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Nicht mal ein Like

Bookstagram Bookstagramer

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31 Antworten zu diesem Thema

#21
Olga

Olga
  • 3.188 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

@Christa Mit Twitter kenne ich mich nicht aus. Habe mal gehört, es ist eher was für Sachbuchautoren. Wenn deine Zielgruppe eher Bücher in der Buchhandlung kauft, dann bringt das natürlich nichts. Jede Werbung sollte auf die Zielgruppe zugeschnitten sein bzw. sie abholen.

Ich habe auf Instagram einen sehr deutlichen Unterschied gemerkt, als ich vor einem Jahr dann ein neues Buch beworben habe. Das war wirklich kein Vergleich zu FB. Ein positiver Nebeneffekt: Dann wurden auch die anderen Bücher von mir verstärkt gekauft. 

Jetzt gerade schreibe ich einen historischen Roman, da ist die Instagram-Plattform nicht der richtige Kanal dafür. Deshalb bin ich echt gespannt, ob ich meine Leser dort trotzdem neugierig machen kann.

 

Liebe Grüße,

Olga



#22
Christa

Christa
  • 9.617 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Es war ein Sachbuch, auf das ich bei Twitter neugierig machen wollte. Das habe ich dann nie geschrieben, bzw. in abgespeckter Form in einem Verlag veröffentlicht. Aber was du schreibst, finde ich interessant und überlegenswert! Besonders das hier:

 

Ein positiver Nebeneffekt: Dann wurden auch die anderen Bücher von mir verstärkt gekauft. 

Jetzt gerade schreibe ich einen historischen Roman, da ist die Instagram-Plattform nicht der richtige Kanal dafür. Deshalb bin ich echt gespannt, ob ich meine Leser dort trotzdem neugierig machen kann.

 

Diesen Effekt kenne ich ganz allgemein. Und so kaufen dann Leser historischer Romane auch Krimis und umgekehrt, wenn sie den Stil der Autorin mögen.

Es gibt ja so viele Möglichkeiten, wie LeserInnen, Autoren und Verlage miteinander in Kontakt kommen können. Bei Instagram gab es auch schon viele Likes für meine Bücher, es wurden Fotos vom Buch geteilt und hochgehalten. Aber das sind Likes und keine Verkäufe. Ich habe auch schon viel geliked und es trotzdem nicht gekauft (um zum Thema dieses Threads zurückzukommen). ;)


LG Christa


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#23
Olga

Olga
  • 3.188 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Das ist richtig, Likes sind keine Verkäufe. Ich spreche dann nur von denen, die ich definitiv "nachweisen" kann, zum Beispiel, wenn jemand das neu gekaufte Buch in die Story postet.

 

Und um auf Likes zurückzukommen: Um zu schauen, ob der Account gut geführt wird bzw. ob dort eine gute Interaktion stattfinden, kann man sich folgende Regelung merken:

- Die Abonnenten sind in der Mehrheit tatsächlich "Buchaccounts". Keine "merkwürdigen" Accounts aus Indien, USA usw.

- mindestens 10% der Abonnentenzahl spiegelt sich in den Likes wieder - bei jedem Bild (zB.: 2000 Abonnenten, dann müsste jedes Bild über 200 Likes bekommen). Bei richtig großen Accounts ist das etwas weniger, weil da das Aussortieren "toter Accounts" schwerer ist.

- Es findet eine rege Kommunikation in den Kommentaren statt (also, unter jedem Bild nicht bloß 3-8 Kommentare)

- Auf dem Account werden regelmäßig Storys genutzt

- Die Bilder und Beiträge sind qualitativ hoch (da merkt man oft sehr, sehr schnell, wer nur Mist postet und wer sich die Mühe gibt)

Und wie immer gilt: Man muss sich immer etwas Zeit nehmen, um den Menschen hinter dem Account kennenzulernen. So merkt man sehr schnell, ob eine Kooperation in Sachen Bloggertour etc. sinnvoll ist oder nicht.

 

Liebe Grüße,

Olga



#24
Christa

Christa
  • 9.617 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Das beschreibt genau die ungeheure Arbeit, die dahintersteckt, Olga. Ich will das jetzt auch nicht mehr zu weit ausdehnen, aber interessant war jetzt für mich, meine Abonnenten bei FB mal anzugucken. (Staun, wer da alles vertreten ist :) ). Das sind fast alles deutschsprachige Autoren und andere Künstler. Das eigentliche Thema dieses Threads war aber, dass Buchblogger und Bookstagramteilnehmer sich von den Verlagen nicht genügend anerkannt fühlen. Wahrscheinlich fühlen sich alle gegenseitig irgendwie nicht anerkannt und brauchen eben ihre Streicheleinheiten anhand von Likes. :D  ;)


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#25
KerstinH

KerstinH
  • 962 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19

@ Olga: Weißt du, ob es irgendwo eine Aufstellung nach Genres gibt, welches Medium da von welcher Zielgruppe am meisten genutzt wird?



