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Trotz Corona: Buchhandlungen und Bibliotheken müssen wieder geöffnet werden

Buchmarkt Corona PEN-Zentrum Bibliotheken Buchhandlungen

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23 Antworten zu diesem Thema

#1
GesineS

GesineS
  • 982 Beiträge
  • Dabei seit 13.05.13

Trotz Corona-Krise: Buchhandlungen und Bibliotheken müssen wieder geöffnet werden, fordert das Deutsche PEN-Zentrum heute in einer Pressemitteilung.

 

"… Als irritierend darf in diesem Zusammenhang zur Kenntnis genommen werden, dass man Weinhandlungen als systemrelevant erachtet, während es vertretbar scheint, Buchhandlungen und Bibliotheken zu schließen."

https://www.pen-deut...oeffnet-werden/



#2
Olga

Olga
  • 3.200 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich beobachte es mit einer großen Besorgnis, dass im Moment alle und jeder irgendetwas fordert. Gut, einige haben im Moment wohl mehr Zeit als sonst, aber dann sollte man sie auch sinnvoller nutzen ...



#3
BirgitJ

BirgitJ
  • 510 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Trotz Corona-Krise: Buchhandlungen und Bibliotheken müssen wieder geöffnet werden, fordert das Deutsche PEN-Zentrum heute in einer Pressemitteilung.

 

"… Als irritierend darf in diesem Zusammenhang zur Kenntnis genommen werden, dass man Weinhandlungen als systemrelevant erachtet, während es vertretbar scheint, Buchhandlungen und Bibliotheken zu schließen."

https://www.pen-deut...oeffnet-werden/

Das unterschreibe ich!


"Die Maitresse", Aufbau 2020; "Das Erbe der Porzellanmalerin", Aufbau 2019; "Das Geheimnis der Zuckerbäckerin", Aufbau 2018; "Das Geheimnis der Porzellanmalerin" Aufbau 2017; "Der Duft des Teufels" Aufbau 2017; "Luther und der Pesttote" Aufbau 2016; "Die Tochter von Rungholt" Aufbau 2014
http://www.bjasmund.de


#4
(KatharinaS)

(KatharinaS)

Ich bin Autorin eines Buches, das vor vier Wochen erschienen ist und entsprechend durch den Wegfall des stationären Buchhandlung leiden wird. Aber trotzdem verstehe ich diese Forderung einfach nicht.

1. Woher kommt diese Überheblichkeit gegenüber dem Rest des Einzelhandels? Alle haben es aktuell schwer, da bildet unsere Branche keine Ausnahme.

2. Bücher sind am Ende des Tages immer noch ein Wirtschaftsgut, und das ist es nicht wert, dafür Gesundheit und Menschenleben für ein paar Wochen hinten anzustellen. Vielleicht sollte man nochmal ernsthaft in sich gehen und sich fragen, was "systemrelevant" tatsächlich bedeutet.

3. Gerade diese Branche hat doch noch Ausweichmöglichkeiten. EBooks und Onlinehandel, viele Buchhändler liefern lokal aus. Die Möglichkeiten haben einige im Einzelhandel nicht.



#5
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 839 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Sehe ich wie Katharina. Entweder der ganze Einzelhandel hat zu oder nicht. Wenn man bei Büchereien und Buchhandlungen eine Ausnahme macht, dann können auch alle anderen Geschäfte wieder auf. Das ist aber absurd, denn die Krise ist ja noch nicht vorbei.



#6
Olga

Olga
  • 3.200 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Danke, Katharina, vielen, vielen Dank!

Und dieser Vergleich mit Weinhandlungen als billiger Aufreger: Wein gehört nun mal zu Lebensmitteln, und Lebensmittelgeschäfte dürfen aufbleiben. Natürlich könnte man jetzt aufdröseln, dass Wein-, Pralinen- etc. Geschäfte nicht lebensnotwendig sind und schließen müssen. Aber vielleicht sollte man sich im Moment dringenderen Problemen widmen.



#7
KerstinH

KerstinH
  • 1.135 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19

Ich finde die Frage sehr interessant: Was ist systemrelevant?

 

Wenn man das tiefer denkt, berührt es Fragen des Menschseins. Die erste Frage wäre nämlich: Was ist eigentlich das System? Wie definiert es sich? Was hält es am Leben? In der Art, wie wir leben, hat die Wirtschaft darin einen sehr hohen Stellenwert, denn tatsächlich sind wirtschaftliche Prozesse dermaßen verzahnt, dass bei bestimmten Ausfällen das gesamte System zusammenbrechen könnte.

