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Was bedeutet Nebenabreden bestehen nicht?


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8 Antworten zu diesem Thema

#1
Rainer Innreiter

Rainer Innreiter
  • 182 Beiträge
  • Dabei seit 22.06.05
Ich hoffe, ich blamiere mich nicht allzu sehr, aber kann mir jemand mit einfachen Worten erklären, was der Vertragspunkt "Nebenabreden bestehen nicht" aussagen soll? Bonusfrage: Gibt es eine Art Mustervertrag für eine Vertretungsvereinbarung mit einer Literaturagentur? Danke im Voraus für eure Antworten!

#2
(Falko)

(Falko)

"Nebenabreden bestehen nicht"


Dürfte im Verlagswesen das gleiche bedeuten wie in anderen Verträgen, nämlich dass einzig die Konditionen im Vertrag gelten und man nicht mündlich irgendwelche Zusatzvereinbarungen zum Vertragsgegenstand (oder sogar weitere Verträge darüber) geschlossen hat.

#3
(Kathrin)

(Kathrin)
Hallo Rainer, "Nebenabreden" = "Nebenabsprachen", der Passus bedeutet, dass ihr über den Vertrag hinaus nichts anderes vereinbart habt. Einen Normvertrag für Agenturarbeit habe ich auch noch nirgends gefunden. Viele Grüße Kathrin

#4
Rainer Innreiter

Rainer Innreiter
  • 182 Beiträge
  • Dabei seit 22.06.05
Ach so, danke! Eigentlich recht einleuchtend, wenn man es so liest. :)

#5
MartinaC

MartinaC
  • 4.601 Beiträge
  • Dabei seit 06.06.05
Vielleicht mal beim Verband deutscher Schriftsteller anrufen und fragen, ob die auch Musterverträge für Agenturen haben? Online findet man nur Muster für Verlagsverträge, aber die sollten sowas eigentlich haben. LG Joy

www.sieben-verlag.de


#6
(Natalja)

(Natalja)
Guten Morgen, ich mache jetzt mal Werbung für einen großen Kollegen. In Thomas Schlück: Literaturagentur. Erfolgreiche Zusammenarbeit Autor - Agentur - Verlag findet sich z.B. auch ein Vertragsmuster, das meines Erachtens nach alle wichtigen Punkte abdeckt. Jeder Agent modifiziert solche Standards aber noch. Liebe Grüße, Natalja

#7
Rainer Innreiter

Rainer Innreiter
  • 182 Beiträge
  • Dabei seit 22.06.05
Danke, das schaue ich mir mal an!

#8
(Hef)

(Hef)
Hi Rainer, Nebenabsprachen sind rein rechtlich ein Floskel, aber leider üblich. Sie bedeuten nur, dass es neben dem gegenseitig unterschriebenen Vertrag keine weiteren "Unterverträge gibt", die nicht Bestandteil des eigentlichen Vertrages sind. Soweit die rechtliche Definition. Zu den Agenturverträgen. Die sollten weitaus einfacher gehalten sein, als Verlagsverträge.... Die Agentur stellt einen Vertrag aus, der einzig nur die folgenden Punkte enthält: ...für welches Werk von welchem Autor soll in welcher Zeit zu welcher Erfolgsprovision ein Verlag gefunden werden. Mehr ist nicht. Es gibt allerdings Agenturen, die wahrlich ein umfassendes Vertragswerk daraus machen. Da bin ich misstrauisch. Das artet schnell in Knebelverträge aus. dein hef

#9
Nina

Nina
  • 1.041 Beiträge
  • Dabei seit 28.10.05
Ich finde es aber auch für den Autor nicht so ungünstig, wenn nicht alles, was er eben mal gesagt hat, gleich rechtlich verbindlich ist. Nehmen wir mal an, der Lektor ruft zu früher Stunde an und der Autor sagt irgendwas, ohne lange nachzudenken bzw. auf eine Frage ein verschlafenes Ja. Da finde ich es eigentlich besser, wenn was dann fix im Vertrag steht. Aber natürlich ist es blöd, wenn man wirklich was mehrmals versprochen bekommt, und dann fühlt sich keiner mehr dran gebunden.