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Die Therapie


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33 Antworten zu diesem Thema

#21
(PeterN)

(PeterN)


Das Buch besticht durch seine Spannung und wenn die nicht funktioniert, legt man es weg. Da fehlt es an den Figuren.

Andererseits ist es wesentlich besser, als etwas "Illuminati", "Krieg der Zwerge", "Houwelandt", "Neue Leben", ebenfalls alles Bestseller (letzteres wurde in die Bestenliste für den diesjährigen Frankfurter Preis aufgenommen, na ja).

Ich glaube nicht, dass die Spannung weg ist, wenn man merkt worauf es hinausläuft und ich glaube, dass es genau deshalb besser ist als Beispielsweise "Illuminati" -deine anderen Beispiele kenne ich leider nicht.
Es ist unglaublich straight und schnell geschrieben. Den Pulsschlag geben ja schon die sehr kurzen Kapitel vor und es passiert immer irgendwas, der Roman bleibt ja nie auf der Stelle stehen, es geht immer weiter, es überschlägt sich.

Während ich bei "Illuminati" das Gefühl hätte, man könne die 200 Seiten aus der Mitte, in der von einem Tatort zum nächsten gehetzt wird, ohne das etwas anderes passiert, als den Bodycount hochzuschrauben, einfach weglassen. Das kann man bei "Die Therapie" eben nicht -oder nur schwer. Sicher man könnte einzelne Sätze kürzen und an diesen "überflüssigen Erklärungen" sparen, aber das handwerkliche Geschick, dieses tatsächliche Action-Thriller-Tempo, das ist schon sehr gut gemacht.

Es ist ein Sprint, es gibt keinen Leerlauf. Das finde ich tatsächlich fantastisch. Mir geht es ja schon so, dass ich manche Passagen in Spannungs-Kurzgeschichten, die nur aus zehn Seiten oder so bestehen, als sehr langweilig und überflüssig empfinde, weil keine wesentlichen neuen Aspekten dem Gesamttext hinzugefügt werden.

Gruß
Peter

#22
(Jan)

(Jan)


Mich wundert aber ein bisschen, dass auf Amazon so viele unglaublich gute Kritiken zu finden sind.


PeterD wird mich zwar köpfen, wenn er wieder da ist, aber wir haben ja schon gelegentlich mal über den Amazon-Verkaufsrang gegrübelt...

Dort liegt das Buch auf Platz 3 - schaut man allerdings in die Harenberg-Liste, findet man's auf Rang 27... kilometerweit hinter 3 Romanen von Iny  :)

Offtopicgrüße
Jan

#23
(Huutini)

(Huutini)

Dort liegt das Buch auf Platz 3


Oh, ist es nach -zig Wochen vom Thron gestürzt?? Ich meine, das Buch war bestimmt mindestens drei oder vier Wochen auf Platz 1, wenn ich das richtig gesehen hab. Wieder ein Buch, das sich über Amazon verkauft, die aber auch massiv Werbung dafür gemacht haben. Dazu dann noch die guten rezensionen...

Gruß,
Marco! :s17

#24
(Christoph)

(Christoph)


PeterD wird mich zwar köpfen, wenn er wieder da ist, aber wir haben ja schon gelegentlich mal über den Amazon-Verkaufsrang gegrübelt...

Dort liegt das Buch auf Platz 3 - schaut man allerdings in die Harenberg-Liste, findet man's auf Rang 27... kilometerweit hinter 3 Romanen von Iny :)


Amazon aktualisiert seine niedrigsten Verkaufsränge stündlich, Harenberg die Liste wöchentlich. Bekommt ein Buch Präsenz in den Medien, sieht man das bei Amazon immer sofort.

Dazu kommt, dass sich Bücher bei Amazon etwas anders verkaufen, als im stationären Buchhandel. Manche Genres laufen über Amazon einfach besser.

Und Amazon bestimmt den Verkaufsrang auch, indem sie die erwarteten Verkaufszahlen mit einbeziehen. Dabei benutzen sie die gleiche Formel, nach der Barsortimenter entscheiden, wieviele Bücher sie ordern. Wie stark die Gewichtung ist, weiß ich nicht.

Mit Amazonrezensionen hat der Verkaufsrang übrigens wenig zu tun, zumindest wird mir die Verbindung nicht klar.

Christoph

#25
(Huutini)

(Huutini)

Mit Amazonrezensionen hat der Verkaufsrang übrigens wenig zu tun, zumindest wird mir die Verbindung nicht klar.