 

Die tiefere Frage wäre aber: Was hält uns Menschen eigentlich am Leben? Gesellschaftlich gesehen natürlich Lebensmittelversorgung, Krankenversorgung, Schutz (durch Polizei und ähnliche Institutionen). Das sind aber alles nur die physischen Erfordernisse. Ist das Menschsein damit ausgelotet? Was ist mit geistigen und emotionalen Prozessen? Wenn die vernachlässigt werden, gerät das Menschsein auch in Gefahr.

 

Damit plädiere ich jetzt nicht unbedingt für eine Öffnung der Buchläden, zumal - sorry - dort ja nicht nur Hocherbauliches angeboten wird. Aber wie werden wir in dieser Krise eigentlich geistig ernährt? Ich persönlich verfolge die Nachrichten jetzt nur noch ein Mal am Tag, weil ich diese ganze Panikmache zum K ... finde. Ich schaue lieber mir an, was Menschen gerade jetzt auf die Beine stellen - und das geht weit über das Physische hinaus, es nährt Seele und Geist und zeigt, dass wir dahingehend anscheinend ebenfalls lebensnotwendige Bedürfnisse haben.

 

Interessant ist dabei, dass diese "Ernährung" vor allem durch Privatinitiativen erfolgt - auf Balkons musizierende Menschen, kulturelle Angebote über social media usw. - während das System uns über seine Kanäle vor allem mit Angst versorgt. In diesem Zusammenhang - ich achte als Germanistin nun mal stark auf Worte: Wieso werden wir eigentlich zum social distancing aufgefordert? Hallo? Kann man das wirklich nicht besser formulieren? Es ist doch eigentlich ein physical distancing, das jetzt gefordert ist. Was wird uns denn hier schon wieder Krudes ins Gehirn gepflanzt?

 

Was die Weinhandlungen betrifft, das Beispiel ist natürlich polemisch gewählt. Aber es zeigt auch, dass wir Alkohol anscheinend zu den Lebensmitteln zählen. Und da kommt man ja nun doch ins Nachdenken. Wenn man es anders betrachtet, wird hier nämlich Geistiges gegen Geistiges ausgespielt, nur auf zwei verschiedenen Ebenen - und man erkennt, welcher Ebene man die Systemrelevanz zugesteht.

 

Ansonsten verfolge ich den Schwedischen Weg mit Interesse und wünsche den Schweden, dass er sich nicht als Irrweg entpuppt.


Bearbeitet von KerstinH, 02.04.2020 - 10:44,


#8
Ulf Schiewe

Ulf Schiewe
  • 6.478 Beiträge
  • Dabei seit 12.03.08

Ja, was die Schweden machen, verfolge ich auch mit Interesse.


Die Montalban-Reihe, Die Normannenserie, Die Wikinger-Trilogie, Bucht der Schmuggler, Land im Sturm, www.ulfschiewe.de


#9
Gabi

Gabi
  • 554 Beiträge
  • Dabei seit 05.10.05

Ich sehe das auch wie Katharina.

 

Mir fällt auf, dass derzeit noch mehr Bücher verschenkt werden. Es gibt nicht mehr nur die Bücherschränke, sondern viele Leute stellen bei gutem Wetter einfach Kisten mit Büchern vor die Haustür, aus denen man sich bedienen darf. Das wird zumindest die Schließung der Bibliotheken ein bisschen auffangen, bei allen, die sich einen Neukauf nicht so einfach leisten können.

 

Der Buchhandel ist etwas, das auch indirekt weiterlaufen kann, ganz gleich, ob ich direkt bei den Ketten oder beim Online-Riesen bestelle, oder ob ich deren Online-Kataloge nur zum Stöbern nutze, um mir die Bücher hinterher beim Buchladen an der Ecke zu bestellen, der es mir auch frei Haus liefert.

E-Books sind sowieso ohne Probleme verfügbar.

 

 

 

 



#10
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 839 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Ich habe dieses Video der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim schon in einem der anderen Corona-Threads gepostet, aber auch hier sollte es helfen, sich vor Augen zu führen, was noch getan werden muss und weshalb man Bibliotheken und Buchhandlungen vielleicht lieber zu lassen sollte.