#26
Olga

Olga
  • 3.188 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

@Christa

Das ist aber auch das, was ich erst lernen musste. Andere Autorenkollegen sind nicht meine Zielgruppe. Deshalb führe ich meinen Account gezielt NICHT für andere Autoren, sondern hauptsächlich für andere Bookstagrammer/Leser. So wähle ich auch Themen und Hashtags: viele Autorenkollegen nutzen zum Beispiel  #autorenalltag #writing #authorofinstagram usw. - welcher Bookstagrammer sucht denn nach diesen Hashtags? Kein Wunder, dass auf einen Account dann hauptsächlich andere Autoren aufmerksam werden. Auch bei meinen Beiträgen/Themen versuche ich, das zu beachten und gezielt Leser/Bookstagrammer anzusprechen. Zum Beispiel gab es mal bei einem "Autorensonntag" das Thema "Sexszenen in Büchern." Ich habe ganz gezielt nicht darüber geschrieben "Wie schreibe ich Sexszenen?" uä., sondern habe meine Abonnenten gefragt: An welche Sexszenen in Büchern erinnert ihr euch und warum? Anhand der Antworten von Lesern und Bookstagrammern konnte ich sogar etwas für mich mitnehmen, fand ich wirklich sehr, sehr interessant, diese Diskussion! Insgesamt gab es 85 Kommentare und die Reichweite lag bei 1.100 (was bei meinem eher kleinen Account schon sehr hoch ist, meistens liegt sie bei 600)

 

@Kerstin 

So eine Auflistung kenne ich nicht. Da hilft wohl nur, genau zu schauen, welche Zielgruppe man hat und wer die Plattform hauptsächlich nutzt. Bookstagram ist zum Beispiel sehr jung und sehr weiblich. Wenn man Horror schreibt, wird man es dort schwierig haben (Natürlich findet man da auch Stephen-King-Beiträge. Aber Stephen King hat eben eine riesige Fangemeinde)

Wie ich zb. meinen "Fehler" bei FB entdeckt habe: Als ich einen Jugendlichen sprechen gehört. Er meinte zu einem anderen: "Waaaas? Du bist auf FB? Wie alt bist du denn, 40?" Da ist mir ein Licht aufgegangen: Wenn ich für Jugendliche schreibe, was mache ich auf FB? Da finde ich doch nie und nimmer meine Zielgruppe.

 

Liebe Grüße,

Olga



#27
Christa

Christa
  • 9.617 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Danke für die Hinweise, Olga.

@Kerstin: Ich habe auch keine Übersicht über die LeserInnen, deren Genres und ihre sozialen Medienpräferenzen gefunden.

Wohl aber einen ganz nützlichen Blogeintrag von 2019. "Social Media Marketing für Autoren". Da geht es vor allem ums Alter der LeserInnen.

Also zum Beispiel:

Facebook: 25-60 Jahre

Instagram:15-40 Jahre

Youtube: 15-30 Jahre

Twitter: 25-45 Jahre

https://www.texthung...ng-fuer-autoren


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#28
KerstinH

KerstinH
  • 962 Beiträge
  • Dabei seit 08.04.19

@Christa: Danke für den Link. Noch interessanter finde ich die Links ("Beiträge") im Text selbst, die sehr genau auf die verschiedenen Aspekte der Profilerstellung auf unterschiedlichen Plattformen eingehen. Aber man sollte schon sehr genau wissen, was man eigentlich (erreichen) will. Und das eigentliche Produkt nicht vergessen, das man dort bewerben will - falls man überhaupt noch zum Schreiben kommt ... :-)

 

@Olga: Auch dir Danke für deine Hinweise.


