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Der Ruf nach mehr Förderung

Independent Förderung Buchhandel

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50 Antworten zu diesem Thema

#41
HeikeW

HeikeW
  • 109 Beiträge
  • Dabei seit 10.06.13

Ich habe vor einigen Jahren vergeblich versucht, mich beim VS Schleswig-Holstein als Mitglied zu melden (bin seit 31 Jahren in der Gewerkschaft, aber in enem andern Fachbereich) Es scheiterte schon daran, dass der VS hier im Bundesland (zumindest zu der Zeit) völlig inaktiv war.

Ist woanders wohl anders.

Da meine Erfahrengen mit der Gewerkschaft in meinem Bereich sehr widersprüchlich bis absurd waren, habe ich es dann gelassen.

Vielleicht kann ja jemand was Positives berichten, die/der Mitglied im VS ist? Im Prinzip ist Gewrkschaft eine gute Sache, vor allem, weil die Gewerkschaft auch Urheberrechtsklagen durchsetzt, falls mal eine nötig sein sollte.


"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Gandhi)

 

www.heike-wiechmann.de


#42
Christa

Christa
  • 10.060 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Sebastian: "Zumal noch dazukommt, dass das Anbiedern an das, was Leser oder Zuschauer wollen, nicht dazu führt, dass die Geschichten besser werden."

 

Stimmt natürlich. Aber wenn weder die Verlage noch die Leser noch die Buchhändler oder Agenten wissen, was Leser wirklich wollen, wer bitte soll dann darüber entscheiden, was veröffentlicht wird? :-? 


Bearbeitet von Christa, 06.02.2020 - 12:11,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Mörderische Förde ab 5.10. 20 https://www.thalia.d...D149527193.html Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#43
FlorianV

FlorianV
  • 161 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

"Ist das vergleichbar? Sind die nicht eher sehr schön-geistig? (Habe mich noch nie damit beschäftigt)"

 

 

Nein, Beate, der VS ist meiner Erfahrung nach leider nicht mit einer Gewerkschaft zu vergleichen - obwohl Lena gute Arbeit macht. Und früher Imre. (Bist du eigentlich noch hier, Imre?)


Bearbeitet von FlorianV, 06.02.2020 - 12:07,


#44
Julia

Julia
  • 2.582 Beiträge
  • Dabei seit 20.09.05

Ich find das amerikanische Model ganz interessant. Dort gibt es an jeder Wald- und Wiesen-Uni eine Professur für Kreatives Schreiben + Dozenturen. Als schlecht verkaufter aber dennoch halbwegs bedeutender Schriftsteller kann man dort von solchen Stellen gut leben.

In Deutschland gibt es leider nur eine Handvoll solcher Stellen: DLL in Leipzig, UDK in Berlin (Szenisches Schreiben) und Uni in Hildesheim. Dann noch wenige private Hochschulen, die so etwas anbieten.

Das ist zu wenig. Das könnte gefördert werden.

 

Das halte ich für eine gute Idee. Ich unterrichte seit sieben Jahren Kreatives Schreiben an der Uni Salzburg. Das ist zwar keine Dozentenstelle, aber ich bin als Teilzeitkraft angestellt und es ist eines nettes Zusatzeinkommen. Bis jetzt habe ich jede einzelne Lehrveranstaltung vollgekriegt, weil die Studenten wirklich Schlange stehen, und ich kriege auch immer nur das allerbeste Feedback. Ich könnte mir vorstellen, dass das an allen Unis funktionieren würde.



#45
AndreasE

AndreasE
  • 2.406 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Auch an Volkshochschulen gibt es derartige Kurse, wenn auch nicht sonderlich gut bezahlt. Zumindest war das so, als ich noch bisweilen Word-Kurse für die vhs Stuttgart gegeben habe.



#46
Christa

Christa
  • 10.060 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

An Volkshochschulen habe ich auch gedacht. Bei uns nebenan gab es letztes Jahr noch einen Kurs "Kreatives Schreiben":

http://www.vhsnagold...ch2/900980k.htm

Lustig,dass sie mit Papier und Filzstiften vorgegangen sind. Lange gab es in einem Kloster mehrtägige Seminare über kreatives Schreiben.War so günstig,dass der Autor wohl nicht viel verdient hat.


Bearbeitet von Christa, 06.02.2020 - 13:50,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Mörderische Förde ab 5.10. 20 https://www.thalia.d...D149527193.html Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#47
BeateB

BeateB
  • 325 Beiträge
  • Dabei seit 11.05.17

An Volkshochschulen habe ich auch gedacht. Bei uns nebenan gab es letztes Jahr noch einen Kurs "Kreatives Schreiben":

http://www.vhsnagold...ch2/900980k.htm

Lustig,dass sie mit Papier und Filzstiften vorgegangen sind. Lange gab es in einem Kloster mehrtägige Seminare über kreatives Schreiben.War so günstig,dass der Autor wohl nicht viel verdient hat.

Ich habe solche Kurse jahrelang an der hiesigen VHS gegeben - es gibt da Teilnehmerinnen, die heute deutlich erfolgreicher sind als ich und auch hier unterwegs sind ;). Nach etlichen Kursen war dann aber entweder die Luft raus oder es gibt für so etwas auch mittlerweile zu viele Umsonst-Angebote im Internet (oder auch, wie es hier war / ist, als Intiative in Stadtteilhäusern). Auf jeden Fall sind die Kurse nicht mehr zustandegekommen. Was schade war, denn mir hat es immer Spaß gemacht.

