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Provision


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68 Antworten zu diesem Thema

#1
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Na, dann rückt mal raus mit euren Provisionen, wenn ihr mögt ;-) Wir brauchen ja keine Verlage zu nennen, und theoretisch kann man hier auch unerkannt als Gast posten... Ich mach mal den Anfang. Ein normaler - nicht guter, nicht schlechter - Vertrag für ein Taschenbuch: 5 % bis 25.000, 6 % bis 50.000, 7 % danach. Gruß, Tin

#2
(Peter_Dobrovka)

(Peter_Dobrovka)
% von WAS?

#3
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
verkaufte Exemplare x Verkaufspreis minus Mwst.

#4
(Guest)

(Guest)
Da hier alle wissen, wer ich bin und welches mein Verlag ist, wäre es wohl ungeschickt, das hier als "Ich selbst" herauszuposauen, ohne mir ordentlich Ärger einzufangen. Daher anonym. In meinem Hardcover Publikumsverlag-Vertrag steht: 10% - 15.000 11% - 30.000 12% - 80.000 13% > 80.000 (verhandelt mit Agent)

#5
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
Meine Prov. z.Zt. liegt höher, aber ich hab wirklich keine Ahnung ob ich das hier einfach so posten darf??? Uns als Gast, na ja, da könnte ja jeder irgendwas erfinden, find ich nicht so gut. Wenn du willst schick ich dir ne PN. LG Joy

www.sieben-verlag.de


#6
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
@Hüstel Holy shit! Das ist aber gut! LG Joy

www.sieben-verlag.de


#7
(Guest)

(Guest)
... ach ja, und hierbei handelt es sich natürlich ebenfalls, wie bei Tin, um Honorar "auf Basis des um die darin enthaltene Mehrwertsteuer verminderten gelisteten Ladenverkaufspreises" (Nettoladenverkaufspreis). Anders kenne ich es aus meinen anderen Verträgen auch nicht.

#8
(Guest)

(Guest)
@Joy: ja, finde ich auch gut... und die Erlöse aus den Nebenrechten teilen sich Autor und Verlag 60:40 zu Gunsten des Autors... auch nicht verkehrt :) Für irgendwas und von irgendwas muss man seine 15% an den Agent ja auch abdrücken ;)

#9
(Guest)

(Guest)
Ich darf das auch nicht unter meinem Namen. TB-Staffelung wie bei dir, aber einen Prozentpunkt darüber (6% als Anfangswert). HC wie bei Hüstel. 60:40 selbstverständlich. Mit Agent. Viel spannender wäre aber die Konstellation Provision und Garantiesumme! Und du Tin?

#10
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Hüstel, Klasse! Prima, Vertrag! HC ist mir mit 9 % bis 10.000 vertraut (nicht für mich, hab noch kein HC), danach 10 %. Garantiesumme, die nicht zurückgezahlt werden muss bei TB: 5000-8000 Euro. Gruß, Tin

#11
(Guest)

(Guest)
Hallo Schniefel <hüstel>, klingt ja fast nach dem selben Agent bei uns beiden ;) in meinem Vertrag stehen nämlich auch TB Konditionen, und die fangen, wie bei dir bei 6% ab 15.000 an. Konkret: 6% - 25.000 7% - 50.000 8% - 100.000 9% - 125.000 10% > 125.000 Garantiesummen? Zuletzt 30.000,- :s19 50% bei Abgabe, 50% bei Erscheinen

#12
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
30.000 Euro spricht für gute Erfahrungswerte des Verlages mit Hüstel-Titeln :) So ein Risiko geht man sonst nicht ein. In letzter Zeit mit garantierter Summe auch üblich: 30 % bei Vertragsabschlus, 30 % bei Manuskriptabgabe, den Rest bei Erscheinen. Tin

#13
(Guest)

(Guest)
Na, das ist doch mal ein spannender Thread. Habe sehr gern eure Zahlen gelesen, man hat so selten einen Vergleich. Ich muß doch wissen, ob ich meinen Agenten anfeuern muß oder zufrieden sein kann. Meine Daten: TB, Variante I 6% bis 25.000 7% bis 50.000 8% ab 50.000 Vorschuß: 8.000 Euro TB, Variante II 6% bis 10.000 7% bis 25.000 8% ab 25.000 Vorschuß: 9.000-12.000 Euro HC 8% bis 15.000 9% ab 15.000 Vorschuß: 17.000 Euro Lieber Gruß, Romanautor

