Inhalte aufrufen

Profilbild

Provision


  • Zum Antworten bitte anmelden
68 Antworten zu diesem Thema

#61
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Hallo, Stefani, ich glaube nicht, dass es da eine handfeste Regel gibt, die dir weiterhelfen könnte. Wenn doch, wissen das vielleicht andere besser. Wenn du alle Rechte an der Geschichte verkaufst, sollte es im Vertrag eine Klausel geben, die die Zweit- und Drittverwertung regelt. Ich schätze, das sind dann nicht Prozente, sondern konkrete Honorare. In jedem Fall solltest du den Vertrag daraufhin prüfen. Falls du dir unsicher bist, würde ich die andere Variante - einmaliger Abdruck - wählen. Und dann ggf. - falls deine Story in einer weiteren Anthologie aufgenommen werden soll - neu verhandeln. Ich kann mir allerdings schlecht vorstellen, dass ein Verlag dieselbe Geschichte zweimal bringt, auch wenn in unterschiedlichen Anthologien. Gruß, Tin

#62
Heinz-Werner

Heinz-Werner
  • 1.078 Beiträge
  • Dabei seit 02.08.05
Hallo zusammen, nur um mal klarzustellen, um was es geht: Anthologie mit 10 Autoren, VK 10 Euro exkl. MwSt. Ein guter Wert hier sind 1.500 Exemplare verkauft. Okay, ein Spitzenwert. Macht 15.000 Euronen Netto, 7%, entspricht 1.050 Euro für alle Autoren und Herausgeber. Von dem Gewinn bekommt der Hrsg. wegen der vielen Arbeit 20%, die Autoren (gleiche Textlängen vorausgesetzt) je 8%. Das macht pro Autor 84 Euronen. Vor Steuern. Und, mit Glück, 5 Freiexemplare. Oder habe ich irgendwo einen Denkfehler in meiner Rechnung? IMO sind Anthologien eine gute Möglichkeit, den eigenen Namen bekannt zu machen, aber unter dem Aspekt des Geldverdienens habe sie noch nie betrachtet. Geht das eigentlich? Nebenrechte kann ich mir bei Anthos eigentlich auch nicht vorstellen. Übersetzung, Verfilmung, Aufarbeitung als Hörspiel? Klärt mich jemand auf? Gruß HW

#63
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Hallo, Heinz-Werner, diese anschauliche Rechenaufgabe hätte von mir sein können ;) 1500 verkaufte Exemplare sind für einen großen Verlag sehr, sehr wenig. Da täten sie gut daran, den Autoren weniger als 8 % zu geben oder Freundschaftsdienste zu erbitten. Sonst geht das bergab mit dem Verlag. Ein einigermaßen erfolgreiches Buch verkauft sich nach meiner Erfahrung zwischen 4000 und 5000 Mal. Dann ist es kein Renner, aber es fährt auch keine Verluste ein, wenn für den Autor/die Lizenz nicht sechsstellige Honorare gezahlt wurden. Mit seiner Story als unbekannter Autor in eine Antholgie zu geraten rechnet sich dann sowohl für die Ehre als auch fürs Konto, wenn man im Dunstkreis eines bekannten Autoren veröffentlicht wird: "Mit einer bislang unveröffentlichen Story von Stephen King/Dan Brown/ Andreas Eschbach/Hera Lind/ Cornelia Funke". Diejenigen Autoren, die "im Stil von..." schreiben, sind bei Verlegern nicht so verpönt wie bei neidvollen Kritikern. Gruß, Tin

#64
Heinz-Werner

Heinz-Werner
  • 1.078 Beiträge
  • Dabei seit 02.08.05
Hi Tin, abgesehen davon, dass wir dann nicht über 84 sondern über 224 Euro reden: Kann man mit Antholgien Geld verdienen? Als Autor, meine ich. Gruß HW

#65
Martina

Martina
  • 4.719 Beiträge
  • Dabei seit 10.02.05
Hallo, Heinz-Werner, ich habe noch mit keiner Anthologie Geld verdient. Aber Autoren, die eine Aufnahme in einer Anthologie mit ihrer Story anstreben, sind in der Regel auch keine knallharten Geschäftsleute, sondern glückliche veröffentlichte Schriftsteller ;) Insofern hast du Recht: Es reicht in den meisten Fällen schlicht zur Ehre. Gruß, Tin

#66
Sysai

Sysai
  • 1.565 Beiträge
  • Dabei seit 11.02.05
Bis auf eine haben Gheron und ich bisher für jede Veröffentlichung einer Kurzgeschichte 200 - 250 € bekommen, bei der letzten sogar 300 € für 10 Normseiten. Bis auf drei haben wir alle Stories veröffentlicht, bevor wir Romane geschrieben haben. Gruß Sysai

#67
(Stefanie)

(Stefanie)
Nein, Heinz-Werner, um  "reich" zu werden, musst Du Dir was anderes suchen... aber es ist eine schöne Übung  und macht Spaß. Und wenn die Vertragsbedingungen und der Verlag auch noch stimmen, macht es mich doppelt glücklich.... Es grüßt Stefani

#68
JoergenNord

JoergenNord
  • 364 Beiträge
  • Dabei seit 14.07.05
Moin @all! Ich habe just eine Kurzgeschichte (8 Seiten) in einer Anthologie untergebracht und bekomme 40,- € pro Druckseite (wobei mir bereits mitgeteilt wurde, dass eine Druckseite NICHT zwangsläufig einer Normseite entspricht!). Hierüber habe ich eine schriftliche Vereinbarung erhalten. Reich werden kann ich damit sicher nicht, es dient tatsächlich mehr der 'Ehre' des Veröffentlichten (klar fühlt man sich gebauchpinselt!) und der Streuung des Namens. Positiver Nebeneffekt der Nebenrechte (Stichwort: Zweitverwertung): Möglicher Vorabdruck oder Nachdruck in Zeitungen, Zeitschriften, Lizenzausgaben usw. (größere Leserschaft = breitere Streuung) LG, Joergen  8)    
"Ich bin für das Leben hier nicht qualifiziert." Chuck Klosterman

#69
Petralit

Petralit
  • 834 Beiträge
  • Dabei seit 14.06.05
Hallo, also bei der Weihnachtsanthologie, bei der ich dieses Jahr mitgeschreiben habe, geht es um eine Auflage von 25000. Und um ein Vorschuss pro Autorin von 1000 Euro, abzüglich Agenturprovision. Honorarstaffelung für alle fünf zusammen: 5%, 6%, 7%. Textlänge pro Autorin 30 bis 50 Normseiten. Allerdings haben die vier anderen Autorinnen alle schon einen bekannten Namen. ich bin der einzige Neuling, sozusagen ein Kuckucksei. ;) So gesehen sind die Zahlen ja dann gar nicht schlecht für mich. Kleiner Wermutstropfen: Obwohl großer Verlag (oder gerade deswegen, wer weiß das schon?) sind sie mit dem Vorschuss schon seit Mai im Verzug und schon von der Agentur gemahnt worden. Liebe Grüße Petra S.

Petra Schier / Mila Roth: Zwei Namen, eine Autorin - Lesefutter für (fast) jeden Geschmack

 

www.petra-schier.de +++++++ www.mila-roth.de