Ansonsten arbeite ich weiterhin auch als Dozentin (für Englisch und im letzten Sommer das erste Mal für travel writing in den USA) und es ist klasse, weil es eben nicht nur ein kleines, regelmäßiges Einkommen bietet, sondern eben auch soziale Kontakte und Struktur, was ansonsten schnell zu kurz kommt bei unserer aller Tätigkeit.

Was die Situation an us-amerikanischen Unis angeht, muss man sich genau angucken, um welche Uni in welchem Staat es sich handelt. Teilweise handelt es sich um schlecht bezahlte Lehrerstellen mit (wie in den USA generell üblich) wenigen Sozialleistungen, wenig Urlaub, etc. So richtig viel Zeit und Energie zum selber Schreiben bleibt dann nicht unbedingt.


www.beatebaum.de                      Aktuell: Dresden rechts außen - Ein Kirsten-Bertram-Krimi https://www.bod.de/b...text=Beate Baum

 


#48
Ramona

Ramona
  • 4.032 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Was die Leserinnen und Leser nach einer Weile jedenfalls satt haben, ist der (überspitzt gesagt) 1.000ste schlechte Aufguss eines Romans, der einen Trend freigesetzt hat. Das Traurige … selbst, wenn unter diesen 1.000 noch ein paar richtig gute Me-toos sind, haben die Buchhändler und Leser kaum noch die Chance diese in der Masse zu finden. Und das ermüdet und raubt die Lust am Lesen.


Bearbeitet von Ramona, 06.02.2020 - 15:47,

Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#49
AndreasE

AndreasE
  • 2.406 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Was die Leserinnen und Leser nach einer Weile jedenfalls satt haben, ist der (überspitzt gesagt) 1.000ste schlechte Aufguss eines Romans, der einen Trend freigesetzt hat. Das Traurige … selbst, wenn unter diesen 1.000 noch ein paar richtig gute Me-toos sind, haben die Buchhändler und Leser kaum noch die Chance diese in der Masse zu finden. Und das ermüdet und raubt die Lust am Lesen.

 

Was mich noch mehr ärgert, als wenn jemand einen "ich-auch"-Roman schreibt, ist, wenn Verlage versuchen, einen ganz anderen Roman mittels Cover und Klappentext als solchen aussehen zu lassen. 



#50
Susann

Susann
  • 2.583 Beiträge
  • Dabei seit 21.01.07

 

Was die Leserinnen und Leser nach einer Weile jedenfalls satt haben, ist der (überspitzt gesagt) 1.000ste schlechte Aufguss eines Romans, der einen Trend freigesetzt hat. Das Traurige … selbst, wenn unter diesen 1.000 noch ein paar richtig gute Me-toos sind, haben die Buchhändler und Leser kaum noch die Chance diese in der Masse zu finden. Und das ermüdet und raubt die Lust am Lesen.

 

Was mich noch mehr ärgert, als wenn jemand einen "ich-auch"-Roman schreibt, ist, wenn Verlage versuchen, einen ganz anderen Roman mittels Cover und Klappentext als solchen aussehen zu lassen. 

 

 

Genau. Ich stimme euch beiden zu und ich frage mich, wozu das gut sein soll. Am Ende hat man doch nur einen enttäuschten Leser, der beim nächsten Mal vorsichtiger wird, wenn er im Laden ein Buch kaufen will. Oder er wendet sich ganz ab und sagt sich, für so was will er kein Geld mehr ausgeben (geht dann in Bibliotheken oder wandert zum Gebrauchtbuchmarkt).


Eat the frog in the morning (Mark Twain)

#51
Christa

Christa
  • 10.060 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05


 



 



Was die Leserinnen und Leser nach einer Weile jedenfalls satt haben, ist der (überspitzt gesagt) 1.000ste schlechte Aufguss eines Romans, der einen Trend freigesetzt hat. Das Traurige … selbst, wenn unter diesen 1.000 noch ein paar richtig gute Me-toos sind, haben die Buchhändler und Leser kaum noch die Chance diese in der Masse zu finden. Und das ermüdet und raubt die Lust am Lesen.

 

Was mich noch mehr ärgert, als wenn jemand einen "ich-auch"-Roman schreibt, ist, wenn Verlage versuchen, einen ganz anderen Roman mittels Cover und Klappentext als solchen aussehen zu lassen. 

 

 

Genau. Ich stimme euch beiden zu und ich frage mich, wozu das gut sein soll. Am Ende hat man doch nur einen enttäuschten Leser, der beim nächsten Mal vorsichtiger wird, wenn er im Laden ein Buch kaufen will. Oder er wendet sich ganz ab und sagt sich, für so was will er kein Geld mehr ausgeben (geht dann in Bibliotheken oder wandert zum Gebrauchtbuchmarkt).

 

Dazu habe ich einen Link gefunden (Beiträge im Netz speziell dazu sind selten), der die Imitation anderer oder schlechterer Bücher mit Cover und Klappentext als Karaoke-Strategie bezeichnet. Kara von japanisch "leer", Oke=Orchester. Was ich nicht wusste: Speziell im Kinder-und Jugendbuchbereich seien jahre-, wenn nicht jahrzehntelang die Pixi-Bücher kopiert worden, an die ich mich noch erinnere. Auch im Erwachsenbereich könnten die Verlage damit kein eigenes Profil aufbauen, wie es in dem Artikel heißt.

Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe. Als ich kürzlich in einer großen Buchhandlung einen riesigen Mee-Too-Villengleichmacherbereich gleich neben dem Eingang sah, habe ich sprichwörtlich Susanns Beine in die Hand genommen. 8-)

http://kinderundjuge...chahmerprodukte


Bearbeitet von Christa, 06.02.2020 - 18:40,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Mörderische Förde ab 5.10. 20 https://www.thalia.d...D149527193.html Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/




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