mal bewusst mehr ins Erzählen gegangen - habe den Leuten auch mal ganz klar erzählt, was sie bitteschön jetzt zu empfinden haben, statt es ihnen zu zeigen, wie ich es sonst gemacht habe.

Zack. 4 Auflagen und Spiegelbestsellerliste ;D

Okay, Disclaimer. Da hat sicherlich sehr viel mehr dazu beigetragen, als das schlichte Verständnis dafür, dass man den Leser:innen im Genre heute einfach mehr vorkauen muss. Cover, Werbung, starke Buchhandelspräsenz ... bestimmt nicht ganz unwichtig.

Aber. Ich habe in keiner, in absolut keiner Rezension mehr den Kritikpunkt gelesen, der sonst exemplarisch für meine Bücher stand: "Bisschen unterkühlt, es fehlen Emotionen, spröde ..." Und ich schwör's - die Emotionen waren vorher auch da. Ich habe sie nur gezeigt, statt den Leser an der Hand zu packen und "Ist das nicht tragisch!? Nu wein doch mal!" zu brüllen.

 

Dafür gibt es dann keine Preise und kein Lob von Kolleg:innen und sehr kritische Leser:innen sagen dann auch mal, es wäre nicht so besonders. Aber ... ich verdiene plötzlich Geld mit dem Buch ;)



#12
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich werde Worte weder zählen noch in Prozent umrechnen, aber ich bin im letzten Buch tatsächlich mal bewusst mehr ins Erzählen gegangen - habe den Leuten auch mal ganz klar erzählt, was sie bitteschön jetzt zu empfinden haben, statt es ihnen zu zeigen, wie ich es sonst gemacht habe.

Zack. 4 Auflagen und Spiegelbestsellerliste ;D

Okay, Disclaimer. Da hat sicherlich sehr viel mehr dazu beigetragen, als das schlichte Verständnis dafür, dass man den Leser:innen im Genre heute einfach mehr vorkauen muss. Cover, Werbung, starke Buchhandelspräsenz ... bestimmt nicht ganz unwichtig.

Aber. Ich habe in keiner, in absolut keiner Rezension mehr den Kritikpunkt gelesen, der sonst exemplarisch für meine Bücher stand: "Bisschen unterkühlt, es fehlen Emotionen, spröde ..." Und ich schwör's - die Emotionen waren vorher auch da. Ich habe sie nur gezeigt, statt den Leser an der Hand zu packen und "Ist das nicht tragisch!? Nu wein doch mal!" zu brüllen.

 

Dafür gibt es dann keine Preise und kein Lob von Kolleg:innen und sehr kritische Leser:innen sagen dann auch mal, es wäre nicht so besonders. Aber ... ich verdiene plötzlich Geld mit dem Buch ;)

Schöne Geschichte, danke dafür. :-)

Gab es vorher also mehr Lob von Kolleginnen, eben für mehr Show?


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#13
JenniferB

JenniferB
  • 2.901 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ja, definitiv! (Woran es sicher nicht NUR daran lag, sondern auch daran, dass ich früher versucht habe, beliebte Klischees zu vermeiden oder zumindest zu brechen - diesmal habe ich sie genutzt.)

Ich bin vor allen mit den Büchern zuvor echt oft zu Preisen nominiert worden oder habe welche mitgenommen - vor allem bei solchen, wo halt Autor:innen und Lektor:innen in der Jury sitzen.
Diesmal gar nicht, bzw nur einen Abstimmungs-Publikumspreis.

Ich habe halt gezielt publikumswirksamer geschrieben - und das spricht dann eben auch eher das Publikum an, während Fachleute es vielleicht sogar für einen Schritt zurück halten.



#14
KarinKoch

KarinKoch
  • 720 Beiträge
  • Dabei seit 07.10.17

Ein wenig off topic, Jennifer, aber mich würde interessieren, wie es dir mit der Entscheidung geht, gezielt für den Markt zu schreiben statt Klischees zu vermeiden, der Geschichte Brüche zu gestatten.

Kannst du genauso hinter diesem Buch stehen wie hinter den anderen? Oder wertest du es selbst eher ab? Hast du das Gefühl, du hast dein Ethos verraten oder freust du dich ganz einfach über den Erfolg?