#11
Christa

Christa
  • 9.912 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Interessant ist dabei, dass diese "Ernährung" vor allem durch Privatinitiativen erfolgt - auf Balkons musizierende Menschen, kulturelle Angebote über social media usw. - während das System uns über seine Kanäle vor allem mit Angst versorgt. In diesem Zusammenhang - ich achte als Germanistin nun mal stark auf Worte: Wieso werden wir eigentlich zum social distancing aufgefordert? Hallo? Kann man das wirklich nicht besser formulieren? Es ist doch eigentlich ein physical distancing, das jetzt gefordert ist. Was wird uns denn hier schon wieder Krudes ins Gehirn gepflanzt?

 

Was die Weinhandlungen betrifft, das Beispiel ist natürlich polemisch gewählt. Aber es zeigt auch, dass wir Alkohol anscheinend zu den Lebensmitteln zählen. Und da kommt man ja nun doch ins Nachdenken. Wenn man es anders betrachtet, wird hier nämlich Geistiges gegen Geistiges ausgespielt, nur auf zwei verschiedenen Ebenen - und man erkennt, welcher Ebene man die Systemrelevanz zugesteht.

 

Ansonsten verfolge ich den Schwedischen Weg mit Interesse und wünsche den Schweden, dass er sich nicht als Irrweg entpuppt.

 

Diese Beobachtung mit der sozialen Distanz finde ich neben allem, was du gesagt hast, wichtig, Kerstin. Draußen erlebe ich, dass Leute die Straßenseite wechseln, wenn sie mich sehen. Oder ihren Schal vor den Mund ziehen. Aber es gibt auch diejenigen, mit denen man aus gebührender Distanz ein paar muntere Worte wechseln kann, wie auch mit Nachbarn.

 

Und es stimmt, dass Systemerhaltendes aufrecht erhalten wird im Gegensatz zur Kultur. Die findet fast nur noch im virtuellen Bereich statt. Zum Beispiel ist der Müllermarkt (Drogerie) geöffnet, die Musikabteilung aber gesperrt.

 

Der schwedische Weg ist innovativ, finde ich, aber auch riskant.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#12
Christa

Christa
  • 9.912 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Ich habe dieses Video der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim schon in einem der anderen Corona-Threads gepostet, aber auch hier sollte es helfen, sich vor Augen zu führen, was noch getan werden muss und weshalb man Bibliotheken und Buchhandlungen vielleicht lieber zu lassen sollte.

 

Habe mir einen Teil angesehen, Sebastian. Es fasst alles, was ich weiß, noch einmal zusammen. Besonders auch die Zahlen.


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#13
Ramona

Ramona
  • 4.006 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Der schwedische Weg ist innovativ, finde ich, aber auch riskant.

 

Die USA wollte diesen Weg u. a. ja auch gehen. Schweden hat vielleicht den Vorteil, dass es nicht so sehr wie Italien oder Spanien ein Touristen-Mekka ist.


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#14
KerstinH

KerstinH
  • 1.135 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19


Der schwedische Weg ist innovativ, finde ich, aber auch riskant.


Die USA wollte diesen Weg u. a. ja auch gehen. Schweden hat vielleicht den Vorteil, dass es nicht so sehr wie Italien oder Spanien ein Touristen-Mekka ist.

Es ist ja nicht so, dass Schweden gar keine Einschränkungen hätte. Versammlungsverbot über 50 Leute, Abstand in Restaurants, kein Barbetrieb, weil man da eng zusammensitzt und vielleicht miteinander tanzt, Aprés-Ski-Partys verboten (das Skifahren selbst nicht). Sicher wäre es auch klug, den Osterferienverkehr einzuschränken.

Vorgestern die Lanz-Sendung (am 31.03.) war hochinteressant hinsichtlich der Aussagen eines Virologen, der den Ausbruch in Heinsberg untersucht, wie die Infektionswege wirklich liefen und laufen. Kann man sich in der ZDF-Mediathek anschauen.

Man weiß nicht, wie es sich in Schweden entwickelt. Die Regierung appelliert sehr stark an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung, ohne sie durch soziale Isolation gleich in psychische Extremsituationen zu bringen. Hierzulande im Vorschlag zum Berliner Bußgeldkatalog ist angedacht, Leute mit hohen Geldstrafen zu belegen, die sich in einer anderen als der eigenen Wohnung befinden!

Ich wünsche den Schweden wirklich Glück - wenn man den Begriff in diesem Zusammenhang benutzen kann.