Bearbeitet von KerstinH, 24.05.2020 - 22:47,


#29
CarinaR

CarinaR
  • 161 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Das ist auch meine Erfahrung. Facebook spricht ältere Nutzer an als Instagram. Auch deswegen ist die Reaktionsquote auf meine Instagram-Beiträge nicht sonderlich hoch, wenn es um meine Liebesromane für Erwachsene geht. Mal sehen, inwiefern sich das ändert, sobald mein Romantasy-Titel erscheint. Der handelt von jüngeren Figuren. Allerdings habe ich auch den Eindruck, dass viele Bookstagrammer Selfpublisher grundsätzlich nicht so auf dem Zettel haben. Vielleicht würde sich meine Sichtbarkeit auf Instagram also erst mit einem Verlagstitel verbessern. An sich "stört" mich das aber nicht, da dafür die Beteiligung bei Facebook deutlich besser ist.


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#30
AnnaW

AnnaW
  • 1.164 Beiträge
  • Dabei seit 10.08.15

Ich glaube, es ist einfach hilfreich, wenn man die Dinge nicht verwechselt.

 

@Olga, du bist ein super Beispiel für einen musterhaften Fan-Account und die Interaktion mit Lesern, bei JuliaD beobachte ich auch gerade ganz fasziniert, wie sie ihn für ihr neues Pseudonym aufbaut (viele Grüße, Julia). Das ist einfach professionell.

 

Es ist aber ebenso legitim, einfach ein bisschen Austausch mit anderen Autoren zu pflegen, sich über Bilder zu freuen und zu sehen, was andere so tun, hier und da etwas zu posten - nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn keine Leser auf der Matte stehen. Das sind tatsächlich zwei Sachen, und beides ist okay.


Bearbeitet von AnnaW, 25.05.2020 - 14:52,


#31
UlrikeS

UlrikeS
  • 3.249 Beiträge
  • Dabei seit 15.06.10

Ich glaube, es ist einfach hilfreich, wenn man die Dinge nicht verwechselt.

 

@Olga, du bist ein super Beispiel für einen musterhaften Fan-Account und die Interaktion mit Lesern, bei JuliaD beobachte ich auch gerade ganz fasziniert, wie sie ihn für ihr neues Pseudonym aufbaut (viele Grüße, Julia). Das ist einfach professionell.

 

Es ist aber ebenso legitim, einfach ein bisschen Austausch mit anderen Autoren zu pflegen, sich über Bilder zu freuen und zu sehen, was andere so tun, hier und da etwas zu posten - nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn keine Leser auf der Matte stehen. Das sind tatsächlich zwei Sachen, und beides ist okay.

 

Das ist ein sehr wichtiger Hinweis, Anna.

Ich wollte am Anfang auf Instagram auch meine Bücher "bewerben", habe meine Zielgruppe aber mit Lupe suchen müssen. Ich bleibe aber dabei und poste, wenn ich Lust habe. Ich fotografiere gerne und bastele solchen Beiträge, das ist mehr Hobby als Marketing.

Facebook sehe ich mittlerweile genauso. Dort sind mehr Leserinnen von mir unterwegs, aber immer noch wenig. Facebook dient für mich zum Austausch mit anderen Autor*innen.

 

Wertschätzung durch die Verlage bekommen Blogger*innen doch durch die verschenkten Gratisexemplare. Wenn ich da manchmal ihre geposteten SUBs sehe ...

Wie viel Geld da verschenkt wird ... Natürlich kauft der ein oder andere Blogger auch seine Bücher, aber die meisten lesen doch gratis, das darf man einfach nicht vergessen.



#32
Sabine

Sabine
  • 1.626 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14
Ich nutze für mein Marketing Facebook und seit meinem neusten Thriller auch Instagram. Das mit den Altersgruppen kann ich auch bestätigen. Auf Instagram bin ich hauptsächlich in der Bookstagram-Szene unterwegs. Olga hat mir hierfür wertvolle Tipps gegeben, wie man sich dort etwas aufbauen kann. Auch wenn ich auf Instagram nicht wirklich an „normale“ Leser herankomme, sondern hauptsächlich nur an Blogger, die sich untereinander folgen und austauschen, hat es schon sehr viel gebracht, Reziexemplare zu verteilen. Wenn das Buch gut ankommt, entsteht schon ein kleiner Hype, was ich an den Storys und Beiträgen gemerkt habe, in denen ich markiert wurde.
Auf Facebook habe ich viel mehr Kontakt zu „normalen“ Lesern, die auch untereinander vernetzt sind und das Buch empfehlen. Ich finde, hier ist die Interaktion um einiges höher, als auf Instagram.
Es kommt aber auch immer aufs Genre an. Ich kann nur sagen, wie es bei meinen Thrillern ist.
Mit Autoren bin ich in beiden Kanälen vernetzt und im Austausch, aber meine Beiträge richten sich eigentlich nur an meine Leser.



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