Bearbeitet von KarinKoch, 01.02.2020 - 08:37,

Wenn du weißt, was du tust

kannst du tun, was du willst. (Moshe Feldenkrais)
http://www.peter-ham...ils/karin_koch/


#15
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich habe halt gezielt publikumswirksamer geschrieben - und das spricht dann eben auch eher das Publikum an, während Fachleute es vielleicht sogar für einen Schritt zurück halten.

"Einen Schritt zurück" - oh je.  :p  Ich denke, ich weiß, was du meinst. Und ich, die ausschließlich seichte Unterhaltung produziert und sich damit sauwohl fühlt, fände eine solche Ansicht schade.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#16
JenniferB

JenniferB
  • 2.901 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Ein wenig off topic, Jennifer, aber mich würde interessieren, wie es dir mit der Entscheidung geht, gezielt für den Markt zu schreiben, Klischees zu vermeiden, der Geschichte Brüche zu gestatten.

Kannst du genauso hinter diesem Buch stehen wie hinter den anderen? Oder wertest du es selbst eher ab? Hast du das Gefühl, du hast dein Ethos verraten oder freust du dich ganz einfach über den Erfolg?

Ich freu mich riesig - und ich liebe diese Bücher. Mehr als die, die ich sofort emotional von mir abgetrennt habe, als klar wurde, dass die floppen werden oder ein total scheußliches Cover bekommen würden. Ich kann kein Buch, das mir wirklich viel bedeutet, scheitern sehen, die mache ich sofort zu Vergangenheit.

Es gibt durchaus einzelne Stellen, an denen ich kurz merke, dass ich dort lieber anders entschieden hätte. Aber die sind kurz und ich vergesse sie schnell wieder.



#17
JuliaD

JuliaD
  • 279 Beiträge
  • Dabei seit 07.10.17

Ich freu mich riesig - und ich liebe diese Bücher. Mehr als die, die ich sofort emotional von mir abgetrennt habe, als klar wurde, dass die floppen werden oder ein total scheußliches Cover bekommen würden. Ich kann kein Buch, das mir wirklich viel bedeutet, scheitern sehen, die mache ich sofort zu Vergangenheit.

Es gibt durchaus einzelne Stellen, an denen ich kurz merke, dass ich dort lieber anders entschieden hätte. Aber die sind kurz und ich vergesse sie schnell wieder.

 

 

 

Ja, definitiv! (Woran es sicher nicht NUR daran lag, sondern auch daran, dass ich früher versucht habe, beliebte Klischees zu vermeiden oder zumindest zu brechen - diesmal habe ich sie genutzt.)

Ich bin vor allen mit den Büchern zuvor echt oft zu Preisen nominiert worden oder habe welche mitgenommen - vor allem bei solchen, wo halt Autor:innen und Lektor:innen in der Jury sitzen.
Diesmal gar nicht, bzw nur einen Abstimmungs-Publikumspreis.

Ich habe halt gezielt publikumswirksamer geschrieben - und das spricht dann eben auch eher das Publikum an, während Fachleute es vielleicht sogar für einen Schritt zurück halten.

Ha! Haben wir darüber gesprochen, Jenny?
Haben wir diese Entscheidung gemeinsam gefällt und ich weiß es nur nicht mehr?

Ich versuche derzeit, das "Tell"; wenn ich es denn nutze, möglichst "tief" zugestalten, also nicht floskelhaft abzuhandeln. Und ich setze sehr hemmungslos Klischees ein ;D Bin gespannt, wie das so ankommt. (Dann. In hundert Jahren oder so.)



#18
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

 


Ich versuche derzeit, das "Tell"; wenn ich es denn nutze, möglichst "tief" zugestalten, also nicht floskelhaft abzuhandeln. Und ich setze sehr hemmungslos Klischees ein ;D Bin gespannt, wie das so ankommt. (Dann. In hundert Jahren oder so.)

Halte uns gerne auf dem Laufenden. :)


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#19
AngelikaD

AngelikaD
  • 1.677 Beiträge
  • Dabei seit 21.04.09

Ich habeden Eindruck, als wären mehr als früher viele Leserinnen verstärkt darauf angewiesen, dass der Charakter seine Motive, Gedanken, Gefühle vor sich herwälzt und genau darlegt, damit der Charakter an die Leserinnen herankommt, sie Verbindung zu ihm aufbauen.

Mit ist das als Schulbibliothekarin als erstes bei Panem derart deutlich begegnet, dann in Selection und anderen Jugendbüchern. Also vor allem, wo ich in "Ich + Präsens" erzählt wird".