Bearbeitet von KerstinH, 02.04.2020 - 14:38,


#15
PeterW

PeterW
  • 759 Beiträge
  • Dabei seit 08.01.08

Vorsicht ist gut, ich unterstütze die aktuellen Maßnahmen, aber wir wissen wenig. Erst mit den Stichproben-Massentestungen wird man genauer Bescheid wissen. Und schon jetzt gibt es sehr differenzierte Meinungen zum tatsächlichen Verlauf: 

https://www.spiegel....db-062d2bf7f441

 

Liebe Grüße

Peter



#16
Dietmar

Dietmar
  • 1.070 Beiträge
  • Dabei seit 21.08.05

O.T. - Anfang

Was im Moment richtig ist, weiß kein Mensch. Für gesicherte, statistische Aussagen sind, das klingt makaber, noch viel zu wenig Menschen erkrankt. Allein schon die signifikant unterschiedlichen Sterberaten in den europäischen Ländern sind im Moment nicht zu erklären. Der Vergleich mit der alljährlichen Grippe hinkt für mich gewaltig, da es einige, aber entscheidende, Unterschiede gibt. Gegen Corona sind wir schutzlos, gegen Grippe kann (und sollte(!)) man sich impfen lassen, siehe Stichwort Herdenimmunität (habe ich vorher noch nie gehört). Mit der alljährlichen Grippe gibt es genügend medizinische Erfahrungswerte, die in der Regel auch ausreichen, diese Welle unter Kontrolle zu halten.

O.T. - Ende

 

Der Link im Eingangsbeitrag fährt ja mit ganz großen Geschützen auf; die freiheitlich, demokratische Grundordnung ist in Gefahr, wenn Buchläden und Bibliotheken nicht ganz schnell wieder öffnen. Was systemrelevant ist, wird sicher jeder anders sehen, aber jetzt anzufangen, das Ganze bis auf den Artikel runterzubrechen, lässt die Zeit nicht zu. Die Entscheidungen, die jetzt getroffen wurden und werden müssen, sind ungerecht, im Nachgang kann dann gerne und lange darüber diskutiert werden. Wenn jemand der Meinung ist, ich habe die Lösung, die gerecht für alle ist und keinem wehtut, der möge aufstehen und diese kundtun - es werden alle sitzenbleiben.

Was mich etwas schockiert, dass die Medienkompetenz anscheinend noch nicht weit und tief genug ausgeprägt ist. Eine zufällige Recherche bei Dresdner Buchläden - jeder hat einen E-Shop, Bücher können als gekauft werden, auch wenn der Versand vielleicht 3 oder 4 Tage dauert. Müssen die Verlage jetzt wirklich ihr Frühjahrssortiement stoppen? Ich hoffe, eine der Lehren aus dieser Zeit ist, dass Medienkompetenz in der heutigen Zeit eine entscheidende Rolle spielt, denn das Internet ist eine, davon bin ich als Informatiker selbst überrascht, extrem stabile Infrastruktur. Die Ausrede, das ist mir alles zu technisch, zu schwer, verstehe ich eh nicht, gilt hoffentlich "danach" nicht mehr.


Bearbeitet von Dietmar, 02.04.2020 - 15:50,


#17
AnnaW

AnnaW
  • 1.202 Beiträge
  • Dabei seit 10.08.15
Ich kann die Forderung nach Öffnung der Buchläden tatsächlich auch nicht verstehen. Im Börsenblatt gab es gerade einen Bericht über einige Buchhändler in Berlin und Sachsen-Anhalt, die noch geöffnet haben dürfen, und die klangen nicht besonders zufrieden, sondern eher gestresst davon, Abstand einfordern und ihre Mitarbeiter schützen zu müssen, und erklärten, dass die Laufkundschaft natürlich wegbliebe. Alle äußerten sich dankbar über ihre Stammkunden und nutzen alternative Wege der Beratung und Auslieferung, worin sie sich nicht von den geschlossnen Buchhandlungen unterscheiden, in denen vielfach ja trotzdem gearbeitet wird und Bücher wie immer bestellt und kontaktlos an die Kunden übergeben werden. Die öffentlichen Bibliotheken wiederum senden Podcasts, stellen die Onleihe für die nächsten Wochen für die Einwohner der jeweiligen Stadt kostenlos zur Verfügung (in Hamburg zum Beispiel) und weisen auf die Möglichkeiten im Netz hin, sich vorlesen zu lassen. Die Tauschbüchereien, die ich kenne, werden offensichtlich intensiv genutzt. Nein, Bücher sind nicht das Problem bzw. nur Teil eines größeren Problems.

