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Thalia kritisiert niedrige E-Book-Preise


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6 Antworten zu diesem Thema

#1
Ramona

Ramona
  • 4.032 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

"Nach buchreport-Informationen hat sich der marktführende Buchhändler Thalia Mayersche in einem Rundschreiben an Publikumsverlage gewandt: Thema Digitalmarketing. Eine Reihe von Verlagen fährt regelmäßig Preisaktionen sowohl für ältere als auch für neue E-Books ..."

 

https://www.buchrepo...-e-book-preise/


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#2
CarinaR

CarinaR
  • 238 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Ist das ein Corona-Phänomen? Da ist von Februar die Rede ...


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#3
Ramona

Ramona
  • 4.032 Beiträge
  • Dabei seit 17.03.11

Ist das ein Corona-Phänomen? Da ist von Februar die Rede ...

 

Die Zahlen für März lagen wohl noch nicht vor.


Inspiration exists, but it has to find us working! (Pablo Picasso)


#4
MelanieM

MelanieM
  • 14.233 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Ist das ein Corona-Phänomen? Da ist von Februar die Rede ...

 

 

Nein, ist kein Corona-Phänomen. Es gibt zwei Verlage, die das regelmäßig machen. Aufbau und Rowohlt. Und zwar etwas unterschiedlich. Aufbau bringt oft bei Serien den ersten Band billiger als Ebook raus, wenn der zweite Band gerade erschienen ist. 

 

Rowohlt bringt oft den ersten Band einer neuen Serie für eine Weile zum Schnäppchenpreis als Ebook raus. Bei 4,99 (Standard bei Rowohlt für die neuen Bücher zum Schnäppchenpreis) oder 2.99 bis 3.99 bei dem ersten Band einer Reihe, deren Folgeband erscheint (üblich bei Aufbau), werden so neue Käuferschichten angefüttert. Das ist im Übrigen auch gar nicht so dumm, weil man dadurch andere Käufer dafür interessiert, die dann - wenn ihnen ein Buch gefällt - für das folgende Buch, auf das sie sonst nie gestoßen wären, den vollen Preis zahlen. 

 

Und was häufig ja auch passiert - wem ein Buch als Ebook gefiel und der begeistert ist, kauft es oft noch mal als Print zum Verschenken. Die Schnäppchenkäufer hätten das Buch nie zum Normalpreis gekauft, weil es sie dafür nicht genügend interessiert hätte. Aber für 3,99 kann man nichts falsch machen. Und wenn man Glück hat, gewinnt man einen neuen Fan, der vorher nie daran gedacht hat, so etwas für 9.99 zu kaufen. 

 

Preisaktionen bringen nur dann etwas, wenn sie durchdacht sind. 



#5
Dania

Dania
  • 506 Beiträge
  • Dabei seit 13.01.16

Ich beobachte die Bestsellerliste bei Thalia auch seit Dezember total eigennützig und es stimmt, ganz oben tummeln sich vor allem Bücher, die in Preisaktionen stecken. Promintentes Beispiel wäre da jetzt "DNA" von Yrsa Sigurdardottir (Aufbau) – erster Teil einer Reihe und mindestens seit Dezember (angeblich) kurzfristig um 50% reduziert. 

Lübbe macht es mit den ersten Teilen meiner Reihen etwas anders, die sind halt generell günstiger und da wird nicht so getan, als wäre das eine Preisaktion. Generell finde ich das nicht dumm – so machen es ja auch viele Selfpublisher: Teil 1 günstig unters Volk bringen und damit Leser gewinnen. Ich mache es so, indem ich die ersten Teile meiner Reihen gern mal in tolino select stecke und wenn ich Preisaktionen mache, dann auch fast immer nur mit dem ersten Teil.  

Ich finde auch nicht, dass es das Buch irgendwie abwertet – ich finde es nur im genannten Fall etwas unehrlich, denn die "Preisaktion" ist nun schon seit einer ganzen Weile so und da wäre es dann ehrlicher, sie würden den Preis dauerhaft senken. Würde aber wohl auch nicht so gut funktionieren. 


Profiling Murder und Die Profilerin bei beTHRILLED
Libby Whitman ermittelt in "Brave Mädchen schreien nicht" (12/2019)
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#6
CarinaR

CarinaR
  • 238 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Eine kurzfristige Preisaktion "vorzutäuschen", scheint für einige wunderbar zu funktionieren und ist nichts, was es nur in der Literaturbranche gibt. Fair finde ich das auch nicht unbedingt.

 

Das heißt also, die Verlage reduzieren in erster Linie den Auftrakt von mehrteiligen Reihen und Serien, aber bei Einzelbänden machen sie es weniger?


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#7
MelanieM

MelanieM
  • 14.233 Beiträge
  • Dabei seit 09.01.07

Eine kurzfristige Preisaktion "vorzutäuschen", scheint für einige wunderbar zu funktionieren und ist nichts, was es nur in der Literaturbranche gibt. Fair finde ich das auch nicht unbedingt.

 

Das heißt also, die Verlage reduzieren in erster Linie den Auftrakt von mehrteiligen Reihen und Serien, aber bei Einzelbänden machen sie es weniger?

 

Bei Einzelbänden, die schon vor Jahren auf den Markt gekommen sind, machen sie es ab und zu auch - vor allem, wenn der Autor gerade was Neues hat und wieder bekannt gemacht werden soll.