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Zusammenhang zwischen Genre und Umfang


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13 Antworten zu diesem Thema

#1
CarinaR

CarinaR
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Würdet ihr sagen, dass es einen festen Zusammenhang zwischen Genre und Umfang gibt, den die Verlage oder auch die Leser erwarten? Habe ich zum Beispiel deutlich bessere Chancen, wenn ich mir für ein High-Fantasy-Werk von Anfang an vornehme, es um die 520 Seiten lang werden zu lassen (statt 300)? Mich würde interessieren, ob ihr diesbezüglich Ansagen von Verlagen und Agenturen bekommen habt, und was eure Marktbeobachtungen sagen.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#2
MajaSch

MajaSch
  • 116 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich kann nur sagen, was meine Agentin zum Thema Jugendfantasy gesagt hat: bitte nicht mehr als 500 Wörter, das sehen die Verlage kritisch. So 450-480 wären optimal.



#3
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 751 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Im Bereich Fantasy, insbesondere High-Fantasy, schätze(!) ich, dass durchaus eine größere Seitenzahl erwartet wird. Ich habe allerdings noch nie irgendwo konkret etwas darüber gelesen, dass ein Buch aufgrund seiner Seitenzahl abgelehnt wurde. Auch ich habe schon einen High-Fantasy-Roman gelesen, der nur rund 200 Seiten hatte, obwohl in meinem Gehirn beim Wort Fantasy sofort ein dicker Schmöker auftaucht.

 

Ich schreibe (bisher) keine Fantasy, aber mir wurde von Verlags- und Agenturseite geraten, grundsätzlich bei Romanen immer so rund die 400 Seiten Marke anzupeilen. Genremäßig würde ich aber tatsächlich sagen, dass man bei Liebesgeschichten eher drunter bleiben kann, bei Fantasy-Roman eher drüber. Aber, wie gesagt, das ist jetzt mein subjektives Empfinden und ich habe keine Daten, die das stützen.



#4
AndreasG

AndreasG
  • 1.572 Beiträge
  • Dabei seit 16.09.07

Bei Krimis wird wohl ein Umfang von 250-350 Seiten am liebsten gesehen. Ausnahmen sind natürlich möglich. Letztlich entscheidet natürlich, wie viele Seiten eine Geschichte braucht.


"Stirb leise, mein Engel", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Hörst du den Tod?", Jugendthriller, Oetinger Verlag 2014, "Denn morgen sind wir tot", Jugendbuch, Oetinger Verlag 2015, "Bad Boys & Little Bitches", Jugendbuch Oetinger Verlag 2017 und 2018

"Die im Dunkeln sieht man nicht", Roman, FISCHER Scherz 2019 (ab 28.8.)


#5
Christa

Christa
  • 9.527 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Bei Krimis wird wohl ein Umfang von 250-350 Seiten am liebsten gesehen. Ausnahmen sind natürlich möglich. Letztlich entscheidet natürlich, wie viele Seiten eine Geschichte braucht.

 

Bei Krimis habe ich dieselbe Erfahrung gemacht. Für die historischen Romane wurde eine "Untergrenze" von 400 Seiten gesetzt, was ich auch beides eingehalten habe.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#6
FlorianV

FlorianV
  • 138 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20
Im amerikanischen Raum gibt es dazu unzählige Listen, die sich alle sehr ähneln und meist auf Umfragen unter Lektoren fußen. Bei Fantasy (für Erwachsene) ist wohl ein ideales Maß 110.000 Wörter. (Ich hab mich dran gehalten, mein Fantasy-Manuskript ist 109.000 Wörter lang).
Hier ein guter Blog mit so einer Liste:

https://www.writersd...definitive-post

#7
Olga

Olga
  • 3.174 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

In meinem Vertrag für historische Romane stehen 450 Seiten. Mehr - ist okay (nur nicht zu viel, damit die Herstellungskosten nicht den Rahmen sprengen ), weniger wohl etwas schwierig. 

 

Liebe Grüße,

Olga



#8
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.226 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Mir wurde in der Frauenunterhaltung gesagt: nicht länger als 400 Seiten.



#9
CarinaR

CarinaR
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Interessant! 400 Seiten entsprechen dann in etwa 100.000 Wörtern? Ich kann mir unter Seiten nur bedingt etwas vorstellen, da ich nicht im Normseiten-Format schreibe. :)


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#10
Angelika Jo

Angelika Jo
  • 3.381 Beiträge
  • Dabei seit 03.07.07

Circa 250 Wörter für eine Normseite. Bei mir jedenfalls  :) .


Alicia jagt eine Mandarinente. dtv premium März 2018

Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

www.angelika-jodl.de


#11
AlexanderW

AlexanderW
  • 55 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Bei den Listen aus dem Amerikanischen Raum fällt mir ein, dass ich den Eindruck habe, dass Texte in der Deutschen Sprache mehr Wörter benötigen als die Englische, und es somit bei Deutschen Büchern etwas mehr sein kann.

Ich hatte vor Jahren einmal das erste Kapitel meines ersten Romans mit Hilfe von Google Translate ins Englische übersetzt, und dabei gemerkt, dass der Text um etwa 20% kürzer wurde. Ich habe natürlich nicht Wort für Wort übersetzt sondern Deutsche Redewendungen durch Englische ersetzt etc, aber generell schien der Text auf Deutsch 'Wortreicher'.



#12
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.226 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Mir wurde in der Frauenunterhaltung gesagt: nicht länger als 400 Seiten.


Das sind ca. 80 000 Wörter

#13
JenniferB

JenniferB
  • 2.859 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

20% passt ganz gut, wenn man englischsprachige Romane ins Deutsche übersetzt, wachsen sie ungefähr um 15-20%.

 

Mein aktueller Verlag wird bei der Jugendfantasy auch ab 500 Seiten eher nervös - es wird dann halt deutlich teurer. Manchen ist es aber auch vollkommen egal. Die Lektor:innen haben da alle ihre eigenen Vorlieben.



#14
CarinaR

CarinaR
  • 142 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich danke euch :)


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~