Gute rezensionen haben mit einem Verkaufsrang IMMER etwas zu tun.
Titel um die Ohren gehauen bekommen -> Titel angeklickt -> Dutzende lobende Rezensionen -> Kaufentscheidung erleichtert -> In den Warenkorb gelegt.

Dutzende Schlechte Rezensionen haben meist eine andere Auswirkung auf die Kaufentscheidung.

Gruß,
Marco! :s17

#26
(Christoph)

(Christoph)

Gute rezensionen haben mit einem Verkaufsrang IMMER etwas zu tun.
Titel um die Ohren gehauen bekommen -> Titel angeklickt -> Dutzende lobende Rezensionen -> Kaufentscheidung erleichtert -> In den Warenkorb gelegt.


Oh, so einfach ist das mit den Bestsellern? ;)

Es gibt viele Bücher mit vielen guten Rezensionen, die bei den Verkaufsrängen irgendwo herum dümpeln; es gibt Bücher mit schlechten Rezensionen, oder mit wenigen Rezensionen, die weit oben sind.

Natürlich kann man aus den Rezensionen einen Trend erkennen. Gibt es viele Rezensionen, wurde das Buch wohl viel gelesen. Bei "Die Therapie" fällt mir eher auf, dass 95 Rezensionen seit Juli sind, nicht, welcher Art die sind.

Christoph

#27
(Huutini)

(Huutini)


Oh, so einfach ist das mit den Bestsellern? ;)

Es gibt viele Bücher mit vielen guten Rezensionen, die bei den Verkaufsrängen irgendwo herum dümpeln; es gibt Bücher mit schlechten Rezensionen, oder mit wenigen Rezensionen, die weit oben sind.


Naja, ich hab ja auch kein Naturgesetz aufgestellt, das sagt, gute Rezensionen = Knallerbuch = Topseller.

Ich sach nur: VIELE gute Rezensionen sorgen STETS dafür, dass NOCH MEHR Leute das Buch kaufen. Ob sich das nun MERKLICH auf den Verkausfrang auswirkt, mag dahingestellt sein, aber DASS es sich auswirkt, ist meine feste Behauptung.
Jedenfalls davon ausgehend, dass der Verkaufsrang auch nur IRGENDWAS mit der Anzahl der verkauften Bücher zu tun hat. ;D
(Hervorhebungen von Moi!)

Wenn du das anders siehst: 'Sei mein Gast!' ;)

Lieben Gruß,
Marco! :s17

#28
Andreas

Andreas
  • 3.499 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Euch ist klar, dass der Autor, Sebastian Fitzek, seit zwei Wochen Mitglied hier ist, oder? Leider hat er bisher noch nichts gepostet - fragt sich, ob er es jetzt überhaupt noch tut. Gruß, Andreas

#29
(Huutini)

(Huutini)

Euch ist klar, dass der Autor, Sebastian Fitzek, seit zwei Wochen Mitglied hier ist, oder?
Leider hat er bisher noch nichts gepostet - fragt sich, ob er es jetzt überhaupt noch tut.

Gruß,

Andreas


Das tut mir dann für ihn leid, dass er glech in eine Kritik seines Buches reinstolpert.
Aber heisst das nun, man darf keine Deutschen Bücher mehr kritisieren, aus der Gefahr heraus, der Autor könne hier Mitglied werden oder sein?

Ich würds an Sebastians Stelle aber grad dann nutzen, auch selbst was zu sagen.

Immerhin wurde das Buch durchweg spannend und als Pageturner bezeichnet, die Kritik fand ich größtenteils konstruktiv. (Bis auf zwei, drei Ausrutscher gegen den Autor, aber sowas stört mich ohnehin immer, egal, ob er nun mitliest oder nicht.)

Mich würde seine Ansicht zu dem Thread SEHR interessieren.

Zumal ich das Buch ja, wie gesagt, zwiespältig fand: Eine Tolle Geschichte, gut erzählt, nur halt nicht so dolle geschrieben.
Und ich frage mich (Und wenn er denn mal da ist, eben auch den Sebastian), ob das vielleicht daran liegt, dass das Buch recht schnell fertig werden musste. Es macht halt zum Teil einen etwas übereilten Eindruck.

Vielleicht mag er sich ja äußern, mich würds interessieren.

