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Satz mit 'oder' und Fragezeichen


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8 Antworten zu diesem Thema

#1
Margot

Margot
  • 2.452 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Liebe Kolleginnen und Kollegen

 

Ich stolpere immer wieder über meine eigenen Sätze und zwar, wenn ich einen mit 'oder' und Fragezeichen schreibe.

 

Beispiel: Sollte er sie fragen, was mit dem Postangestellten lief ? Oder ging ihn das nichts an?

 

Ist das korrekt? Oder (!) schreibt man das in einem Satz? Also: Sollte er sie fragen, was mit dem Postangestellten lief oder ging ihn das nichts an?

 

Was meint ihr? Geht evtl. beides?

 

 



#2
AlfL

AlfL
  • 1.378 Beiträge
  • Dabei seit 08.01.08

Hallo Margot!

 

Für mich ginge beides, ist eine Frage des Rhythmus' und des Kontextes. Könntest sogar schreiben. "Oder: Ging ihn das nichts an?" Bei Deiner zweiten Variante müsste nur ein Komma vor das "oder" würde ich meinen.

 

Viele Grüße, Alf.


"Man muss noch Chaos in sich haben,

um einen tanzenden Stern zu gebären."

Friedrich Nietzsche


#3
JenniferB

JenniferB
  • 2.859 Beiträge
  • Dabei seit 17.01.11

Das geht natürlich beides, transportiert doch die Emotionen der Figur ganz unterschiedlich.

Nur ein Komma gehört mMn hinter lief, wenn du es in einem Satz schreibst.



#4
Angelika Jo

Angelika Jo
  • 3.382 Beiträge
  • Dabei seit 03.07.07

Es geht beides, Margot. Die Oder-Sätze haben alles, was es für einen korrekten (hier Frage-)Satz braucht. Mit zwei Sätzen markierst du die Trennung zwischen den beiden Fragen stärker. Beim Sprechen macht sich das als kurze Pause bemerkbar, damit erhöhst du das Gewicht des zweiten Satzes. Pausen schaffen das – sie verstärken das Interesse an dem, was auf sie folgt (Schauspieler wissen das).

 

Was Alf und Jenni zum Komma sagen, stimmt auch.


Bearbeitet von Angelika Jo, 12.02.2020 - 13:38,

Alicia jagt eine Mandarinente. dtv premium März 2018

Die Grammatik der Rennpferde. dtv premium Mai 2016

www.angelika-jodl.de


#5
Margot

Margot
  • 2.452 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Super, herzlichen Dank für eure schnellen und erhellenden Antworten! :)



#6
CarinaR

CarinaR
  • 147 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich mache das auch sehr gerne, also diese Trennung, weil man dadurch selbst mit Einschüben noch recht kurze Sätze hinbekommt. Für meine Liebesromane kommt das gut an, behaupte ich. :)


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#7
Margot

Margot
  • 2.452 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Ich mache das auch sehr gerne, also diese Trennung, weil man dadurch selbst mit Einschüben noch recht kurze Sätze hinbekommt. Für meine Liebesromane kommt das gut an, behaupte ich. :)

 

Ja, die zwei kurzen Sätze machen die Frage/n für mich intensiver, emotionaler. Hintergedanke: Er will es wissen, weil er selbst was mit ihr will.

 

Beim langen Satz könnte es auch der Arbeitgeber sein, der sich das fragt (ohne Hintergedanken ;) ).



#8
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 368 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Als Leser würde ich die erste Version bevorzugen. Ich finde so wird der Text/Dialog klarer. 


Zuletzt erschienen: Der Tomatenrebell (wortweit, neu im Frühjahr 2020)

                            zwischenlandungen (Arovell)


#9
Margot

Margot
  • 2.452 Beiträge
  • Dabei seit 10.09.10

Danke, Michael, das sehe ich genauso.