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Longlist Deutscher Buchpreis 2020


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54 Antworten zu diesem Thema

#1
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
  • Dabei seit 14.11.06

Die 20 nominierten Romane für den Deutschen Buchpreis 2020 stehen fest.

Die Liste ist mit 10 Frauen und 10 Männern sehr ausgewogen, es gibt drei DebütantInnen und ein paar Altbekannte, dazu noch Überraschendes. Trotzdem vermisse ich ein paar Romane aus dem Frühjahr. Zum Beispiel den großartigen Roman von Ulla Lenze "Der Empfänger".

 

Hier sind die Informationen.



#2
JuttaH

JuttaH
  • 32 Beiträge
  • Dabei seit 02.07.20

Ich kenne zwar ein paar Namen, aber gelesen habe ich nichts davon. 



#3
Rudi

Rudi
  • 1.065 Beiträge
  • Dabei seit 01.05.06

Ich lese sehr viel ... aber diese Liste verdeutlicht mir jedes Jahr erneut, dass ich auf einem anderen „Lese-Planeten“ unterwegs bin :) Trotzdem zolle ich Respekt für die Nominierten!!!


Bearbeitet von Rudi, 18.08.2020 - 18:57,

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Aktuell: „Das Fenster zum Gehöft“, Piper
Internetauftritt


#4
AndreasE

AndreasE
  • 2.403 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

Ich lese sehr viel ... aber diese Liste verdeutlicht mir jedes Jahr erneut, dass ich auf einem anderen „Lese-Planeten“ unterwegs bin :) Trotzdem zolle ich Respekt für die Nominierten!!!

 

So geht's mir auch. Aber ich finde es gut, dass es diesen Preis gibt und dass er inzwischen etabliert ist (und gut dotiert!!).


Bearbeitet von AndreasE, 18.08.2020 - 19:02,


#5
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 879 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15
Freut mich, dass es euch auch so geht. Ich dachte schon, ich wäre ein Banause. Ich meine, bin ich schon irgendwie, aber anscheinend nicht so sehr.

#6
Wolf

Wolf
  • 898 Beiträge
  • Dabei seit 21.10.08

Ich schließe mich euch an. Nicht meine Lesewelt.



#7
Sabine

Sabine
  • 1.755 Beiträge
  • Dabei seit 01.08.14

Säße ich in der Jury, würden auf der Liste auch andere Bücher stehen  ;D



#8
ClaudiaB

ClaudiaB
  • 2.400 Beiträge
  • Dabei seit 11.12.09

Was für ein ungemein abwechslungsreicher Thread, bin überwältigt. 

Ich schreib mal was anderes als "nicht meine Welt." Gerade hab ich Frank Witzel (der ihn ja schon mal gewonnen hat) angefangen und bin sehr angetan, hineingezogen in diese vielschichtige und genaue Weltwahrnehmung, in seine Differenziertheit und präzise, dabei witzige Sprache. Lisa, Ulla Lenze werde ich mir wohl auch besorgen, klingt sehr spannend, ist mir entgangen.
Sehr interessant finde ich, dass es diesmal so stark um biographisches Material geht.


Neu: Cleo Leuchtenberg (Lisa Dickreiter & Claudia Brendler) I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich. Oetinger HC
http://www.claudiabrendler.de


#9
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
  • Dabei seit 14.11.06

Der Deutsche Buchpreis ist ein Preis für literarische Romane. Das muss man nicht mögen/lesen, keine Frage - aber ich finde es ehrlich gesagt nicht gerade kollegial in diesem Thread dann ständig zu betonen, dass man nicht zur Leserschaft dieser Bücher gehört. Ich denke, die KollegInnen, die auf dieser Liste stehen, haben erstmal unseren Glückwunsch und unseren Respekt verdient - das würden wir uns ja im Umkehrschluss auch wünschen.

 

@Claudia: Der Witzel steht bei mir auch ganz oben! Sehr interessant finde ich "Annette - ein Heldenepos" von Anne Weber, da hat mich die Leseprobe gestern gleich gepackt. Olivia Wenzel habe ich schon gelesen, das hat mir auch sehr gut gefallen, sie erzählt mit einer interessanten Form und hat einen sehr starken, eigenwilligen "Sound" - und klar, die Geschichte, die sie erzählt, ist auch sehr packend und interessant. 