Lieben Gruß,
Marco! :s17

#30
Andreas

Andreas
  • 3.499 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05

Aber heisst das nun, man darf keine Deutschen Bücher mehr kritisieren, aus der Gefahr heraus, der Autor könne hier Mitglied werden oder sein?

Nein natürlich nicht. Und Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern auch wichtig. Es kommt auf die Form an.
Ja, konstruktive Kritik war dabei, was sehr gut ist. Aber solange man meint, der Autor sei weit weg, rutschen doch häufig mal härtere Formulierungen raus, als nötig. Mal ganz allgemein gesagt: Es darf ja sein, dass einem das Essen nicht schmeckt, und das sollte man auch sagen, aber man muss ja nicht gleich draufpinkeln.
Egal, ob der Autor darüberhinaus noch Mitglied ist oder nicht. Ich wollte nur (mal wieder) auf die Öffentlichkeit des Forums aufmerksam machen und dafür sensibilisieren, in welchem Ton über Andere gesprochen wird.

Gruß,

Andreas

#31
(Huutini)

(Huutini)

Ich wollte nur (mal wieder) auf die Öffentlichkeit des Forums aufmerksam machen und dafür sensibilisieren, in welchem Ton über Andere gesprochen wird.


Okay, das unterschreib ich.

Lieben Gruß,
Marco! :s17

#32
(PeterN)

(PeterN)

Euch ist klar, dass der Autor, Sebastian Fitzek, seit zwei Wochen Mitglied hier ist, oder?

Nee, wie sollte mir das denn klar sein?
Aber vielleicht ist das auch ganz gut. Hier in dem Thread wurde eigentlich ziemlich Tacheles geredet und es ging eher dem Text an den Kragen als dem Autor. Bei von Forumsmitgliedern veröffentlichten Büchern findet ja meist gar keine Kritik statt oder nur mit Glacèhandschuhen.
Also ich habe bis auf ein paar giftige Vergleiche (das mit der Nährwerttabelle der Chips :) ) und Bemerkungen nichts wirklich "anstößiges" gefunden.
Vielleicht sagt er ja noch was dazu.
Dass der Thread hier über drei Seiten geht, wo die meisten Buchkritiken-Threads kaum die fünf Post-Marke erreichen, spricht ja auch irgendwo für das Buch.

Gruß
Peter

#33
(Christoph)

(Christoph)

Ich sach nur: VIELE gute Rezensionen sorgen STETS dafür, dass NOCH MEHR Leute das Buch kaufen. Ob sich das nun MERKLICH auf den Verkausfrang auswirkt, mag dahingestellt sein, aber DASS es sich auswirkt, ist meine feste Behauptung.


Es wirkt sich bestimmt aus, indirekt eben. Die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich höher, dass andere das Buch ebenfalls kaufen.

Das Problem ist, dass man ja immer irgendwie auf das Buch kommen muss, um die Rezensionen zu sehen. Ohne einen Weg, Leser zu erreichen (sei es durch Werbung auf Amaton, durch Berichte in Medien, durch Mundpropaganda), nutzen die Rezensionen wenig.

Übrigens: obwohl meine Lektorin so nett ist, mich regelmäßig mit Zahlen zu versorgen, bleiben die Amazon Verkaufsränge schwierig zu deuten. Das einzige was klar ist: irgendwann kommt man in einen Bereich, wo nicht mehr die Gesamtzahl der verkauften Bücher zählt, sondern nur noch die Zahl innerhalb eines kurzen, bestimmten Zeitraums. So können aktuelle Topseller an die Spitze gelangen, auch wenn sie insgesamt sicherlich weniger verkauft haben, als Bücher, die schon länger auf dem Markt sind. Sinken die aktuellen Verkaufzahlen, rutscht das Buch dann zurück auf einen höheren Rang, der wohl die Gesamtverkaufszahlen bei Amazon repräsentiert. Oder ich liege vollkommen falsch und es ist ganz anders... ;-)

Sehr off-topic, ich weiß... :(

Christoph

#34
hpr

hpr
  • 7.210 Beiträge
  • Dabei seit 14.03.06
Im neuesten Tempest, dem kostenlosen Autoren-Newsletter ((Link ungültig)) findet sich ein lesenswertes Interview mit Fitzek.

Leider ist es noch nicht online, ihr müsst also den Newsletter abonnieren, um es lesen zu können. Aber das lohnt sich auf jeden Fall!

Hans Peter