Bearbeitet von AnnaW, 02.04.2020 - 16:28,


#18
CarinaR

CarinaR
  • 203 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ich bin mir nicht sicher, wie ich dazu stehen soll, weil ich dafür zu wenig über das Virus zu wissen meine. Ich habe gelesen, dass bisher keine oder kaum Fälle bekannt sind, bei denen sich jemand beim Einkaufen infiziert hätte. In der Regel geschehe dies beim Unterhalten oder Berühren mit Personen, mit denen man länger als 15 Minuten Kontakt hat. Wenn das stimmt, könnte man darüber nachdenken, viele Geschäfte wieder zu öffnen, nicht nur Buchhandlungen. Aber wie gesagt: Ich habe keine Ahnung, ob es wirklich so ist. Falls nicht, dann wäre ich wohl dagegen, denn die Gesundheit ist immer noch wichtiger als die Wirtschaft. Existenzängste können allerdings auch gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kurzum: Für mich ist das ein zu komplexes Thema, um hier irgendwelche Forderungen zu stellen.


Bearbeitet von CarinaR, 02.04.2020 - 16:42,

~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#19
Susanne

Susanne
  • 4.921 Beiträge
  • Dabei seit 28.09.06

Unsere lokale Buchhandlung hatte schon immer ein online-shop - ich habe es oft zum Vorbestellen genutzt und dann genüsslich beim Abholen noch gestöbert. Sie haben über Facebook einen - fast kann man es so nennen - "rettet uns" Aufruf gestartet und hatten so viele Vorbestellungen (Bestellungen kann man entweder einzeln an der Ladentür abholen oder sie wird per Post versandt oder umweltfreundlich vom Gatten der Besitzerin mit dem Fahrrad nach Hause gebracht), dass sie jetzt Fotos posten von vielen vielen Bücherkisten die vorsortiert werden. Jede Bestellung hat eine handgeschriebene Postkarte dabei, jeden Tag gibt es Buchtipps und Diskussionen - aber nichtsdestotrotz finde ich auch, dass man mit Sicherheitsauflagen operieren sollte, statt eine ganze Volkswirtschaft in den Ruin zu treiben. . 


Liebe Grüße, Susanne

 

"Books! The best weapons in the world!" (The Doctor)


#20
Christa

Christa
  • 9.912 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05


Ich bin mir nicht sicher, wie ich dazu stehen soll, weil ich dafür zu wenig über das Virus zu wissen meine. Ich habe gelesen, dass bisher keine oder kaum Fälle bekannt sind, bei denen sich jemand beim Einkaufen infiziert hätte. In der Regel geschehe dies beim Unterhalten oder Berühren mit Personen, mit denen man länger als 15 Minuten Kontakt hat. Wenn das stimmt, könnte man darüber nachdenken, viele Geschäfte wieder zu öffnen, nicht nur Buchhandlungen. Aber wie gesagt: Ich habe keine Ahnung, ob es wirklich so ist. Falls nicht, dann wäre ich wohl dagegen, denn die Gesundheit ist immer noch wichtiger als die Wirtschaft. Existenzängste können allerdings auch gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Kurzum: Für mich ist das ein zu komplexes Thema, um hier irgendwelche Forderungen zu stellen.

 

Die Lanz-Sendung und den Hinweis auf die Untersuchung in Heinsberg habe ich auch gesehen. Es gab schon vorher Untersuchungen, die darauf hinwiesen, dass die Viren in Corona-Haushalten sozusagen tot waren. Die Übertragung über Klinken, Supermarktwagen usw. sei deshalb eher unwahrscheinlich. Das soll mit der Heinsberg-Untersuchung noch verifiziert und vertieft werden.

https://www1.wdr.de/...ng-bonn100.html

 

Ich muss ehrlich sagen: Bevor eine Verlangsamung der Neuinfektionen nicht längere Zeit anhält (wie jetzt seit einigen Tagen in Deutschland, Italien und Spanien)-nämlich etwa 10 und mehr Tage bei der Verdoppelung der täglichen Neuinfektionen-würde ich keinerlei Forderung nach irgendeiner Öffnung stellen. Auch für den Buchhandel nicht. Ich fixere mich momentan auf das Ende der Osterferien und weiß dann, ob die Maßnahmen wirklich gegriffen haben.

 

@Kerstin: Vielleicht hast du es mitgekriegt: Analog zum Berliner Bußgeldkatalog mit den Geldbußen für Aufenthalte in fremdem Wohnungen hat uns Herr Strobl in BaWü nahegelegt, Regelbrecher (Gruppen, Griller!) bei der Polizei zu melden, weil das Leben rette. :-/  8-) 


Bearbeitet von Christa, 02.04.2020 - 21:28,

Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/




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