Bearbeitet von Lisa, 19.08.2020 - 10:00,


#10
Sebastian Niedlich

Sebastian Niedlich
  • 879 Beiträge
  • Dabei seit 03.02.15

Ich weiß nicht, warum man es jetzt als unkollegial empfinden muss, wenn man sagt, dass man von den Büchern / Autoren bisher nichts gehört hat. Eigentlich ist es eher eine Aussage darüber, dass der "Deutsche Buchpreis" (nicht der "Deutsche Buchpreis für literarische Romane") eine Nominierungsliste aufweist, die eben solche Bücher aufweist.

 

Ich freue mich für die Kollegen bzw. Kolleginnen, aber man wird sich ja wohl noch wundern dürfen.



#11
Christa

Christa
  • 10.050 Beiträge
  • Dabei seit 18.11.05

Zur Longlist des deutschen Buchpreises habe ich jetzt zwei Artikel gelesen. Einer kam im Schwarzwälder Boten. Da heißt es, 

bei der Auswahl der Bücher komme es regelmäßig zu Gemecker, weil jeder irgendetwas vermisse. Ich habe dabei Birgit Birnbacher entdeckt, die mir schon von den Bachmannpreis-Lesungen her bekannt ist. Der andere Artikel (18.August 2020) steht in der Süddeutschen Zeitung. (Diesmal ohne Bezahlschranke.)

https://www.sueddeut...00818-99-208458

 

Bis zur Vergabe am 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse werde ich das verfolgen. Der Preis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert


Schwarzwaldkrimis Tod am schwarzen Fluss. Taschenbuch und E-Book:https://t1p.de/2mhn


Martinsmorde:- https://www.thalia.d...pe=suchhistorie Mörderische Förde ab 5.10. 20 https://www.thalia.d...D149527193.html Blog:http://schreibteufel...a.blogspot.com/


#12
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
  • Dabei seit 14.11.06

Naja, Sebastian, du hast ja nicht geschrieben, dass du von den Büchern bisher nichts gehört hast, sondern dass du froh bist, dass es den anderen auch so geht und du schon dachtest, du wärst ein Banause... Das ist doch ein bisschen was anderes, als nur zu schreiben, dass man von den Büchern bisher nichts gehört hat, oder? Da steckt einfach ein kleiner Seitenhieb drin.

 

Und warum wunderst du dich über diese Liste? Weil du von den Büchern/Autoren bisher nichts gehört hast? Aber das liegt ja nicht an denen ... Es sind aktuelle Bestsellerautoren darunter wie Bjerg und Seethaler (Platz 1), große Namen wie Hettche, Witzel und Randt, die Bachmannpreisträgerin von 2019 Birnbacher, Christine Wunnicke ist bereits zum 3. Mal auf der Longlist (!), dazu DebütantInnen wie Olivia Wenzel, die schon weit vor Erscheinen ihres Buches große Wellen geschlagen hat.

 

Die Bücher nicht zu kennen, ist ja legitim. Nur wurde hier mehrfach betont, dass man nicht zu dieser Leserschaft gehört, dass man als Jury andere Bücher auf die Liste setzen würde, usw. Ich verstehe nicht, warum man das in diesem Thread kundtun muss. Ich schreibe beim Delia oder beim Homer Preis auch nicht, dass ich die Bücher nicht gelesen habe und nicht zur Leserschaft zähle. Also warum provoziert ein literarischer Preis immer gleich so eine Reaktion? Warum muss man sich gleich versichern, dass man nicht allein ist, wenn man diese Bücher nicht liest?

 

Und der Deutsche Buchpreis ist ein literarischer Preis, er ist gleichzusetzen mit dem Prix Goncourt und dem Booker Prize. Die Bücher, die nominiert werden, werden einem bestimmten literarischen Anspruch gerecht (was ja keine Abwertung der anderen Bücher ist, die nicht diesem, sondern eben anderen Ansprüchen gerecht werden, für die gibt es ja auch viele Preise...). 


Bearbeitet von Lisa, 19.08.2020 - 11:39,


#13
AndreasE

AndreasE
  • 2.403 Beiträge
  • Dabei seit 01.04.07

E und U sind einfach zwei Welten; das ist mal wieder so eine Gelegenheit, bei der das deutlich wird. 