#14
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
Was mir auffällt, ihr habt alle riesige Vorschüsse! Wußte nicht, dass sowas möglich ist! Erreicht man das nur mit einem Agenten? LG Joy, die Fassungslose

www.sieben-verlag.de


#15
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Joy, bei den Vorschüssen gehen die Verlage kein Risiko ein. Wenn sie dir 8000 zahlen und du verkaufst 1456 Exemplare, machen sie Verlust. Wenn sie dir 30.000 zahlen wissen sie, die da draußen warten nur auf einen neuen Titel von Joy. Kann gut sein, dass große Verlage da großzügiger sind, weil sie nicht gleich pleite gehen, wenn sie sich mal verkalkulieren. Gruß, Tin

#16
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
Danke Tin! Das heißt, wenn mein Vorschuß jetzt vergleichsweise gering war, und mein Buch verkauft sich wie warme Semmeln, dann kann ich beim nächsten Buch beim selben Verlag mehr erwarten? In wie weit ist der Vorschuß überhaupt verhandelbar? Haben die Verlage nicht ihre festen Sätze? Ist das etwa alles totale Verhandlungssache? Wenn ja, dann hab ich was verpasst. :o LG Joy

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#17
Quidam

Quidam
  • 3.774 Beiträge
  • Dabei seit 07.04.05
Ist interessant, dass mal solche Zahlen offen gelegt werden. Was mich interessiert: Spielt es eine so große Rolle, ob ich nun 2000 € oder 5000 € Vorschuß bekomme - vorrausgesetzt ich verdiene mit dem Buch 8000 €? Bei 2000 € bekomme ich eben dann 6000 € und bei 5000 € eben nur noch 3000 €. Oder hab ich da was falsch verstanden? :s01 Grüße Quidam

#18
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
Das ist es ja eben, vorausgesetzt es verkauft sich, während der Vorschuß nicht zurück gezahlt werden muss, falls dem nicht so ist. Oder? Verwirrte Grüße Joy

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#19
Andreas

Andreas
  • 3.497 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Quidam, du hast natürlich vollkommen recht. Im Endeffekt kommt es aufs gleiche raus, nur, dass man das Geld eben vorher schon bekommt. Aber: Idealerweise möchte man nicht nur einfach einen "Vorschuss" haben, sondern diesen als "Garantiehonorar", das man also nicht zurückzahlen muss, selbst wenn sich das Buch so schlecht verkauft, dass man so viel mit der regulären Provision gar nicht verdient hätte. Also: das Geld ist einem 1. sicher und 2. bekommt man es sofort und nicht erst nach 1, 2 oder 3 Jahren halbjährlich gestückelt. Darüberhinaus kann man sich anhand des Garantiehonorares ausrechnen, wieviel Verkäufe (bzw. Erlöse) der Verlag mindestens kalkuliert. Bekommt man also ein sehr hohes Garantiehonorar, kann man sich halbwegs sicher sein, dass der Verlag auch plant entsprechend viel Umsatz zu machen, also wahrscheinlich auch ein bisschen was in Werbung und Marketing steckt, um zumindest keinen Verlaust zu machen. Ich stimme Tin zu, es sind wohl eher die großen Publikumsverlage, die einen Autor (auch einen neuen) mit verlockenden Summen an sich binden möchten, wenn sie Potential sehen, und denen es nicht ganz so viel ausmacht, wenn sie sich mal kalkulieren. Andreas

#20
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Ich will euch das mal vorrechnen. Ihr verkauft ein Manuskript an einen Verlag. Der Verlag sagt: Prima, du kriegst 5000 Euro Garantie und 6 % bis 10.000, 7 % bis 20.000, 8 % danach. Ich rechne mal in glatten Zahlen auf- und abgerundet. Das Buch hat einen Verkaufspreis von 10 Euro. Abzüglich der Mwst. bleiben ca. 9 Euro. Das Buch verkauft sich 10.000 mal. Erlös: 90.000 Euro. Davon 6 % : 5400 Euro. Bei der ersten Abrechnung würdet ihr also 400 Euro bekommen - denn 5000 habt ihr ja schon. Das Buch verkauft sich 5000 mal. Erlös: 45.000 Euro. Davon 6 %: 2700 Euro. In dem Fall müsstet ihr aber nichts zurückzahlen. Die 5000 Euro Vorschuss dürft ihr behalten. Das ist Verlagsrisiko/falsche Kalkulation. Insofern ist es ganz am Ende egal, wie hoch der Vorschuss ist, wenn sich das Buch wirklich gut verkauft und die Provision zufriedenstellend ist, Joy. Vorschuss ist vor allem dann eine gute Sache, wenn man vom Schreiben lebt und nicht einfach drei Monate in der Versenkung verschwinden kann, um dann monatelang auf das erste Geld zu warten. Üblicherweise rechnen die Verlage am Ende des Jahres bis zum März ab. Manche auch halbjährlich. Gruß, Tin