#14
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
  • Dabei seit 14.11.06

Aber dass es zwei Welten sind, dafür sorgen doch wir, Andreas! Warum müssen wir immer unsere jeweilige E oder U Position betonen? Ich freue mich über jede/n DeliapreisträgerIn, über jede/n KrimpreisträgerIn usw, ich fiebere mit den nominierten KollegInnen genauso mit wie mit meinen E-KollegInnen. Am Ende geht es doch um gute Bücher (die unterschiedliche Lesegeschmäcker und Leseansprüche bedienen). Warum muss das bei einem Preis, der so klar literarisch definiert ist wie der Deutsche Buchpreis, dann jedes Mal zu diesem Konflikt kommen? Es ist doch keine Abwertung, wenn man diese Bücher nicht liest (und nicht lesen mag). Warum wird da immer sofort auf Verteidigung geschaltet (Banause)? Und ja, natürlich gibt es auch die E-Leute, die auf die U-Autoren herabschauen, das sehe ich genauso kritisch. Nur in diesem Forum ist U eindeutig in der absoluten Mehrheit - warum dann immer sofort diese sich gegenseitig versichernde Reaktion, dass man die Bücher und AutorInnen nicht kennt und nicht zur Leserschaft gehört? Das verstehe ich einfach nicht.



#15
BeateB

BeateB
  • 325 Beiträge
  • Dabei seit 11.05.17

Ich freue mich für Jens Wonneberger, einen sehr geschätzten Dresdner Kollegen - der zumindest hier in der Region als der überraschendste Posten auf der Liste gilt. Bjerg finde ich persönlich überbewertet, aber das ist ja immer auch Geschmackssache, während Robert Seethaler doch nun wirklich jede/r mal antesten sollte ;) Ich halte nicht viel von der Untereilung in E und U, für mich zählt immer nur Qualität.


www.beatebaum.de                      Aktuell: Dresden rechts außen - Ein Kirsten-Bertram-Krimi https://www.bod.de/b...text=Beate Baum

 


#16
Michael Beisteiner

Michael Beisteiner
  • 443 Beiträge
  • Dabei seit 03.12.15

Helena Adlers aktuellen Roman hab ich gelesen, er gefällt mir sehr gut. Er ist natürlich E, wirkt aber teilweise wie U, was für mich einen angenhemen Lesefluss bedeutet. Die Infantin ist in Ö gerade in aller Munde, was heißt, seit Monaten. Ich freu mich für sie über diese verdiente Nominierung. 


Zuletzt erschienen: Der Tomatenrebell (wortweit, neu im Frühjahr 2020)

                            zwischenlandungen (Arovell)


#17
CarinaR

CarinaR
  • 237 Beiträge
  • Dabei seit 20.01.20

Okay ... ich oute mich jetzt ... U steht für Unterhaltung, das kann ich mir merken. Aber bei E denke ich dann auch immer gleich an Entertainment und bin verwirrt. Offenbar gibt es in meiner Welt eben nur die eine Kategorie. ;D Ich weiß, dass die andere Rubrik für Gehobenes steht. Aber wofür genau steht das E?


~~~ Carina alias C. R. Scott ~~~


#18
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
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Liebe Carina,

du musst dich nicht outen, das ist nicht schlimm, wenn man das noch nicht kannte. Das E kommt vom französischen avec esprit, also für geistreich. In anderen Definitionen steht das E für ernsthaft.

 

Liebe Grüße

Lisa


Bearbeitet von Lisa, 19.08.2020 - 12:05,


#19
KarinKoch

KarinKoch
  • 750 Beiträge
  • Dabei seit 07.10.17

Ich habe nur Bov Bjerg gelesen und fand die Serpentinen erschreckend gut. Den Protagonisten habe ich regelrecht gehasst, die Sprache ist schnörkellos, wegen ihr wird er den Preis bestimmt nicht bekommen, aber da war zumindest bei mir dieser Sog, der einen einfach immer weiter lesen lässt. Ich bin sicher, dass er auf die Shortlist kommt.


Wenn du weißt, was du tust

kannst du tun, was du willst. (Moshe Feldenkrais)
http://www.peter-ham...ils/karin_koch/


#20
Lisa

Lisa
  • 1.632 Beiträge
  • Dabei seit 14.11.06

die Sprache ist schnörkellos, wegen ihr wird er den Preis bestimmt nicht bekommen

Warum nicht? Einige der größten Literaten hatten/haben ja eine schnörkellose Sprache (Hemingway, Faulkner, Didion, Munro, Modiano, Ford, Roth, usw). Eine schnörkellose Sprache zu schreiben, ist nicht leicht, da steckt viel Literarizität dahinter... Sie ist also  bestimmt kein Ausschluss für diesen Preis, im Gegenteil...